Archiv für den Tag: Januar 15, 2013

Oper am Dom: Wiederum schönes Musiktheater in kölscher Mundart

Von Dr. Egon Schlesinger

Szenenfoto Vivat Colonia (Aufnahme: Andrea Matzker)

„Vivat Colonia“ in der Oper am Dom. „Cäcilia Wolkenburg“, die Bühnenspielgemeinschaft des Kölner Männer-Gesang-Vereins (KMGV), überbrückt  auch in diesem Jahr die Spielzeitpause der Städtischen Bühnen mit einem amüsanten Zwischenspiel, Divertissementchen genannt. In diesem Jahr  entführt das „Zillche“ die Zuschauer ins römische Köln des Jahres 311 und erzählt die Geschichte von der nicht erwünschten Liebe zwischen dem Germanen Siegfried und der Römerin Cornelia (Libretto: Gerhard Seidel, Regie: Kalle Kubik, musikalische Leitung: Bernhard Steiner). Das erste Zillche an der neuen Spielstätte Oper am Dom über Kölsch, Klüngel, Gesang und Tanz ist opulent inszeniert, wie immer hervorragend mit farbenprächtigen und fantasiereichen Kostümen und Bühnenkulissen ausgestattet, und präsentiert das gewohnt temporeiche Bühnenfeuerwerk der fast 100 hoch motivierten Laiensänger und -tänzer. Somit beste Unterhaltung op kölsch in der Karnevalszeit, die man nicht verpassen sollte. Noch bis zum 12. Februar.

Hier noch eine Auswahl schöner Szenenfotos.

(Aufnahme: Andrea Matzker)

(Aufnahme: Andrea Matzker)

(Aufnahme: Andrea Matzker)

Kaffee beim Kardinal

Von Dr. Egon Schlesinger

Foto: die Kaffeetafel des Kardinals beim Besuch des Kölner Dreigestirns (Aufnahme: Andrea Matzker)

Es ist schon gute Tradition im Karneval, dass der Kölner Erzbischof das Dreigestirn mit samt dem Festkomitee zu sich nach Hause in das Erzbischöfliche Palais in der Kardinal-Frings-Straße Nummer 10 einlädt. In diesem Jahr war es das 23. Mal, dass Prinz (Ralf III.), Bauer (Dirk) und  Jungfrau (Katharina) sowie die Spitzen des Festkomitees diese Einladung zur festlich gedeckten Kaffeetafel mit Spezialitäten aus der schlesischen Heimat des Kardinals Joachim Meisner gerne annahmen. Als Geschenk brachten sie einen Scheck für die Jugendarbeit im Erzbistum mit. Ein gut gelaunter Kardinal, der jeden, auch die Fotografen und Redakteure aus den Journalistentross persönlich mit Handschlag begrüßte, forderte Prinz Ralf III. sofort zum traditionellen Wechsel der Kopfbedeckung auf, wobei der gut aufgelegte Kardinal sich mit der Narrenkappe des Prinzen besser zu fühlen schien, als der Prinz mit dem Scheitelkäppchen oder Pileolus des Kardinals. Ausführlich ließ sich der Erzbischof die Attribute des Dreigestirns erklären: Die Pritsche des Prinzen, den Dreschflegel des Bauern und den silbernen Spiegel der Jungfrau. In dieser  lockeren Atmosphäre bat der Kardinal zur gemütlichen Kaffeerunde mit Mohnkuchen, wobei man sich gegenseitig fast das Du anbot. Der Hausherr wünschte allen eine erfolgreiche und angenehme Session, bevor die Karawane dann weiter zog.

Foto: Kardinal mit Spiegel (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Kardinal mit Kappe und Attribut des Prinzen (Aufnahme: Andrea Matzker(