Archiv für den Tag: Oktober 22, 2009

„Die Zauberflöte“ und „Giulio Cesare in Egitto“ wieder im Opernhaus Düsseldorf

Rainer Mühlbach dirigiert die Wiederaufnahmen am 22. und 23. Oktober  

Jan-Hendrik Rootering als Sarastro  in der „Zauberflöte“

 

Im Opernhaus Düsseldorf steht ab Donnerstag, 22. Oktober, um 18.30 Uhr wieder Mozarts beliebteste Oper „Die Zauberflöte“ auf dem Spielplan. Unter den zahlreichen Solisten – darunter auch neue Entdeckungen im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein – fällt der Name von Jan-Hendrik Rootering ins Auge. Seit 1982 ist Jan-Hendrik Rootering in nahezu allen großen Basspartien zu hören. Regelmäßig gastiert er an den bedeutenden Opernhäusern der Welt, sei es die Metropolitan Opera, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die Opéra Bastille Paris oder die Wiener Staatsoper. An der Deutschen Oper am Rhein ist der in Düsseldorf lebende Sänger lange nicht in Erscheinung getreten. Jetzt hat ihn Generalintendant Christoph Meyer in „seiner“ Stadt für einige Gastauftritte engagiert: Am 25. Oktober, 1. November, 9. und 26. Dezember sowie am 2. und 9. Januar steht er als Sarastro auf der Bühne des Düsseldorfer Opernhauses.

 

Regisseur Christof Loy verortet „Die Zauberflöte“ in einer Bibliothek, einem magischen Kabinett, in dem aus papiernen Zeugnissen lebendige Gestalten der Phantasie entstehen. Streng bebrillte Bibliothekarinnen verwan­deln sich in drei kokette Damen, die einen schönen Jüngling keineswegs nur zum Lesen verführen wollen. Papageno flattert als wahrhaft seltsamer Vogel in diese Oase der Gelehrtheit hinein, bevor die mondäne Königin auch hier ihren unnachahmlichen Auftritt hat. Und Sarastro erscheint als ein Herr der Eingeweihten, die offenbar alles Bücherwissen in sich gespeichert haben und sich doch am Ende belehren lassen müssen, dass die Liebe das einzig probate Mittel ist, alle Feuer- und Wasserproben des Lebens zu bestehen. Rainer Mühlbach hat die musikalische Leitung übernommen.

 

Er steht  auch am Pult, wenn am Freitag, dem 23. Oktober, um 19.30 Uhr der für seine gigantischen Feldzüge bekannte römische Konsul Julius Cäsar die Bühne betritt. Der ist der Titelheld in Georg Friedrich Händels 1724 uraufgeführten Oper „Giulio Cesare in Egitto“. Wie in allen Barockopern ist die Historie nur Folie für ein wechselvolles Spiel um Liebes- und Machtinteressen: Cesare, der eigentlich Versöhnung stiften wollte, wird durch einen hinterhältigen Mord an seinem Gegner zu neuen Rachefeldzügen gezwungen, während die schöne Cleopatra ihn mit ihren Reizen umgarnt, um ihr Machtinteresse gegen den eigenen Bruder Tolomeo durchzu­setzen. Triumph wechselt mit Trauer, Liebe mit Verrat und Rache. Am Ende wird Cleopatra ihren Traummann Cesare gefunden haben, doch in den Jubel über dieses weltherrschaftliche lieto fine mischt sich ein leicht bitterer  Beigeschmack. In der Inszenierung von Philipp Himmelmann sind Günes Gürle als Cesare und Sylvia Hamvasi als Cleopatra, Marta Márquez als Cornelia und das neue Ensemblemitglied Theresa Kronthaler als deren Sohn Sesto zu erleben. Der Countertenor Tim Mead stellt sich als Tolomeo vor, Laimonas Pautienius als dessen Adjudant Achilla.

 

Karten und weitere Informationen: Opernshop Düsseldorf, Tel. 0211/89 25 211, www.operamrhein.de. 

Die Initiative Refluxkinder e.V. lädt zum ersten Charity-Dinner im Tußmann ein

Aufklärungsbedarf: Reflux bei Kindern oft zu spät erkannt

Düsseldorf, September 2009. Reflux ist ein Krankheitsbild, das von Ärzten oft
erst spät diagnostiziert oder falsch eingeschätzt wird. Beim Reflux fließt die
Nahrung aus dem Magen in die Speiseröhre zurück. Die Symptome sind vielfältig.
Babies und Kleinkinder spucken vermehrt, erbrechen sich, verweigern die
Nahrung oder haben Schlafstörungen. In schweren, unbehandelten Fällen führt
Reflux zu Komplikationen wie Bronchitis, Lungenentzündung und Atemstillstand
(Apnoe) bis hin zum Tod. Die Unterscheidung zwischen dem unkomplizierten
Reflux, der sich in den ersten Lebensmonaten auswächst, und dem krankhaften
Reflux, der unbedingt behandelt werden muss, ist schwierig. Die Unsicherheit bei
Eltern betroffener Kinder und behandelnden Kinderärzten ist groß.

Gründung von Refluxkinder e.V.

Carolin Scheffler, Gründerin des Vereins Refluxkinder e.V., weiß dies aus eigener
Erfahrung: “Mein Sohn Phillip erbrach sich viel, schlief schlecht, hatte akute
Atemwegserkrankungen und nachts sogar Atemstillstand. Mehrfach musste er
in die Notaufnahme. Mit ein paar Wochen wurde Reflux bei ihm diagnostiziert.
Auch nach der Diagnose herrschte große Unsicherheit unter den Ärzten über die
richtige Behandlungsmethode. Ich habe selbst zu seinem Krankheitsbild
recherchiert und verschiedene Experten in Deutschland aufgesucht. Nach knapp
zwei Jahren wurde Phillip operiert und zugleich mit Medikamenten behandelt.
Jetzt ist er stabil.” Carolin Scheffler wollte ihre eigenen Erfahrungen mit anderen
betroffenen Eltern teilen. Daraus entstand Ende 2007 die Idee einen Verein zu
gründen, der Eltern unterstützt und gleichzeitig Kinderärzte über die
unterschiedlichen Symptome des Reflux und erfolgreiche Behandlungsmethoden
informiert. Scheffler gewann Menschen aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft
und Marketing für die Initiative und entwickelte ein Netzwerk aus Reflux

Experten. Bis heute hat die Initiative 200 betroffenen Familien geholfen durch
Aufklärung über das Krankheitsbild, Beratung bei der Arztwahl und menschliche
Unterstützung. Des Weiteren entwickelt Refluxkinder e.V. an einer Broschüre für
Kinderärzte, hält Vorträge, arbeitet an einer Langzeitstudie, schreibt Artikel und
plant weitere Aufklärungsarbeit für das kommende Jahr wie zum Beispiel ein
Buch für betroffene Kinder und mehr Austauschmöglichkeiten für Eltern.

Fundraising mit Gala-Dinner

Der gemeinnützige Verein trägt sich durch Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit.
Um die Arbeit weiter ausbauen zu können, hat Refluxkinder e.V. jetzt mit
aktivem Fundraising begonnen. Erste Aktion ist das Gala-Dinner am 24.
November im Düsseldorfer Restaurant Tußmann. Tickets für das Vier-Gang-Menü
kosten 150 Euro und sind über die Organisation unter info@refluxkinder.de
erhältlich. Im Rahmen des Abends werden Vorträge über Reflux und die Arbeit
des Vereins gehalten sowie Bilder von Dusko Pavic und Sascha Reichert in einer
Silent Auction versteigert. Sponsoren der Veranstaltung sind Norvlit
Werbeagentur, Restaurant Tußmann, Druckstudio Gruppe, Doré Weinhandel,
Mitze Gastrowelt, Vinotinto, RheinLust Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit,
Maurizio Mulas Fotografie, La Terra, Eser, Marco Sansalone, Sportplatz
Personaltraining, UltraSchall, Skoda Centrum Düsseldorf, Mise en Place Group
sowie Nestlé Nutritions.

Seit Kurzem kann man auch zahlendes Mitglied im Verein werden und die
Initiative auf diese Weise unterstützen. Dazu Carolin Scheffler: “Das positive
Feedback der Eltern bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt
brauchen wir nur dringend mehr Geld, um unsere Arbeit fortzuführen und noch
mehr Betroffene und Ärzte zu erreichen.”

Kontakt:
Refluxkinder e.V. – Initiative für Kinder mit gastroösophagealem Reflux
Carolin Scheffler
Hoffeldstr. 4
40325 Düsseldorf
Email: info@refluxkinder.de
Internet: www.refluxkinder.de