Jay Alexander mit geistlichem Liedgut auf Solopfaden

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Jay Alexander bildet seit 17 Jahren gemeinsam mit Marc Marshall das Duo „Marshall & Alexander“. Der Erfolg dieses Duos ist phänomenal. In der Gunst des Publikums und der Medien stehen die beiden ganz hoch oben. Aus ihren Stimmbändern erstrahlt ein unglaublicher Glanz, ihre Lieder gehen runter wie Öl.  Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass diesem Duo seit Ende der 1990er Jahre bei ihren Konzerten die Herzen des Publikums zufliegen. Das Album „Götterfunken“ wurde bereits drei Mal mit Gold ausgezeichnet. Es finden jährlich Tourneen und Konzerte mit mehr als 100.000 Konzertbesuchern statt. Die Verleihung des Publikumspreises „Die Goldene Henne“ in der Kategorie „Musik“ belegt ebenfalls die hohe Wertschätzung von Marshall & Alexander.

Auf Spitzenplatz mit Kirchenliedern

Im März 2015 hat Jay Alexander sein Soloalbum „Geh aus, mein Herz“, das 15 Lieder aus evangelischen und katholischen Kirchengesangbüchern enthält, veröffentlicht. Nun stand er der Internet-Zeitung NRW-d-e-p-e-s-c-h-e zum Interview zur Verfügung. Das Interview führte Christian Dick.

Bedeutet dieses Soloalbum, dass Jay Alexander künftig nur noch alleine auftreten wird? Hierzu merkt dieser an: „Marc Marshall und ich haben uns vor 17 Jahren im Studium an der Hochschule für Musik Karlsruhe kennengelernt, an der wir beide klassischen Gesang studiert haben. Wir sind seit vielen Jahren als Duo erfolgreich. Ich habe aber während dieser Zeit immer wieder Soloprojekte durchgeführt. Marshall & Alexander wird es auf jeden Fall weiter geben. Unsere Zusammenarbeit trägt uns beide sehr.“

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Foto: Er singt seine Lieder voller Inbrunst, so dass der Funke schnell zum Publikum überspringt – Jay Alexander hier bei Konzert in der Alten Kirche in Krefeld am 5. Mai 2015 (Aufnahme: Christian Dick)

Besonders tief unter die Haut gehen die Lieder auf diesem neuen Album, insbesondere gilt dies für die Titel „Nun danket alle Gott“, „Heilig, heilig, heilig“ und „Ich bete an die Macht der Liebe“, „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und „Näher, mein Gott zu Dir“. Das Titellied des Albums „Geh aus, mein Herz“ macht große Vorfreude darauf, im Sommer irgendwo in der Natur die Seele baumeln zu lassen. Geradezu erhaben mutet Jay Alexanders Interpretation des Liedes „Sehn wir uns wohl einmal wieder“ an. Voller Inbrunst singt er alle Lieder auf diesem Album, besonders spürbar ist dies bei dem Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Nach einem Einstieg in die Album-Verkaufscharts der Media Control Charts auf Platz 35, erreichte Jay Alexander mit seinem neuen Album im April die Spitze der Klassik-Charts. Hiervon ist er schier überwältigt. „Das Thema des Albums ‚Geh aus, mein Herz’ ist nicht ganz en vogue. Umso mehr bin ich gerührt und überwältigt angesichts dieses Erfolges. Ich spüre, dass es bei den Menschen ein inniges Bedürfnis nach Zuversicht, Geborgenheit und Stabilität gibt angesichts einer Zeit mit Kriegen und Naturkatastrophen, wie dem aktuellen Erdbeben in Nepal“, lautet Jay Alexanders Erkenntnis.

Er trifft mit diesem Album nicht nur den Nerv tiefgläubiger Menschen und regelmäßiger Kirchgänger, wie man annehmen könnte. „Es haben bereits sechs Konzerte stattgefunden. Wenn ich Autogramme gebe, komme ich mit den Menschen unmittelbar in Berührung. In meinen Konzerten waren auch viele Menschen, die vom Glauben abgekommen waren. Durch meine Musik haben sie vielleicht wieder einen anderen, einen neuen Zugang zum Glauben gefunden“, führt Jay Alexander aus.

Jay Alexander ist, trotz seiner beachtlichen Karriere, keineswegs abgehoben und ist immer bodenständig geblieben. Auf seiner Internetseite erklärt er: „Für mich ist Erfolg, dass der Einsatz, den ich bringe, honoriert wird! Ich stecke mir ein Ziel und erreiche es. Ich würde sagen, dass es ein großer Erfolg ist, wenn ich die Leute von meiner Leistung überzeugen kann! Wenn daraus neue Dinge entstehen und somit eine Weiterentwicklung möglich ist!“

Der Glaube hatte in Jay Alexanders Leben schon immer eine fundamentale Bedeutung. Geprägt wurde dieser Glaube in seinem Elternhaus. 1971 kam er in Pforzheim auf die Welt. Sein richtiger Name ist Alexander Pfitzenmeier. Als er fünf Jahre alt war, schickte ihn seine Mutter das erste Mal in die Sonntagsschule der evangelisch-methodistischen Kirche im Ort. Jay Alexander ist ein sehr sensitiver Mensch, wie in dem Interview mit der NRW-d-e-p-e-s-c-h-e deutlich wurde. „Zu den meisten meiner wichtigen Erinnerungen gehört immer ein bestimmter Geruch. Umgekehrt wenn ich einen bestimmten Geruch wahrnehme, dann kommen sofort die dazugehörigen Erinnerungen auf“, beschreibt er die Welt seiner Wahrnehmungen. Die Sonntagsschule war für ihn ein eigenartiges, ein neues Gefühl. Die Kinder saßen am Tisch und der Sonntagsschulleiter gab den Kleinen ein Gesangbuch in die Hand. Dann stimmte er a cappella ein Lied an. Und Jay Alexander hat ein bisschen mitgesummt. „Danach betete die Gruppe das ‚Vater unser’, schon damals mit der gleichen ‚Aufsagmelodie’, wie man sie bis zum heutigen Tage spricht. Ich habe mitgebetet und mir gar keine Gedanken darüber gemacht, was das bedeutet. Dann wurde noch eine Geschichte aus der Bibel erzählt. Und wieder ein Lied gesungen“, berichtet Jay Alexander weiter.

Die in dieser Zeit in der Kirche wahrgenommenen Gerüche zum Beispiel hat Jay Alexander so tief in sich eingehaucht, dass diese bis zum heutigen Tag seine Erinnerung an seinen ersten Tag in der Kirche prägen.

Der kleine Junge Alexander besuchte fast jeden Sonntag die Sonntagsschule. Jeden Abend betete die Mutter mit ihm vor dem Schlafen gehen das Gebet „Müde bin ich geh zur Ruh, schließe meine Augen zu, Vater lass die Augen Dein, über meinem Bette sein, Amen“. Auch  das Gebet „Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein, Amen“ hat sich Jay Alexander sehr eingeprägt. Dies sind sicherlich die in Deutschland am weitesten verbreiteten Kindergebete.

Als Jay  Alexander neun war trat er der Jungschar bei. Er fand das sehr spannend, wegen der Zeltlager. Dann zog ihn die die Musik noch weiter in ihren Bann und sollte für sein weiteres Leben von nachhaltiger Bedeutung sein. Er wurde Mitglied im Posaunenchor. Hier fand die erste Berührung mit einem Instrument statt. Er lernte Noten und Trompete spielen. Doch bald stellte er fest, dass die Blasmusik nicht das Vorrangige in seiner musikalischen Welt ist. Daher beendete er den Trompetenunterricht und es blieb zunächst bei Bibelgeschichten und Kirchenliedchen in der Sonntagsschule. „Rückblickend wird mir immer mehr bewusst, dass ich nicht aus eigener Überzeugung – wie auch, im Alter zwischen fünf und neun Jahren-, sondern meiner Mutter zu Liebe dort hingegangen bin. Es gehörte in meiner Familie einfach dazu“, erläutert Jay Alexander. „Aber die Lieder, diese Kirchenlieder, die ich dort als Kind lernte, die waren für mich immer das Schönste am ganzen Kirchgang. Ich lernte sie sehr schnell und trug sie wie einen Schatz in mir. Ich stellte mir vor, wie sie wohl mit einem großen Orchester klingen würden. Wenn nicht nur der Liedtext, sondern auch die Musik Bilder im Kopf entstehen lässt.“

Dieses Vorhaben setzte Jay Alexander nun, viele Jahre später, mit dem Tschechischen Sinfonieorchester, Prag, und den beiden Arrangeuren und Dirigenten Adrian Werum und Richard Whilds um. „Die beiden Freunde und musikalischen Weggefährten arrangierten die Lieder so, dass sie klingen, wie ich es schon in meiner Kindheit in meinem Inneren gehört hatte. Überhaupt waren viele Menschen mit viel Engagement am Gelingen dieser CD beteiligt. Auch das Booklet ist sehr aufwändig und liebevoll gestaltet und beinhaltet  interessante Anekdoten zur Entstehung der Lieder bzw. den Textdichtern und Komponisten. Und der Aufwand hat sich mehr als gelohnt: Platz 1 der deutschen Klassik-Charts – einfach wunderbar!“, freut sich der Sänger.

Besonders wichtig sind ihm insbesondere Gottes Schöpfung und die Natur. „Meine Umwelt nehme ich immer ganz besonders mit der Nase wahr. Ich liebe den typischen Landgeruch nach frisch gemähtem Gras, nach Heu und Mais. Bei der Ernte, bei der Weinlese. Mein Vater hat einen Weinberg in der Nähe vom Kloster Maulbronn. Ich helfe immer bei der Lese von Trollinger und Lemberger mit, auch heute noch“, erklärt Jay Alexander und kommt dabei förmlich in Ekstase.

Überhaupt ist er dem Glauben durch die Produktion des Albums wieder sehr nahe gekommen. „War mir als Kind vieles noch gar nicht bewusst, so tat sich mir durch die intensive Beschäftigung mit den Liedinhalten ein ganz neuer Zugang auf“, so Jay Alexander.

Jay Alexander ist Preisträger namhafter internationaler Gesangwettbewerbe und verkörperte bereits zahlreiche Partien an verschiedenen Opernhäusern. Regelmäßig ist der Sänger auch in Oratorien und Messen zu hören. Mit Marshall & Alexander sorgt er seit mehr als 15 Jahren deutschlandweit für ausverkaufte Häuser. Mit geistlicher Musik gestalteten die beiden Sänger seit 2004 bisher über 500 Kirchenkonzerte.

Seit März 2015 präsentiert Jay Alexander sein neues Programm auf einer Tournee in deutschen Kirchen, bei denen der Tenor von Cello, Harmonium, Holzblasinstrument und Gitarre begleitet wird.

Hier die Termine im Überblick:

Mai 2015

Dienstag, 5. Mai, 19:30 Uhr

„Geh aus, mein Herz“, 47798 Krefeld, Alte Kirche

Samstag, 9. Mai,  19:00 Uhr

Eröffnungskonzert Klosterkonzerte – Maulbronn

Sonntag, 10. Mai, 17:00 Uhr

Eröffnungskonzert Klosterkonzerte – Maulbronn

Juni 2015

Freitag, 5. Juni, 19:00 Uhr

Konzert auf Gartenschau Enzgärten 2015 – Mühlacker

Juli 2015

Samstag, 25. Juli, 19:30 Uhr

Marshall & Alexander: WELTHITS 2 – Bad Pyrmont

August 2015

Sonntag, 2. August, 20:00 Uhr

Marshall & Alexander: WELTHITS 2 – Vaihingen/Enz

Dienstag, 25. August, 20:00 Uhr

Marshall & Alexander – Ötigheim

Mittwoch, 26. August, 20:00 Uhr

Marshall & Alexander – Ötigheim

Donnerstag, 27. August, 20:00 Uhr

Marshall & Alexander – Ötigheim

Weitere Informationen über Jay Alexander finden Sie auf folgenden Internetseiten:

Jay Alexander

http://www.jayalexander.de/

Marshall & Alexander

http://www.marshall-alexander.de