Archiv für den Tag: April 17, 2015

Ausstellung “Karl Lagerfeld. Modemethode“ in der Bundeskunsthalle Bonn

 Lagerfeld 1

(Aufnahme: Andrea Matzker)

Autor: Dr. Egon Schlesinger

Nicht nur wegen  Beethoven ist die Bundesstaat Bonn ein lohnendes Reiseziel. Großartige Museen locken auch mit außergewöhnlichen Ausstellungen: Die Bonner Bundeskunsthalle zeigt eine neue Ausstellung mit dem Titel „Karl Lagerfeld. Modemethode“ (bis 13. September 2015). Sicherlich gehört der deutsche Modefürst zwar zu den am meisten polarisierenden Persönlichkeiten weltweit, doch unbestritten ist er nicht nur einer der innovativsten Modedesigner sowie Ikonen unserer Zeit, aber es ist nicht untertrieben, wenn man ihn wegen seiner mannigfachen Kreativität als universellen Künstler bezeichnet. Die Ausstellung beleuchtet erstmals umfassend Lagerfelds Karriere in der  Modewelt und gibt somit einen wunderbaren Einblick in die Modegeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, der er von Anfang an ständig neue Impulse durch die mit scheinbar leichter Hand umgesetzten klassischen Formen in die Moderne gab. Inzwischen überdauert seine großartige und überaus erfolgreiche Karriere  als Modemacher bis heute 60 Jahre und, glücklicherweise für uns alle, ist hier kein Ende in Sicht. Von Balmain über Fendi bis hin zu Chloé: Karl Lagerfeld arbeitete stets für große Modehäuser und ist bereits seit 1983 als künstlerischer Direktor und Chefdesigner bei Chanel tätig. Wer sonst hätte besser in die Fußstapfen der großen Modelegende Coco Chanel treten können? Doch nicht nur die „gehobene Schneiderei“, die Haute Couture bzw. Alta Moda gehört zum alleinigen Beschäftigungsfeld von  Karl Lagerfeld: Bereits in den frühen 1960er Jahren erkannte der Designer das Potential im jüngeren Prêt-à-Porter Bereich, der tragbaren und somit eigentlichen Zukunft der Mode. „Mode ist erst Mode, wenn sie auf die Straße kommt” (Lagerfeld). Sein Faible für Ready-to-Wear Kollektionen zeigt sich auch an der Zusammenarbeit mit High Street Labels wie H&M, für die er 2004 eine exklusive Linie zu erschwinglichen Preisen entwarf. Die Ausstellung „Karl Lagerfeld. Modemethode“ beschäftigt sich vorwiegend mit allen Facetten des berühmten Designers. Von ersten Entwurfsskizzen über das fertige Kleidungstück bis hin zu Accessoires findet man hier alles, was ein (Mode-)Herz begehrt und man kann die unbändige Kreativität Lagerfelds, die sich ja nicht nur auf den Mode-Ausdruck beschränkt, quasi einatmen. Ein Highlight ist sicherlich auch die Präsentation von Architekturkulisse und Musik der Modenschauen sowie Pressematerialien, Katalogen und Schaufensterdekorationen, deren Entwürfe sämtlich der Hand des Meisters entstammen. Hervorzuheben ist der opulente Katalog zur Ausstellung, der als Vogue Ausgabe erscheint, in der die bekannte Modezeitschrift dem Mode-Visionär 160 Seiten  widmet. Diese Sonderausgabe wird sicherlich zu einem Sammler Objekt werden. Man kann sich gespannt  freuen auf einen baldigen Wochenendtrip nach Bonn!

Lagerfeld 2 klein

(Aufnahme: Andrea Matzker)

Lagerfeld 3

(Aufnahme: Andrea Matzker)

„Earth Hour“ in Köln 2015 – besondere Impressionen

28.03.15 Köln Earth Our Foto: Andrea Matzker

Foto: Der Kölner Dom ohne Beleuchtung (Aufnahme: Andrea Matzker)

28.03.15 Köln Earth Our Foto: Andrea Matzker

Foto: Kölner Dom ohne Beleuchtung als Nahaufnahme (Aufnahme: Andrea Matzker)

Autor: Dr. Egon Schlesinger

Als Zeichen für den Klimaschutz sind am Samstag, 28. März 2015, rund um den Globus für eine Stunde die Lichter ausgegangen. Auch die Stadt Köln hat sich erneut an der weltweiten „Earth Hour“ beteiligt, die in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattgefunden hat. Um 20.30 Uhr wurde an diesem Tag für eine Stunde die Beleuchtung bekannter Gebäude und Sehenswürdigkeiten abgestellt. In Köln wurde in Abstimmung mit der RheinEnergie AG und dem Kölner Metropolitankapitel eine Stunde lang die Beleuchtung des Kölner Doms, der Hohenzollernbrücke und der zwölf romanischen Kirchen ausgeschaltet.

Unsere Redaktionskollegin Andrea Matzker hat interessante Bildimpressionen von diesem Ereignis eingefangen, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollten.

Dieser symbolische Akt ist ein weltweit sichtbares Zeichen für den Schutz von Umwelt und Klima, betonte der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters. „Klimaschutz ist eine dringende, weltweite Herausforderung und braucht unsere Zusammenarbeit. Da der übergroße Anteil der weltweit verfügbaren Ressourcen in urbanen Ballungsräumen verbraucht wird, tragen Städte und Gemeinden eine besondere Verantwortung. Ein vernetztes Handeln bringt hier am meisten“, so Roters „Daher sind wir Klimapartnerschaften mit unseren Partnerstädten Rio de Janeiro und Corinto eingegangen und streben eine EU-Förderung von SmartCity Cologne-Projekten im Verbund mit anderen Großstädten an.“

Die vom World Wide Fund For Nature (WWF) initiierte Earth Hour gilt als weltweit größte Klimaschutzaktion. Die Premiere war am 31. März 2007 in der australischen Stadt Sydney. An der Aktion beteiligten sich damals laut WWF mehr als zwei Millionen Menschen. An der Aktion im vergangenen Jahr beteiligten sich mehr als 160 Länder und über 7.000 Städte. Allein in Deutschland nahmen 163 Städte und Gemeinden teil. Ein Rekord, der in diesem Jahr erneut gebrochen werden soll.