Archiv für den Tag: Juli 18, 2011

Voice und Brass in der Philippus-Kirche

Autor: Hans-Werner Keller

Düsseldorf erlebte in den vergangenen Wochen große Konzerte. Bon Jovi und Ringo Starr spielten in Düsseldorf und begeisterten ihr Fans. Manchmal müssen es aber nicht die großen Stars sein, die einen musikalischen Hochgenuss zelebrieren. Der Gospelchor der Philippuskirche und die Bläser von Brass Attacks boten am 17.07.2011 ein gemeinsames Konzert auf höchstem Niveau. Der Gospelchor der Philippuskirche probt erst seit September 2010. Leiterin ist die Mühlheimer Sängerin Felicia Friedrich. In kurzer Zeit wurde ein kleines, aber feines Gospelrepertoire zusammengestellt. Man merkte das Engagement der überwiegend weiblichen Chormitglieder. Es wurden Klassiker geboten wie „To my Fathers`s House“ und „Go down Moses“. Nach einigen Songs wurde mit dem Bläser-Ensemble Brass Attacks gewechselt. Es war erstaunlich, dass dieser Wechsel nicht das Konzert unterbrach, sondern sich harmonisch einfügte. Auch hier wurden Klassiker geboten wie „Amazing Grace“. Die Brass Attacks bestehen seit dem Jahre 2002. Unter der Leitung von Andreas Spira bieten sie Klassik, Swing und Gospel. Das Ende des Konzertes gehörte dann wieder dem Gospelchor der Phillipuskirche. Felicia Friedrich führte souverän, aber auch bewegend durch das Programm. Es bleibt mit Spannung abzuwarten, welche Entwicklung dieser Chor noch nehmen wird. Begleitet wurde der Chor von dem großartigen Pianisten Gregory Gaynair. Einige kleine Probleme wurden aber noch angesprochen. Der Chor kann noch männliche Mitglieder gebrauchen. Geprobt wird immer Mittwochs in der Zeit von 20:00 Uhr bis 21:30 Uhr im Gemeindesaal der Phillipuskirche (Hansaallee 300 in Düsseldorf-Lörick). Ein weiteres Problem ist, dass der Gospelchor der Phillipuskirche noch keinen Namen hat. Hier durften die Zuhörer Vorschläge machen. Der Name wird dann vom Chor unter den Vorschlägen ausgesucht. Man darf auf die nächsten Konzerte gespannt sein. Es müssen nicht immer die großen Stadien und Konzerthallen sein, um unvergessene Konzerte zu erleben. Manchmal sind es die vermeintlich kleinen Konzerte in Kirchengemeinden an die man sich gerne erinnert.