Archiv für den Tag: März 26, 2012

Ein Sonntag wie aus dem Bilderbuch

Autor: Christian Dick

Foto: Weihibischof Dr. Dominik Schwaderlapp dirigiert vor dem Maternushaus in Köln eine Musikkapelle aus seinem Heimatort Ransbach-Baumbach im Westerwald (Aufnahme: H. Dick)

„So ein schöner Sonntag!“ Das wird sich am 25. März 2012, eine Woche nach der Wahl des neuen Bundespräsidenten auch Dr. Dominik Schwaderlapp gedacht haben. An diesem Tag war in Köln ein Bilderbuchwetter. Der Frühling hob die Stimmung der Menschen, die sich an diesem Tag auf der Kölner Domplatte die Sonne anbeteten. Und diese gute Laune nahmen auch zahlreiche Gläubige aus dem gesamten Erzbistum Köln mit in den Kölner Dom, als sie der Weihe von Dr. Dominik Schwaderlapp zum neuen Weihbischof beiwohnten. Bis auf den letzten Platz war der Kölner Dom voll, sehr viele Besucher mussten über zwei Stunden stehen, doch sie wurden durch die wunderschöne Liturgie reichlich belohnt.

Foto: hier bei Auszug: links: der emeritierte Weihbischof Klaus Dick, rechts: der neue Weihbischof Dr. Dominik Schwaderlapp (Aufnahme: H. Dick)

„Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren“ (Joh. 12,26). Dies war die Kernaussage der Predigt von Kardinal Meisner. Dieses Bibelzitat, so der Kardinal, sei der Auftrag und die Berufung eines Priesters, von dem die Kirche Gottes wolle, dass er die Bischofsweihe empfange. Die Bischofsweihe beschrieb er weiterhin als „die ureigene Tat Gottes“. „Christus weiht, Christus heiligt, Christus konsekriert“, so der Kardinal. Das würdige Repräsentieren der Kirche, das geschickte Verhandeln und in den Medien eine gute Figur zu machen – das alles sei sehr wichtig, so Meisner. Aber wichtiger sei, dass die Sehnsucht Gottes nach den Menschen und das Heimweh nach Gott im Herzen des Bischofs brennen.

Zur Gabenbereitung bekam Schwaderlapp Geschenke aus dem Seelsorgebereich Nord des Erzbistums Köln, den er nun unter seinen Fittichen hat. Darunter war ein großes Lebkuchenherz mit der Aufschrift „Gruß der Neusser Schützen“, denn der neue Weihbischof ist Mitglied des Neusser Schützenlustzugs Kreuzritter96.

In seinem Grußwort nach der Bischofsweihe, das mit großem Beifall bedacht wurde, war die fundamentale Botschaft von Dominik Schwaderlapp „Ich bin bereit!“. Sein Dank galt Papst Benedikt XVI. und Kardinal Meisner für deren Vertrauen. In Bezug auf sein Verhältnis zu Kardinal Meisner sagte er „Ich habe zwar an Deiner Seite schlesische Lebensart und Glaubensweise kennen und schätzen gelernt. Und doch: Ich bin kein Schlesier geworden, sondern bleibe Westerwälder! Ich glaube allerdings, dass Schlesier und Westerwälder einander gut ergänzen.“ Er dankte weiterhin seiner großen Familie, die etwa das vordere Drittel im Mittelschiff des Kölner Doms einnahm, darunter waren seine Eltern, Geschwister, Nichten Neffen. Dann wandte er sich auf die Gläubigen in dem Seelsorgebereich, für den er künftig zuständig ist, dazu gehören das Bergische Land mit den Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid, der Kreis Mettmann, die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Rhein-Kreis Neuss.

Foto: Kardinal Meisner überreicht dem neuen Weihbischof im Maternushaus seine Ernennungsurkunde (Aufnahme: H. Dick)

Beim anschließenden Empfang im Maternushaus des Erzbistums Köln herrschte Jubelstimmung. Dominik Schwaderlapp genoss es sehr, mit langjährigen Wegbegleitern, unter anderem aus dem Jahrgang seiner Priesterweihe, aus seinem Heimatort Ransbach-Baumbach im Westerwald und aus der Neusser Pfarrei St. Marien, wo er von 1993 bis 1996 seine erste Stelle als Kaplan hatte, in geselliger Atmosphäre zu feiern.

Foto: Die Jahre gemeinsame mit dem früheren Pfarrer und heutigen Pfarrvikar Monsignore Wilfried Korfmacher aus der Pfarrei St. Marien Neuss haben Weihbischof Dr. Dominik Schwaderlapp sehr geprägt (Aufnahme: Christian Dick)

Und so sehen das Wappen und der Ring des Weihbischofs aus:

Foto: Auf dem Wappen steht das Leitmotiv von Weihbischof Schwaderlapp, was auf Deutsch heißt: Beharrlich, geduldig – und fröhlich (Quelle: Presseabteilung der Erzbistums Köln)

Foto: Der Bischofsring zeigt die Heiligen Drei Könige mit ihren Gaben. Er ist ein Geschenk von Kardinal Meisner und stammt aus dem Nachlass des verstorbenen Kölner Weihbischofs Walter Jansen (Quelle: Presseabteilung des Erzbistums