Archiv für den Tag: März 28, 2012

Worauf es beim Glauben ankommt

 

Foto: Lutz Lienenkämper, Vorsitzender CDU im Rhein-Kreis Neuss, Willibert Pauels und Dieter Welsink, Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion (Aufnahme: Christian Dick)

 

Ministerpräsident a. D. Bernhard Vogel, der Aachener Bischof Heinrich Mussinghof, der Neusser Kreisjugendseelsorger Marcus Bussemer und Hermann Gröhe in seiner Funktion als Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands, dies sind einige der bisherigen Referenten in der seit dem Jahre 2003 stattfindenden Veranstaltungsreihe „Leitplanken“ der CDU des Rhein-Kreises Neuss. In diesen Reigen reihte sich am 27. März  Diakon Willibert Pauels ein.

Zuvor wurde – traditionell ein wesentliches Element der Veranstaltung „Leitplanken“ – in der evangelischen Christuskirche durch den Gemeindepfarrer Professor Dr. Jörg Hübner von der evangelischen Kirche und den katholischen Neusser Kreisdechanten  Monsignore Guido Assmann eine ökumenische Vesper gehalten. Guido Assmann hob in seiner Predigt hervor, dass jeder Mensch Talente habe. Diese seien unterschiedlich verteilt, so könne zum Beispiel der eine besonders gut reden und der andere gut schreiben. Es gebe Menschen, die eher für sich leben wollten und sich aus eigenen Stücken für ein Leben als Alleinstehender entschieden, andere hingegen entschieden sich für ein Leben in Gemeinschaft. Niemand könne jedoch völlig zurückgezogen leben und erklären, die Gesellschaft gehe ihn nichts an. Entsprechend seiner jeweiligen Aufgaben, habe jeder Mensch Verantwortung. Die Politiker, insbesondere dann, wenn sie für christliche Werte stünden, hätten eine besondere Verantwortung. Jeder Mensch müsse seine Talente nutzen und dürfe sie nicht brach liegen lassen. Assmann griff das Gleichnis vom Weizenkorn auf. Wenn dieses in die Erde falle und sterbe, bleibe es allein; wenn es aber sterbe, bringe es reiche Frucht.

Der Vorsitzende der CDU im Rhein-Kreis Neuss, Staatsminister a.D.  und Landtagsabgeordnete Lutz Lienenkämper erklärte bei seiner Vorstellung des Redners im Neusser Zeughaus: „Als Gast und Referenten begrüßen wir in diesem Jahr Herrn Diakon Willibert Pauels, der früher am Collegium Marianum in Neuss tätig war. Er ist ein fachlich kompetenter und sicher auch unterhaltsamer Referent, ist er doch als ‚ne bergische Jung’ aus dem rheinischen Karneval gut bekannt. […] Er ist ein Botschafter der guten Laune und der rheinischen Lebensart in der Kirche.“

Lienenkämper erläuterte die Beweggründe, die zu dieser Veranstaltungsreihe geführt haben. „Die Veranstaltungsreihe ‚Leitplanken’ ist dem Nachdenken über die Verwurzelung unserer politischen Arbeit in christlichen Überzeugungen und unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen gewidmet.“

Willibert Pauels Thema „Mit dem Glauben ist nicht zu spaßen“ führt zunächst dazu, dass man auf den Boden der Tatsachen kommt  und über den Grundgehalt des Glaubens nachdenkt. Dann kommt die Befürchtung, dass der Referent dieses Thema wohl mit dem erhobenen Zeigefinger vortragen wird und den Zuhörern eine moralische Lehre erteilen will.  Doch wer Willibert Pauels kennt, der weiß, dass aus ihm nicht der Oberlehrer spricht, sondern dass er selbst schwierige Glaubensfragen auf geistreiche und pointierte Weise darstellt, dass es selbst für kirchenkritische Menschen eine Bereicherung ist, ihm zuzuhören.

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