Erster „Projekttisch Ruhr“ zum InnovationCity roll out in Gladbeck

Kommunale Vertreter der teilnehmenden Städte informieren sich über Vorgehen und erste Erfahrungen

Gastbeiträge von Wirtschaftsvertretern und EnergieAgentur.NRW zeigen Potenziale im InnovationCity-Prozess auf

„Projekttisch Ruhr“ zukünftig auch als Austauschplattform für Kommunen außerhalb des ICro geplant

Gladbeck/Bottrop, 29. September 2016 – Insgesamt 20 Quartiere aus 17 Städten im Ruhrgebiet werden in einem der größten Projekte des Strukturwandels – dem InnovationCity roll out (ICro) – analysiert und erhalten  ganzheitliche Quartierskonzepte. Mit diesem Schritt hin zu weiteren InnovationCities legt die Innovation City Management GmbH zusammen mit dem Land NRW und den beteiligten Partnern einen bedeutenden Grundstein für einen klimagerechten Stadtumbau in Nordrhein-Westfalen. Nach der Bekanntgabe aller ausgewählten Quartiere im Mai dieses Jahres hat inzwischen die Konzepterstellung in den ersten vier Städten begonnen. Um einen konstruktiven Austauschs zwischen allen 17 beteiligten Kommunen zu gewährleisten und die bisherigen Erfahrungen transparent mit allen teilnehmenden Städten zu teilen und zu transferieren, hat die ICM nun den „Projekttisch Ruhr“ ins Leben gerufen.

Von Erfahrungen profitieren

Diese Veranstaltungsreihe fand erstmalig am 27. September 2016 im Ratssaal im Gladbecker Rathaus statt. Da das Quartier Rentfort-Nord in Gladbeck zu den ersten beiden Quartieren gehört, in dem die Konzepterstellung des ICro gestartet ist, bot die Örtlichkeit den passenden Rahmen zur Darstellung erster Erfahrungen von Seiten der Stadtverwaltung. So ermöglichten Bürgermeister Ulrich Roland und Dr. Volker Kreuzer, Leiter des Amtes für Planen, Bauen, Umwelt, Einblicke in die bisherige Arbeit in Gladbeck und gaben Tipps, wie sich die Kommunen am besten vorbereiten können. Zuvor unterstrich das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW noch einmal die Bedeutung des Projekts sowie die Vorbildfunktion der Förderprogramme in Modellstadt Bottrop auf Landesebene.

Kooperation mit Wirtschaft als Lösungsansatz

Die enge Verbindung zum Initiativkreis Ruhr und die erfolgreiche Kooperation mit verschiedenen Wirtschaftspartnern in unterschiedlichsten Projekten ist ein Alleinstellungsmerkmal des InnovationCity-Ansatzes. Wie diese Zusammenarbeit in der Praxis aussehen kann, stellten Raimund Echterhoff, Mitglied des Vorstands der Emschergenossenschaft, Vonovia-Vertreter Ralf Feuersenger sowie Lale Küçük von der EnergieAgentur.NRW vor.

Burkard Drescher, Geschäftsführer der ICM, erklärt: „Mit dem ‚Projekttisch Ruhr‘ wollen wir unter anderem den Wissenstransfer in der Region sicherstellen. Das bezieht sich zum einen auf den Austausch zwischen den einzelnen ICro-Städten aber auch auf die Einbindung von Wirtschaftspartnern, die für eine erfolgreiche Umsetzung der einzelnen Quartierskonzepte an verschiedenen Stellen sehr bedeutend sind.“

Die zukünftige Planung sieht vor, den „Projekttisch Ruhr“ auch um Städte zu erweitern, die nicht am ICro teilnehmen. „Damit gewährleisten wir, dass das gesamte Ruhrgebiet – und darüber hinaus – von diesem beispielhaften Projekt profitieren kann. Zudem generieren wir so wichtiges Feedback, das uns in der künftigen Zusammenarbeit mit den Kommunen zu Gute kommt“, so Drescher weiter.

Die Projekttisch-Veranstaltungen sollen ca. alle vier Monate stattfinden und jeweils unterschiedliche Schwerpunkte mit entsprechenden Gastrednern haben.

Die 20 ausgewählten Quartiere und weitere Informationen sind auf der Website www.icrollout.de aufgeführt.