Archiv für den Tag: September 11, 2009

„Nie wieder arbeiten“

 

Foto: Bernd E. Jäger Boxen, Silvia Seidel, Hans Richter, Dagmar Hessenland, Martin Zuhr und Tanja Schumann (Aufnahme: Kai Schulz)

Die aktuelle Inszenierung in der Komödie in der Steinstraße stammt aus der Feder von Horst Pillau.

Im Mittelpunkt stehen die Komplikationen, mit denen Frauen konfrontiert werden, wenn ihre Männer, die tagtäglich bei ihrer Arbeit malträtiert werden, plötzlich Frührentner werden. Auf heitere Weise und mit viel schwarzen Humor wird dargestellt, wie nun auf einmal die Welten der beiden Ehefrauen, die gemeinsam eine Tanzschule leiten, und der beiden Männer, die nun glauben, das süße Nichtstun genießen zu können, aufeinanderprallen. Im Mittelpunkt stehen Werner, ein Lehrer, gespielt von Bernd E. Jäger Boxen und Tom, ein Polizist, gespielt von Martin Zuhr. Sie sind es leid, in ihren Berufen ständig gedemütigt zu werden.  Mit viel Phantasie gelingt es ihnen auf clevere Art vorzutäuschen, dass sie psychisch krank sind. So erreichen sie ihr Ziel, dass ihnen Berufsunfähigkeit bescheinigt wird. Voller Euphorie rufen sie aus: „Hurra, nie wieder arbeiten“. Doch das ach so schöne dolce far niente dauert nicht lange an.  Beide bekommen arge Probleme mit ihren Frauen, die von Tanja Schumann und Silvia Seidel verkörpert werden. Diese wollen keine Männer, die völlig träge sind und immer mehr abstumpfen. Eh sie sich versehen sind beide in einer Männer-WG. Die beiden können von Glück reden, dass es einen Rettungsanker gibt, nämlich die frühere Balletttänzerin Flora, gespielt von Dagmar Hessenland, sowie den etwas tolpatschigen Herrn Schulz, gespielt von Hans Richter, mit deren Hilfe Werner und Tom eine neue Perspektive in ihrem Leben bekommen, so dass sie schließlich ihren Frauen beweisen können, dass sie ebenso gute Tänzer sind, wie Fred Astaire.

Bis zum 16. Oktober steht „Nie wieder arbeiten“ auf dem Programm der Komödie in der Steinstraße. Telefonische Auskünfte sind unter der Nummer 0211-32 51 51 erhältlich. Weitere Informationen gibt es auf der Website www.komoedie-steinstrasse.de.

Autor: Christian Dick

„Barfuß im Regen“ im Theater an der Kö

Die aktuelle Inszenierung im Theater an der Kö ist eine „Schlagorette“ von Axel Beyer, wie das Theater angibt. Wer nicht unmittelbar etwas mit diesem Begriff assoziieren kann, dem sei verraten, dass er so viel deutsche Schlager, unter anderem sehr viele Oldies von Michael Holm, in zwei Stunden wohl noch nie und auf eine solch originelle und heitere Art und Weise dargeboten bekommen hat. Das Stück hat Esprit. Besonderen Charme hat die Schauspielerin Angela Roy in der Rolle der Doris, die erst zwei Wochen vor der Premiere infolge einer Umbesetzung ihre Rolle übernommen hat. Sie harmoniert ausgezeichnet mit Walter Plathe, der in dem Stück Michael heißt. Beide stellen Schauspieler dar, die einmal ein Liebespaar waren. Michael ist damals fremdgegangen und hat daher ein Kind mit einer anderen Frau. Beide wollen es sich zunächst nicht eingestehen, aber die Flamme ihrer Liebe ist noch nicht völlig erloschen. Sie sind gerade dabei ein Stück zum 15jähringen Jubiläum des Theaters einzustudieren. Der Direktor des Theaters hat den Auftrag gegeben, eine Aufführung zu inszenieren, in deren Mittelpunkt die klassischen Liebespaare der Weltliteratur stehen und die mit Schlagern der 1970er und 1980er Jahre garniert ist.  Wer nun wissen will, wie die Glut in Doris und Michael neu entfacht wird, dem sei ein Besuch im Theater an der Kö anempfohlen.

In weiten Rollen spielen mit Billie Zöckler, eine wahre Stimmungskanone, die bereits mehrfach in der Komödie in der Steinstraße dafür gesorgt hat, das kein Auge trocken bleibt sowie Reiner Heise und Heike Beckmann.

„Barfuß im Regen“ stehlt bis zum 11. Oktober täglich (außer Montag), um 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen um 18 Uhr auf dem Programm. Zusatzvorstellungen werden am Montag, 28. September, um 20 Uhr und am Samstag, 3. Oktober, um 17 und 20 Uhr aufgeführt. Nähere Information gibt es an der Theaterkasse unter der Telefonnummer 0211-32 23 33 oder auf der Website des Theaters unter dem Link www.theateranderkoe.de/ .

Autor: Christian Dick