„Sankt Martin und der Heilige Nikolaus, das sind Bischöfe, so einer bin auch ich!“

Autor: Christian Dick

Mit dieser plastischen Beschreibung begrüßte der neue Kölner Erzbischof  Kardinal Rainer Maria Woelki am 1. Advent 2014 die Kinder bei der Famlienmesse im Quirinus-Münster in Neuss. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Mensch zum Anfassen. Dies zeigte sich am bei seinem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt vor der Basilika St. Quirin, wo Kardinal Woelki auch mit vielen Menschen aus der Pfarrei St. Marien ins Gespräch kam, wo er vor rund 30 Jahren Kaplan war.

Kardinal Woelki umringt von Menschen auf den Neusser Weihnachtsmarkt_klein

Foto: Kardinal Woelki umringt von den Menschen auf dem Weihnachtsmarkt vor der Basilika St. Quirin in Neuss, wo er den Kindern die Krippe erläuterte (Aufnahme: Christian Dick)

Das Kernthema seiner Predigt war, dass die Menschen „nach vorne hin orientiert sind“. So schaue das Gesicht nach vorne, die Füßen gingen nach vorne und auch der Geist des Menschen sei nach vorne, also in die Zukunft gerichtet, so Woelki. Körper und Geist gehörten zusammen, fuhr er fort. „In den nächsten Wochen gehen wir auf Jesus Christus zu. Und an Weihnachten kommt Jesus Christus auf uns zu.“ Und der Mensch, so Woelki, lebe von guten Begegnungen mit anderen Menschen. „Der Mensch wird am Du zum Ich“ habe Martin Buber festgestellt. Auf die Begegnung mit Jesus Christus komme es zu Weihnachten an und nicht auf den Gänsenbraten, den Tannenbaum und die Christbaumkugeln. Wenn man auf Jesus Christus vertraue, brauche man keine Angst mehr vor dem Tod zu haben. „Geborgenheit im Letzten gibt Gelassenheit im Vorletzten“, diese Erkenntnis stamme von Romano Guardini, berichtete Woelki abschließend.