Archiv für den Tag: April 13, 2016

Düsseldorf hat neues Karnevalsmotto

Autor: Christian Dick

Der Rosensonntag ist gerade mal einen Monat her. Und hat Düsseldorf schon das Motto für die Karnevalssession 2017 ausgewählt. Es lautet:

„Uns kritt nix klein – Narrenfreiheit, die muss sein“

Unter sage und schreibe 631 neu eingereichten Vorschlägen entschied sich der Vorstand des Comitee Düsseldorfer Carneval e.V. im Beisein von Wagenbaukünstler Jacques Tilly einstimmig für eine Anregung, die – so CC-Präsident Michael Laumen – angesichts der aktuellen Diskussion um die Meinungsfreiheit ideal zum politischen Düsseldorfer Karneval

passt: „Uns kritt nix kein – Narrenfreiheit, die muss sein“. Schöpferin des Mottos ist Yvonne Willemsen aus Korschenbroich, die nun am kommenden Rosenmontag den „Zoch“ auf einem Prunkwagen oder auf der Ehrentribüne miterleben darf. Laumen dankte der Bevölkerung bei dieser Gelegenheit für die enorme Unterstützung bei der Mottosuche und betonte, dass es der Vorstand nicht leicht gehabt habe, sich zu entscheiden. Eine Entscheidung traf der Vorstand auch im Hinblick auf das neue Mottolied, das seit 2013 im Rotationsverfahren unter allen Düsseldorfer Sängern und Musikern produziert wird. Nach der KG Regenbogen („Düsseldorf mäkt sech fein“), De Fetzer (Traumhaft jeck“) und Alt Schuss („Scharf wie Mostert“) fiel die Wahl jetzt auf Heinz Hülshoff, der gerade im Rahmen der 4. Düsseldorfer Woche in Hintertux gemeinsam mit vielen anderen Düsseldorfer Künstlern die internationalen Urlaubsgäste begeisterte.

Über Frauen, die Männer zur Weißglut treiben

Eine Komödie mit viel Biss im Theater an der Kö

Ensemble mit Regisseurin Ute Willing_klein

Foto: (von links nach rechts) Tom Grasshof zeichnet für das Bühnenbild verantwortlich, die Schauspieler Mathias Herrmann, der einige Zeit den Rechtsanwalt Dr. Voss in der Serie „In Fall für zwei“ dargestellt hat, und Jochen Horst, Regisseurin Ute Willing und Schauspieler Bernhard Bettermann, auch bekannt aus der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ (Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Das Stück beginnt mit einem Chanson von Gilbert Bécaud, das gefühlte zehn Minuten dauert. Dadurch tauchte das Publikum am Premierenabend im Düsseldorfer Theater an der Kö am Freitag, dem 8. April 2016, in das typische Pariser Flair ein. Es dauert dann eine ganze Weile, während der man förmlich die Seine vor sich fließen sieht, in denen man merkt, dass in Frankreich alles gemütlicher und weniger hektisch abläuft als in Deutschland. Drei alte Freunde wollen einen gemütlichen Abend zusammen verbringen: Zum einen ist da Max, ein Radiologe und Ästhet, der in seinem großzügigen Loft in Paris direkt unter dem Eiffelturm    – standhaft im Zölibat lebt – nur Schallplatten haben Zutritt. Der zweite ist Paul, ein Allgemeinmediziner, vermeintlich glücklicher Ehemann und Vater mit wenig Ahnung vom Leben seiner Kinder. Die Gemütlich bei den beiden endet jäh als ihr Simon, der Friseursaloninhaber, erscheint.. Er kommt zu spät. Er ist angetrunken und extrem aufgewühlt. Denn er hat gerade im Affekt seine Frau getötet! Nun gerät diese Komödie ordentlich in Fahrt. Die Nervosität von Max und Paul steigt stark an. Jetzt ist guter Rat teuer. Am besten gleich zur Polizei gehen, meint Max. Sofort fliehen, meint Paul. Oder vielleicht doch dem armen Simon ein Alibi verschaffen… Aber wie weit soll und wie weit darf man für einen Freund gehen?  Die Diskussion  zwischen Max und Paul setzt sich den weiteren Verlauf des Abends fort. Max spricht von Schuld auf sich laden Paul dagegen sieht die Sache locker, während Simon auf dem Sofa seinen Rausch ausschläft.

Das Ende bietet eine große Überraschung. Zu viel sei daher an dieser Stelle nicht verraten. Nur soviel: Einen so dramatischen Stoff für eine Komödie, der von Regisseurin Ute Willing, die schon in den 1980er Jahren in der Sesamstraße mitgespielt hat, exzellent inszeniert worden ist,  hat man lange nicht so gut auf einer Theaterbühne umgesetzt gesehen.

Eric Assous, aus dessen Feder diese Komödie stammt schreibt wunderbare Stücke über Paare. Aber mit UNSERE FRAUEN hat er ein Stück geschrieben, in dem keine einzige Frau auftritt. Und dennoch sind sie omnipräsent.

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Foto: Schluss-Applaus: Bernhard Bettermann, Mathias Herrmann und Jochen Horst (Aufnahme: Christian Dick)

Bis zum 22. Mai ist die Komödie „Unsere Frauen“ in Düsseldorf zu sehen..

Hier einige Impressionen vom Premierenabend mit Gästen, die sehr begeistert waren.

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Foto: Schauspielerin Claudia Scarpatetti, die durch ARD-Daily Soap „Verbotene Liebe“ bekannt geworden ist, und seit vielen Jahren auch auf den Theaterbühnen zu Hause ist, und Schauspieler Ralf Komorr, der ab dem 14. April 2016 im Kölner Theater am Dom in der Komödie „fremde verwandte“ mit von der Partie ist: (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Oliver Durek, der das Kölner Theater am Dom als geschäftsführender Direktor gemeinsam mit René Heinersdorff betreibt, und Schauspieler Mathias Hermann aus dem Stück „Unsere Frauen“. (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Schauspieler Joachim Hermann Luger, bekannt aus der ARD-Serie „Lindenstraße“ und René Heinersdorff, Direktor des Theater an der Kö (Aufnahme: Christian Dick)

Weitere Informationen zum Theater an der Kö finden Sie unter folgender Internetadresse: http://www.theateranderkoe.de/