Sommerfest des Handwerks

 

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Foto: Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann, Handwerkskammer-Präsident Andreas Ehlert, Markus Kampling von der Caritas Flüchtlingshilfe Esse und  NRZ-Politikchef Jan Jessen (Aufnahme: copyright: Christian Dick)

„Zusammenrücken“ lautete die Devise. Rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft feierten den „Treffpunkt Handwerk“ auf dem Kammer-Parkdeck.

Frische Brise belebte Gemüter – Gästeschar bewies Feierkondition bei kaum 20 Grad und rustikalem Buffet

Das Wetter und Beton haben eines gemeinsam: Es kommt drauf an, was man draus macht. Die angekündigte frische Brise hielt kaum einen der rund 400 Gäste vom Besuch des Parkdecks im Innenhof der Handwerkskammer ab – im Gegenteil „Zusammenrücken“, lautete die von Gastgeber Andreas Ehlert ausgegebene Parole. Und so feierte die Freundesschar des Handwerks aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft den diesjährigen „Treffpunkt Handwerk“ eher noch belebter und ausdauernder als in den Vorjahren.

„Zusammenrücken“ passte als Devise auch in anderer Hinsicht: Die Handwerkskammer hatte kurz vor Festbeginn einen 40-Tonnen-Truck voller Werkzeug und Baugerät für das „Flüchtlingsdorf NRW“ im Nordirak auf die Reise geschickt. Dort werden gebrauchte Bohrmaschinen und Elektro-Schrauber, Ventilatoren und Friseurstühle dringend benötigt, um das Schutzcamp Mam Rashan für vom IS-Terror vertriebene Jesiden in ein Handwerkerdorf zu verwandeln. Insgesamt waren für diesen Zweck mehr als 3.000 Groß- und Kleinteile zusammengekommen. Präsident Andreas Ehlert dankte in seiner Begrüßung dem Koordinator der Aufbau-Aktivitäten im Lager, NRZ-Politikchef Jan Jessen, und – stellvertretend für die mehr als dreihundert Handwerker aus dem gesamten Kammergebiet, die Material gespendet hatten – dem Essener Bäckermeister Klaus Peter für ihr Engagement.

Reichlich Anknüpfungspunkte für einen regen Austausch mit Spitzengästen aus Landesregierung und Parlament warf auch die (inzwischen weit gediehene) Arbeit der Enquete-Kommission des Landtags zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand ab. Über den Weg des manuell getriebenen Wirtschaftssektors zur Digitalität debattierten mit den Meistern an langer Bank Wirtschafts- und Handwerksminister Garrelt Duin und Wirtschafts-Staatssekretär Günther Horzetzky, Landesarbeitsminister Rainer Schmeltzer und Regierungspräsidentin Anne Lütkes. sowie mehr als ein Dutzend Parlamentarier, an der Spitze die Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Hans-Willi Körfges (SPD), Stefan Engstfeld (GRÜNE) und Angela Freimuth (FDP) sowie der Handwerkspolitische Sprecher der CDU, Rainer Spiecker. Außerdem waren gut die Hälfte der Abgeordneten aus der Enquete-Kommission – an der Spitze Vorsitzender und FDP-Fraktionssprecher Ralph Bombis – dem Ruf der Kammer zum „Treffpunkt Handwerk“ gefolgt, um in zwangloser Umgebung ihre Kontakte zu Praktikern des Wirtschaftsbereichs zu vertiefen. Die stark besetzte kommunale Gästeriege führten Düsseldorfs OB Thomas Geisel und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (Neuss) an. Zur hohen Polit-Promidichte des Abends trugen nicht zuletzt Ministerpräsident a.D. Jürgen Rüttgers und Ex-Innenminister Ingo Wolf bei. Die enge Vernetzung des Handwerks mit der Wissenschaft brachte durch ihre Sommerfestteilnahme Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) zum Ausdruck. Als Exponenten des Öffentlichen Lebens der Landeshauptstadt fielen so unterschiedliche Persönlichkeiten wie OLG-Präsidentin Anne-José Paulsen, Sparkasse-Chef Arndt Hallmann und Spitzen-Chocolatier Heinz-Richard Heinemann in der Gästeschar auf.