Archiv für den Monat: März 2012

Geburtstagsfeier von Elefant Marla

Marlar, vorne rechts, wird am wird am 30. März 6 Jahre alt (Aufnahme: Andrea Matzker)

 

Marlar im Kölner Zoo (Aufnahme: Andrea Matzker)  

Anlässlich des 6. Geburtstages von Marlar laden wir zum großen Elefantentag im Kölner Zoo ein am Sonntag, dem 1. April 2012 von 9.00 Uhr – 18.00 Uhr. Es wird wieder zahlreiche Infostände und Führungen geben, außerdem werden Spenden für unser Elefantenprojekt in Asien gesammelt.

Höhepunkt des Tages wird eine exklusive Vorab-Premiere von Benjamin Blümchens „Törööö im Zoo“ sein, mit dem das Kölner Cocomico-Theater ab Ende April auf Tour geht. Die beliebte Elefantenfigur lässt es sich nicht nehmen, schon vorab in den Zoo zu kommen, um Marlar zum Geburtstag zu gratulieren.

Benjamin Blümchen kommt zu Marlars Geburtstag in der Kölner Zoo (Aufnahme: Andrea Matzker)

Harry Belafonte in Köln


Foto: Harry Belafonte stellt bei der lit.Cologne sein Buch My Song vor (Aufnahme: Andrea Matzker)

 

Foto: Harry Belafonte in Köln (Aufnahme: Andrea Matzker)

Von Andrea Matzker

Anlässlich der 12. lit.cologne stellte der Weltstar, Entertainer, Sänger und Unicef-Botschafter seine Biographie mit dem Titel „My Song“ im völlig ausverkauften Theater am Tanzbrunnen vor. Über zwei Stunden lang plauderte er angeregt und interessant, las ein Stück aus seinem Buch vor, das anschließend von Christian Brückner auf Deutsch vorgetragen wurde. Kaum zu glauben, dass er gerade seinen 85. Geburtstag feierte. Nach einem glimpflich abgelaufenen Schlaganfall hat er lediglich leichte Gleichgewichtsstörungen, weshalb er zur Sicherheit einen Gehstock benutzt. Ansonsten ist er völlig unverändert und charismatisch wie eh und je. Im Anschluss signierte er geduldig mindestens 500 Fans sein Buch mit persönlicher Widmung, das es in englischer wie in deutscher Version zu erwerben gab. Zur großen Freude des Publikums versprach er, wenn auch nicht als Sänger, so jedoch in jedem Fall in anderer Mission, bald wieder zu kommen und bei uns auf der Bühne zu stehen. Am Ende der Veranstaltung gab es stehende Ovationen für den Weltstar.

 

Foto: Harry Belafonte bei der Signierung seines Buchs (Aufnahme: Andrea Matzker)

Worauf es beim Glauben ankommt

 

Foto: Lutz Lienenkämper, Vorsitzender CDU im Rhein-Kreis Neuss, Willibert Pauels und Dieter Welsink, Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion (Aufnahme: Christian Dick)

 

Ministerpräsident a. D. Bernhard Vogel, der Aachener Bischof Heinrich Mussinghof, der Neusser Kreisjugendseelsorger Marcus Bussemer und Hermann Gröhe in seiner Funktion als Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands, dies sind einige der bisherigen Referenten in der seit dem Jahre 2003 stattfindenden Veranstaltungsreihe „Leitplanken“ der CDU des Rhein-Kreises Neuss. In diesen Reigen reihte sich am 27. März  Diakon Willibert Pauels ein.

Zuvor wurde – traditionell ein wesentliches Element der Veranstaltung „Leitplanken“ – in der evangelischen Christuskirche durch den Gemeindepfarrer Professor Dr. Jörg Hübner von der evangelischen Kirche und den katholischen Neusser Kreisdechanten  Monsignore Guido Assmann eine ökumenische Vesper gehalten. Guido Assmann hob in seiner Predigt hervor, dass jeder Mensch Talente habe. Diese seien unterschiedlich verteilt, so könne zum Beispiel der eine besonders gut reden und der andere gut schreiben. Es gebe Menschen, die eher für sich leben wollten und sich aus eigenen Stücken für ein Leben als Alleinstehender entschieden, andere hingegen entschieden sich für ein Leben in Gemeinschaft. Niemand könne jedoch völlig zurückgezogen leben und erklären, die Gesellschaft gehe ihn nichts an. Entsprechend seiner jeweiligen Aufgaben, habe jeder Mensch Verantwortung. Die Politiker, insbesondere dann, wenn sie für christliche Werte stünden, hätten eine besondere Verantwortung. Jeder Mensch müsse seine Talente nutzen und dürfe sie nicht brach liegen lassen. Assmann griff das Gleichnis vom Weizenkorn auf. Wenn dieses in die Erde falle und sterbe, bleibe es allein; wenn es aber sterbe, bringe es reiche Frucht.

Der Vorsitzende der CDU im Rhein-Kreis Neuss, Staatsminister a.D.  und Landtagsabgeordnete Lutz Lienenkämper erklärte bei seiner Vorstellung des Redners im Neusser Zeughaus: „Als Gast und Referenten begrüßen wir in diesem Jahr Herrn Diakon Willibert Pauels, der früher am Collegium Marianum in Neuss tätig war. Er ist ein fachlich kompetenter und sicher auch unterhaltsamer Referent, ist er doch als ‚ne bergische Jung’ aus dem rheinischen Karneval gut bekannt. […] Er ist ein Botschafter der guten Laune und der rheinischen Lebensart in der Kirche.“

Lienenkämper erläuterte die Beweggründe, die zu dieser Veranstaltungsreihe geführt haben. „Die Veranstaltungsreihe ‚Leitplanken’ ist dem Nachdenken über die Verwurzelung unserer politischen Arbeit in christlichen Überzeugungen und unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen gewidmet.“

Willibert Pauels Thema „Mit dem Glauben ist nicht zu spaßen“ führt zunächst dazu, dass man auf den Boden der Tatsachen kommt  und über den Grundgehalt des Glaubens nachdenkt. Dann kommt die Befürchtung, dass der Referent dieses Thema wohl mit dem erhobenen Zeigefinger vortragen wird und den Zuhörern eine moralische Lehre erteilen will.  Doch wer Willibert Pauels kennt, der weiß, dass aus ihm nicht der Oberlehrer spricht, sondern dass er selbst schwierige Glaubensfragen auf geistreiche und pointierte Weise darstellt, dass es selbst für kirchenkritische Menschen eine Bereicherung ist, ihm zuzuhören.

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Dario Fo – ein Schriftsteller, der auch der Malerei fröhnt

Einzigartige Ausstellung zum malerischen Werk des Literatur-Nobelpreisträgers Dario Fo in Mailands Königlicher Residenz, dem Palazzo Reale, im Schatten des Domes

 

Nobelpreisträger, Maler und Universalkünstler Dario Fo erläutert selbst sein Werk bei der Vernissage zur Eröffnung der Ausstellung im Königlichen Palast von Mailand (Aufnahme: Andrea Matzker)

 

Von Dr. Egon Schlesinger

Fotos von Andrea Matzker

Mit Verspätung zollte seine Heimatstadt Mailand dem nach wie vor kraftstrotzenden Theatermacher, Schauspieler, Gesellschaftskritiker, Satiriker und Universalkünstler Dario Fo Ehre und Respekt mit einer monumentalen Ausstellung seines bisher einer breiteren Öffentlichkeit weniger bekannten malerischen Oeuvres. Es erstreckt sich über 60 Jahre seines Schaffens, zeigt von den circa 20.000 existierenden über 400 Exponate, darunter originale Bühnenbilder, Gobelins, Zeichnungen, Entwürfe, großflächige, prachtvolle, farbenfrohe, opulente Gemälde, Theaterplakate, Kostüme, Masken und viele Videos und Filme, die seine Arbeiten dokumentieren. Das Spannendste jedoch sind die Introduktion und die Führung des Maestro selbst durch die Ausstellung, an der man, wenn man Glück hat, bis zum 3. Juni 2012 (und vielleicht auch später) teilnehmen kann, und dabei auch zufällig auf legendäre Wegbegleiter des charismatischen Genies, wie seine Ehefrau und Hauptdarstellerin fast aller seiner Werke, Franca Rame, den weltweit bekannten Fotografen Oliviero Toscani, den mit 102 Jahren noch einzig aktiven Kunstkritiker Gillo Dorfles oder den Modeschöpfer Ottavio Missoni treffen kann. Das früheste ausgestellte Gemälde schuf er mit 13 Jahren, das aktuellste in der Bottega d’Artista, einem der Ausstellung vorangestellten Workshop in den Räumen der Exposition, der in einem original nach mittelalterlichem Vorbild nachgebauten Atelier unter der Regie des Maestros, der sich auch damit vor den großen, von ihm verehrten Meistern wie Leonardo, Michelangelo oder Mantegna, verneigte, stattfand. Am Tag der Eröffnung für das Publikum, hatte Dario Fo seinen inzwischen nicht spürbaren 86. Geburtstag, zu dem er von seinem Entdecker und Verleger des Ausstellungskataloges, Gabriele Mazzotta, der 1969 sein allererstes Werk editiert hatte, mit Champagner und einer riesigen Geburtstagstorte überrascht wurde. Das gesamte, noch anwesende Publikum feierte mit.

 

Dario Fo spricht zur Vernissage seiner Ausstellung im Hof des Königlichen Palastes von Mailand (Aufnahme: Andrea Matzker)

 

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Ein Sonntag wie aus dem Bilderbuch

Autor: Christian Dick

Foto: Weihibischof Dr. Dominik Schwaderlapp dirigiert vor dem Maternushaus in Köln eine Musikkapelle aus seinem Heimatort Ransbach-Baumbach im Westerwald (Aufnahme: H. Dick)

„So ein schöner Sonntag!“ Das wird sich am 25. März 2012, eine Woche nach der Wahl des neuen Bundespräsidenten auch Dr. Dominik Schwaderlapp gedacht haben. An diesem Tag war in Köln ein Bilderbuchwetter. Der Frühling hob die Stimmung der Menschen, die sich an diesem Tag auf der Kölner Domplatte die Sonne anbeteten. Und diese gute Laune nahmen auch zahlreiche Gläubige aus dem gesamten Erzbistum Köln mit in den Kölner Dom, als sie der Weihe von Dr. Dominik Schwaderlapp zum neuen Weihbischof beiwohnten. Bis auf den letzten Platz war der Kölner Dom voll, sehr viele Besucher mussten über zwei Stunden stehen, doch sie wurden durch die wunderschöne Liturgie reichlich belohnt.

Foto: hier bei Auszug: links: der emeritierte Weihbischof Klaus Dick, rechts: der neue Weihbischof Dr. Dominik Schwaderlapp (Aufnahme: H. Dick)

„Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren“ (Joh. 12,26). Dies war die Kernaussage der Predigt von Kardinal Meisner. Dieses Bibelzitat, so der Kardinal, sei der Auftrag und die Berufung eines Priesters, von dem die Kirche Gottes wolle, dass er die Bischofsweihe empfange. Die Bischofsweihe beschrieb er weiterhin als „die ureigene Tat Gottes“. „Christus weiht, Christus heiligt, Christus konsekriert“, so der Kardinal. Das würdige Repräsentieren der Kirche, das geschickte Verhandeln und in den Medien eine gute Figur zu machen – das alles sei sehr wichtig, so Meisner. Aber wichtiger sei, dass die Sehnsucht Gottes nach den Menschen und das Heimweh nach Gott im Herzen des Bischofs brennen.

Zur Gabenbereitung bekam Schwaderlapp Geschenke aus dem Seelsorgebereich Nord des Erzbistums Köln, den er nun unter seinen Fittichen hat. Darunter war ein großes Lebkuchenherz mit der Aufschrift „Gruß der Neusser Schützen“, denn der neue Weihbischof ist Mitglied des Neusser Schützenlustzugs Kreuzritter96.

In seinem Grußwort nach der Bischofsweihe, das mit großem Beifall bedacht wurde, war die fundamentale Botschaft von Dominik Schwaderlapp „Ich bin bereit!“. Sein Dank galt Papst Benedikt XVI. und Kardinal Meisner für deren Vertrauen. In Bezug auf sein Verhältnis zu Kardinal Meisner sagte er „Ich habe zwar an Deiner Seite schlesische Lebensart und Glaubensweise kennen und schätzen gelernt. Und doch: Ich bin kein Schlesier geworden, sondern bleibe Westerwälder! Ich glaube allerdings, dass Schlesier und Westerwälder einander gut ergänzen.“ Er dankte weiterhin seiner großen Familie, die etwa das vordere Drittel im Mittelschiff des Kölner Doms einnahm, darunter waren seine Eltern, Geschwister, Nichten Neffen. Dann wandte er sich auf die Gläubigen in dem Seelsorgebereich, für den er künftig zuständig ist, dazu gehören das Bergische Land mit den Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid, der Kreis Mettmann, die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Rhein-Kreis Neuss.

Foto: Kardinal Meisner überreicht dem neuen Weihbischof im Maternushaus seine Ernennungsurkunde (Aufnahme: H. Dick)

Beim anschließenden Empfang im Maternushaus des Erzbistums Köln herrschte Jubelstimmung. Dominik Schwaderlapp genoss es sehr, mit langjährigen Wegbegleitern, unter anderem aus dem Jahrgang seiner Priesterweihe, aus seinem Heimatort Ransbach-Baumbach im Westerwald und aus der Neusser Pfarrei St. Marien, wo er von 1993 bis 1996 seine erste Stelle als Kaplan hatte, in geselliger Atmosphäre zu feiern.

Foto: Die Jahre gemeinsame mit dem früheren Pfarrer und heutigen Pfarrvikar Monsignore Wilfried Korfmacher aus der Pfarrei St. Marien Neuss haben Weihbischof Dr. Dominik Schwaderlapp sehr geprägt (Aufnahme: Christian Dick)

Und so sehen das Wappen und der Ring des Weihbischofs aus:

Foto: Auf dem Wappen steht das Leitmotiv von Weihbischof Schwaderlapp, was auf Deutsch heißt: Beharrlich, geduldig – und fröhlich (Quelle: Presseabteilung der Erzbistums Köln)

Foto: Der Bischofsring zeigt die Heiligen Drei Könige mit ihren Gaben. Er ist ein Geschenk von Kardinal Meisner und stammt aus dem Nachlass des verstorbenen Kölner Weihbischofs Walter Jansen (Quelle: Presseabteilung des Erzbistums

BIOgramm

Der unangefochtene Meister der und den deutschen Talkshow-Moderatoren, der auf diesem Feld Pionierarbeit geleistet hat, ist rückfällig geworden. Alfred Biolek präsentiert seit März 2012 eine monatliche Talkshow unter dem Titel „BIOgramm“ mit prominenten Gästen in der Komödie in der Steinstrasse. Das Programm ist äußerst abwechslungsreich und kurzweilig und das Publikum erlebt Seiten an Talkgästen, die man vorher vielleicht nicht erwartet hätte. Die nächste Talkshow wird am Ostermontag, dem 9. April 2012 um 20:00 Uhr statt. Dann werden Edda Moser, Susanne Tremper, die derzeit als Maria Callas auf der Bühne steht und Ricardo Marinello zu Gast sein. Ein Besuch ist sehr empfehlenswert. Eintrittskarten können zum Preis von 15,– und 20,– Euo erworben werden. Die Theaterkasse ist unter den Telefonnummern 0211 – 13 37 07 und 0211 – 32 51 51 erreichbar.

Autor: Christian Dick

Glanzleistung: Susanne Tremper in der Rolle der Maria Callas

 

Foto: Susanne Tremper (Aufnahme: Christian Dick)

Bereits als sie im Dezember 2008 im Düsseldorfer Schauspielhaus in die Rolle von Edith Piaf schlüpfte, zog sie das Publikum in ihren Bann (www.nrw-depesche.de/index.php/2008/12/27/das-leben-edith-piafs-im-dusseldorfer-schauspielhaus/) und konnte davon überzeugen, dass sie schwierige Charaktere in sehr authentischer Weise darstellen kann, gerade so, als hätte sei sie eins mit der von ihr dargestellten Person. Nun wartet sie mit einer nicht minder beeindruckenden Leistung in der Düsseldorfer Komödie in der Steinstraße auf: Susanne Tremper verkörpert in dem Stück „Meisterklasse – Maria Callas“, die berühmte griechisch-amerikanische Sopranistin, die mit bürgerlichem Namen Maria Anna Sofia Cecilia Kalogeropoulou hieß. Mit Susanne Tremper steht und fällt diese Inszenierung,  eine andere Darstellerin wäre in dieser Rolle nicht eine ebensolche Wirkung erzielen. Susanne Tremper hat sich in hervorragender Weise in die Gefühlswelt der Maria Callas hineinversetzt, die mit Wehmut auf ihre Karriere zurückblickt und immer wieder ihre großen Auftritte in den berühmten Opernhäusern der Welt, wie etwa der Mailänder Scala vor Augen hat. Ebenso vermittelt Susanne Tremper in sehr gelungener Weise die Verbitterung von Maria Callas, deren Leben sehr tragisch war, denn ihre zweite Ehe mit Aristoteles Onassis hat ihr zwar einen Lebensstandard beschert, von dem andere nur träumen können, aber die Liebe, die aus tiefstem Herzen kommt, kann auch durch noch so viel Reichtum nicht ersetzt werden. Den größten Kummer bereitet Maria Callas, dass das gemeinsame Kind von Aristoteles Onassis und ihr nur zwei Stunden nach der Geburt stirbt. 

Im Gegensatz zu der Rolle der Edith Piaf, singt Susanne Tremper bei der Darstellung von Maria Callas keines von deren Liedern. Doch hierauf kommt es in dieser Inszenierung von Susanne Altweger auch gar nicht an. Das Hervorheben der Persönlichkeit von Maria Callas als eine Diva steht hier im Vordergrund. Die in der Öffentlichkeit frenetisch gefeierte Maria Callas, wird als eine Frau dargestellt, die eine majestätische und herrschsüchtige Aura umgibt, die mit nichts zufriedenzustellen ist und die von sich, genauso wie von anderen Menschen, ständig Höchstleistungen fordert und sich, ebenso wie ihr Umfeld, damit geradezu überfordert. Folgender Ausspruch gibt einen sehr guten Eindruck über den Charakter von Maria Callas „Der Ruhm ist gefährlich, weil ich weiß, dass nicht nicht immer geben kann, was man von mir erwartet. Mit dem Ruhm ist auch die Angst gekommen – ich schäme mich ein bisschen für den Applaus. Er schüchtert mich ein.“ [Zitat aus dem Buch „Maria Callas – Bilder eines Lebens“ von Yann-Brice Dherbier (Hg.)].

In dem Stück wird dargestellt, wie Maria Callas zwei Sopranistinnen und einen Tenor als Gesangsschüler unterrichtet. Sie staucht diese wie eine Furie zusammen, bis hin zur Verletzung, ein Lob kommt ihr nicht über die Lippen. Maria Callas – das wird dem Publikum hier ersichtlich – hält sich selbst für eine Koriphäe der Sangeskunst, deren Talent für andere unerreichbar ist, dabei gewinnt man auch den Eindruck, dass sie auf die jungen attraktiven Sopranistinnen, die sie aufsuchen, neidisch ist, weil diese in der Blüte des Lebens stehen. Am Premierenabend, dem 21. März 2012, wurden die Sopranistinnen dargestellt von Désirée Brodka und Agnes Lipka, die erstgenannte hat an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf ein Gesangsstudium absolviert, die zweitgenannte hat ihr Gesangsstudium an der Robert-Schumann-Hochschule noch nicht ganz abgeschlossen. Beide erweisen sich auch als schauspielerisch begabt, sind äußerst zart besaitet, so dass sie die harsche, unbarmherzige und destruktive Kritik der Gesangslehrerin Maria Callas völlig aus der Bahn wirft. Die beiden Sopranistinnen bestechen durch ihre Stimmen, die runtergehen wie Öl. Désirée Brodka gewann Preise in Oper, Musical sowie Neuer Musik und Agnes Lipka ist Preisträgerin des Schmolz+Bickenbach-Wettbewerbs und Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbands. Als dritter Schüler war in dem Stück „Meisterklasse“ schließlich noch ein Tenor mit von der Partie, am Premierenabend dargestellt von Michael Kurz. Dieser ließ sich von Maria Callas nicht beirren und beharrte vehement darauf,  vor ihr singen zu dürfen, wodurch sie ihm am Ende großen Respekt zollte.

Schauspielerisch ist das Stück „Meisterklasse – Maria Callas“ eine Glanzleistung. Jedoch hätte das Bühnenbild – eine Holzvertäfelung, die sehr erdrückend wirkte und noch dazu durch Seitenausgänge keine geschlossen Einheit auf der Bühne herstellte – vielleicht mit einigen Bildern aus dem Leben von Maria Callas angereichert sein können. Weitere Informationen gibt es an der Theaterkasse der Komödie in der Steinstraße unter den Telefonnummern 0211-13 37 07 und 0211-32 51 51 und unter der Internetadresse www.komoedie-steinstrasse.de.

Autor: Christian Dick

Über Abkupfern, Kopieren und Einfügen

 

Foto: Christoph Müller, Dr. Andreas Blühm bei der Eröffnung von Artisten der Linie (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Eingang zur Ausstellung (Aufnahme: Andrea Matzker)

ARTISTEN DER LINIE

Hendrik Goltzius und die Grafik um 1600

Ausstellung im Wallraf-Richartz-Museum, Fondation Corboud der Sammlung Christoph Müller für Köln vom 16. März bis 10. Juni 2012.

Woher kommt das Wort Abkupfern? Eine Frage von Aktualität in einer Zeit, wo copy & paste, das heißt das Kopieren und Einfügen, in Textverarbeitungsprogrammen zum Zwecke der Nachahmung von wissenschaftlicher Größe und Können  en vogue ist.. Antwort gibt eine opulente Ausstellung über einen der ersten „Metakünstler“ der frühen Neuzeit, den genialen Kupferstecher Hendrick Goltzius (1558-1617). Zu sehen sind über 100 druckgraphische Blätter, die 2011 dem Wallraf-Richartz-Museum anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums vom Berliner Sammler Christoph Müller geschenkt worden waren, davon allein 15 Blätter von Goltzius und seinen Schülern. Diese Schenkung wird ergänzt durch ausgewählte Blätter der graphischen Sammlung des Wallraf sowie durch zwei Leihgaben der Hamburger Kunsthalle. Die Ausstellung verfolgt die Wirkung von Goltzius in der niederländischen Grafik bis in die Zeit Rembrandts. Denn die Kupferstecher begnügten sich nicht nur mit dem einfachen Übertragen der Vorlagen auf Kupferplatten zum Zwecke des Druckes, sondern sie bemühten sich, die Originale nicht nur nachzuahmen (imitatio) sondern zu verbessern und auch zu übertrumpfen (aemulatio), wodurch das Wort “abkupfern“ eine ganz andere Bedeutung erhält.

Foto: Himmelsstürmer Tantalus von Hendrick Goltzius (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Agostino Carracci’s Pietà nach Michelangelo (Aufnhame: Andrea Matzker)

Foto: Die zauberhafte Jungfrau mit dem Wickelkind von Albrecht Dürer stammt aus dem Jahr 1520 (Aufnahme: Andrea Matzker)

Autor: Dr. Egon Schlesinger

Wien-Revue in der Komödie in der Steinstraße

 

Foto: Blick auf den „Graben“ in Wien (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: das weltberühmte Hotel Sacher (Aufnahme: Christian Dick)

Bei dem Stichwort Wien denkt man sofort an den Film „Im Prater blühn wieder die Bäume“ oder auch an die berühmten Melodien von Johann Strauß, wie etwa „Draußen in Sievering blüht schon der Flieder“. Wien ruft die Assoziation mit dem Frühling hervor. Und der Frühling in Wien ist etwas ganz Besonderes. Denn Wien hat eine große Fülle an lieblichen Gärten, wo man die Seele baumeln lassen kann. Und, wenn man ein bißchen von diesem Wiener Frühlingsgefühl in Düsseldorf erleben will, dann kann man in der Komödie in der Steinstraße in Düsseldorf am 23. April 2012 um 20:00 Uhr das Programm „Wien, Wien nur Du allein“ miterleben. Hierbei handelt es sich um eine musikalisch-literarische Reise durch Wien mit Otto Kneidinger! Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Vietor Herbert. Nähere Information gibt es an der Theaterkasse unter der Telefonnummer 0211-32 51 51 oder unter der Internetadresse www.komoedie-steinstrasse.de.

Foto: der Stephansdom (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: Blick auf die Hofburg (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: Eine Fahrt mit den berühmten Fiakern ist etwas für romantische Stunden (Aufnahme: Christian Dick).

Autor: Christian Dick

Grandioses Konzert der Geschwister Kolodochka

Am 15.  März 2012 begeisterten die aus Moskau stammenden Geschwister Kolodocha, die aus ihren Flügeln nur die allerfeinsten Töne herausbrachten, das Publikum im Düsseldorfer Robert-Schumann-Saal. Wer durch einen langen Arbeitstag Ermüdungserscheinungen hatten, wurde bei dem Konzert, das über zwei Stunden gedauert  hat, wieder hellwach. Begleitet wurden die beiden von Simon Bernstein und Michael Feil, die mit Pauken und Schlagwerk für die Percussion sorgten. Die Interpretation des Stücks „Symphonic Dances“ aus Leonard Bernsteins West Side Story war sehr spannend aufgebaut und hatte Pepp. Die „Fantaisie-Tableaux Suite No. 1 op. 5“ von Sergej Rachmaninow für zwei Klaviere wurde in sehr filigraner Weise vorgetragen. Es war faszinierend, was die Geschwister Kolodochka aus ihre Klavieren herauszuholen vermochten.  Auch die Interpretation von Werken von Nikolai Kapustin und George Gershwin hatte eine ganz besondere Würze. Am Ende gab es lang erhaltenden Beifall und die Zugabewünsche wurden ebenfalls erfüllt. Es ist keine Frage: Diesen beiden erfolgreichen Pianisten, die in ihren jungen Jahren schon Beachtliches geleistet haben, steht mit Sicherheit noch eine sehr große Karriere bevor. Es ist zu hoffen, dass sie bald erneut ein Konzert in Düsseldorf geben werden.

Das Konzert wurde mitgeschnitten. Eine CD kann zum Preis von 17,50 inklusive Mehrwertsteuer über die Künstleragentur BJM, Niederrheinstraße 56, 40476 Düsseldorf per Post oder per Fax (0211-52 06 57 84) oder per e-mail unter der Adresse info@agentur-bjm.com  bestellt werden.

Autor: Christian Dick