Archiv für den Tag: Februar 17, 2016

Bürgerfest zur U-Bahn-Fertigstellung in Düsseldorf am 20. Februar

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(Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

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Foto: So sieht er aus: Der U-Dachs zur Fertigstellung der Wehrhahn-Linie (Aufnahme: Christian Dick)

 

U-Dachse aus den 1980er Jahren_klein

Foto: Zum Vergleich; Die beiden U-Dachse links. So sahen die U-Dachse in den 1980er Jahren beim Bau der ersten Düsseldorfer U-Bahnhöfe aus. (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto  Im U-Bahn-Gleis, Haltestelle Schadowstraße: der Vorstandssprecher der Rheinbahn Michael Clausecker, der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel, Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller, die Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, Andrea Blome, und der Projektleiter der Wehrhahn-Linie Gerd Wittkötter. (Aufnahme: Christian Dick)

Am 20. Februar wird es in Düsseldorf heiß her gehen. Denn dann kann man sich in der Stadt sehr viel schneller fortbewegen, Der Grund: Nach acht Jahren sind die fünf neuen U-Bahnstrecken – und Bahnhöfe fertiggestellt. Wer in den vergangenen Jahren bei einem Besuch in Düsseldorf gedacht hat „Das Leben ist eine Baustelle“, der wird nun erleichtert aufatmen, weil das neue U-Bahnnetz Düsseldorfs Wohnqualität noch mehr steigert. Man braucht dann eigentlich kein Auto mehr, wenn man in Düsseldorf wohnt und auch dort arbeitet. Und im Gegensatz zum Berliner Flughafen, lag der Bau der neuen U-Bahnstrecken in Düsseldorf im Zeitplan, und auch der Budgetrahmen wurde laut Oberbürgermeister Thomas Geisel eingehalten. Dies ist bei Großprojekten dieser Art nicht immer gewährleistet.

Bevor es los geht waren noch Feinarbeiten notwendig.

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Foto: Der letzte Schliff an der U-Bahn-Station Schadowstraße (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Ausblick von der U-Bahn-Station Schadowstraße zum ehemaligen Thyssen-Hochhaus und zum Schauspielhaus (Aufnahme: Christian Dick)

Auf einer Videowand im U-Bahnhof Schadowstraße bekommt man einen Überblick über das Geschehen in den U-Bahnhöfen. Die Videowand, auf der noch ein vorproduzierter Film lief, sieht man auf folgendem Foto.

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(Aufnahme: Christian Dick)

Und so sieht es im U-Bahn-Tunnel am Bahnhof Schadowstraße aus.

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Foto: Hier bekommt das Wort Tunnelblick eine neue Dimension. (Aufnahmen: Christian Dick)

Zu verdanken ist die erfolgreiche Durchführung des Baus des neuer U-Bahnstrecken dem Projektleiter der Wehrhahn-Linie Gerd Wittkötter und seinem Team. Das Bauprojekt der neuen U-Bahnstrecken in Düsseldorf ist laut Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller zu Vorbild für ganz Deutschland geworden.

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Foto: Gerd Wittkötter, der im Jahre 2015 durch den Fernsehsender center.tv als „Düsseldorfer des Jahres“ ausgezeichnet wurde (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel war in bester Stimmung bei einer Pressekonferenz im neuen U-Bahnhof Schadowstraße am 16. Februar. Rechts neben dem Düsseldorfer Stadtoberhaupt Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller, die Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, Andrea Blome, und der Projektleiter der Wehrhahn-Linie Gerd Wittkötter. (Foto: Christian Dick)

Die Fertigstellung der neuen Düsseldorfer U-Bahnstrecken wird am kommenden Samstag ausgiebig gefeiert.

Buntes Programm auf dem Schadowplatz / Unterhaltungsprogramm auch an den sechs neuen Bahnhöfen

Mit einem Bürgerfest feiert Düsseldorf die Eröffnung der Wehrhahn-Linie am Samstag, 20. Februar. Zentrum der Aktivitäten ist von 11 Uhr bis 17 Uhr der Schadowplatz, wo Oberbürgermeister Thomas Geisel das Fest um 11 Uhr eröffnet. OB Geisel: „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger und die Menschen aus der ganzen Region Düsseldorf herzlich ein, mit uns die Eröffnung der neuen innerstädtischen U-Bahn-Trasse zu feiern. Machen Sie sich neben dem Besuch des Festes selbst ein Bild von der neuen 3,4 Kilometer langen unterirdischen Verbindung durch die City und von der, wie ich finde, sehr gelungenen künstlerischen Gestaltung der sechs neuen Bahnhöfe.“

Die Eröffnung

Oberbürgermeister Thomas Geisel gibt am Samstag, 20. Februar, 12 Uhr, im neuen U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee das offizielle Startsignal für den Betrieb der Wehrhahn-Linie. Voraus gehen Ansprachen des Stadtoberhauptes, des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, sowie von Landesverkehrsminister Michael Groschek. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erreichen den Bahnhof an diesem Tag ab 11.30 Uhr von der Heinrich-Heine-Passage – und für die Phase der offiziellen Eröffnung nur von dort.

Wenn sich der erste Zug der Wehrhahn-Linie von der Heinrich-Heine-Allee in Bewegung setzt, starten gleichzeitig in den übrigen fünf unterirdischen Bahnhöfen Züge. Das sind Kirchplatz, Graf-Adolf-Platz, Benrather Straße, Schadowstraße und Pempelforter Straße. Auch diese Bahnhöfe stehen an diesem Tag ab 11.30 Uhr offen. Die Züge der Wehrhahn-Linie können am 20. Februar unentgeltlich benutzt werden. Gelegenheit zur Mitfahrt besteht bis in die Abendstunden gegen 22 Uhr. Der Verkehr verläuft ausschließlich unter der Erde. An den Stationen Kirchplatz und Pempelforter Straße kehren die Züge jeweils.

Das Bürgerfest

Auf dem Schadowplatz erwartet die Besucher ein buntes Programm. Bei Livemusik können sich die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer anhand zahlreicher Fotos noch einmal ein Bild über die Zeit vor Beginn der Bauarbeiten machen. Auf 15 Stelen zwischen Cornelius- und Schadowplatz zeigen historische Fotos aus dem Stadtarchiv wie es im Baubereich der Wehrhahn-Linie früher einmal ausgesehen hat. Eine Ausstellung von Fotos und Grafiken vermittelt dazu einen Eindruck rund um den Bau der Wehrhahn-Linie. Die Stelen am Wegesrand schaffen eine Verbindung zwischen Schadowplatz und Corneliusplatz. Überstrahlt wird das Fest, was die Höhe angeht, vom Riesenrad am Corneliusplatz, das dort anlässlich der Eröffnung der Wehrhahn-Linie aufgebaut worden ist.

Für die kleinen Besucher ist ebenfalls gesorgt: Eine alte Kinder-Straßen-bahn lässt nostalgische Gefühle entstehen, der beliebte U-Dax begrüßt die Gäste und kleine wie große Fans können sich mit viel Kinderschminke in einen Mini-Dax verwandeln. Daneben gibt es Bastelaktionen zum Thema Bahn, Holzpuzzles mit U-Dax- und Stadtwappenmotiv und Malvorlagen. Daneben haben der U-Dax und Lookie, das Verkehrsmaskottchen, ihren Auftritt.

Bei Getränken und einer deftigen Mahlzeit lässt es sich dann gut zuhören. Die Peter Weisheit Band und das Jolly Jazz Orchestra spielen Dixie und Swingmusik, die Musiker der Rheinbahn und das UHU-Orchester der Clara-Schumann-Musikschule sorgen für Big-Band-Töne. Zum Schluss kann dann noch einmal getanzt werden: die Tomra Alstars haben im November den Firmenband-Contest der Welthungerhilfe gewonnen und treten erstmals mit Coversongs und aktuellen Hits vor einem großen Publikum auf.

Aber nicht nur die City steht im Mittelpunkt. Stelzenläufer, Luftballonkünstler sowie die Peter Weisheit-Band und das Jolly Jazz Orchestra sind im Laufe des Tages auch an den übrigen neuen Bahnhöfen, deren Abgänge weithin sichtbar von Großballons gekennzeichnet werden, musikalisch unterwegs. Promotionteams verteilen dort Give?aways, Broschüren und Linienpläne.

Bühnenprogramm auf dem Schadowplatz

11 Uhr: Eröffnung mit Oberbürgermeister Thomas Geisel, Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller, der Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, Andrea Blome, und Projektleiter der Wehrhahn-Linie, Gerd Wittkötter. Moderator: Volker Kirst

11.10 bis 12.40 Uhr: Orchester der Rheinbahn; 12.50 bis 13.10 Uhr: Kinderchor des Städtischen Musikverein zu Düsseldorf e.V.; 13.25 bis 14.15 Uhr: Peter Weisheit Band; 14.35 bis 15.20 Uhr: UHU Blasorchester der Robert-Schumann-Musikschule; 15.30 bis 16.10 Uhr: Jolly Jazz Orchestra; 16.15 bis 17 Uhr: Tomra Allstars.

Programm an den Bahnhöfen

Kirchplatz: Stelzenläufer 16.10 bis 17 Uhr, Luftballonkünstler 16.10 bis 17 Uhr, The Jolly Jazz Orchestra, 12 bis 12.20 Uhr und Peter Weisheit Band 15.30 bis 15.50 Uhr.

Graf-Adolf-Platz Stelzenläufer 15.10 bis 16 Uhr, Luftballonkünstler 15.10 bis 16 Uhr, The Jolly Jazz Orchestra 12.30 bis 12.50 Uhr und Peter Weisheit Band 15 bis- 15.20 Uhr.

Benrather Straße: Stelzenläufer 14.20 bis 15 Uhr, Luftballonkünstler 14.20 bis 15 Uhr, The Jolly Jazz Orchestra 13 bis 13.20 Uhr und Peter Weisheit Band 14.30 bis 14.50 Uhr.

Heinrich-Heine-Allee: Stelzenläufer 13.30 bis 14.10 Uhr, Luftballonkünstler 13.30 bis 14.10 Uhr, The Jolly Jazz Orchestra 13.30 bis 13.50 Uhr und Peter Weisheit Band 13 bis 13.15 Uhr.

Schadowstraße: Stelzenläufer 12.40 bis 13.20 Uhr, Luftballonkünstler 12.40 bis13.20 Uhr, The Jolly Jazz Orchestra 14 bis 14.20 Uhr und Peter Weisheit Band 12.30 bis 12.50 Uhr.

Pempelforter Straße: Stelzenläufer 11 bis 11.45 Uhr, Luftballonkünstler 11 bis 11.45 Uhr, The Jolly Jazz Orchestra 14.30 bis 15 Uhr, Peter Weisheit Band 12 bis 12.20 Uhr.

 

 

Fesselnde Darstellung der Geschichte Kölns

Buchtipp von Christian Dick

Die Geschichte Kölns ist voller Spannung und Faszination, die Stadt ist ein Kleinod europäischer Kultur. Im Jahre 2015 wurde im Kölner Greven Verlag ein Buch der Autoren Barbara und Christoph Driessen mit dem Titel „Köln. Eine Geschichte“ herausgegeben. Dieses Buch lässt einen nicht mehr los, wenn man es einmal in den Händen hält. Die 2000jährige Geschichte Kölns wird in diesem sehr abwechslungsreich und lebendig dargestellt. Was die Autoren hier mit Worten beschreiben ist sehr gut fassbar und berührt das Herz. Der Leser wird aber auch ein vielen Stellen neue Erkenntnisse gewinnen und staunen. Wo stehen die ältesten Kölner Bäume? Welche  Süßigkeiten naschten Kinder im römischen Köln? Warum gab es im Mittelalter ein Stück Köln im  Herzen von London? Und welcher Kölner stellte schon im 19. Jahrhundert die Weichen für die Fast-food-Restaurants von heute? Besonders schön an diesem Buch sind die vielen historischen Bilder, die eindrucksvoll die reichhaltige Kölner Kultur und das Kölner Lebensgefühl visualisieren.

Mit 280 ist dieses Buch über dieses Buch über die Kölner Geschichte nicht zu lang geraden, die Darstellung ist kompakt. Im Gegensatz vielen anderen Werken, die sich bisher mit der Geschichte Kölns befasst haben, ist die Perspektive, die die Autoren eingenommen haben, bemerkenswert. Das Augenmerk gilt nie ausschließlich Köln, die Einbeziehung des Kontexts der internationalen Beziehungen Kölns ist ein Schwerpunkt dieses Buches. Die Autoren stellen Köln als europäische Metropole, deren weltweite Anziehungskraft seit vielen Epochen ausstrahlt und die umgekehrt ein deutliche interkulturelle Prägung, auch durch weit entfernte Gesellschaften hat. Ein roter Faden zieht sich von der kosmopolitischen Kolonie der Mutter Neros bis zur heutigen Vielvölkerstadt mit mehr als 180 Nationalitäten und 150 Religionen. Eine einzigartige Hommage an eine viel geliebte Stadt.

Dr. Barbara und Dr. Christoph Driessen, geb. 1972 und 1967, waren viele Jahre lang Auslandskorrespondenten. Seit 2006 sind sie in Köln ansässig: Barbara Driessen arbeitet als freie Journalistin, Christoph Driessen leitet das Kölner Büro der Deutschen Presse- Agentur dpa. Beide haben mehrere Bücher verfasst, darunter Rembrandt und die Frauen, Geschichte der Niederlande – Von der Seemacht zum Trendland und Menschen im Kölner Dom (Greven Verlag Köln).

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Barbara und Christoph Driessen

Köln. Eine Geschichte

Vom Urwald zur Millionenstadt

280 Seiten

16,7 × 24 cm

35 farbige Abbildungen

Gebunden mit Schutzumschlag

24.90 Euro

978-3-7743-0653-0