Archiv für den Tag: September 20, 2009

Gerhard Hoehme Papierarbeiten bis 10. Januar 2010 im museum kunst palast

Es war einer der großen Vertreter der Kunstrichtung Informell, jene Kunstrichtung die 1945-1946 in Paris entwickelt wurde, als Gegenposition zur geometrischen Abstraktion.
Der Begriff Informell wird sowohl zur Abgrenzung als auch für die Zusammenfassung verschiedener abstrakter Strömungen der 1950er Jahre verwendet. Informell bedeutet nach Karl Otto Götz, einem der bedeutendsten deutschen Vertreter, die Auflösung des klassischen Formprinzips.

Ein Künstler, der diese Richtung in Deutschland wesentlich mit entwickelt hat war Gerhard Hoehme. Er wurde am 5. Februar 1920 in Greppin bei Dessau geboren und starb am 29. Juni 1989 in Neuss. Seine bildnerischen, plastischen Arbeiten sowie Zeichnungen und Raumistallationen leisteten ein prägenden Beitrag zur Entwicklung der Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In Kooperation mit der Küppersmühle und dem Lehnbruckmuseum in Duisburg sind im museum kunst palast das zeichnerische und druckgraphische Werk Hoehmes zu besichtigen. Die Arbeiten aus den 1950er und 1980er Jahren zeigen seine konzeptionelle Bildentwicklung als Wegbereiter des deutschen Informell, aber auch seine individuelle Weiterentwicklung, hin zu seiner eigenen Bildsprache. Anlaß der Ausstellung des Documenta 2 Teilnehmers ist sein 20. Todesjahr. Öffentliche Führungen werden am 4.10, 8.11, 6.12.2009 und am 10.1.2010 jeweils um 11. Uhr angeboten. Weitere Information auch unter www.museum-kunst-palast.de

Autor: Hans-Werner Keller