Archiv für den Monat: Januar 2016

Fernsehtipp – Fränkische Fastnacht

Autor: Christian Dick

Dass das Frankenland dem Rheinland in puncto Karneval in nichts nachsteht, kann man heute Abend im Fernsehprogramm des BR um 19 Uhr sehen. Bereits zum 29. Mal wird die Fränkische Fastnacht in Veitshöchheim gefeiert. Heute Abend wird die Faschingssitzung live übertragen, die Wiederholung wird am Samstag, dem 30. Januar, um 20:15 Uhr ausgestrahlt. Und Karnevalsdienstag, dem 9. Februar, wird die Sitzung noch einmal ausgestrahlt. Die NRW DEPESCHE wird im Nachgang der heutigen Livesendung in einer Reportage die Fränkische Fastnacht mit dem Karneval im Rheinland vergleichen. Informationen finden Sie darüber hinaus unter www.br-online.de und unter www.mainpost.de/fasching

 

Orden „Wider den tierischen Ernst“ an Markus Söder verliehen

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Foto: Opening der Sitzung „Wider den tierischen Ernst“ durch Sängerin Sarah Schiffer (Aufnahme: Christian Dick)

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(Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

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Foto: Markus Söder verkleidet als König Ludwig II.  mit seiner Ehefahr Karin Baumüller (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Markus Söder vor Beginn der Sitzung (Aufnahme: Christian Dick)

Der bayerische Finanzminister Makus Söder (CSU) hat am Samstag, dem 23. Januar 2016 in Aachen den Orden „Wider den tierischen Ernst“ erhalten.

Der Orden „Wider den tierischen Ernst“ des Aachener Karnevals-Vereins e. V. ist in diesem Jahr 66 Jahre alt geworden. Markus Söder, der der 67. Preisträger dieses Ordens ist, fiel schon oft durch seine sehr einfallsreichen Karnevalskostüme auf. Auch in Aachen war dies nicht anders. Dies war auch ein Grund, weshalb man ihn als Ordensritter ausgewählt hat. Er erschien am Samstagabend zum Ritterschlag „Wider den tierischen Ernst“ als bayerischer König Ludwig II.: „Meine Freunde nennen mich auch König Lui“, erklärte Söder, im Narrenkäfig und bewies damit, dass er auch über sich selbst lachen kann.

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Foto: Markus Söder im „Narrenkäfig“ (Quelle: Aachener Karnevalsverein e. V.)

 

Vor der Ordensverleihung hatte die Entscheidung für Söder viel hitzige Diskussionen hervorgerufen, als er einen Zusammenhang mit Flüchtlingen und den  Terrorakten in Paris ins Spiel brachte. Unter anderem Cem Özdemir und Anton Hofreiter (Grüne) sagten ihre Teilnahme ab, doch der Aachener Karneval blieb bei seiner Entscheidung für Markus Söder.

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Foto: Laudatorin Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (Aufnahme: Christian Dick)

Laudatorin war die Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Preisträgerin des Jahres 2015. Sie beschrieb des CSU-Politiker als „ein bayerisches Überraschungsei“: „Wenn er die Klappe aufmacht, weiß man nie, was dabei herauskommt.“ Die große Zahl von Flüchtlingen, so die saarländische Ministerpräsidentin, sei eigentlich auf Söder letzte Verkleidung als Ghandi zurückzuführen. „Wenn der Söder jetzt so friedlich ist, können wir ruhig nach Deutschland kommen“, sagte Kramp-Karrenbauer. Sollte er irgendwann im Gewand des Brutus erscheinen, werde selbst Angela Merkel des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer warnen, sagte die Ministerpräsidentin mit Ironie.

Für ausgelassene Stimmung im Publikum sorgte insbesondere Vicky Leandros mit ihren Liedern „Ich liebe das Leben“, das vom Publikum auf Aachener Platt gesungen wurde, und „Theo wir fahr’n nach Lodz“.

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Foto: Moderator Jens Riewa und Vicky Leandros (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Das Publikum im Saal  stand bei den Liedern von Vicky Leandros auf und sang mit, hier im Bild: Markus Söder und links neben ihm der frühere WDR-Moderator Jean Pütz (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Der Text des Liedes „Ich liebe das Leben“ auf Aachener Platt (Aufnahme: Christian Dick)

Ausstrahlt wird die Verleihung des Ordens „Wider den tierischen Ernst“ am Montag, dem 25. Januar, um 20:15 Uhr in der ARD.

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AmCham stellt im neuen Jahr TTIP und Deutsch-Amerikanische Beziehungen in den Vordergrund

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(Aufnahme: Jens Harguth)

 

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Foto: Dr. Alexander Schröder-Frerkes, Vorsitzender der regionalen AmCham Germany-Repräsentanz Nordrhein-Westfalen, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bernhard Mattes, Präsident der AmCham Germany und Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH (Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Die American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany) hat bereits eine lange Tradition. Am 29. Februar 2016 wird sie 113 Jahre alt. Die Tatsache, dass im vergangenen Jahr das geplante Transatlantische Freihandelsabkommen, offiziell Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (englisch Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP), viele Menschen in Deutschland mit Sorgen um die hohen Sozialstandards erfüllt hat und bis dato lebhaft und oft auch kontrovers diskutiert wird, ist ein Beweis, dass in diesem Bereich noch viel Aufklärungsbedarf besteht. „TTIP ist für die Wirtschaft in Europa und in den USA von großem volkswirtschaftlichen Nutzen. Wir können es nur gemeinsam schaffen. Wir sind aber gerne offen für Verbesserungsvorschläge, so dass wir das Beste erreichen können. Nur, wenn wir gemeinsam anpacken, wenn wir zusammen durchdacht handeln, können wir erfolgreich sein“, erklärte Dr. Alexander Schröder-Frerkes, Vorsitzender der regionalen AmCham Germany-Repräsentanz Nordrhein-Westfalen, bei seiner Begrüßung der rund 380 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien, die am 19. Januar 2016 im InterContinental Hotel Düsseldorf anwesend waren.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sprach in seiner Rede auf dem Neujahrsempfang der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany) über die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft als Innovationsmotor. „Die Gesundheitswirtschaft in Deutschland ist in den vergangenen Jahren beständig gewachsen im Zeitraum von 2007 bis 2013 im Schnitt um 3,5 Prozent pro Jahr. Ihre hochwertigen Produkte genießen weltweit einen guten Ruf. Mit mehr als fünf Millionen Beschäftigten, ist die Gesundheitswirtschaft zugleich ein Beschäftigungsmotor. Schon heute arbeitet jeder achte Erwerbstätige im Gesundheitsbereich.“

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Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (Aufnahme: Jens Harguth)

„In meinem Wahlkreis, dem Rhein-Kreis Neuss, gibt es führende internationale Firmen aus dem Medizinbereich wie etwa 3 M, Johnson & Johnson und die Medtronic GmbH in Meerbusch“, unterstrich Gröhe.

„Die Chance, als 70- bis 75-Jähriger an Demenz zu erkranken liegt bei etwa drei Prozent. Für 90- bis 95-Jährige liegt die Chance schon bei über einem Drittel“, legte Gröhe weiterhin dar. „An diesem Beispiel sieht man, welche gewaltigen Anforderungen in der demographischen Entwicklung stecken“, hob er hervor. „Innovation meint neben der Spitzenleistung in einzelnen Disziplinen auch, dass ambulante und stationäre Versorgung besser verzahnt werden müssen.“

Gleichzeitig betonte Gröhe die gesamtgesellschaftliche Verantwortung der Gesundheitswirtschaft. „Gute neue Entwicklungen im Gesundheitswesen sind jene Entwicklungen, die gut für die Menschen sind. Denn neue Produkte und Behandlungsformen werden nur dann zum medizinischen Fortschritt, wenn sie die Versorgung der Patienten spürbar verbessern, also einen wirklichen Nutzen haben.“

Der Minister legte die herausragende Bedeutung von E-Medizin, Big Data und E-Health dar. So ist es zum Beispiel mittels Geräten wie dem iPhone oder der Apple Watch möglich, den Puls, Bewegungsdaten, verbrannte Kalorien oder den Cholesterinwert zu messen. Über eine App von IBM ist es möglich, diese Daten dann an einen Online-Datenspeicher weiterzuleiten somit auch für die medizinische Forschung verfügbar zu machen.

Gröhe möchte darüber hinaus deutschen  Medizinprodukten den Zugang zum brasilianischen Markt erleichtern. Dies ist ein Markt mit einem enormen Wachstumspotenzial.

„Wir wollen, dass sich die Menschen in Deutschland darauf verlassen können, die bestmögliche medizinische Versorgung zu erhalten. Moderne Medizinprodukte leisten einen großen Beitrag für die hohe Qualität in der medizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten“, betonte Hermann Gröhe abschließend.

Bernhard Mattes, Präsident von AmCham Germany, blickte in seiner Ansprache auf ein bewegtes Jahr 2015, zu dem Herausforderungen wie die griechische Finanzkrise sowie die Terroranschläge in Paris gehörten. Dabei betonte er, dass diese Herausforderungen schwerwiegend seien, aber auch die gemeinsamen transatlantischen Werte wie Toleranz, Respekt und Nächstenliebe bestärkt hätten. Dies sei nicht zuletzt an der Flüchtlingskrise zu erkennen, bei der viele Unternehmen in unzähligen Aktionen ihre Solidarität und Hilfsbereitschaft gezeigt haben. Mattes zitierte abschließend den amerikanischen Botschaft in Deutschland John B. Emerson „Let us be standard setters instead of standard followers!“ (auf Deutsch „Lasst uns Standardsetzer anstatt Standard-Mitläufer sein!“)

Für 2016 bleibe weiterhin das Gelingen von TTIP ein wichtiges Thema sowie eine Folgevereinbarung zu Safe Harbor, um Rechtsicherheit beim Datenaustausch zwischen den USA und der EU zu gewährleisten. Zu einem Höhepunkt der deutsch-amerikanischen Beziehungen zählt Mattes die Hannover Messe im April, die erstmalig mit dem Partnerland USA stattfindet und mit einem Deutschlandbesuch des amtierenden US-Präsidenten Obama verbunden ist. An die Hannover Messe und die Themen Digitalisierung, Industrie 4.0 und neue Arbeitswelten werde auch das 113. AmCham Germany Annual Meeting am 29. April 2016 in Leipzig anknüpfen.

Als Krönung der Neujahrsempfang wurden die amerikanische und die deutsche Nationalhymne von Kerstin Pohle vorgetragen.

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Foto: Kersten Pohle (Aufnahme: Christian Dick)

 

 

Düsseldorfer Komödie in der Steinstraße hilft gegen Winterblues

Autor: Christian Dick

„Ziemlich beste Freunde“ hat die Komödie in der Steinstraße in Düsseldorf noch bis zum 31. Januar im Programm. Doch nicht dieses Angebot ist etwas gegen den Winterblues. Folgenden interessante Abende bieten Abwechslung:

Mo 18.01.2016, 20:00 Uhr: Pop Up Comedy – Die Talentshow

Ab 2016 werden in jeder Show vier der lustigsten Newcomer ihr Können unter Beweis stellen. Frische Geschichten ohne Wettbewerb, ohne Druck, ohne Klassenkampf. Geplant sind insgesamt vier Termine, die über das Jahr verteilt stattfinden. Für jeden gelten die gleichen Bedingungen: 10 Minuten lang dürfen sie die Zuschauer begeistern.

Mo 22.02.2016, 20:00 Uhr: Charlie Martin „Im Sumpf der Magie “

„Klischees sind dazu da um bedient zu werden“ Trotz dieses Mottos stellt Charlie Martin in seinem Programm das Bild eines klassischen Zauberkünstlers auf den Kopf. Keine Häschen Federblumen oder gar zersägte Damen.

Mo 29.02.2016, 20:00 Uhr: Divo Deluxe 2.0  – Das neue Programm von und mit Mayo Velvo

Lassen Sie sich also überraschen und verführen von Velvos neuestem musikalischen Cocktail, frei nach dem Motto: Blick zurück nach vorn!

So 13.03.2016, 14:30 Uhr: Krimilesung mit Sabine Postel

Die beliebte Fernsehkommissarin liest spannende Kriminalgeschichten.

Weitere Information finden Sie unter www.komoedie-steinstrasse.de .

Zivilcourage, Menschenwürde und Flüchtlingspolitik dominieren CDU-Neujahrsempfang

Autor: Christian Dick

Zunächst stand eine Person im Mittelpunkt, die um ihre eigene Person eigentlich gar nicht viel Aufhebens machen wollte, weil das, was sie getan hat, für sie selbstverständlich war. Geehrt wurde nämlich beim CDU-Neujahrsempfang Marliese Berthmann aus der CDU-Braunsfeld, die sich bei dem Attentat auf die einen Tag später zur Kölner Oberbürgermeisterin gewählte Henriette Reker am 17. Oktober 2015 mutig dazwischen geworfen hatte und selbst ein Butterfly-Messer in den Bauch gerammt bekam, sich inzwischen aber davon erholt hat. Es gab für sie lange anhaltenden Beifall.

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Foto: Armin Laschet und Marliese Berthmann (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Drei neue Stadtoberhäupter des Jahres 2015 waren beim Neujahrsempfang 2016 der CDU NRW: Ashok Sridharan, Oberbürgermeister von Bonn, Thomas Kufen (CDU), Oberbürgermeister von Essen und Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln (Aufnahme: Christian Dick)

Woelkis leidenschaftliches Plädoyer für die Menschenwürde

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Foto: Rainer Maria Kardinal Woelki und der Vizepräsident des NRW-Landtags Eckhard Uhlenberg (CDU) (Aufnahme: Christian Dick)

Festredner Rainer Maria Kardinal Woelki stellte die Menschenwürde in den Vordergrund. „In der Silvesternacht sind am Kölner Hauptbahnhof viele Frauen in ihrer Würde verletzt worden. Dies sind Taten, denen sich Gott entgegenstellt“, so Woelki. „Aber ebenso ist es nicht hinzunehmen, dass jetzt Menschen aus diesen Ereignissen ihr Süppchen kochen wollen, mit denen wir alle nichts zu tun haben wollen“, fuhr er fort. Woelki wandte sich gegen jede Form des Rassismus und hob hervor, dass Männer des missglückten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 und der Kreissauer Kreis ein anderes Menschenbild im Kopf gehabt hätten. Die zentrale Überlegung sei gewesen, wie das Bild des Menschen wieder aufgerichtet werden könne. „Was kann man machen, um den Menschen, die im 20. Jahrhundert technisch Großes erarbeitet haben, aber dabei seelisch verkümmert sind, wieder den Sinn des Lebens zu erschließen?“, fragte Woelki. Vieles, was derzeit an blankem Hass in den sozialen Netzwerken zu lesen sei, sei „zutiefst unmenschlich. Das darf bei und keinen Platz haben. Kein Platz für Rassismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft“. Die Gesellschaft dürfe sich nicht abschotten und die Grenzen dichtmachen, sondern müsse für ihre Grundwerte eintreten. Er erinnerte daran, dass angesichts der am 5. Januar Demonstration von KÖGIDA (“Köln gegen eine Islamisierung des Abendlandes”) auf Beschluss des Kölner Domkapitels hin  Außenbeleuchtung am Kölner Dom abgeschaltet wurde, wodurch den Demonstranten eine bildstarke Kathedrale genommen worden sei. Religionsunterricht ist laut Aussage von Kardinal Woelki das beste Mittel gegen Totalitarismus. Er führte weiter aus „An der Nordseite des Kölner Doms hängt ein Plakat mit der Aufschrift „Die Kirche verwirft jede Diskriminierung eines Menschen und jeden Gewaltakt gegen ihn um seiner Rasse oder Farbe, seines Standes oder seiner Religion willen, weil dies dem Geist Christi widerspricht.“ Dieser Satz stammt aus dem Dokument „Nostra aetate“ des 2. Vatikanischen Konzils. Dieses Dokument wurde als Kopernikanische Wende bezeichnet, es war ein Epoche machender Einschnitt im Verhältnis der katholischen Kirche gegenüber den Juden. „Die Würde und die Ehre des Menschen stehen über allem, über jeder Staatsdoktrin und jeder Ideologie“, so Woelkis Kernbotschaft.

Was es bedeute, in Würde zu sterben, so Kardinal Woelki hänge grundsätzlich davon ab, welche Vorstellung von einem würdigen Leben wir haben. Unter Verweis auf den Medizinethiker Ralf Stoecker stellte er fest, dass die heutigen Möglichkeiten der Selbstoptimierung Menschen zu der irrigen Annahme verleiten können, „dass nur ein Leben in Jugendlichkeit und Schönheit, Sportlichkeit und gewissem Auskommen lebenswert und -würdig sei.“ Demgegenüber formuliere Stoecker wunderbar einfach: „Es ist mit der Würde vereinbar, schwach zu sein!“

Die Würde des Menschen gelte auch für Obdachlose. „Die Zahl der Menschen in Deutschland, die kein Dach über dem Kopf haben, entspricht der Einwohnerzahl der Stadt Bonn, also 300.000“, so Woelki. Auch von einem Sterben in Würde sprach Woelki. „In

den vergangenen Jahren ist oft die Rede „aktiver Sterbehilfe“. Anders als dieser Begriff suggeriert, geht es dabei nicht darum, Menschen beim Sterben zu helfen. Vielmehr geht es ganz bewusst und gezielt darum, ihren Tod herbei zu führen. Für uns Christen ist deshalb nicht „aktive Sterbehilfe“ das Zauberwort, sondern „intensivste Sterbebegleitung“. Und wir verstehen darunter den medizinischen, den pflegerischen, sozialen und seelsorglichen Beistand, der gefordert ist, wenn die Zeit zum Sterben gekommen ist. Denn Sterben ist ein Stück unseres Lebens! Sterbebegleitung ist im Gegensatz zu „aktiver Sterbehilfe“ konkret erfahrbare Lebenshilfe. Denn sie hilft einem Sterbenden, sein noch verbleibendes Leben so menschenwürdig wie nur möglich zu gestalten.“

Laschet fordert mehr Innere Sicherheit und schnellere Ausweisungen bei Kriminalität

In Bezug auf Angela Merkels Anfang September 2015, einen weitere starken Strom von  Flüchtlingen in Deutschland aufzunehmen, erklärte der Vorsitzende der nordrheinwestfälischen  CDU Armin Laschet: „Jeder Bundeskanzler hätte so entschieden.“ Trotzdem hält es für nicht verkraftbar, wenn jedes Jahr eine Million Menschen nach Deutschland kämen. Laschet fordert daher „Die Flüchtlingszahlen müssen runter.“ Allerdings verwies er auch darauf, dass Deutschland die Flüchtlingskrise nicht im Alleingang bewältigen kann, sondern dass diesbezüglich Europa gemeinsam handeln muss.

Die Ausschreitungen auf dem Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht bezeichnete Laschet als inakzeptabel. „Wer kriminell wird, muss das Land wieder verlassen“, so Laschet. Dies dürfe nicht erst bei der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren geschehen, hier müssten die Hürden gesenkt werden.