Archiv für den Monat: Oktober 2009

„b.01“ – erste Ballettaufführung des Balletts der Deutschen Oper am Rhein unter der Choreographie von Martin Schläpfer

„Es ist ein Ballett für die gesamte Compagnie und für mich die erste Gelegenheit, alle meine Tänzerinnen und Tänzer kennen zu lernen und ganz speziell für sie zu kreieren“, hat der neue Ballettdirektor der Deutschen Oper am Rhein, Martin Schläpfer, erklärt.  Wer Interesse hat, das aktuelle Ballettprogramm anzuschauen, hat in Düsseldorf noch am 31.10., 6.11., 12.11., 17.11., 21.11., 26.11. und 28.11 jeweils um 19:30 Uhr die Gelegenheit dazu. Das überaus abwechslungsreiche Programm sieht wie folgt aus:

MARSCH, WALZER, POLKA
Musik: Johann Strauß (Sohn), Josef Strauß und Johann Strauß (Vater)
Choreographie: Martin Schläpfer  //  Kostüme: Thomas Ziegler
Sie kreiseln mit imaginären Partnern, entdecken die lauernde Verzögerung des Tangos für den Walzer und den Spitzenschuh als gefährliche Waffe, begegnen sich wie sommernachtstrunkene Schlafwandler, verlieren die Nerven und bekommen schlotternde Knie, statt stramm vor einem imaginären k. & k.-General zu defilieren. –  Mit seinem 2006 uraufgeführten „Wien-Ballett“ „Marsch, Walzer, Polka“ gelang Martin Schläpfer fern aller Opernballklischees eine feinsinnige Ausbalancierung des so wienerischen Zwiespalts zwischen Euphorie und Melancholie, großem Gefühl und burlesker Komik, Tanzekstase und Walzertraum.

FRANK BRIDGE VARIATIONS
Musik: „Variations on a Theme of Frank Bridge“ von Benjamin Britten
Choreographie: Hans van Manen  //  Bühne und Kostüme: Keso Dekker
Licht: Bert Dalhuysen  //  Einstudierung: Rachel Beaujean
Der niederländische Choreograph Hans van Manen zählt zu den bedeutendsten Künstlern des zeitgenössischen Tanzes. In seiner einmal gefundenen, höchst reduzierten und kristallklaren Handschrift findet er in seinen Balletten zu immer neuen Nuancen. Mit seinen 2005 am Het Nationale Ballett uraufgeführten „Frank Bridge Variations“ auf die gleichnamige Komposition Benjamin Brittens (1913-1976) schuf er eines seiner dunkelsten und geheimnisvollsten Ballette – in seiner ungeheuren Vielschichtigkeit und zugleich höchsten Konzentration ein verdichtetes Kompendium seiner gesamten Tanzkunst.

3. SINFONIE (Uraufführung)
Musik: Sinfonie Nr. 3 von Witold Lutosławski
Choreographie: Martin Schläpfer
Bühne: Thomas Ziegler  //  Kostüme: Catherine Voeffray
Die Kompositionen Witold Lutosławskis üben seit vielen Jahren auf Martin Schläpfer eine große Faszination aus. In den Klangwelten des polnischen Komponisten findet er die Tiefe und Vielschichtigkeit, aus denen seine Ballette ihre Kraft und Unmittelbarkeit schöpfen. Mit seiner Choreographie auf Lutosławskis Streichquartett gelang Martin Schläpfer ein Meisterwerk, für das ihm im Moskauer Bolschoi Theater der Prix Benois de la Danse 2006 verliehen wurde. Für seine erste Uraufführung mit dem Ballett am Rhein wählte Martin Schläpfer Lutosławskis „3. Sinfonie“. Für die zwischen 1972 und 1983 entstandene Komposition – eine Musik voller eruptiver Ausbrüche, aber auch feinster Klangschattierungen – erhielt Lutosławskis den Grawemeyer-Award. Martin Schläpfer bezeichnet sie als eine „perfekte Ballettmusik, in der ich die Chance spüre, auf alle meine 48 Tänzerinnen und Tänzer, die ich teilweise noch kaum und teilweise schon seit Jahren kenne, zu reagieren“.

Nähere Informationen gibt es auch unter der Internetadresse www.operamrhein.de.

„Alles kann besser werden“ – Xavier Naidoo meldet sich nach vier Jahren zurück

 

(Cover des des aktuellen Albums von Xavie Naidoo)

Seit der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 2006 ist ein Lied in allen Köpfen hängen geblieben. Es hat den prägnanten Titel „Dieser Weg wird kein leichter sein“. Dieses Lied von Xavier Naidoo hat den Teamgeist der deutschen Nationalmannschaft in entscheidender Weise gestärkt. Denn dieses Lied brachte zum Ausdruck, dass man kämpfen muss und eiserne Nerven haben muss, um ein Ziel zu erreichen. Xavier Naidoo führt mit derartigen eingängigen Liedern ebenfalls vor Augen, dass man im Leben unbeirrt und mutig einen Weg gehen muss, für den es sich zu kämpfen lohnt, selbst wenn einem dabei von der Gesellschaft viel Gegenwind ins Gesicht bläst, ja, selbst dann, wenn man von der Gesellschaft mit Füßen getreten wird. Die Songs von Xavier Naidoo rütteln deshalb gerade junge Menschen wach, die heute in ihrem Leben oft keinen Kompass in ihrem Leben haben, die gleichgültig sind, die allzu oft nur an sich denken und die ein Desinteresse daran haben, wie es mit ihnen in Zukunft weiter geht.

Nun ist nach vier Jahren ein neues Album von Xavier Naidoo auf dem Markt. Mit seinem neuen Album „Alles kann besser werden“, das am 9. Oktober erschienen ist, ist Xavier Naidoo momentan auf Platz 1 der deutschen Album-Verkaufscharts. Der als Single ausgekoppelte Titelsong des Albums ist erneut einer derjenigen Kategorie von Liedern, die Mut machen. Die Kernaussage ist, dass es für alles im Leben eine Hoffnung gibt. Das aktuelle Album von Xavier Naidoo passt somit sehr gut in eine Zeit, in der alles von negativen Schlagzeilen über die Finanz- und Wirtschaftskrise beherrscht wird. Wichtig für das Überwinden von schwierigen Situationen und das Erreichen von Erfolgen, selbst dann, wenn man ganz am Boden ist, ist immer die mentale Einstellung. Ein Besuch der aktuelle laufenden Deutschland-Tournee von Xavier Naidoo kann daher sehr empfohlen werden. Im Rahmen seiner Deutschland-Tournee, die am 15. Oktober in München gestartet ist, steht in jeder Stadt an einem Abend Xavier Naidoo auf der Bühne und am Folgeabend steht die Band, aus der er hervorgegangen ist, jeweils auf derselben Bühne: die Söhne Mannheims. In Nordrhein-Westfalen tritt Xavier Naidoo am 11. November in der Lanxess-Arena in Köln auf,  die Söhne Mannheims treten am 12. November dort auf. Am 19. November ist Xavier Naidoo in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen zu Gast. Am 20. November findet dort das Konzert der Söhne Mannheims statt.

Foto: Xavier Naidoo (Aufnahme: Alexander Laljak)

Mehr Informationen über Xavier Naidoo können Sie lesen, in dem Sie auf die Überschrift dieses Artikels klicken. Weiterlesen

Stück mit sehr viel Tiefgang in der Komödie Steinstrasse

Foto: Johanna von Koczian (Aufnahme: Christian Dick)

Eine Glanzleistung ist die neue Inszenierung in der Komödie in der Steinstrasse in Düsseldorf „Oskar und die Dame und Rosa“. Dies liegt zum einen an der Schauspielerin Johanna von Koczian, der Grande Dame des deutschen Theaters, die bei diesem Stück die einzige Person auf der Bühne ist und die sehr authentisch wirkt, geradezu als hätte sie die Situation, die sie darstellt selber erlebt. Zum anderen hat Martin Woelffer, Inhaber der Komödie Berlin, der hier Regie geführt hat, bei der Inszenierung eine geistreiche Wiedergabe einer traurigen und wehmütigen Handlung geschaffen. Die Inszenierung ist eine Übernahme der Komödie Berlin, wo diese bereits mit großem Erfolg aufgeführt worden ist.

Handlung

Johanna von Koczian spielt eine Frau, die in einem Krankenhaus regelmäßig schwerkranke Kindern besucht. Dabei trägt sie stets einen rosafarbenen Kittel, weshalb sie einfach „die Dame in Rosa“ ist. Hierbei entstand eine herzliche Freundschaft zwischen „der Dame in Rosa“ und dem an Leukämie erkrankt Oskar. Der „Dame in Rosa“ ist es gelungen, Oskar in der letzten Zeit seine Lebens zu Gott hin zu führen. „Die Dame in Rosa“ liest in diesem Stück die Briefe vor, die Oskar an den lieben Gott geschrieben hat. Dabei wird vor allem deutlich, dass Oskar dadurch, dass er in seinen Briefen Gott sein Herz ausgeschüttet hat, wusste, dass er mit den Sorgen wegen seiner Krankheit nicht alleine war. Die Angst vor dem, was nach dem Tod kommt, ist Oskar hierdurch genommen worden.

Bis zum 12. November steht „Oskar und die Dame in Rosa“ auf dem Spielplan der Komödie in der Steinstrasse. Nähere Informationen gibt es unter den Telefonnummern 0211-32 51 51 oder 0211-13 37 07 oder im Internet unter der Adresse www.komoedie-steinstrasse.de.

Autor: Christian Dick

„Die Zauberflöte“ und „Giulio Cesare in Egitto“ wieder im Opernhaus Düsseldorf

Rainer Mühlbach dirigiert die Wiederaufnahmen am 22. und 23. Oktober  

Jan-Hendrik Rootering als Sarastro  in der „Zauberflöte“

 

Im Opernhaus Düsseldorf steht ab Donnerstag, 22. Oktober, um 18.30 Uhr wieder Mozarts beliebteste Oper „Die Zauberflöte“ auf dem Spielplan. Unter den zahlreichen Solisten – darunter auch neue Entdeckungen im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein – fällt der Name von Jan-Hendrik Rootering ins Auge. Seit 1982 ist Jan-Hendrik Rootering in nahezu allen großen Basspartien zu hören. Regelmäßig gastiert er an den bedeutenden Opernhäusern der Welt, sei es die Metropolitan Opera, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die Opéra Bastille Paris oder die Wiener Staatsoper. An der Deutschen Oper am Rhein ist der in Düsseldorf lebende Sänger lange nicht in Erscheinung getreten. Jetzt hat ihn Generalintendant Christoph Meyer in „seiner“ Stadt für einige Gastauftritte engagiert: Am 25. Oktober, 1. November, 9. und 26. Dezember sowie am 2. und 9. Januar steht er als Sarastro auf der Bühne des Düsseldorfer Opernhauses.

 

Regisseur Christof Loy verortet „Die Zauberflöte“ in einer Bibliothek, einem magischen Kabinett, in dem aus papiernen Zeugnissen lebendige Gestalten der Phantasie entstehen. Streng bebrillte Bibliothekarinnen verwan­deln sich in drei kokette Damen, die einen schönen Jüngling keineswegs nur zum Lesen verführen wollen. Papageno flattert als wahrhaft seltsamer Vogel in diese Oase der Gelehrtheit hinein, bevor die mondäne Königin auch hier ihren unnachahmlichen Auftritt hat. Und Sarastro erscheint als ein Herr der Eingeweihten, die offenbar alles Bücherwissen in sich gespeichert haben und sich doch am Ende belehren lassen müssen, dass die Liebe das einzig probate Mittel ist, alle Feuer- und Wasserproben des Lebens zu bestehen. Rainer Mühlbach hat die musikalische Leitung übernommen.

 

Er steht  auch am Pult, wenn am Freitag, dem 23. Oktober, um 19.30 Uhr der für seine gigantischen Feldzüge bekannte römische Konsul Julius Cäsar die Bühne betritt. Der ist der Titelheld in Georg Friedrich Händels 1724 uraufgeführten Oper „Giulio Cesare in Egitto“. Wie in allen Barockopern ist die Historie nur Folie für ein wechselvolles Spiel um Liebes- und Machtinteressen: Cesare, der eigentlich Versöhnung stiften wollte, wird durch einen hinterhältigen Mord an seinem Gegner zu neuen Rachefeldzügen gezwungen, während die schöne Cleopatra ihn mit ihren Reizen umgarnt, um ihr Machtinteresse gegen den eigenen Bruder Tolomeo durchzu­setzen. Triumph wechselt mit Trauer, Liebe mit Verrat und Rache. Am Ende wird Cleopatra ihren Traummann Cesare gefunden haben, doch in den Jubel über dieses weltherrschaftliche lieto fine mischt sich ein leicht bitterer  Beigeschmack. In der Inszenierung von Philipp Himmelmann sind Günes Gürle als Cesare und Sylvia Hamvasi als Cleopatra, Marta Márquez als Cornelia und das neue Ensemblemitglied Theresa Kronthaler als deren Sohn Sesto zu erleben. Der Countertenor Tim Mead stellt sich als Tolomeo vor, Laimonas Pautienius als dessen Adjudant Achilla.

 

Karten und weitere Informationen: Opernshop Düsseldorf, Tel. 0211/89 25 211, www.operamrhein.de. 

Die Initiative Refluxkinder e.V. lädt zum ersten Charity-Dinner im Tußmann ein

Aufklärungsbedarf: Reflux bei Kindern oft zu spät erkannt

Düsseldorf, September 2009. Reflux ist ein Krankheitsbild, das von Ärzten oft
erst spät diagnostiziert oder falsch eingeschätzt wird. Beim Reflux fließt die
Nahrung aus dem Magen in die Speiseröhre zurück. Die Symptome sind vielfältig.
Babies und Kleinkinder spucken vermehrt, erbrechen sich, verweigern die
Nahrung oder haben Schlafstörungen. In schweren, unbehandelten Fällen führt
Reflux zu Komplikationen wie Bronchitis, Lungenentzündung und Atemstillstand
(Apnoe) bis hin zum Tod. Die Unterscheidung zwischen dem unkomplizierten
Reflux, der sich in den ersten Lebensmonaten auswächst, und dem krankhaften
Reflux, der unbedingt behandelt werden muss, ist schwierig. Die Unsicherheit bei
Eltern betroffener Kinder und behandelnden Kinderärzten ist groß.

Gründung von Refluxkinder e.V.

Carolin Scheffler, Gründerin des Vereins Refluxkinder e.V., weiß dies aus eigener
Erfahrung: “Mein Sohn Phillip erbrach sich viel, schlief schlecht, hatte akute
Atemwegserkrankungen und nachts sogar Atemstillstand. Mehrfach musste er
in die Notaufnahme. Mit ein paar Wochen wurde Reflux bei ihm diagnostiziert.
Auch nach der Diagnose herrschte große Unsicherheit unter den Ärzten über die
richtige Behandlungsmethode. Ich habe selbst zu seinem Krankheitsbild
recherchiert und verschiedene Experten in Deutschland aufgesucht. Nach knapp
zwei Jahren wurde Phillip operiert und zugleich mit Medikamenten behandelt.
Jetzt ist er stabil.” Carolin Scheffler wollte ihre eigenen Erfahrungen mit anderen
betroffenen Eltern teilen. Daraus entstand Ende 2007 die Idee einen Verein zu
gründen, der Eltern unterstützt und gleichzeitig Kinderärzte über die
unterschiedlichen Symptome des Reflux und erfolgreiche Behandlungsmethoden
informiert. Scheffler gewann Menschen aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft
und Marketing für die Initiative und entwickelte ein Netzwerk aus Reflux

Experten. Bis heute hat die Initiative 200 betroffenen Familien geholfen durch
Aufklärung über das Krankheitsbild, Beratung bei der Arztwahl und menschliche
Unterstützung. Des Weiteren entwickelt Refluxkinder e.V. an einer Broschüre für
Kinderärzte, hält Vorträge, arbeitet an einer Langzeitstudie, schreibt Artikel und
plant weitere Aufklärungsarbeit für das kommende Jahr wie zum Beispiel ein
Buch für betroffene Kinder und mehr Austauschmöglichkeiten für Eltern.

Fundraising mit Gala-Dinner

Der gemeinnützige Verein trägt sich durch Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit.
Um die Arbeit weiter ausbauen zu können, hat Refluxkinder e.V. jetzt mit
aktivem Fundraising begonnen. Erste Aktion ist das Gala-Dinner am 24.
November im Düsseldorfer Restaurant Tußmann. Tickets für das Vier-Gang-Menü
kosten 150 Euro und sind über die Organisation unter info@refluxkinder.de
erhältlich. Im Rahmen des Abends werden Vorträge über Reflux und die Arbeit
des Vereins gehalten sowie Bilder von Dusko Pavic und Sascha Reichert in einer
Silent Auction versteigert. Sponsoren der Veranstaltung sind Norvlit
Werbeagentur, Restaurant Tußmann, Druckstudio Gruppe, Doré Weinhandel,
Mitze Gastrowelt, Vinotinto, RheinLust Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit,
Maurizio Mulas Fotografie, La Terra, Eser, Marco Sansalone, Sportplatz
Personaltraining, UltraSchall, Skoda Centrum Düsseldorf, Mise en Place Group
sowie Nestlé Nutritions.

Seit Kurzem kann man auch zahlendes Mitglied im Verein werden und die
Initiative auf diese Weise unterstützen. Dazu Carolin Scheffler: “Das positive
Feedback der Eltern bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt
brauchen wir nur dringend mehr Geld, um unsere Arbeit fortzuführen und noch
mehr Betroffene und Ärzte zu erreichen.”

Kontakt:
Refluxkinder e.V. – Initiative für Kinder mit gastroösophagealem Reflux
Carolin Scheffler
Hoffeldstr. 4
40325 Düsseldorf
Email: info@refluxkinder.de
Internet: www.refluxkinder.de

Euroweb Stiftung fördert die ersten Düsseldorfer Jugendmedientage

Ende Oktober finden zum ersten Mal die Düsseldorfer Jugendmedientage statt, die vom Düsseldorfer Jugendring zusammen mit Institutionen und Unternehmen veranstaltet werden.

Am 30. und 31. Oktober 2009 können Schüler und Studenten von 14 bis 25 Jahren an Workshops rund um das Thema Medien teilnehmen und erste Einblicke in die Medienwelt bekommen. Den Jugendlichen soll die Möglichkeit gegeben werden, in die kreative Medienarbeitswelt hineinzuschnuppern.

Die Euroweb Stiftung der Euroweb Group hat nicht nur die Internetseite des Projektes gesponsert. Euroweb veranstaltet selbst fünf Workshops am Firmensitz in Düsseldorf-Heerdt, unter anderem „Planung, Gestaltung und Umsetzung einer Website“, „Social Networks als Rekrutierungsunterstützung bei der Berufswahl“ und „Entwicklung einer Flash-Animation“.

Zudem wird der Düsseldorfer Jugendfotopreis verliehen, bei dem die Euroweb Stiftung in der Jury sitzt und auch die Preisgelder sponsert.

Die Teilnahme an den Düsseldorfer Jugendmedientagen ist kostenlos. Die Jugendlichen können sich bis Montag, 26. Oktober 2009, im Internet unter www.duesseldorfer-jugendmedientage.de anmelden.

Ein Plädoyer für eine couragierte Bürgergesellschaft

 

In diesem Jahr ist im Verlag Droemer-Knaur das Buch „Die oder Ich“ von Michael Opoczynski, der auch als Moderator der ZDF-Sendung WISO bekannt ist, erschienen.  Das Buch ist sehr empfehlenswert, da es an die Menschen appeliert in Zeiten, in denen immer wieder über immensen Abbau von Arbeitsplätzen, über Sozialreformen, welche die Bürger ins Mark treffen und über Einschnitte bei den Bürgerrechten berichtet wird, zu einem verstärkten sozialen Zusammenhalt. Mit diesem Appell trifft Opoczynski genau ins Schwarze. Die deutsche Gesellschaft krankt an zu wenig Gemeinsinn. Wir sind ein Volk von Einzelkämpfern. Wenn beispielsweise in Frankreich tiefgreifende Sozialreformen geplant werden, ist es nicht unüblich, dass es zu Massendemonstrationen kommt. In Deutschland denken zu viele Menschen immer zuerst an ihr eigenes Überleben. Dabei wird allzuoft vergessen, dass durch einen Zusammenschluss Gleichgesinnter sehr viel mehr bewegt werden kann, als wenn man alleine agiert. Man kann daher nur immer wieder darauf hinweisen, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement und ein solidarischer Geist als Gegenpol zu einer Ich-Gesellschaft ist. Denn, wer alleine auf weiter Flur ist, ist zu schwach, um sich gegen tiegreifende Eingriffe in seine Bürgerrechte, die eigentliche im Interesse aller sein sollten, nicht behaupten.

Michael Opoczynski, Die oder Ich, VERLAG Droemer Sachbuch SEITENZAHL 256 AUSSTATTUNG Klappenbroschüre PREIS EUR (D) 16,95 ISBN 3-426-27467-1 ISBN 978-3-426-27467-5Autor: Christian Dick

Full House beim Englischseminar für Kanzleimitarbeiter

 

Foto: der Englisch-Trainer Patrick Mustu aus Düsseldorf

Samstag, 10. Oktober 2009, im Weiterbildungszentrum der Landeshauptstadt: Der Düsseldorfer Sprachtrainer Patrick Mustu tritt vor eine Gruppe Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter und beginnt sein Seminar. „Let’s talk!“

Ein Tag Englisch sprechen und schreiben im Zeichen der Kanzlei: „I have been working for Clifford Chance for five years“ – nach einer Vorstellungsrunde gehen die Teilnehmerinnen unter Mustu’s fachkundiger Leitung dazu über, die Betreuung von Mandanten zu trainieren. Es geht los am Telefon: “May I ask in what matter you are calling?“; “One moment, please. I’ll put you through.”; “I’m afraid Mr. Krupp is unavailable at the moment. May I take a message?” Die Teilnehmerinnen schlüpfen in unterschiedliche Rollen und spielen Sekretärin und Mandant, vereinbaren Termine, buchen Konferenzräume und Hotelzimmer.

Dann geht es an die persönliche Betreuung: “Would you like to take a seat?”; “Would you like something to drink?” ; “Mr. Schmidt will be with you in a moment“. Besondere Schwierigkeiten bereitet der Small Talk, mit dem Eis gebrochen und Wartezeiten überbrückt werden. Als wichtiges Wohlfühlelement des anglo-amerikanischen Wirtschaftsraumes kommen die Teilnehmerinnen auch hieran nicht vorbei. Sie erkundigen sich nach dem Flug, dem Hotel und dem geplanten Besuchsprogramm.

Zwischendurch lässt Mustu immer wieder Dialoge von einer CD einfließen, um das Hörverständnis in Bezug auf unterschiedliche Akzente zu schulen. Da ist Paula Morris, die für die Partnerin einer Hamburger Kanzlei eine Buchung vornimmt. Da sind Mr. und Mrs. Cooper, die über ihre Patente sprechen. Und da ist Susanne, die eine Vielzahl unterschiedlicher Telefonate tätigt, Informationen weitergibt, Nachrichten entgegen nimmt und hinterlässt.

Der Nachmittag ist anwaltlicher Korrespondenz gewidmet – Schriftsätze und Mandantenschreiben, Aufbau-, Layout- und Stilfragen, britische und amerikanische Besonderheiten. Standardformulierungen werden übersetzt, Übersichten mit Textbausteinen übergeben. Es geht um Vertretungsanzeigen, Anspruchsschreiben und Mandatsniederlegungen. Damit einher geht eine intensive Wortschatzarbeit: häufig vorkommende juristische Begriffe, Partei- und Gerichtsbezeichnungen, Verfahrensarten, Kosten.

Der Tag neigt sich dem Ende zu. „Einfach klasse“, sagt Jessica M.,  „ich habe heute mehr gelernt als in drei Monaten Kurs an einer Sprachschule.“ Auch Maike B. ist begeistert: „Das war wirklich effizient, da 100 % praxisbezogen. Es gibt kaum berufsbezogene Angebote, die meisten Sprachkurse sind zu allgemein gehalten, hier war es endlich einmal anders“. „Herr Mustu hat das toll gemacht“, resümiert Anja B., „es war anschaulich, abwechslungsreich und obendrein auch noch sehr unterhaltsam.“

Und was sagt der auf die Bereiche Recht und Finanzen spezialisierte Seminarleiter? „Die zunehmende Internationalisierung erfordert immer mehr Kompetenzen, die eine Kommunikation auf fachsprachlicher Ebene ermöglichen. Sprachschulen sind in der Regel auf ein Standardrepertoire eingerichtet, das sich auf Sprechen, Telefonieren und Schreiben beschränkt. Spezialisiertes Lehrpersonal mit Fachkenntnissen sucht man dort vergebens. Diesem Dilemma kann nur in der Form begegnet werden, dass sich Interessenten einen Trainer suchen, der Sprache und Fach beherrscht.“

Kontakt: Patrick Mustu Sprachtraining Englisch im Beruf · 0211 16 97 85 50 · sprachtraining@mustu.de · www.englischimberuf.de

Autor: Christian Dick

Optimistischer Ausblick der Firma Lambertz

 

Foto: Dr. Hermann Bühlbecker, Inhaber der Firma Lambertz (Aufnahme: Andrea Matzker)

Die Süßwarenindustrie und die Lebensmittelindustrie sind laut Angaben von Dr. Hermann Bühlbecker, des Inhabers der Aachener Firma Lambertz, von der gegenwärtigen Wirtschaftskrise nicht tangiert. Nicht nur die berühmten Printen sind in der Produktpalette des Unternehmens zu finden, sondern auch die Firmen Weiss Lebkuchen, Kinkartz und die Firma Haeberlein-Metzger, eines führenden Herstellers von Nürnberger Lebkuchen, gehören zur Firmengruppe Lambertz. Nicht ohne Stolz konnte Dr. Hermann Bühlbecker im Rahmen einer Pressekonferenz in Düsseldorf am 1. Oktober verkünden, dass die Unternehmensgruppe LAMBERTZ für das Bilanzgeschäftsjahr 2008/2009 einen Umsatz von 530,1 Mio. Euro realisieren konnte, was einer Steigerung von 4,6 Prozent entspricht.

Auf Qualität bedacht

Obwohl die Rohstoffpreise stark angestiegen sind, setzte LAMBERTZ  im zurückliegenden Geschäftsjahr auf eine Qualitätssteigerung der Produkte. So wurde eine Erhöhung des Schokoladen-, Nuss- und Mandelanteils vorgenommen, und es wurden hochwertige Rohstoffe, wie argentinischer Honig verwendet, so dass die Qualität der Saisonartikel gesteigert werden konnte. Dies wurde seitens der Verbraucher honoriert.

Der Umsatz der Saison-Premiummarke Haeberlein-Metzger konnte in der Saison 2008 auf 20,4 Mio. Euro gesteigert werden. Der Stammkundenanteil dieser Marke ist sehr hoch, weil die Kundschaft die besonderen Zutaten und die hochwertigen Produktausstattungen zu schätzen weiß. Marktführer bei süddeutschen Lebkuchen ist die Firma WEISS Lebkuchen. Dieser ist es gelungen, einen Umsatz von 87,2 Mio. Euro zu realisieren.

Foto: Dr. Hermann Bühlbecker (Aufnahme: Andrea Matzker)

Das Unternehmen LAMBERTZ, das bereits 1688 gegründet wurde, geht mit der Zeit und berücksichtigt insbesondere den Aspekt, dass die Verbraucher sehr gesundheitsbewusst sind. Hermann Bühlbecker betonte ausdrücklich das LAMBERTZ keine chemischen Zusatzstoffe verwendet.

LAMBERTZ ist übrigens nicht nur im Saisongeschäft aktiv. So beträgt der Umsatzanteil des Saisongeschäfts am Gesamtumsatz 35 Prozent.  Ganzjährig werden zum Beispiel Kuchen, Nussecken und Mandelhörnchen angeboten.

Zu den Produktinnovationen zählen handwerkliche Produkte wie etwas Lebkugeln, dies sind kleine Kugeln aus Lebkuchenteig, und Spekulationsstächen.

LAMBERTZ wird vom 10. bis 14. Oktober 2009 auf der Messe für Ernährungswirtschaft ANUGA  in Köln vertreten sein.

Autor: Christian Dick

Simone Bagel-Trah beim Managerinnen-Talk

 

Foto: links: Bärbel E. Kohler (Inhaberin eines Unternehmens für Coaching, Training und Personalvermittlung in Neuss), rechts: Dr. Simone Bage-Trah, die neue Aufsichtsratsvorsitzende von Henkel (Aufnahme: Christian Dick)

Am Mittwoch, dem 30. September, führte das Zentrum Frau in Beruf und Technik (ZFBT) gemeinsam mit der IHK Düsseldorf eine Veranstaltung in der Reihe „Managerinnen-Talk“ durch. Das Thema lautete „Familienunternehmen: Die besseren Arbeitgeber?“.  Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Dr. Simone Bagel-Trah, der neuen Vorsitzenden des Aufsichtrates und des Gesellschafterausschusses der Henkel AG & Co. KGaA.

Sie hob hervor, dass dieses Thema nicht einfach sei. Zunächst stelle sich die Frage, was überhaupt ein Familienunternehmen sei. Hier gebe es unterschiedliche Auffassungen. Eine Auffassung besage, dass Familienunternehmen zu 100 Prozent in Familienbesitz sein müssen, eine andere Auffassung besage, dass in einem Familieunternehmen eine Familie mehrheitlich an einem Unternehmen beteiligt sein muss und eine weitere Auffassung besage, dass zumindest noch eine Familie Einfluss auf ein Familienunternehmen haben muss.

Simone Bagel-Trah hob hervor, dass Familienunternehmen in der Regel langfristig am Markt sind. Dies wirke sich auch auf die Arbeitsplätze aus. Die Referentin erklärte es sei  besser, wenn ein Arbeitsplatz langfristig sicher sei.

Sie nannte  fünf für Familienunternehmen charakteristische Kriterien. Weiterlesen