Archiv für den Monat: Mai 2011

Zuwachs bei der Bisonfamilie im Kölner Zoo

Gesamte Bisonfamilie mit Ribanna und ihrem Jungen, Vater Rih und das Junge von Cheyenne (Foto: Andrea Matzker)

Von Andrea Matzker

Gleichzeitig bekamen die Bisondamen Ribanna und Cheyenne jeweils ein Kälbchen. Vater beider ist der mächtige Rih. Auch die dritte Bison-Mutter Tatonka ist trächtig von ihm und erwartet demnächst ihr Baby. Wenn sie nicht bei den Müttern trinken, ruhen sich die beiden Kälbchen meistens aus und werden liebevoll von den Müttern beschützt und gepflegt. Die erwachsenen Tiere essen gerne, was die Giraffen  ihnen übrig gelassen haben, nämlich die Rinde der Äste. Daran knabbern sie mit Hingabe. Für die Kälbchen ist das jedoch bisher völlig belanglos, da sie sich nur für Muttermilch interessieren.

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„Ägyptische Gärten“ im Römisch-Germanischen Museum

 

Rekonstruierter Blütenhalsschmuck von Tutanchamun Foto: Andrea Matzker

Von Andrea Matzker

Jahrelange Vorbereitung und monatelange, liebevollste Kleinstarbeiten erforderte die Ausstellung „Ägyptische Gärten“ im Römisch-Germanischen Museum. Sie ist ein unbedingtes Muß für jeden Ägypten-Liebhaber und eine unverzichtbare Ergänzung zur noch laufenden Tutanchamun-Ausstellung. Denn zum ersten Mal werden auch die reichen Blütenbeigaben und ihre diversen Bedeutungen gezeigt und veranschaulicht. Der Duft und die Blume an sich waren von großer Wichtigkeit für die Ägypter. Doch damit beschäftigte sich bisher niemals eine Ausstellung. Marina Heilmeyer vom Botanischen Museum in Berlin züchtete eigens anhand von Überlieferungen und Darstellungen die von den Ägyptern damals bevorzugt benutzten Blumen und Pflanzen. Zu unserer Überraschung sind es zum großen Teil auch hier bei uns heute noch beliebte Typen, wie zum Beispiel Mohn, Kornblumen, Rittersporn, Malve sowie die blaue und weiße Seerose, auch Lotus genannt. Damit ihre Farbigkeit wieder zum Leuchten kommt, wurden die Pflanzen mit einem höchst komplizierten Verfahren behandelt, so dass Form und Farbe erhalten bleiben. Dieses einmalige Verfahren wurde bereits im Jahre 1642 von einem Italiener als „altes deutsches Verfahren“ beschrieben und funktioniert derart, dass die Blüten und Blätter vorsichtig und behutsam in warmem Sand gelagert und bei 38 °C getrocknet werden. Die Girlande von Tutanchamun ist allein in der Kölner Ausstellung zu besichtigen, da sie ansonsten im Botanischen Museum von Berlin im Dunkeln gelagert wird, damit sie ihre Farbe nicht verliert. Im Vergleich zu diesen Blütenkränzen sind auch die originalen Grabbeigaben von Ramses II in der Ausstellung zu besichtigen. Friederike Naumann-Steckner ist besonders glücklich über die Kork-Nachbildung der Cestius-Pyramide aus dem Jahre 1770, die normalerweise nie aus dem Ursprungsmuseum in Darmstadt gegeben wird, da sie höchst empfindlich ist. Eine weitere kostbare Seltenheit kommt als Leihgabe aus Stockholm: Die perfekt erhaltende Hathor-Aphrodite aus Terrakotta. Von allen Seiten einsehbare Modelle zeigen die unterschiedlichen Gartenanlagen im alten Ägypten. Dazu gehören Nutzgärten, wie zum Beispiel Weinplantagen, Tempel-, Palast- und Hausgärten. Jeden Dienstag um 15:30 Uhr findet eine öffentliche Führung statt, die sehr ratsam ist, da man ansonsten viele Details übersehen könnte.

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Jazz Rally ist völkerbindend

Foto: Xavier Pascuet (städtisches Tourismusbüro Palma), Andrzej Kolinski (Polnisches Institut) und Buttonverkäuferin Nathalie (Quelle: Destination Düsseldorf)

2011 musikalische Kooperationen mit Palma und Warschau

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Auch nach dem Eurovision Song Contest wird es in Düsseldorf keineswegs langweilig. Denn Am Pfingstwochenende findet traditionell die Düsseldorfer Jazzrally statt. Ganz im Zeichen der weltoffenen Stadt Düsseldorf zeigt die Jazz Rally auch in diesem Jahr, vom 10. bis 12. Juni 2011 (Preview 9. Juni in Düsseldorf-Kaiserswerth) ein durch und durch internationales Gesicht. Und die umfangreichen Zusammenarbeit auf internationaler Ebene hat bei Jazz Rally Tradition. Entsprechend dieser Philosophie handelt der Veranstalter der Düsseldorfer Jazzrally, die Destination Düsseldorf, aus diesem Grunde auch im Jahre 2011. Partner und befreundete Städte entsenden musikalische Botschafter an den Rhein. Bei diesem Austausch, der eine sehr gute Symbiose für die beteiligten Partner und Düsseldorf darstellt, ist Oberbürgermeister Dirk Elbers in tiefgehender Weise involviert. Die Jazz Rally ist somit eine hervorragende Plattform zur praktischen Umsetzung der inhaltlichen Zusammenarbeit zwischen Düsseldorf und befreundeten Städten.

Palma und Warschau

Sehr variationsreich ist die Musik, die von Künstlern der beteiligte Partnerstädte dargeboten wird. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Aus Palma de Mallorca reist zum vierten Mal der Gewinner eines renommierten Jazz-Wettbewerbes in die Landeshautstadt. Das „Santi Colomer Quartet“ spielt zeitgenössischen Jazz mit Einflüssen von Hard-Bop, Be-Bop und Modalem Jazz. Ein ganz andere Richtung des Jazz wird durch das Polnische Institut präsentiert. Veranstaltungsort ist das Forum der Stadtsparkasse Düsseldorf mit dem „Artur Dutkiewicz Trio”. Dies ist ein von der künstlerischen Performance her sehr ausgefeiltes Projekt, bei dem die Rock-Legende Jimi Hendrix im Mittelpunkt steht.

Weitere Highlights

Doch damit nicht genug. Die Jazz Rally spannt einen weiten Bogen wartet daher auch mit weiteren musikalischen Bonbons jenseits ihrer „Partnerschafts-Konzerte“ auf. So ist in diesem Jahr wieder eine Fülle von Musikern und Gruppen aus aller Welt mit von der Partie. Erwähnt seien hier das „European Jazz Ensemble“; das „Manuel Fraga Trio“ aus Argentinien; „Habana Sax“ aus Kuba; David Friesen, Michael Abene sowie Curtis Stigers aus den USA; „Mezzoforte“ aus Island; Cheb Khaled aus Algerien oder „Jazzprom“ aus Russland.

Die Jazz Rally ist also völkerverbindend!

Weitere Informationen zur 19. Düsseldorfer Jazz Rally:
www.duesseldorfer-jazzrally.de
Ticket-Hotline 0180 – 5 64 43 32 (0,14 € Min aus dem dt. Festnetz), unter www.dticket.de oder den bekannten Vorverkaufsstellen.
Preise: Wochenend-Button 25,00 € (Vorverkauf), Abendkasse Freitag und Samstag 30,00 €, Sonntag 20,- € (exklusive Sonderkonzerte).
Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt ohne Sitzplatzanspruch. Dies gilt nur für Button und Tagestickets, nicht für Sonderkonzerte.

Autor: Christian Dick

„Mann und Maus“ in der Galerie Kunstraum H&H am Buttermarkt

 

Das lebensgroße, 2 Meter lange Sensationsbild Noctopus von Svenja Maaß in der Galerie Kunstraum Hu.H (Aufnahme: Andrea Matzker)

Von Andrea Matzker

Der kurzweilige Titel verspricht einen unterhaltsamen und interessanten Galerie-Besuch, was ja nicht immer selbstverständlich ist! Und die beiden begeisterten und internationalen Galeristen Petra und Dr. Jens Herrmann halten mit ihrer professionellen Auswahl immer dieses Versprechen. Die derzeitige Ausstellung der jungen und bereits in Fachkreisen sehr anerkannten Hamburger Künstlerin Svenja Maaß ist unter verschiedenen Aspekten höchst aktuell. Abgesehen von ihrer handwerklichen Kompetenz bieten nicht nur ihre Werke, sondern auch deren Titel viel Gelegenheit zum Schmunzeln. Die Zoostadt Köln kommt voll auf ihre Kosten, und gewisse Kopfbedeckungen sind zur Zeit auch Thema in der Boulevardpresse. Köstliche und zugleich geistreiche Ideen liegen den Mensch-Tier-Verbindungen zugrunde. Die ausgefallenen Kombinationen mit Scharfblick und Witz lassen tief blicken und Vieles in die Werke hineindeuten. Kein Besucher verlässt die Galerie ohne ein Lächeln. Neben den üblichen Besichtigungszeiten öffnet die Galerie auch jederzeit auf Wunsch. Die Ausstellung läuft voraussichtlich noch bis Mitte Juli 2011. Viel Spaß!
Übrigens: Bereits wenige Minuten nach der Eröffnung der Ausstellung war das sensationelle Gemälde „Noctopus“ bereits verkauft! Aber es bleibt selbstverständlich noch in der Galerie bis zum Ende der Exposition.

René und Marie-Luise von Emhofen stoßen auf ihr soeben erworbenes Bild Noctopus von Svenja Maaß an (Aufnahme: Andrea Matzker)

Madonna von Svenja Maaß (Aufnahme: Andrea Matzker)

Fittich von Svenja Maaß in der Galerie Kunstraum Hu.H (Aufnahme: Andrea Matzker)

Neues Buch von Michael Hesemann

Johannes Paul II. – Erbe und Charisma
Autor: Michael Hesemann, Bilder von Arturo Mari
Broschiert: 160 Seiten
Sankt Ulrich Verlag; Auflage: 1 (12. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783867441858“
16,95 (D)

Anlässlich der Seligsprechung Papst Johannes Paul II. hat der aus Düsseldorf stammende Historiker, Autor, Dokumentarfilmer und Fachjournalist Michael Hesemann mit seinem nunmehr 34. Buch eine äußerst fesselnde Biographie dieses herausragenden Papstes verfasst. So heißt es in dem Buch, dass Papst Johannes Paul II. zu einer „Pilgerreise um die Welt“ aufgebrochen sei, „die über 25 Jahre lang dauern, die ihn in 129 Länder, an über 600 verschiedene Orte und zu 250 Millionen Menschen führen sollte; ein Pilgerpfad von 1.160.113 Kilometern Länge, was dem 29fachen Erdumfang oder einer dreimaligen Reise zwischen Erde und Mond entspricht“ (S. 54/55). Der Autor hat Papst Johannes Paul II. auf seinen Reisen nach Fatima, ins Heilige Land und nach Polen begleitet.

Das Buch wird durch sehr bewegende Bilder von Arturo Mari abgerundet, der durch seine Tätigkeit als päpstlicher Leibfotograf Papst Johannes Paul II. von allen Mitmenschen am nächsten gekommen ist.

In eindrucksvoller Weise sind in diesem Buch die Kindheit und Jugend von Karol Wojtyla, dem späteren Papst dargestellt. Es erschließt sich dem Leser, dass diese Zeit auf Grund des frühen Todes der Mutter und seiner Schwester besonders schmerzvoll war. Auch sein Bruder starb recht früh. Sein Vater, der einen tief verwurzelten Marienglauben hatte, vermittelte diesen auch seinem Sohn. Und in dem Buch wird dann sehr gut beschrieben, dass die Muttergottes Karol Wojtyla sein ganzes Leben lang begleitet hat. Auf sie hat er immer vertraut und daher nicht in sich selbst, sondern vielmehr in Maria, den Grund für den Fall des Eisernen Vorhangs gesehen. In dem Buch wird auch berichtet, dass Papst Johannes Paul II.. der Muttergottes kontinuierlich dafür dankte, dass er das schwere Attentat am 13. Mai 1981 überlebt hat. Auf Grund der Tatsache, dass Karol Wojtyla mit jüdischen Kindern aufgewachsen ist, lag ihm auch zeitlebens die Aussöhnung mit den Juden und mit Israel sowie die permanente Erinnerung daran, dass sich so etwas wie die Shoa niemals wiederholen darf, besonders am Herzen.

Von zentraler Bedeutung ist sicherlich, dass Karol Wojtyla schon in jungen Jahren als Priester einen guten Draht zur Jugend hatte. In dem Buch wird erwähnt, dass ihm der Erzbischof von Krakau im Jahre 1949 die St. Florians-Kirche im Universitätsviertel zugewiesen habe und dass er hier richtig in seinem Element gewesen sei (S. 42). In diesem Kontext sei daran erinnert, dass es Johannes Paul II. war, der die Weltjugendtage ins Leben gerufen hat. Auch hier zeigt sich also ein roter Faden in seinem Leben.

Sehr beeindruckend ist weiterhin, dass der Autor mehrfach darlegt, dass es der sehnlichstes Wunsch Papst Johannes Paul Il. war, die Kirche in das dritte Jahrtausend zu führen. Das Buch macht deutlich, dass er dies nur dadurch geschafft, dass er die Muttergottes immer wieder um ihre Fürsprache gebeten hat und dass er sein eigenes Leid ertragen konnte, weil er von einer bedingungslosen Christusliebe gekennzeichnet war.

Fazit: Das Buch ist von der ersten bis zu letzten Seite eine sehr spannende Lektüre. Man will das Buch nicht weglegen, wenn man es einmal aufgeschlagen hat. Nicht zuletzt schafft es der Autor, den Leser derart in die Welt Karol Wojtylas und des späteren Papstes einzutauchen, dass der Leser am Ende meint, sein Wegbegleiter zu sein.

Foto: Michael Hesemann bei einer Audienz bei Papst Johannes Paul II.

Autor: Christian Dick

Premiere in der Kölner Philharmonie

Anna Netrebko und Erwin Schrott treten am 2. Juli erstmals zusammen in Deutschland auf und sind in der Kölner Philharmonie zu Gast. Beginn ist um 21 Uhr!

Die Vorbereitungen für das Konzert sind gegenwärtig in vollem Gang.

Für ihren ersten gemeinsamen Auftritt mit Erwin Schrott hat sich Anna Netrebko „eine Musik die Spaß macht“ ausgesucht. Auf dem Programm steht ein Feuerwerk klassischer Meisterwerke. So wird der Fokus im ersten Teil des Abends auf Opernarien liegen, im zweiten Teil werden dann auch Operetten und Tangos zu hören sein. Beide stellen hierfür ein persönliches Wunschprogramm zusammen.

Anna Netrebko, die jüngst in der Rolle der Anna Bolena an der Wiener Staatsoper brillierte, singt beispielsweise Gershwins „Porgy & Bess“ gemeinsam mit Erwin Schrott. Eine Premiere! Bassbariton Erwin Schrott, der Werke seiner neuen CD „Rojotango“ präsentieren wird, möchte auch in seine Paraderolle „Leporello“ schlüpfen und Arien aus „Don Giovanni“ singen.

 

Für die musikalische Umrahmung von Anna Netrebko und Erwin Schrott sorgt bei dem Konzert in Köln das Gürzenich-Orchester Köln unter Dirigent Claudio Vandelli!

Karten für das Klassik-Highlight in Köln gibt es ab sofort an allen KölnTicket- Vorverkaufsstellen sowie unter der Rufnummer 02 21/ 28 01. Online-Bestellungen unter  www.koelnticket.de.

Autor: Christian Dick

Das 26. Mehl-Mühlens-Rennen am 22. Mai 2011

Ein Besuch im Gestüt  Röttgen als Auftakt zum Renntag

Foto: Deckhengst DESERT PRINCE und sein Hengstmeister Wolfgang (Aufnahme: Andrea Matzker)

Von  Egon Schlesinger

Seit 1986 wird auf der Galopprennbahn in Köln–Weidenpesch jährlich für dreijährige Hengste und Stuten das Mehl-Mühlens-Rennen über 1600 m von der gleichnamigen Stiftung ausgerichtet und ist, auch als „Deutsche 2000 Guineas“ bezeichnet, immer schon ein Klassiker im deutschen und internationalen Turf gewesen. Das Ereignis  gehört im Frühjahr jeden Jahres zu den Höhepunkten der Rennsaison. Dementsprechend ernsthaft und angestrengt laufen weltweit in den Vollblutgestüten die Vorbereitungen auf dieses  renommierte Rennen. Im Vorfeld des diesjährigen Renntages lud die Mehl-Mühlens-Stiftung in das von ihr verwaltete Gestüt Röttgen im Kölner Süd-Osten ein, an einen prächtigen Ort für Pferde, der über die Grenzen hinaus für seine Vollblutzucht große Bedeutung hat. Es handelt sich im wahrsten Sinne um ein Pferde-Paradies, das die Pforten für die Öffentlichkeit nur ausnahmsweise öffnet. Die Fotos zeigen einige Impressionen von diesem idyllischen Areal im Kölner Königsforst.

Foto: Rentmeister Robert Niederprüm, Gestütsleiter Frank Dorff, Trainer  Markus
Klug, Gestüt Röttgen (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Mutter und Fohlen auf Gestüt Röttgen (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Die zweijährigen Stuten Dalida und Wilddrossel auf der Koppel von Gestüt Röttgen (Aufnahme: Andrea Matzker)

Rheinisches Landestheater wartet mit moderner Shakespeare-Inszenierung auf

Eine sehr gelungene, moderne und flotte Version des Stücks „Viel Lärm um nichts“ präsentiert jetzt das Rheinische Landestheater in Neuss. Hier zeigt sich ein weiteres Mal die enorme Vielseitigkeit und das ungeheure Improvisationstalent des recht jungen Ensembles dieses Theaters. An der Inszenierung ist ausgezeichnet, dass die Schauspieler das Publikum direkt ansprechen und sogar ins Publikum kommen, wodurch die Zuschauer mitten in das Geschehen mit einbezogen werden. Außerdem enthält die Inszenierung mehrere sehr gelungene Gesangseinlagen, die beim Publikum sehr gut ankommen. Schließlich ist festzustellen, dass der Shakespeare-Stoff von der ersten bis zur letzten Minute sehr kurzweilig und spannend umgesetzt worden ist. Katka Schroth – als Regisseurin und Barbara Noth, der die Dramaturgie obliegt, haben hier eine Glanzleistung erbracht, was das Einfühlvermögen in die verschiedenen Charaktere und die Spannungsmomente anbelangt. Und so kann man dem Ensemble des Rheinischen Landestheaters nur weiterhin recht viel Erfolg wünschen!

Handlung

Im Vordergrund stehen von extremen Gegensätzen geprägte Paare: Zum einen Hero und Claudio, die zwar gar nicht übereinander wissen, aber es nicht erwarten können, dass sie heiraten können. Zum anderen Benedikt und Beatrice, die sich mit spitzzüngiger Redege-wandtheit einen derartigen Geschlechterkampf  liefern, dass man meint, die beiden hätten mit der Ehe überhaupt nichts am Hut.

Die Schlacht ist gewonnen. Und nun lassen sich Don Pedro, der Prinz von Aragon, und sei-ne Gefolgsleute Claudio und Benedikt von Leonato, dem Gouverneur von Messina, beher-bergen. Die Männer, die völlig vom Geist ihrer engen Kameradschaft beim Militär ergriffen sind, begegnen auf einmal vor Selbstbewusstsein strotzenden Frauen, die keineswegs das Heimchen am Herd sein wollen, sondern vielmehr zu Hause die Hosen anhaben. Claudio macht Hero, der hübschen, charmanten Tochter und einzigen Erbin Leonatos, einen Hei-ratsantrag. Doch Don John, der Halbbruder von Don Pedro, spinnt aus reiner Missgunst eine Intrige, mit dem Ziel, das Glück von Claudio und Hero zu zerstören. Infolge von Don Johns üblen Machenschaften lässt Claudio die Hochzeit in letzter Minute platzen, woraufhin Hero in eine todesähnliche Ohnmacht fällt.

Dadurch, dass sie in dieser Situation ganz klar Stellung beziehen, weil sie von Heros Unschuld überzeugt sind, werden Beatrice und Benedikt zusammengeschweißt. Beatrice fordert Benedikt dazu auf, sich mit seinem Freund Claudio zu duellieren, um sie Ehre ihrer Cousine Hero zu verteidigen…

Besetzung
Regie             Katka Schroth
Bühne / Kostüme     Ivonne Theodora Storm
Dramaturgie         Barbara Noth
Hero             Katharina Dalichau
Benedikt         André Felgenhauer
Balthasar         Michael Großschädl
Margaret         Emilia Haag
Conrad         Roman Konieczny
Don John         Kaspar Küppers
Don Pedro         Michael Putschli
Beatrice         Linda Riebau
Leonato         Rainer Scharenberg
Claudio         Henning Strübbe

Termine

Mi, 25.05.11, 19.30 Uhr
Bürgerhaus Radevormwald / Radevormwald
Mo, 06.06.11, 20.00 Uhr
Schauspielhaus
Abo
Do, 09.06.11, 20.00 Uhr
Schauspielhaus
Abo
Mi, 15.06.11, 20.00 Uhr
Freilichtbühne der Stadt Zons / Dormagen
Do, 16.06.11, 19.30 Uhr
theaterhagen / Hagen (Westf.)
Fr, 17.06.11, 20.00 Uhr
Schauspielhaus
Abo
Di, 21.06.11, 20.00 Uhr
Schauspielhaus
Abo
Do, 23.06.11, 20.00 Uhr
Globe-Theater
Fr, 24.06.11, 20.00 Uhr
Globe-Theater
Mi, 29.06.11, 20.00 Uhr
Schauspielhaus
Abo
Fr, 01.07.11, 20.00 Uhr
Brückenkopf-Park Jülich GmbH / Jülich

Autor: Christian Dick

„Achterbahn“ – eine spannende Premiere im Theater an der Kö

Foto: die Schauspieler Alexandra Kamp und Volker Brandt mit Regisseur René Heinersdorff. (Aufnahme: Christian Dick)

Am 13. Mai fand im Düsseldorfer Theater an der Kö die Premiere der Komödie “Achterbahn” statt, die aus der Feder des aus Tunesien stammenden Autors Eric Assous stammt. Das Stück wurde bereits in der Saison 2004/2005 im Théatre Marigny mit Alain Delon in der Hauptrolle mit großem Erfolg aufgeführt. René Heinersdorff, Direktor des Theater an der Kö, hat mit seiner Regie dieses Lustspiels erneut bewiesen, dass er ein Garant für Inszenierungen mit einfallsreichem Wortwitz, viel Esprit und Pep ist. Eine besondere Note gaben dem Stück die Schauspieler Alexandra Kamp und Volker Brandt. Alexandra Kamp verkörperte die von ihr dargestellte Figur der Juliette, die sich durch besonderen Charme und sehr viel weibliche Raffinesse auszeichnet, sehr authentisch. Auch stellte Alexandra Kamp, die seit ihrem Karrierestart als Schauspielerin im Jahre 1994 in den verschiedensten Rollen zu sehen war, ihre große Vielseitigkeit unter Beweis. Sie lässt sich in keine Schublade stecken. Volker Brandt – ein “alter Hase” auf den Brettern, die die Welt bedeuten, akzentuierte besonders gut und mit viel Biss die zahlreichen Pointen. Am Ende gab es für die beiden lang anhaltenden Beifall.

Handlung des Stücks

Pierre, dargestellt von Volker Brandt, lernt in einer Bar die attraktive Juliette, verkörpert von Alexandra Kamp kennen. Pierres Ehefrau und sein Sohn sind im Skiurlaub. Pierre, der sich der großen Anziehungskraft von Juliette nicht entziehen kann, nimmt diese mit zu sich nach Hause. Doch Pierre kommt in eine sehr komplizierte Situation. Juliette stellt ihm sehr viele bohrende Fragen. Es scheint, als wolle sie mit Pierre spielen. Pierre wird immer verzweifelter, weil er bei Juliette auf Granit beißt. Wie mag dieses Katz- und Mausspiel wohl ausgehen? Für eine Überraschung, auf die man gespannt sein darf, ist am Ende gesorgt.

Aufgeführt wird das Stück “Achterbahn” bis zum 26. Juni 2011. Nähere Informationen gibt es an der Theaterkasse unter der Telefonnummer 0211-32 23 33 oder unter der Internetadresse www.theateranderkoe.de .

Autor: Christian Dick