Ein Kommen und Gehen im Erzbistum Köln

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Foto: Dr. Stefan Heße, designierter Hamburger Erzbischof, Rainer Maria Kardinal Woelki und der neue Generalvikar des Erzbistum Köln Dr. Dominik Meiering (Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wurde in diesem Jahr im Erzbistum Köln der 1. Fastensonntag begangen. Kardinal Woelki entpflichtet Generalvikar Dr. Stefan Heße von seinen bisherigen Aufgaben. Dieser wird am 14. März zum Erzbischof von Hamburg geweiht. Der 48jährige wird dann der jüngste Diözesanbischof der katholischen Kirche in Deutschland sein. Gleichzeitig erhielt der bisherige Kölner Stadtjugendpfarrer Dr. Dominik Meiering (45) seine Ernennungsurkunde als neuer Generalvikar.

„ „Principium“ bedeutet nicht einfach Anfang, sondern auch Prinzip oder Grundsatz. Im Prinzip sollen unsere Worte von Gottes Worten durchsäuert sein. Dann kann ich Jesus Christus denken und Jesus sagen. Es ist nicht nur wichtig Jesus Christus zu lieben, zu denken und zu sagen. Es gilt auch, Jesus Christus zu tun. Dies ist der wesentliche Gedanke des Buches des Bonner Theologen Professor Karl-Heinz Menke über die Sakramentalität. Jeder von uns soll ein „Christus-Täter“ sein“, hob Stefan Heße seiner Predigt hervor.

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki dankte Heße für seinen Dienst. Er habe immer geahnt, dass er ihn irgendwann verlieren werden, aber dass es so schnell gehen werde, das habe er nicht gedacht, erklärte er. Die Hamburger bekämen einen „sehr, sehr guten neuen Erzbischof“, sagte Woelki, was den stürmischen Beifall der Menschen hervorrief, die der Vesper im Kölner Dom beiwohnten. Heßes Frohnatur, so Woelki, gründe nicht nur auf seiner rheinischen Herkunft, sondern auch auf seiner tiefen Verwurzelung in Jesus Christus.

Woelki schenkte ihm zur Erinnerung an seine Heimatdiözese einen Bischofsstab mit einer Darstellung der Heiligen Drei Könige. Der dargestellte Stern solle ihn sinnbildlich leiten durch alle Unwägbarkeiten, die ihn erwarteten, so der Kardinal.

Der Dank Meierings nach Aushändigung der Ernennungsurkunde richtete sich insbesondere an die große Schar von Jugendlichen im Dom. Als langjähriger Stadtjugendseelsorger in Köln sowie Kreisjugendseelsorger im Rhein-Erft-Kreis hat er die Herzen vieler junger Menschen im Erzbistum Köln für sich gewinnen können. Besonders durch seinen Aufbau und die Betreuung des Jugendpastoralen Zentrums CRUX in Köln hat er sich verdient gemacht. „Ihr habt mich wach gehalten“, rief Meiering den Jugendlichen im Dom zu.