Archiv für den Monat: März 2015

Shopping-Center in Fußgängerzone wertet Mönchengladbach stark auf

Autor: Christian Dick

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Foto: So sieht das Minto von außen aus (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Cerntermanagerin Jessica Queißer (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Carsten Faust, Projektmanager der Firma mfi für das „Minto“ Centermanagerin Jessica Queißer und Dr. Karl Reinitzhuber, Vorstandsvorsitzender der Firma mfi und Ulrich Wölfer, Mitglied des Vorstands der Firma mfi (Aufnahme: Christian Dick)

Das „Minto“ hat in Mönchengladbach hat am 26. März 2015 offiziell seine Türen geöffnet. Auf 41.846 m2 erwarten die Kunden 104 Geschäfte auf vier Ebenen, ein umfangreiches Gastronomieangebot sowie eine einzigartige Wohlfühlatmosphäre. Bei dem „Minto“ handelt es sich um das erste Shopping Center in Deutschland, das von Beginn an mit dem 4-Sterne Label ausgezeichnet ist – eine Kundenservice-Initiative, die für ein Höchstmaß an Qualität, Service und Einkaufserlebnis steht. Zugleich werden sämtliche Innovationen der Unibail-Rodamco Gruppe eingebracht: Neben dem 4-Sterne Service und einem großen Gastronomieangebot erwarten die Besucher multisensorische Shop-Fassaden.

Bürger haben den Namen ausgewählt

Nach einer Bauphase von zweieinhalb Jahren und einer Investition in Höhe von gut 210 Millionen Euro haben mfi/Unibail-Rodamco ein Shopping Center mitten in Mönchengladbach realisiert: das „Minto“. Es zeichnet sich durch ein einzigartiges Architektur- und Designkonzept aus und ist zugleich eine Hommage an die Region. „Minto“ bedeutet im lokalen Dialekt Mönchengladbachs „meins“. Der Name wurde im Rahmen eines Namenswettbewerb ermittelt, bei dem die Bewohner aus der Region Namensvorschläge für das Center eingereicht hatten.

Pre-Opening

Bereits am Abend des 25. März um 17:30 Uhr waren zunächst 800 VIP-Gäste zu einem sogenannten Pre-Opening (Voreröffnung) eingeladen. Von 19:30 Uhr bis 23:00 Uhr wurden dann für 3.000 Personen, die ausgelost worden waren, erstmalig die neue Läden geöffnent.

Zunächst wurde jedoch der Opfer des Germanwings-Flugs 4U9525 gedacht. Drei Mitarbeiter aus Spanien von Modeläden im „Minto“ waren in dem Flugzeug, das in den französischen Alpen abgestürzt ist. Daher war die Stimmung etwas gedämpft. „An diesem Tag wird uns allen klar, wie irrelevant die Dinge in Wahrheit sind, mit denen wir uns hier heute beschäftigen“, stellte Ulrich Wölfer, Mitglied der Firma mfi management für immobilien AG, die für dieses Bauprojekt verantwortlich zeichnet, fest. Und Carsten Faust, Projektleiter der Firma mfi für die Errichtung des Minto, konnte mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Auch Centermanagerin Jesscia Queißer war die Freude, dass nun endlich die Eröffnung stattfand und dass alles das Projekt erfolgreich gemeistert worden ist, sichtlich anzumerken.

Foto: Projektmanager Carsten Faust (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: So sieht das Minto von Innen aus (Aufnahme: Christian Dick)

Interessant an der Konstruktion dieses Shopping-Centers, das eine Wellenform hat, ist vor allem, dass dieses neue Gebäude hervorragend mit dem übrigen Gebäudeensemble in der Fußgängerzone in der Mönchengladbacher Hindenburgstraße harmoniert. Es wurde kein Koloss errichtet, der erdrückend wirkt, sondern das neue Shopping-Center bringt auch noch frohe Farben in die Mönchengladbacher Fußgängerzone.

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Foto: Oberbürgermeister Wilhelm Reiners (Aufnahme: Christian Dick)

Oberbürgermeister Wilhelm Reiners war schlichtweg überwältigt und bracht sein Erstaunen mit Wort „Boah“ zum Ausdruck, womit er den übrigen Besuchern aus der Seele sprach. Andere Städte verlagern derartige Einkaufscenter sehr oft auf die „grüne Wiese“, so dass man nur mit dem Auto dorthin kommt. Ein Vorteil ist, dass Mönchengladbach diese gerade nicht gemacht hat. Vom Hauptbahnhof beträgt der Fußweg noch nicht einmal 10 Minuten. Oberbürgermeister Reiners sieht in den Shopping-Center indes keine Konkurrenz für die umliegenden Einzelhändler. Ganz im Gegenteil. Reiners rechnet eher mit einer Symbiose, denn er glaubt, dass von dem zu erwartenden Besucherstrom auch die umliegenden Einzelhändler profitieren werden. Es werden über 9 Millionen Besucher jährlich erwarte 1,3 Millionen Menschen wohnen innerhalb eins Fahrzeitradius von 30 Minuten. Mönchengladbach hat 250.000 Einwohner. Hinzu kommen noch die Einwohner der angrenzenden Regionen in den Niederlanden. Insgesamt hat das Minto somit einen Kaufkraftindex von 104,8.

Unter den Gästen war auch ein Team der IHK Mittler Niederrhein mit dem neuen Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz sowie der Geschäftsführer der DEHOGA Nordrhein Christian Jäger. Sie alle waren sehr positiv beeindruckt von dem Flair in dem neuen Einkaufscenter.

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Foto: Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, Andree Haack, Geschäftsführer IHK Mittlerer Niederrhein, Christin Worbs,  Referent für den Geschäftsbereich Existenzgründung und Unternehmensförderung der IHK Mittlerer Niederrhein, Andreas R. Graf, Mitglied des Ausschusses Immobilienwirtschaft der IHK Niederrhein und Christian Jäger, Geschäftsführer der DEHOGA Nordrhein (Aufnahme: Christian Dick).

Für musikalische Unterhaltung sorgten bei der Eröffnung Laith Al-Deen und Rolf Stahlhofen, Mitglied der Band „Söhne Mannheims“.  Außerdem stellte Noah Gabriel Becker, der Sohn von Tennislegende Boris Becker, seine Talent als Discjockey erfolgreich unter Beweis. Für das leibliche Wohl an diesem Abend sorgte insbesondere Sternekoch Nelson Müller.

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Foto: Laith Al-Deen und Rolf Stahlhofen (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Das Publikum ging bei der Musik im Rhythmus mit.(Aufnahme: Christian Dick).

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Foto: Noah Gabriel Becker als Discjockey (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Sternekoch Nelson Müller (Aufnahme: Christian Dick)

Ausgezeichnet mit 4 Sternen

Eine weitere Besonderheit: das „Minto“ ist ein 4-Sterne Shopping Center. Mit dem 4-Sterne Label – inspiriert von der Hotelbranche – verpflichtet sich das „Minto“ zu exzellenter Qualität im Kundenerlebnis durch konsequent hohe Servicestandards. „Mit dem 4-Sterne Label rücken wir die zwischenmenschliche und interaktive Seite des Einkaufens in den Mittelpunkt. Hiermit begegnen wir dem Bedürfnis der Kunden nach Beratung, Service und genussvollen Erlebnissen“, sagt Dr. Karl Reinitzhuber, Co-CEO bei mfi. Das „Minto“ bietet seinen Gästen unter anderem folgende Services: Rezeption mit dreisprachigen Hostessen, kostenloses WLAN im gesamten Center, Ladestationen für iPhones und iPads, Baby-Lounges mit Still- und Wickelräumen, ein zentraler Spielbereich für Kinder sowie ausgewiesene XXL- und Familienparkplätze. Insgesamt umfasst der Katalog, der die verschiedenen Services genau definiert, über 600 zu erfüllende Kriterien.

Mehr als „nur“ schnelles Shopping – Entspannung statt Hektik

Das „Minto“ soll für seine Besucher ein angenehmer, lebendiger sowie inspirierender Ort zum Verweilen sein. Dieser Anspruch spiegelt sich sowohl im Innendesign als auch in der Außenarchitektur des Centers wider. Bereits von außen unterstreicht das wellenförmige Gebäude mit seinen Keramiklamellen in warmen Erdtönen die Wohlfühlatmosphäre. Herzstück des Innendesign-Konzepts sind die fünf „Highlight-Fassaden“. Durch ihre unterschiedlichen Materialien, Formen, Klänge und Düfte bieten die Fassaden namens „Glamour Walk“, „Frame Yourself“, „Noble Sensation“, „Fluid Flow“ und „Green Point“ den Kunden ein multisensorisches Einkaufserlebnis. Die Fassade „Green Point“ besteht zum Beispiel vollständig aus echten Pflanzen und Grasflächen. Sie verströmt zugleich einen frischen Duft und es erklingen natürliche Geräusche wie Windrauschen und Vogelgezwitscher. Das aus Düsseldorf stammende Designstudio kplus konzept hat das Innendesign realisiert. Für die Außenarchitektur des Shopping Center ist das Architektenbüro Kadawittfeld aus Aachen verantwortlich.

Shopping Center wollen heutzutage die Menschen bewusst dadurch anlocken, dass sie mehr als „nur“ Einkaufen möglich machen und sie wollen auch, dass keine Atmosphäre der Hektik aufkommt. Daher bietet das „Minto“ für seine Kunden einen großzügigen Gastronomiebereich (10,5 Prozent der Mietfläche). Der „Diner’s Tree“ – eine baumähnliche Skulptur des französischen Künstlers Alexis Tricoire – schafft eine vertikale Verbindung über alle vier Ebenen des Centers. Bestehend aus zahlreichen Tellern, bedeckt mit üppiger Begrünung, weist der „Diner’s Tree“ den Gästen den Weg zu den 22 verschiedenen Gastronomie- und Gourmet-Angeboten des Centers, so zum Beispiel zu Vapiano. „Zusätzlich zu den 22 Gastronomie- und Gourmet-Angeboten setzt unsere Showküche einen weiteren unterhaltsamen und kulinarischen Akzent“, erläutert Jessica Queißer, Centermangerin des „Minto“.

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Foto: Alexis Tricoire, Architekt des Diner’s Tree (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: der Diner’s Tree (Aufnahme: Christian Dick)

Im „Minto“ finden die Kunden einen sorgfältig ausgewählten und ausgewogenen Mietermix, der den Bedürfnissen aller Bürger aus der Stadt und der Region gerecht wird. Zusätzlich zu internationalen und renommierten Marken wie Liebeskind, H&M sowie Saturn, bietet das Center auch eine Auswahl an neuen Labels wie die Modemarke „Reserved“, die bereits in mehreren europäischen Ländern sehr erfolgreich ist. Eine Neuheit ist der erste eigene Store der Mönchengladbacher Männermodemarke Fynch-Hatton. „Wir freuen uns sehr, den ersten Fynch-Hatton Shop hier im „Minto“ zu begrüßen“, sagt Centermanagerin Jessica Queißer.

Der Kölner Uwe Eric Laufenberg inszeniert an der Staatsoper in Wien

Ankündigung der Vorstellungen von Elektra an der Wiener Staatsoper  Andrea Matzker klein

(Aufnahme: Andrea Matzker)

 

Uwe Eric Laufenberg und Intendant Dominique Meyer kurz vor der Orchesterhauptprobe zu Elektra in der Wiener Staatsoper  Matzker   klein

Foto: Uwe Eric Laufenberg und Intendant Dominique Meyer kurz vor der Orchesterhauptprobe zu Elektra in der Wiener Staatsoper (Aufnahme: Andrea Matzker)

Wiener Staatsoper  Matzker_klein

Foto: die Wiener Staatsoper (Aufnahme: Andrea Matzker)

Autoren: Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Der Kölner Schauspieler und Regisseur Uwe Eric Laufenberg gilt als international anerkannter Strauss-Interpret in der Opernwelt. Seine Brüsseler Inszenierung von „Ariadne auf Naxos“ wurde inzwischen an sieben weiteren Häusern sehr erfolgreich aufgenommen. In Wien debütiert er nun mit einer Neuproduktion der „Elektra“. An der Staatsoper der Musikstadt par excellence wird Opernregie auf höchstem Niveau gepflegt. Das Programm des prachtvollen Hauses am Ring gehört zum Anspruchvollsten, was Europa zur Zeit im Musiktheater zu bieten hat („Die Presse“ vom 23. März 2015). Laufenbergs Motto ist: „Man muss von dem überzeugt sein, was man macht.“ Und das spürt man in jedem Moment der Inszenierung von „Elektra“. Seiner Ansicht nach ist das  Sujet ein spannender Thriller, in dem es um Menschen geht, die nichts anderes in sich haben als puren Hass. Die künstlerische Koproduktion des Wieners Hugo von Hofmannsthal mit dem Münchener Richard Strauss nimmt quasi antizipierend die wahnsinnige Gewaltzusammenballung des 20. Jahrhunderts vorweg. Die dunkle Gewalt des Hasses wird die Menschheit wohl leider noch weiter beschäftigen, obwohl Laufenberg sie mit diesem Befreiungsritual lieber begraben sähe. Es gelingt ihm mit gutem Instinkt, die barock-opulente Musik zu visualisieren und die hochpsychologische Tragödie auf der Bühne zu realisieren. In der Matinée vor der Premiere sagte die Darstellerin der „Klytämnestra“, Anna Lansson, dass sie die Arbeit mit Laufenberg liebe, da seine Inszenierung das Gefühl nicht störe. Er habe einen sicheren Instinkt für das Drama in der Musik. Das mache diese schwierige Rolle entschieden einfacher.

22 März 2015 Das Haus kurz vor der Matinée zu Elektra in der Wiener Staatsoper  Matzker   klein

 

Foto: die Wiener Staatsoper kurz vor der Matinée zu Elektra in der Wiener Staatsoper  (Aufnahme: Andrea Matzker)

Arp Museum präsentiert imposante Gemälde französischer Maler

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(Paul Signac, Frau auf der Terrasse, 1898, © u. Foto: Dublin, National Gallery of Ireland)

Autor: Christian Dick

Das Arp Museum im Bahnhof Rolandseck kann jetzt mit einer grandiosen Ausstellung aufwarten. Eine wahre Augenweide sind die Gemälde von Poussin, Watteau und David über die Impressionisten bis hin zu van Gogh und Cézanne, die im Fokus der Ausstellung „Revolution der Bilder. Von Poussin bis Monet“ stehen.

Frankreich hat mit seiner Malerei vom 17. bis in das 20. Jahrhundert der Kunstentwicklung in Europa ein ganz besonderen Stempel aufgesetzt – die aktuelle Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck stellt in eindrucksvoller Weise dar, dass der Schöpfergeist der französischen Maler während dieser Periode geradezu einer Revolution in der europäischen Kunst gleichkam. Entstanden im Barock-Zeitalter durch den königlichen Hof geprägte Historienbilder, so brachten das Zeitalter der Aufklärung und der Revolution neue Themen hervor. Den Weg Frankreichs in die Moderne kennzeichnen das wachsende Selbstbewusstsein der Künstler und die Befreiung der Farbe im Impressionismus.

Rund 50 Gemälde werden präsentiert. Künstler der Ausstellung sind unter anderem: François Boucher, Eugène Louis Boudin, Gustave Caillebotte, Paul Cézanne, Jean-Siméon Chardin, Gustave Courbet, Jean-Baptiste-Camille Corot, Jacques-Louis David, Edgar Dégas, Alexandre-François Desportes, Jean-Honoré Fragonard, Jean-Antoine Houdon, Claude Lorrain, Vincent van Gogh, Nicolas Lancret, François Millet, Jean-Baptiste Pater, Nicolas Poussin, Auguste Renoir, Paul Signac, Alfred Sisley, Pierre-Jacques Volaire, Simon Vouet, Jean-Antoine Watteau. Die Werke aus der Sammlung Rau für UNICEF werden ergänzt durch zahlreiche hochkarätige Leihgaben aus der Sammlung der National Gallery of Ireland in Dublin, die in diesem Umfang erstmalig in Deutschland gezeigt werden.

Rund 250 Jahre liegen zwischen dem Wirken von Nicolas Poussin und Claude Monet. In dieser Zeit war die französische Malerei Vorbild für die Entwicklung der Kunst in Europa. Im 17. Jahrhundert entstanden in Frankreich die strengen Regeln der Königlichen Akademie. Die avantgardistischen Künstler des 19. Jahrhunderts definierten sich durch den Bruch mit diesen Regeln. Gesellschaftliche Umbrüche im 18. Jahrhundert leiteten die Moderne in der Bildenden Kunst ein. Im Zeitalter der Aufklärung gewann die bürgerliche Öffentlichkeit an Bedeutung und Macht. Aufträge des erstarkten Bürgertums ermöglichten es den Künstlern, neue, unerprobte Wege zu gehen – bis zum revolutionären Einsatz von Licht und Farbe im Impressionismus.

»In dieser Ausstellung werden 300 Jahre französischer Malerei vom 17. bis zum 19. Jahrhundert vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen erkundet. Dabei markiert die Französische Revolution von 1789 eine Zeitenwende und war – wie der Rheinland-Pfälzer Karl Marx bemerkte – eine ‚Lokomotive der Geschichte‘, ein entscheidender Motor für grundlegende Neuerungen in Gesellschaft und Wissenschaft. Diese geistigen Revolutionen spiegeln sich in den Werken herausragender Künstler Frankreichs«, so der Staatssekretär Walter Schumacher (Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Rheinland-Pfalz) zu der Präsentation im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

»Kunst braucht kreative Freiräume – heute wie gestern«, sagt Dr. Oliver Kornhoff, Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck. »Von unserem diesjährigen Leitmotiv spricht auch die »Revolution der Bilder«, spricht von einer Revolution des Sehens in der bildenden Kunst. Die Ausstellung erzählt von der Loslösung von den erstarrten Regeln der stilbildenden Kunst-Akademie. Sie erzählt von der Demokratisierung der Kunst, von den lichtdurchfluteten Freiräumen der Impressionisten, die der Moderne den Weg bereiteten, und sie schließt mit einem flirrenden, atmosphärisch dichten Gemälde von Signac, überschrieben mit einem Spruch des Künstlers: ‚Gerechtigkeit in der Gesellschaft, Harmonie in der Kunst – ein und dasselbe.‘«

Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem Bucerius Kunst Forum, Hamburg statt. Dort läuft die Ausstellung unter dem Titel »Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs« vom 10. Oktober 2015 bis zum 17. Januar 2016.

Zur Ausstellung ist ein sehr ausführlicher, in die Tiefe gehender Katalog erschienen. Er umfasst die Essays der Vorträge, die im Rahmen des internationalen Symposiums »Die Farben Frankreichs. Von Poussin bis Monet« am 1. April 2014 im Bucerius Kunst Forum, Hamburg gehalten wurden. Dieser Katalog lässt das Herz jedes Kunstliebhabers höher schlagen und ist darüber hinaus für jeden, der sich für die Meilensteine europäischer Malerei  interessiert, zur Vertiefung der Eindrücke dieser Ausstellung sehr zu empfehlen. Angaben zum Katalog:

»Revolution der Bilder. Von Poussin bis Monet«, hg. v. Arp Museum Bahnhof Rolandseck / Bucerius Kunst Forum, Remagen und Hamburg 2015, Hirmer Verlag München, 226 S.

Informationen zur Ausstellung

Kunstkammer Rau:

Revolution der Bilder

Von Poussin bis Monet

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 22. März 2015, 11 Uhr

Dauer: 22. März bis 6. September 2015

Begeben Sie sich im Arp Museum auf eine große Revolution des menschlichen Geistes zu Voltaire (1694 – 1778).

Weitere Informationen zum Arp Museum sind unter folgender Internetadresse zu finden:

http://www.arpmuseum.org/

Ein Hang zur Perfektion, der zum Wahnsinn treibt

Theater-Kritik von Christian Dick

Das Rheinische Landestheater hat aktuell das Stück „Die Macht der Gewohnheit“ des österreichische Schriftstellers Thomas Bernhard im Programm. Thomas Bernhard ist für seine skurrilen, provozierenden und gesellschaftskritischen Themen bekannt. So ist es auch bei diesem Stück, das zwar als Komödie bezeichnet ist, aber mit Drama treffender umschrieben wäre. Der Zuschauer wird durch das Bühnengeschehen aufgerüttelt und auch regelrecht geschockt. Für schwache Nerven ist dieses Stück eher nichts. An dem Hang der Hauptfigur, des Zirkusdirektors Caribaldi, zur Perfektion, einer Charaktereigenschaft, die sich bis hin zu den aller extremsten emotionalen Ausbrüchen steigert, führt der Autor vor Augen, dass geistreiche, kreative und auch hochintelligente Menschen oft auch sehr stark zum Wahnsinn neigen.

Angaben zum Stück

Zirkusdirektor Caribaldi hat Großes vor. In absoluter Vollendung möchte er Franz Schuberts „Forellenquintett“ aufführen. Dieses hohe Ziel verfolgt er Tag für Tag, und zwar seit 22 Jahren! Zur Umsetzung seines Wunsches ist Caribaldi auf seine Zirkustruppe angewiesen. Seine Enkelin, eigentlich Seiltänzerin, der Jongleur, der Dompteur und der Spaßmacher sollen neben ihren Zirkuspflichten regelmäßig mit ihm üben. Mit seiner Beharrlichkeit und seinem Ringen um Perfektion stößt der Direktor dabei keineswegs auf Gegenliebe. Kein Bogenstrich genügt den Ansprüchen Caribaldis und die Truppe boykottiert die Proben. Auf diese Weise werden das tägliche Üben und der nicht immer leise Protest der Zirkustruppe selbst zu einem Spiel für die Zuschauer.

Zwar erklingt in diesem Schauspiel Franz Schuberts „Forellenquintett“ nicht, jedoch ist „Die Macht der Gewohnheit“ ein durch und durch musikalisches Werk. Thomas Bernhard verwendet Worte und Phrasen geradezu leitmotivisch, und lässt die Sprachmelodie rhythmisch fließen. Kreist Thomas Bernhards Komödie auf den ersten Blick um den Perfektionszwang von Musikern und Artisten, ist sie auf den zweiten Blick eine Metapher für das Leben. Die Macht der Gewohnheit, 1974 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt, ist Thomas Bernhards erste „Komödie“. Der 1931 geborene österreichische Schriftsteller provozierte mit seinen Werken in seinem Heimatland Skandale und gilt bis heute als international gefeierter Autor.

Besetzung

Autor   Thomas Bernhard

Regie Esther Hattenbach

Bühne             Sven Schlötcke

Kostüme         Alide Büld

Musik Matthias Mainz

Dramaturgie   Reinar Ortmann

Caribaldi         Joachim Berger

Enkelin            Sigrid Dispert

Jongleur          Henning Strübbe

Dompteuer     Pablo Guaneme Pinilla

Spaßmacher Michael Großschädl

 

Dauer ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause.

Weitere Termine

Mo, 23.03.15, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

Abo

So, 29.03.15, 18.00 Uhr

Schauspielhaus

Abo

Di, 14.04.15, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

Abo

Do, 16.04.15, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

Abo

Fr, 17.04.15, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

Abo

Sa, 25.04.15, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

Abo

Mi, 20.05.15, 19.30 Uhr

Bürgerhaus Radevormwald / Radevormwald

Kunst für den guten Zweck

 

Paolo Campi mit Trashman Nr. 506 von HA Schult  klein

Foto: Paolo Campi mit Trashman Nr. 506 von HA Schult (Aufnahme: Andrea Matzker)

Autor: Dr. Egon Schlesinger

„Casa Colonia“ heißt eine private Initiative für obdachlose Menschen, die von der Straße wollen. 2012 gegründet, hat sie bislang die Hälfte des benötigten Eigenkapitals durch Benefiz-Kunstausstellungen sowie Spenden von Privatpersonen und Unternehmen gesammelt. Um ihr Ziel, ein menschenwürdiges Haus für Obdachlose als Leuchtturmprojekt in Köln, zu errichten, müssten noch einmal ca. 160.000 € aufgebracht werden. Dann könne man eine geeignete, bezahlbare Immobilie suchen. Um diese Summe zusammen zu bekommen, hat die Initiative um den Vorstandsvorsitzenden Dirk Kästel über den Verein „kunst hilft geben e. V.“ eine Benefiz-Kunstausstellung organisiert und hierzu Kölner Künstler von Weltrang gewinnen können, ihre Werke für einen guten Zweck zu spenden. Dazu gehören HA Schult, Anton Fuchs, Candida Höfer und Rosemarie Trockel. Auch Gerhard Richter, der ein Originalkunstwerk schenkte, das bereits 2013 für 55.000 € versteigert wurde, stellte dem Projekt weitere wertvolle, handsignierte Unikate zur Verfügung. Die Ausstellung befindet sich in den Räumlichkeiten der bekannten Restauration Campi Volksbühne am Rudolfplatz im historischen Colonia-Haus neben dem Millowitsch-Theater und ist täglich bis zum August zu besichtigen. Bereits Gigi Campi, der Vater des heutigen Besitzers Paolo, war als großer Förderer vieler Künstler bekannt. Was in dieser Exposition nicht verkauft wird, geht an ein großes Auktionshaus. Dann aber dürften die Preise sicherlich um ein Vielfaches höher sein.

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Foto: Handsignierte Kerze von Gerhard Richter (Aufnahme: Andrea Matzker)

Die Wine Awards 2015

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Foto: Das Feuerwerk vor dem Schloss Bensberg (Aufnahme: Andrea Matzker)

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Foto. Barbara Schöneberger moderierte den Abend (Aufnahme: Andrea Matzker)

Autor: Dr. Egon Schlesinger

Zum 13. Mal richtete am Vorabend zur Eröffnung der Weinmesse ProWein in Düsseldorf die Zeitschrift „Der Feinschmecker“ eine Preisverleihung für die besten Winzer und Weine der Welt bei den Wine Awards aus. Nach der von Barbara Schöneberger gewohnt launig moderierten Gala wartete auf die 600 Gäste im Grandhotel Schloss Bensberg „viel Arbeit“, denn nach Champagnerempfang, Austern und feinen Häppchen mussten sie daran gehen, die prämierten Weine zu verkosten und die ausgesuchten Köstlichkeiten der Sterneköche aus der Hotelgruppe des gastgebenden Thomas H. Althoff zu probieren. Winzer des Jahres wurde Filippo Mazzei aus der Toskana, aus der ebenfalls die exzellenten Weine von Oliviero Toscani stammen. Dieser ist außerdem bekannt als der legendäre, ehemalige Hausfotograf der Marke Benetton. Newcomer des Jahres wurde Jonathan Didier Pabiot aus Frankreich, und für sein Lebenswerk geehrt wurde der Argentinier Aurelio Montes. Der Schweizer Konzeptkünstler und Musiker Dieter Meier wurde zum Weingourmet des Jahres gekürt. Nach dem Höhenfeuerwerk im Hof des Schlosses spielte das Ballorchester bis in die Morgenstunden.

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Foto: Der Weingourmet des Jahres: Dieter Meier (Aufnahme: Andrea Matzker)

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Foto: Robert Jan van Straaten Madeleine Jakitz und Kurt Wagner (Aufnahme: Andrea Matzker)

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Foto: Aurelio Montes wurde für das Lebenswerk ausgezeichnet. (Aufnahme: Andrea Matzker)

 

40jähriges Bischofsjubiläum von Paul-Werner Scheele

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Foto: der Jubilar: Würzburgs Altbischof Paul-Werner Scheele (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: der Bamberger Bischof und Metropolit für das Bistum Würzburg Ludwig Schick, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Erzbischonf von München-Freising Kardinal Marx Rainhard Marx, der Jubilar Würzburgs Altbischof Paul-Werner Scheele und der gegenwärtige Würzburger  Bischof Friedhelm Hofmann (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Dr. Pau Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfanken, der Jubilar Altbischof Paul-Werner Scheele und der bayerische Justizminister Professor Dr. Winfried Bausback (Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Einen ganz besonderen Grund zum Feiern gab es am Sonntag, dem 15. März 2015, im Bistum Würzburg. Im Kiliansdom fand ein Pontifikalamt für den emeritierten Würzburger Bischof Dr. Paul-Werner Scheele statt, dessen Bischofsweihe vor 40 Jahren war.  Paul-Werner Scheel ist indes kein gebürtiger Bayer, er stammt vielmehr aus Nordrhein-Westfalen. Als gebürtiger Sauerländer gehören Bodenständigkeit, Geradlinigkeit, kernige und unverblümte Worte sowie, nicht zuletzt, ein festes Glaubensfundament und eine tiefe Marienverehrung zu seinen markanten Charaktereigenschaften.  Sein Wahlspruch „Pax et Gaudium“ – „Friede und Freude“ – spiegelt sein Werte-Fundament ganz klar wider. 1975 wurde Scheele Weihbischof in Paderborn und vom damaligen Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt zum Bischof geweiht. Am 21. Oktober 1979 wurde Scheele in das Amt als Bischof von Würzburg eingeführt. Bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2003 stand er an der Spitze dieses Bistums. Es ist sehr lange her, dass Würzburg zuletzt ein derartiges Ereignis feiern konnte. Zuletzt war dies im Jahre 1613 bei Fürstbischof Julius Echter der Fall.

Paul-Werner Scheele wurde am 6. April 1928 in Olpe geboren. 1952 wurde er zum Priester geweiht. Er wirkte als Professor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Fulda und Leiter des Katholisch-Theologischen Seminars Marburg, als Professor für Fundamentaltheologie an der Ruhr-Universität Bochum und als Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Ein Jahr nach seinem goldenen Priesterjubiläum nahm Papst Johannes Paul II. 2003 seinen altersbedingten Rücktritt vom Bischofsamt an.

In der Festpredigt stützte sich Scheele auf das Sonntagsevangelium, in dem es hieß „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.“ (Joh 3,14–21). Scheele hob hervor, dass der Kreuzestod Jesu für die Liebe Gottes zu den Menschen stehe. Die Liebe und die Beziehung des Menschen zu Gott seien ewig und stärker als alle anderen Bindungen. Er appellierte daran, dass die Christen nicht nachlassen sollten, für die Wahrheit einzutreten, um dadurch selbst zum Licht zu kommen.

Unter den zahlreichen Gratulanten waren unter anderem folgende Gäste:

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Foto: Dr. Paul Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfranken, der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Münchener Kardinal Reinhard Marx (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Sr. M. Hyazintha Felkel, Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Bundesminister a. D. Dr. Wolfgang Bötsch (Aufnahme: Christian Dick)

Unter folgendem Internet-Link können Sie einen Beitrag des Fernsehsenders TV Touring über die Feier des Bischofsjubiläums von Paul-Werner Scheele sehen:

http://www.tvtouring.de/mediathek/video/40-jaehriges-bischofsjubilaeum/

Im Jahre 2014 ist das Buch „Licht, Leben, Liebe“ von Paul-Werner Scheele erschienen.

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Auf seine profunde Erfahrung gestützt hat er in diesem Buch dargestellt, welche Wirkung der Glaube auf die wichtigsten Bedürfnisse des Menschen hat. Weiterhin hat er in diesem Buch mit viel Herzblut dargelegt, wie diese Bedürfnisse es ermöglichen, den Glauben erst in seiner ganzen Tiefe zu durchdringen und zu verinnerlichen. Scheele hat das Buch aus seiner Erfahrung auch aus der Reflektion der Zeit nach seiner Priesterweihe geschrieben. Als er damals unter anderem als Religionslehrer war, gab es für die Religionslehrer nicht ausreichendes Handwerkszeug, um den Menschen die Fundamente der Gottesliebe klar zu machen. Es ging ihm vor allem darum, die Wurzel des Glaubens zu erfassen und seinen Religionsunterricht nicht auf „Allerweltsethik“ oder eine „unverbindliche Relgionskunde“  zu beschränken. Das Buch ist sehr lesenswert, weil der Autor in diesem Buch eindrucksvoll Augen führt, was die Botschaft der christlichen Nächstenliebe und die Christuswahrheit im Kern ausmacht. Damit greift er das Leitmotiv von Papst Franziskus auf, das dieser bei seinem apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ im Sinn hatte. Scheele geht auch auf den Glauben der Hinduisten ein, bei denen die Worte „Licht, Leben, Liebe“ ebenfalls von fundamentaler Bedeutung sein.

 

Die Worte „Licht,Leben, Liebe“ hat der deutsche Arzt, evangelische Pfarrer und bildende Künstler Dr. Kurt Reuber einer von ihm zum Weihnachtsfest 1942 in Stalingrad auf einer Landkarte gezeichneten Madonna hinzugefügt. Damals hatte die Rote Armee Stalingrad eingeschlossen hatte und die eingekesselten Soldaten kämpften gegen Kälte und Hunger um ihr Überleben.  Die Worte, die Reuber gewählt hat, heben den Kern der Sehnsüchte, die Menschen hinsichtlich ihres Glaubens haben, deutlich hervor. Das Original der Madonna von Stalingrad wurde 1983 der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin übergeben.

 

Paul Werner Scheele

Licht, Leben, Liebe

Was wir brauchen, was wir glauben

256 Seiten

14 x 22,5 cm, Broschur

€ 14,80 (D) / CHF 21.10 / € 15,30 (A)

Echter Verlag GmbH Würzburg

ISBN 978-3-429-03718-5

  1. Auflage 2014

 

 

 

Englisch und Italienisch in der VHS Neuss

„Refresher-Workshops „Englisch Grammar“ und „English Literature and Topics“ bietet die Volkshochschule im März an. Zu diesen besonderen Angebot für Abiturienten mit Prüfungsfach Englisch können sich alle Schülerinnen und Schüler kurz vor der „Motto-Woche“ und ihrem „letzten Schul­tag“ noch schnell anmelden. Der erste „Refresher Workshops English Grammar B2/C1” (Kurs Nr. E201465) mit elf Unter­richtsstunden findet am Samstag, 21. März, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr und Sonntag, 22. März 2015, von 9.30 Uhr bis 12.45 Uhr statt. Der zweite Kurs „Saturday Refresher Workshop English Literature and Topics B2/C1” (Kurs Nr. E201466) umfasst sie­ben Unterrichtsstunden am Samstag, 28. März 2015, von 10 bis 16 Uhr. Beide Workshops mit Alan Harley finden im Raum 1.109 (1. Etage), des Romaneums, Brückstraße 1, statt.

Der Wochenendkurs kostet bei einer Belegung mit sechs bis sieben Personen 53,50 Euro, bei acht oder neun Personen 41,60 Euro und ab zehn Personen 35,85 Euro, inklusive drei Euro für Unterrichtsmaterial. Der Samstags-Kurs kostet 36,60 Euro bei sechs oder sieben Teilnehmern, 28,70 Euro bei acht und neun Personen und 24,85 ab zehn Schülerinnen und Schülern.

Anmeldungen bitte über die Homepage www.vhs-neuss.de, per Mail an claus-dieter.west@stadt.neuss.de, per Fax an 02131/ 902387 oder per Anmeldekarte.

 

Bei einem „italienischen Samstag“ können bestehende Italienischkenntnisse aufgefrischt und vertieft werden. Die Volkshochschule Neuss bietet am Samstag, 21. März 2015, von 9.30 bis 14.45 Uhr im Romaneum einen Kurs mit der Dozentin Lilo Feis an, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv sprechen und sich mit der italienischen Sprache befassen werden.

Voraussetzung ist ein Lehrbuch bis etwa zur achten Lektion  durchgearbeitet zu haben oder über entsprechende A1 Vorkenntnisse zu verfügen. Wer unsicher ist, die Voraussetzungen für dieses Seminar zu haben, kann den Einstufungstest für Italienisch auf der VHS-Website www.vhs-neuss.de nutzen. Dort stehen auch weitere Infos zu Kosten, Unterrichtsraum und den Anmeldeformalitäten.

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Vortrag über Esoterik und Religion in Neuss

Zu einem Vortrag mit dem Titel „Esoterik – Die neue Religion?“ lädt die Volkshochschule Neuss am Montag, 16. März 2015, 19.30 Uhr in das Romaneum, Brück­straße 1, ein. Dr. Ulrike Peters gibt einen systematischen Über­blick über die vielfältigen Erscheinungsformen der Esoterik aus religionswissenschaftlicher Sicht und von einem neutralen Standpunkt aus. Ziel ist eine sachlich-kritische Information über die Esoterik, ihre Geschichte, ihr Weltbild und ihre Praktiken. Der Eintritt an der Abendkasse beträgt sechs Euro.

Buch-Tipp – Der Kreuzweg

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Foto: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann in der „Mack“-Kapelle (Aufnahme: Christian Dick)

Buchvorstellung von Christian Dick

Der heutige Würzburger Bischof  Dr. Friedhelm Hofmann, der von 1955 bis 1963 das Erzbischöfliche Collegium Marianum in der Preußenstraße in Neuss besucht hat, der in Kunst promoviert hat und der bis 2004 Weihbischof des Erzbistums Köln war, zeichnet für die Auswahl des Künstlers Heinz Mack für die Gestaltung der Kapelle des ehemaligen  Collegium Marianum verantwortlich, aus der Hofmann schon in den 1980er Jahren künstlerisch mehr herausholen wollte. Im Rahmen einer Führung durch diese Kapelle für die ständigen Diakone im Ruhestand im Herbst 2014 erklärte Hofmann „ Man muss diese Kapelle und generell Kunst auf sich einwirken lassen und darf diese nicht einfach konsumieren. Interessant ist zum Beispiel, dass auf den Kirchenfenstern die Abfolge der Schöpfungsgeschichte dargestellt ist. Weiterhin sind der Altar und der Ambo gewölbt, womit der Künstler auf die Orantenhaltung der Priester eingegangen ist, die beim Gebet mit in Schulterhöhe ausgebreiteten Armen, den Kopf entweder gesenkt oder zum Himmel erhoben hinter dem Ambo oder dem Altar stehen. Und der Tabernakel zeigt zum Himmel. Interessant ist schließlich ein Kreuz über dem  Altar, das gänzlich ohne Beleuchtung hell erscheint.“

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Foto: der Altar in der „Mack“-Kapelle (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: der Ambo in der „Mack“-Kapelle (Aufnahme: Christian Dick)

Sehr beachtlich und herausragend in dieser Kapelle ist der 15 Stationen umfassende Kreuzweg von Heinz Mack. Dieser ist bestechend, da er besonders ins Auge fällt. Der  Kreuzweg ist künstlerisch sehr wertvoll und es lohnt sich, sich näher damit zu beschäftigen. Dessen hat sich nun der im Ruhestand befindliche Pfarrer Dr. Kurt-Peter Gertz, der heute in Ratingen lebt, angenommen und hat ein Buch über diesen Kreuzweg verfasst, für das er sich sehr in die Seele eines Künstlers hinein versetzt hat, dessen filigrane Handarbeit oft nur schwer in Worte zu fassen ist. Im Jahre 2011 wurde nach einer längeren Phase die Restaurierung der Hauskapelle abgeschlossen. In diesem Zuge fand gleichzeitig die  Einweihung der fünfzehn Kreuzwegstationen statt. Mit diesen mit Blattgold bearbeiteten Bronzeskulpturen setzt sich Kurt-Peter Gertz in diesem Buch mit Tiefgang auseinander. Seine Betrachtung ist äußerst ausgefeilt. Kurt-Peter Gertz bietet eine gründliche Studie zu den fünfzehn Kreuzwegstationen und unternimmt eine behutsame Deutung des Werkes, die nicht wenige motivieren wird, den sakralen Ort der Bronzeskulpturen persönlich aufzusuchen heißt es in dem Vorwort von Prälat Josef Sauerborn. Gerade jetzt in der Fastenzeit ist es äußerst lohnenswert, sich diesen Kreuzweg näher anzuschauen. Zum Beispiel bringt der Autor zum Ausdruck, dass auf jeder der 15 Tafeln ein Kreuz auftaucht, dass die Formen aber alle unterschiedlich sind. In dem Buch heißt es „In der ihm eigenen Sprache, und das bedeutet zuvorderst frei von tradierten Szenen und konzentriert auf das Wesen des gebotenen Themas, meditiert der Künstler in seinem Zyklus über das Kreuz-Zeichen. Er nimmt es wahr als Energiesymbol und repetiert, verbunden mit dem Einfangen des Lichts, in wiederkehrenden, sich ähnelnden Bewegungen, die gleich bleibende Aura des Erhabenen. Parallel dazu weist er es als lebendig, sich verändernde und an Gegebenheiten anpassende Geste aus. So ist ein Kreuz aus dem Zyklus nicht die Variante des vorangegangenen oder des folgenden. Das Symbol tritt in den 15 Arbeiten wahrlich als Paraphrase auf den Glauben auf.“ (vgl. R. Rosenblum in Modern Painting and the Romantic Tradition, New York 1975; zitiert in W. Schmied (Hrsg.), Zeichen des Glaubens. Geist der Avantgarde (Ausstellungskatalog), Stuttgart 1980, S. 28 f.)

Die Hauskapelle des ehemaligen Collegium Marianum in Neuss ist ein Geheimtipp für Kunstinteressierte. Sie hat sich in den vergangenen Jahre zu einem Erlebnis- und Begegnungsort von Sakralität und zeitgenössischer Kunst entwickelt, für den sich der. Freundes- und Förderkreis der Mack-Kapelle Marianum Neuss e.V. mit viel Herzblut und Engagement einsetzt.

Der international renommierte Künstler Heinz Mack hat die Kapelle als Gesamtkunstwerk gestaltet, wie die obigen Ausführungen von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann belegen. Lichtführung, Farbe, Mobiliar, Fenster und Prinzipalstücke sind aufeinander abgestimmt und zeigen sich in seiner klaren Formensprache.

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Angaben zum Buch:

Kurt-Peter Gertz (Hrsg.)

KREUZ-WEG

Kühlem-Verlag

Die Publikation enthält eine begleitende CD-ROM mit den Abbildungen der 15 Kreuzwegstationen.

EUR 24,90