Weltweit einzigartige vollautomatische Molekular-Analytik in Köln vorgestellt

Foto: Dr. Ralph M. Wirtz, Ute Berg, Dr. Sebastian Eidt und der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters (Aufnahme: Andrea Matzker)

Autor: Dr. Egon Schlesinger

Für einen molekularen Test zur verbesserten Diagnose und Behandlung von Krebsgeschwülsten erhielten Dr. Ralph Wirtz und sein Team  im Jahre 2008 den  Innovationspreis der Stadt Köln. Durch den Test können mittels ausgeklügelter molekularer Analysemethoden die genetischen Komponenten (z. B. die Östrogen-Rezeptor-1- mRNS) der bisher lediglich histochemisch und damit nicht immer zuverlässig (Fehlerquote > 10 %) nachweisbaren Hormonrezeptoren exakt beurteilt und gemessen  werden. Der Gewinn für den Patienten besteht darin, dass aufgrund dieser exakten Daten über den Krebscharakter zukünftig eine personalisierte Tumortherapie möglich wird, was der Medizin völlig neue Wege und Perspektiven der Krebsbehandlung eröffnet. Die RNS-basierten Untersuchungen werden ab sofort gemeinsam mit Privatdozent Dr. Sebastian Eidt vom Institut für Pathologie am St. Elisabeth-Krankenhaus in Köln Hohenlind  angeboten, wo kürzlich die erste molekular-pathologische Abteilung Deutschlands eröffnet wurde. Anlässlich einer  öffentlichen Laborbesichtigung stellte nun Dr. Wirtz dem Oberbürgermeister  Jürgen Roters und Wirtschaftsdezernentin Ute Berg die  geniale technische Umsetzung des prämiierten hochkomplexen Analyseprozesses in Form eines weltweit bisher einzigartigen Roboters zur vollautomatischen molekularen Analytik vor.

Foto: Dr. Ralph M. Wirtz erläutert seinen Analysecomputer (Aufnahme: Andrea Matzker)