Käutner-Preis für Ulrich Tukur

Autor: Christian Dick

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Foto: Gruppenfoto der Preisverleihung am Abend: (von links) Filmmuseumsdirektor Bernd Desinger, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, Oberbürgermeister Thomas Geisel, seine Frau Vera, Jurymitglied Cornelia Mohrs Käutner-Preisträger Ulrich Tukur, seine Frau Katharina John, Jurymitglied Karin Trepke, Laudator Dr. Michael Verhoeven und Jurymitglied Ruth Schiffer.(Quelle Landeshauptstadt Düsseldorf – Ingo Lammert)

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Foto: Gruppenfoto von der Pressekonferenz am Vormittag: (von links nach rechts) Filmregisseur Dr. Michael Verhoeven, Ulrich Tukur, der Direktor des Düsseldorfer Filmmuseums Bernd Desinger, der Düsseldorfer Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und der 1. Bürgermeister Fritz Conzen (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Ulrich Tukur (Aufnahme: Christian Dick)

Der Film- und Theaterschauspieler Ulrich Tukur wurde am Freitag, 29. Mai, mit dem Helmut-Käutner-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde zum 14. Mal vergeben. Oberbürgermeister Thomas Geisel überreichte den Preis bei einem Festakt im Rathaus. Er würdigte Tukur als „Mimen von besonderer Art“. „Einen Charakterdarsteller zeichnen wir mit der Vergabe des Käutner-Preises der Landeshauptstadt Düsseldorf aus, der uns in seinen Filmen, im Fernsehen als Tatort-Ermittler und auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu begeistern weiß. Persönlichkeiten stellt Ulrich Tukur eindringlich vor, die uns unversehens ins Phantasieren und Nachdenken führen. Wie scheinbar leicht ihm das von der Hand geht, offenbart seine große Kunst“, sagte das Stadtoberhaupt.

„Im Film wie ein Fisch im Wasser zu Hause“

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Foto: Bernd Desinger und Ulrich Tukur (Aufnahme: Christian Dick)

Ein vor Freund strahlender Bernd Desinger, Leiter des Düsseldorfer Filmmuseums war bei der vorangegangenen Pressekonferenz zu erleben. Dieser verwies auf Ulrich Tukurs ausgezeichnete Verkörperung des Willi Graf, eines Mitglieds der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ während des Nationalsozialismus, in dem Film „Die Weiße Rose“ aus dem Jahre 1982. Weiterhin nannte Desinger den Film „Mutters Courage“ aus dem Jahre 1994, in der Ulrich Tukur einen SS-Offizier darstellt, der sich in diesem Film, der im Jahre 1944 spielt, über die mutige Elsa Tabori, Mutter des Autors dieses Films George Tabori wundert. Diese ist unbeirrt und frönt ihrem Hobby dem regelmäßigen Rommé-Spielen mit Freundinnen in Budapest. Die Gefahr, von den Nationalsozialisten auf der Straße gefangen genommen und deportiert zu werden, interessiert sie dabei wenig. Und eines Tages wird Elsa Tabori  wirklich verhaftet. Sie wird zu einer Sammelstelle für die Deportation gebracht. Am Budapester Westbahnhof soll sie mit anderen jüdischen Menschen nach Auschwitz gebracht werden. Auf einem grenznahen Umschlagsplatz wehrt sich Elsa Tabori gegen die Entführung und spricht den befehlshabenden SS-Offizier an, der von Ulrich Tukur dargestellt wird. Sie gibt vor, im Besitz eines Schutzpasses des Schwedischen Roten Kreuzes zu sein. Auf Grund dieses Pass ist eine Deportation verboten. Sie habe ihn nur nicht dabei erklärt Elsa Tabori. Die SS-Männer drohen ihr mit Erschießung, doch das Wunder geschieht: Der SS-Offizier ist so überrascht über die Courage der Elsa Tabori, dass er sie in die Freiheit entlässt. Elsa Tabori darf wieder nach Budapest zurück und kommt somit noch zur vereinbarten zum Romméspiel mit ihren Freundinnen. Beide Filme hat Ulrich Tukur unter der Regie von Michael Verhoeven gedreht.

„Ulrich Tukur ist im Film wie ein Fisch im Wasser zu Hause, auch im Theater, aber auch in der Musik mit seiner Band, den „Rhytmus Boys“. Der Käutner-Preis ist geht damit an einen Schauspieler mit spezieller Filmreiche, auch im Tatort“, hob Bernd Desinger hervor.

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Foto: Laudator Dr. Michael Verhoeven (Aufnahme: Christian Dick)

Die Laudatio im Rahmen der Preisverleihung hielt der Regisseur Dr. Michael Verhoeven. Ulrich Tukur reagierte erfreut auf den Preis: “ Was für eine Freude eine Auszeichnung zu erhalten, die sich mit dem Namen eines der größten deutschen Filmregisseure verbindet! Als einer der wenigen hat sich Käutner selbst während der nationalsozialistischen Diktatur eine erstaunliche künstlerische Unabhängigkeit bewahrt und noch in der Apokalypse des zu Ende gehenden Krieges filmische Meisterwerke von großer Menschlichkeit geschaffen. Vor allem seine 1944 entstandene Produktion ‚Unter den Brücken‘ hat mich zutiefst beeindruckt, kein anderer deutscher Film ist mir je so ans Herz gegangen. Er ist der Beweis, dass wir einmal einen Regisseur besaßen, der den großen realistischen Filmkünstlern seiner Zeit, der einem Jean Renoir oder Marcel Carné in nichts nachstand.“

In der Begründung der Jury heißt es: „Ulrich Tukur gehört zu den herausragenden Schauspielern Deutschlands. Seit den achtziger Jahren verkörpert er überzeugend oftmals widersprüchliche Männerfiguren in deutschen und internationalen Filmproduktionen. In seiner Zusammen-arbeit mit wichtigen Regisseurinnen und Regisseuren gelingen ihm immer wieder Charakterdarstellungen von bleibender Wirkung. Mit großer Präsenz und Vitalität hat UIrich Tukur das deutsche Kino, Theater und Fernsehen geprägt. Er liebt das schauspielerische Risiko, ganz besonders in historischen Rollen, und setzt sich damit bewusst in Beziehung zum Werk von Helmut Käutner.“

Ganz natürliche Ausstrahlung

Im Rahme eines Pressegespräch mit Ulrich Tukur und Michael  Verhoeven am Vormittag des 29. Mai war besonders beeindruckend, dass Tukur ein Mensch ist, der, trotz seiner beachtlichen Karrieren, wirklich keiner Starallüren hat, sondern vielmehr ganz und gar bodenständig ist.

Liebe zu Düsseldorf

Sein Herz, so macht er deutlich, schlägt ganz und gar für Düsseldorf. Dies liegt einmal an seiner Bewunderung für Gustav Gründgens, den er als einen Großen des Deutschen Theaters bezeichnete, und für Heinrich Heine. Letztgenannten beschrieb er als einen herausragenden deutschen Schriftsteller und Poeten, der Licht als Dunkel gebracht habe und ein „Hellseher“ gewesen sei. Und schließlich zollt er auch noch Helmut Käutner seinen großen Respekt. „Mit diesen drei Menschen ist mein Empfinden für Düsseldorf verbunden“, erklärte Tukur und fuhrt fort „Ich mag die Düsseldorfer Altstadt sehr. Wenn ich mit meinen Jungs in Düsseldorf im Theater aufgetreten bin, waren die Häuser immer voll. Köln ist da nicht so. Köln ist sich irgendwie selbst genug. Und ich bin ein großer Verehrer der japanischen Küche, die man hier in Düsseldorf genießen kann.“

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Foto: Ulrich Tukur (Bildmitte) im Pressegespräch, links neben ihm Michael Verhoeven (Aufnahme: Christian Dick)

Dank an Peter Zadek und Helmut Käutner

Ulrich Tukur hob hervor, dass er seine schauspielerische Karriere Peter Zadek und Helmut Käutner zu verdanken habe.

Helmut Käutner, so legte Tukur dar, habe in den Schreckensjahren des Nationalsozialismus  Filme von erstaunlicher Leichtigkeit gedreht, wie etwa „Große Freiheit Nr. 7“ und „Unter den Brücken“, die durch ihre deutliche Artikulierung des Individuellen in diametraler dem Weltbild der Nazis entgegenstanden hätten.

Peter Zadek hat Ulrich Tukur und seinen Schauspielkollegen ganz großen Respekt und ein bisweilen Angst eigenflößt. Er sei ein Mensch gewesen, mit dem zu drehen nicht einfach gewesen sei. „Peter Zadek war auch ein „Vampir“. Er hat mich aufgebaut, aber auch ausgesaugt. Außerhalb des Theaterbereichs war er ein völlig lebensunfähiger Mensch.“ Peter Zadek und Helmut Käutner, so führte Tukur weiter aus seien beide „Gurus“ gewesen, die einander gehasst hätten, die aber großen Respekt voreinander gehabt hätten. 1984 wirkte Ulrich Tukur in Peter Zadeks Inszenierung des Stücks „Ghetto“ von Joshua Sobo mit. Besondere Ehrfurcht hatte Ulrich Tukur bei seinem Engagement unter Peter Zadek auch deshalb, weil damals viele berühmte Schauspieler wie Michael Degen, Esther Ofarim und Ernst Jacobi mit ihm gemeinsam im Ensemble waren.

Der Lausbub

Im Pressgespräch beschrieb Michael Verhoeven Ulrich Tukur als Menschen, der seine Kollegen immer durch seine Heiterkeit von der Arbeit abgelenkt habe. Er sei immer der Liebling bei allen Kollegen gewesen. Michael Verhoeven bezeichnete Ulrich Tukur als „Lausbub“.

Im Jahre 2009 verkörperte Ulrich Tukur mit großem Erfolg John Rabe. Im Mittelpunkt dieses Dramas, das auf einer realen Geschichte gründet, steht John Rabe, den man „Schindler von China“ bezeichnen kann. Dieser hat 1937 in der chinesischen Hauptstadt Nanjing über 250.000 Menschen gerettet. Wie Ulrich Tukur bei der Pressekonferenz in Düsseldorf schilderte, ging bei diesen Dreharbeiten so ziemlich alles schief. Es habe dann in Shanghai auch noch geschneit. Durch seinen Heiterkeit habe er dazu beigetragen, dass das Team nicht auseinandergebrochen sei, so Tukur. Dies ist ein Beleg für Tukurs hohe Sozialkompetenz.

Peter Zadeks Tod – Eine Zäsur für Ulrich Tukur

„Im Jahre 2008 hatte ich einen Anruf von Elisabeth Gräfin von Plessen, der Lebensgefährtin von Peter Zadek bekommen. Sie hatte auf meinen Anrufbeantworter nur die Worte „Kommst Du?“ gesprochen. Es war der 82 Geburtstag von Peter Zadek, zu dem ich eingeladen war. Ein Jahr später ist er gestorben. Er wurde – als Jude – auf einem katholischen Friedhof beerdigt. Da habe ich die beiden Lieder gesungen, die ich ihm damals, als ich mich bei ihm vorgestellt habe, vorgesungen habe. Damit schloss sich dann der Kreis. Damit war das Theater zu Ende.“

Ulrich Tukur – Kurzvita

Ulrich Tukur wurde am 29. Juli 1957 in Viernheim geboren (als Ulrich Gerhard Scheurlen). 1980 begann er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart eine Ausbildung in Schauspiel. Nach Beendigung des Schauspielstudiums 1983 wurde er von den Städtischen Bühnen Heidelberg engagiert.

Noch zu Studienzeiten ermöglichte ihm Michael Verhoeven erstmals in einem Film mitzuwirken: In „Die weiße Rose“ spielte er den Studenten und Angehörigen des Widerstandskreises gegen die NS-Diktatur Willi Graf. Bei einem späteren Engagement in München wurde Peter Zadek auf ihn aufmerksam, woraus sich eine fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit ergab, die 1984 schließlich zu Tukurs Durchbruch am Theater führte. Tukur spielte unter Zadek zunächst an der Freien Volksbühne Berlin als SS-Offizier Kittel in Joshua Sobols Stück „Ghetto“. Später wurde für beide das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg zu ihrer künstlerischen Heimat – für Zadek als Intendanten und für Tukur von 1985 bis 1995 als Ensemblemitglied in zahlreichen Haupt- und Neben-rollen. 1986 wurde er von den deutschen Theaterkritikern zum Schauspieler des Jahres gekürt. Von 1995 bis 2003 leitete er zusammen mit Ulrich Waller als Intendant die Hamburger Kammerspiele.

1995 gründete er die Tanzkapelle „Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys“ – mit Tukur als Sänger, Pianist und Akkordeon-Spieler. 2007 gab Tukur sein Debüt als Autor mit einem Erzählband, es folgten ein Gedichtband und die Novelle „Die Spieluhr“.

Im November 2010 gab Tukur sein Debüt als „Tatort“-Ermittler Felix Murot für den Hessischen Rundfunk, 2011 erhielt er dafür die Goldene Kamera als Bester Schauspieler. Für die Darstellung des Erwin Rommel in „Rommel“ (2012) wurde Ulrich Tukur mit dem BAMBI als Bester Schauspieler National 2012 ausgezeichnet.

Ulrich Tukur ist zum zweiten Mal verheiratet und lebt seit 1999 mit sei-ner Frau, der Fotografin Katharina John, in Venedig auf der Insel Giudecca. Aus seiner ersten Ehe hat er zwei Töchter, Lilli und Marlene.

Filmografie (Auswahl)

1982: Die weiße Rose (Regie: Michael Verhoeven)

1986: Stammheim (Regie: Reinhard Hauff)

1995: Nikolaikirche (Regie: Frank Beyer)

2001: Taking Sides – Der Fall Furtwängler (Regie: István Szabó)

2002: Der Stellvertreter (Regie: Constantin Costa-Gavras)

2002: Solaris (Regie: Steven Soderbergh)

2005: Die Axt (Le couperet) (Regie: Constantin Costa-Gavras)

2006: Das Leben der Anderen (Regie: Florian Henckel von Donnersmarck)

2006: Mein alter Freund Fritz (Regie: Dieter Wedel)

2007: Ein fliehendes Pferd (Regie: Rainer Kaufmann)

2009: John Rabe (Regie: Florian Gallenberger)

2009: Das weiße Band (Regie: Michael Haneke)

2010: Gier (Regie: Dieter Wedel)

2011: Largo Winch II – Die Burma-Verschwörung (Regie: Jérôme Salle)

2011: Das Schwein von Gaza (Regie: Sylvain Estibal)

2012: Zettl (Regie: Helmut Dietl)

2012: Rommel (Regie: Niki Stein)

2013: Exit Marrakech (Regie: Caroline Link)

2014: Tatort – Im Schmerz geboren (Regie: Florian Schwarz)

2015: Grzimek (Regie: Roland Suso Richter)

(Quelle: Wikipedia)

Laudator Dr. Michael Verhoeven

Der Regisseur Michael Verhoeven wurde durch die 1982 verfilmte Geschichte der Geschwister Scholl in „Die weiße Rose“ bekannt. Für seinen Film „Das schreckliche Mädchen“ (1990) erhielt er eine Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film. Diese beiden Filme und weitere, die sich mit der Geschichte des Dritten Reichs beschäftigten, sorgten dafür, dass Michael Verhoeven zu einem der wichtigsten politischen deutschen Filmregisseure wurde. Dem Fernsehpublikum wurde er bekannt durch die Produktion der Serie „Die schnelle Gerdi“ sowie der Fortsetzung „Die schnelle Gerdi und die Hauptstadt“. 2006 erschien nach siebenjähriger Arbeit sein erster Dokumentarfilm „Der unbekannte Soldat“ über Reaktionen zur Wehrmachtsausstellung. In seiner 2008 erschienenen Dokumentation „Menschliches Versagen“ befasst sich Verhoeven mit der Frage, in welchem Ausmaß die deutsche Zivilbevölkerung von der Entziehung von jüdischem Vermögen in der NS-Zeit profitierte.

Hintergrund

Der Helmut-Käutner-Preis wird, wie es in der Satzung heißt, verliehen an „Persönlichkeiten, die durch ihr Schaffen die Entwicklung der deutschen Filmkultur nachdrücklich unterstützen und beeinflussen, ihr Verständnis gefördert und zu ihrer Anerkennung beigetragen haben“. Der Filmpreis der Landeshauptstadt erinnert an den in Düsseldorf geborenen Regisseur Helmut Käutner (1908 Düsseldorf – 1980 Castellina, Italien). Bekannt wurde Käutner mit Filmen wie „Die Große Freiheit Nr. 7“, „Des Teufels General“ oder „Wir Kellerkinder“.

Die Jury des Helmut-Käutner-Preises 2015 tagte am 17. Januar im Filmmuseum Düsseldorf. Ihr gehörten an: der Vorsitzende des Kultur-ausschusses, Bürgermeister Friedrich G. Conzen, der  stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses, Manfred Neuenhaus, sowie Cornelia Mohrs und Karin Trepke als weitere Mitglieder des Kulturausschusses; ferner Hans-Georg Lohe (Kulturdezernent der Landeshauptstadt Düs-seldorf), Bernd Desinger (Leiter des Filmmuseums Landeshauptstadt Düsseldorf), Petra Müller (Geschäftsführerin Film- und Medienstiftung NRW), Ruth Schiffer als Vertreterin des Ministeriums  für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW (Kulturabteilung, Bereich Film), der Regisseur und Oscar-Preisträger Florian Gallenberger, der Filmproduzent Michael Wiedemann und der Film-Journalist Rudolf Worschech.

Die bisherigen Käutner-Preisträger

2013: Christian Petzold, Regisseur

2010: Christoph Schlingensief, Film-, Theater-, Opern- und Fernsehregisseur, Aktionskünstler

2007: Dieter Kosslick, Leiter der Internationalen Filmfestspiele Berlin

2004: Wim Wenders, Filmregisseur

2001: Hannelore Hoger, Schauspielerin

1999: Rudolf Arnheim, Kultur- und Medienkritiker

1995: Hanns Eckelkamp, Filmproduzent und Verleiher, Enno Patalas, Filmkritiker und –kurator, Wolf Donner, Filmpublizist

1993: Hildegard Knef, Schauspielerin und Autorin

1990: Wolfgang Kohlhaase, Drehbuchautor und Schriftsteller

1988: Ulrich Gregor, Co-Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin, sowie Hilmar Hoffmann, Gründer der westdeutschen Kurzfilm-tage Oberhausen, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Präsident der Goethe-Institute

1986: Bernhard Wicki, Film- und Fernsehregisseur, Schauspieler

1984: Wolfgang Staudte, Film- und Fernsehregisseur

1982: Lotte Eisner, Filmhistorikerin und –publizistin