100 Jahre Mai-Bau

 Autor: Christian Dick

Foto: Wolfgang Eiker und Rolfgeorg Jülich mit Dr. Axel Fuhrmann, der im Namen der Handwerkskammer eine Urkunde überreichte. (Aufnahme: Hans-Peter Suchand)

Foto: Wolfgang und Karin Clement (Aufnahme: RK)

In einhundert Jahren verlief die Geschichte der Welt in dynamischer Weise. In den vergangenen einhundert Jahren gab es sehr viel einschneidenden Ereignisse, darunter äußerst erschütternde, wie die beiden Weltkriege, aber sehr freudige Ereignisse, wie das deutsche Wirtschaftswunder. Technologisch gesehen hat sich in den vergangenen einhundert Jahren die Welt in geradezu rasantem Tempo entwickelt. 1928 wurde in Berlin einem ganz kleinen Kreis die erste Fernsehübertragung vorgeführt, im Jahre 1955 machte man sich Gedanken über ein weltweit einheitliches Farbfernsehsystem. Im Bereich der Telefonie verlief die Entwicklung ebenfalls rasant. Heute kommt kaum noch jemand ohne ein Mobiltelefon aus. Und das Internet hat die Welt revolutioniert. In der Wirtschaft verlagerte sich die Konzentration auf die eigene nationale Wirtschaft seit den 1950er Jahren mit der Gründung der EWG im Jahre 1957 immer mehr in Richtung Abschaffung von Handelsbarrieren und freier Märkte. Heute wird nur in globalen Dimensionen gedacht. Internationale Konzerne denken bei der Wahl ihres Standorts zumeist daran, wo das Lohnniveau am günstigsten und die Rendite am höchsten für sie sind. Mittelständischen Unternehmen kommt in der heutigen Zeit ein ganz besonders hoher Stellenwert zu. Denn sie sind der Stadt bzw. der Region, in der sie tätig sind, langfristig treu und sichern dadurch die meisten Arbeitsplätze in Deutschland.

Ein Beispiel für ein erfolgreich agierendes, äußerst solide aufgestelltes mittelständisches Unternehmen ist die Firma Heinrich Mai & Sohn GmbH in Düsseldorf. Diese kann nun auf einhundert Jahre ihrer Unternehmensgeschichte zurückblicken. Und die Bilanz kann sich wirklich sehen lassen. Vor dem Lebenswerk des Unternehmensgründers Heinrich Mai muss man großen Respekt haben. Ursprünglich studierte er an der Düsseldorfer Kunstakademie. Im Jahre 1912 gründete der gelernte Stukkateurmeister einen Betrieb, der sich auf Stuck spezialisierte. Und diesem Herzstück des Betriebes ist das Familienunternehmen, das nunmehr den Übergang in die Hände der vierten Generation  vorbereitet, bis heute verbunden geblieben. Auch heute noch legt die Firma großen Wert auf filigranes Handwerk und ästhetische Arbeit, gleichzeitig denkt man jedoch in Bezug auf den Bausektor in innovativen Kategorien. Und aus diesem Grunde bietet die Firma Heinrich Mai & Sohn GmbH heute auch ein modernes Gebäudesystem an, dazu gehören Putzarbeiten, Trockenbauarbeiten, Malerarbeiten, Estrich und Bodenbeläge sowie Fassadentechnik und energetisches Bauen. Heute kann das Unternehmen mit Stolz darauf verweisen, dass es sehr viele Sakral- und Prachtbauten, darunter zum Beispiel das Schloss in Düsseldorf-Benrath oder die Düsseldorfer Tonhalle, restauriert hat. Viele Bank- und Versicherungsgebäude, zum Beispiel der Sitzungssaal der Deutschen Bank, namhafte Hotels, Warenhäuser und U-Bahnhöfe erstrahlen heute dank der Heinrich Mai & Sohn GmbH in neuem Glanz. Die Sparte Facility Management firmiert heute unter dem Namen Mai Baumanagement GmbH.

Am 3. Februar fand im Böhler Kesselhaus in Meerbusch ein Festakt anlässlich des 100jährigen Firmenjubiläums statt.

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250 geladene Gäste, darunter zahlreiche Kooperationspartner, Mitarbeiter, aber auch Persönlichkeiten des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens waren der Einladung zu dem prunkvollen Abend in das bewusst ausgewählte Ambiente, das daran erinnert, dass Nordrhein-Westfalen einmal ein Industrieland gewesen ist, gefolgt.

Festredner an diesem Abend war der ehemalige Ministerpräsident und Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit a. D. Wolfgang Clement. Dieser ist zugleich Schirmherr des von der Deutschen Kinderhilfe e. V. im Jahre 2004 initiierten, von der  Firma Heinrich Mai & Sohn GmbH unterstützte Projektes „KidsKlinik“, mit dem das Ziel verfolgt wird, die Kinderstationen in Krankenhäusern kindgerechter zu gestalten. Das Evangelische Krankenhaus in Düsseldorf (EVK) wurde in den 1960er Jahren gebaut, in einer Zeit in der für den Bau von Krankenhäusern funktionale und technische Aspekte im Vordergrund standen. Die Firma Heinrich Mai & Sohn GmbH koordiniert die Neugestaltung der Kinderstation des EVK. Die Kinder sollen sich hier wohlfühlen können. Man will die Bereiche von Babys und Kleinkindern, die Spielecken brauchen, anders gestalten als jene von Jugendlichen, die mehr Interesse an einer Play Station haben. Zudem werden auch Räume für die Eltern eingerichtet. Den Kindern soll damit die Angst vor dem Krankenhausaufenthalt genommen werden. Wolfgang Clement lobte in diesem Zusammenhang das große soziale Engagement der Firma Heinrich Mai & Sohn GmbH. Mehr als 113.000 Euro sind bis zum 3. Februar von dem Umbau der Kinderstation des EVK gesammelt worden. Auch das gegenwärtige Düsseldorfer Karnevalsprinzenpaar, Prinz Thomas II. (Puppe) und Venetia Anke Conti-Mica, sammelt für dieses Projekt.

Die Deutsche Kinderhilfe e. V. ist die einzige staatlich unabhängige Kindervertretung in Deutschland. Wer deren Arbeit unterstützen möchte, sei auf folgende Angaben verwiesen:

Spendenkonto, Deutsche Kinderhilfe e. V.:
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00 • Konto-Nr. 10 10

Weiterhin lobte Clement die mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Von etwa 4 Millionen Unternehmen in Deutschland seien die meisten Mittelständler, betonte er. Diese trügen eine große gesellschaftspolitische Verantwortung in Bezug auf die Schaffung von Arbeitsplätzen. Außerdem seien die mittelständischen Unternehmen ihrem Standort treu. Der guten Ausbildung in Deutschland und dem dualen Ausbildungssystem sei es zu verdanken, dass Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern die Wirtschafts- und Finanzkrise sehr viel besser überstanden hätte. Mit einem herzlichen „Glück auf!“ wünschte Wolfgang Clement der Firma Heinrich Mai & Sohn GmbH viel Erfolg für die nächsten hundert Jahre.

Dr. Axel Fuhrmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf, schilderte in sehr plastischer Weise, dass die Jahre 1912 bis 1914 von einem Lechzen und Ächzen sämtlicher Sparten des Handwerks in Düsseldorf geprägt waren.  Als wesentliches Merkmal für Historie der Firma Heinrich Mai & Sohn hob Fuhrmann den fortlaufenden Einsatz der Geschäftsführer in Verbänden und Institutionen des Handwerks auf regionaler und überregionaler Ebene hervor. Nach Heinrich Mai sen. (stellvertretender Obermeister 1947-1960) und Heinrich Mai jun. (stellvertretender Obermeister und Obermeister 1960-1979, Vorstand der Bildungszentren des Baugewerbes e. V. 1979-1992) ist auch Rolfgeorg Jülich, der Neffe von Heinrich Mai jun., u. a. seit 2002 Innungsobermeister in Düsseldorf und Landesvorsitzender des Verbandes Ausbau und Fassade NRW und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Ausbau und Fassade sowie Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf und der Bildungszentren des Baugewerbes e. V..

Das Programm des Abends wurde abgerundet vom Besuch des Düsseldorfer Karnevalsprinzenpaares.  Die gelernte Architektin Venetia Anke betonte, dass es ihr viel Freude macht, für die Firma Heinrich Mai & Sohn GmbH zu arbeiten. Geschäftsführer Wolfgang Eiker ist übrigens dem Brauchtum sehr verbunden und ist Mitglied der Tonnengarde Niederkassel.

Weitere interessante Informationen über das Unternehmen finden Sie unter der Internetadresse www.mai-bau.de.

Foto: Prinz Thomas II. und Venetia Anke gratulierten den Firmenchefs Wolfgang Eiker, Tobias Jülich und Rolfgeorg Jülich mit einem gerahmten Prinzenpaarorden nebst Foto und Widmung. (Aufnahme: Hans-Peter Suchand)

Foto: das Düsseldorfer Karnevalsprinzenpaar überreicht einen Karnevalsorden an Wolfgang Clement (Aufnahme: RK)

Foto: Tobias Jülich, , Geschäftsführer der Mai Baumanagement GmbH und sein Vater Rolfgeorg Jülich, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Heinrich Mai & Sohn GmbH (Aufnahme: RK)