Archiv für den Monat: September 2017

„HandSchlag 2017“: Begrüßungs-Gala für 1350 Azubis

Stellvertretend für die 1350 Auszubildenden, die in diesem Jahr im Bereich der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf einen neuen Ausbildungsvertrag erhalten, werden am Freitag, 06. Oktober, 20:00 Uhr, etwa 250 junge Menschen gemeinsam mit Angehörigen und Vertretern ihrer Ausbildungsbetriebe im Robert-Schumann-Saal (Museum Kunstpalast) in die Gemeinschaft des Handwerks aufgenommen.

Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide: „Dies geschieht durch die Überreichung der Lehrverträge und den Handschlag – eine Geste, die symbolisiert, wie man sich unter Freunden begrüßt und auch Verträge besiegelt.“

Mit dem „HandSchlag 2017“, so der offizielle Titel der Begrüßungs-Gala, will die Kreishandwerkerschaft Düsseldorf den Beginn der Ausbildung zu einem unvergesslichen Erlebnis für die jungen Leute machen. Zum achten Mal in Folge werden als Gäste zahlreiche prominente Vertreter aus Handwerk, Politik und Unternehmerschaft erwartet – darunter Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert und die Bundestagsabgeordneten Sylvia Pantel, Thomas Jarzombek (beide CDU) und Andreas Rimkus (SPD).

Aufgelockert wird der Abend mit einem kurzweiligen Unterhaltungsprogramm. Als Moderator konnte die Kreishandwerkerschaft erneut den Kabarettisten Frank Küster gewinnen, der es sich nicht nehmen lassen wird, den einen oder anderen Seitenhieb auf das aktuelle Zeitgeschehen auszuteilen. Während die Big Band der Clara-Schumann-Musikschule unter der Leitung von Romano Schubert die musikalischen Akzente setzt, wird der Stillife-Fotokünstler Thomas Herbrich das Publikum über die trickreiche Entstehung seiner Bildillusionen informieren. Tickets für die Abendveranstaltung gibt es bei der Kreishandwerkerschaft unter Tel. 0211/3670710.

Inszenierung mit psychologischem Tiefgang im Theater KammerSPIELCHEN

Autor: Christian Dick

Foto: Edmund Willms (als Abel Znorko) und Stephan Tacke-Unterberg (als Erik Larsen) (Aufnahme: Wilfried Schröder)

Eric-Emmanuel Schmitt, geboren 1960 in Sainte-Foy-lès-Lyon, studierte Klavier in Lyon und Philosophie in Paris. Er lebt heute in Brüssel. Mit seinen kleinen Erzählungen über die großen Religionen der Welt wie »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran«, »Oscar und die Dame in Rosa« oder »Das Kind von Noah« wurde er international berühmt und gehört zu den erfolgreichsten Gegenwartsautoren in Frankreich. Seine Werke wurden in 40 Sprachen übersetzt und haben sich mehr als zehn Millionen Mal verkauft. Mit einem eigenen Theater in Paris, das er 2012 erwarb, erfüllte sich Eric-Emmanuel Schmitt einen langersehnten Traum.

Ein Stück ganz anderer Art, aber mit ebenso viel Tiefgang wie die anderen Werke des Autors steht auf dem Programm des Theater KammerSPIELICHEN in Mettmann, Solingen, Wuppertal und Oberhausen. Der Titel  heißt „Enigma“, und hierbei handelt es sich um einen Theaterstoff mit extremem psychologischen Tiefgang. Ebenso wie in dem Film „Enigma – eine uneingestandene Liebe“ spielen auch in dieser Bühnenfassung die Enigma-Variationen, ein Orchesterwerk (op. 36) des britischen Komponisten Edward Elgar eine zentrale Rolle. Im Vordergrund stehen zwei Charaktere,, der renommierte Schriftsteller Abel Znorko und der Lokaljournalist Erik Larsen, die so unterschiedlich sind, dass sie sich ganz einfach extrem aneinander aufreiben müssen.  Znorko ist völlig verschroben und extrem menschenscheu und gegenüber Fremden auch feindlich eingestellt, was daher resultiert, dass seit Jahren wie ein Einsiedler auf der norwegischen Insel Rösvannoy lebt. Er musste sich schon sehr herablassen, um auf Grund des Erscheinens seines neuen Romans Erik Larsen ein  Interview zu gewähren, was bei  Znorko estremen Seltenheitswert hat. Trotz dieses Zugeständnis macht Znorko allerdings keinen Hehl daraus, dass er eine Antipathie gegenüber Journalisten hegt, was er Larsen auch deutlich zu verstehen gibt, und daher muss Larsen sich regelrecht schikanieren und demütigen lassen. Larsen will einige Male die Brocken hinwerfen und das Interview beenden, doch Znorko macht es ihm unmöglich, zu gehen. Irgendetwas scheint im Raum zu stehen, was die beiden Männer verbindet. Was das ist, darüber kann das Publikum bei dieser spannenden und sehr gelungenen Inszenierung von Regisseur Marc Ossenbrink zwei  Stunden lang mitfiebern und miträtseln. Die Schauspieler Edmund Wilms als Schriftsteller Abel Znorko und Stephan Tacke-Unterberg als Journalist Eric Larsen sind bei diesem Stück extrem gefordert, weil die Dialoge sehr lang und tiefgehend sind und die Darsteller gleichzeitig auch darstellen, wie sehr die Dialoge die dargestellten Figuren innerlich aufreiben.

„Enigma“ wird an folgenden Terminen aufgeführt:

Mettmann

KammerSPIELCHEN Mettmann

Poststr. 15

40822 Mettmann

Sa, 30. September 2017, 20 Uhr

in Solingen-Gräfrath

KammerSPIELCHEN Solingen

Gerberstr. 8

42653 Solingen

Fr, 06. Oktober 2017, 20 Uhr

Fr, 13. Oktober 2017, 20 Uhr

So, 15. Oktober 2017, 15 Uhr

Oberhausen

KammerSPIELCHEN im Gdanska Oberhausen,

Am Altmarkt ​

Eingang: Gutenbergstr. 8

46045 Oberhausen:

Fr, 20. Oktober 2017, 20 Uhr

Sa, 28. Oktober 2017, 20 Uhr

in Wuppertal: (Mallack 11 42281 Wuppertal)

Sa, 02. Dezember 2017, 20 Uhr

Sa, 09. Dezember 2017, 20 Uhr

So, 10. Dezember 2017, 18 Uhr

Weitere Informationen zum Theater KammerSPIELCHEN sind unter folgendem Link im Internet zu finden: http://www.theater-kammerspielchen.de/

 

Jugendheimstätten Niederrhein feiern Jubiläum

Autor: Christian Dick

Foto: (von links nach rechts) Mario Kuklan, Malermeister im Betrieb von Horst Münzberger, Malermeister Horst Münzberger, Simone Modlinski, 1. Vorsitzende des Vorstandes der Jugendheimstätten Niederrhein e. V.  , Karl–Heinz Franze, Geschäftsführer der Jugendheimstätten Niederrhein e. V., Frank Burschmann und Klaus Bork (beide Mitarbeiter im Betrieb von Horst Münzberger, Kornelia Münzberger, Ehefrau von Horst Münzberger and Adem Shigjeqi, Auszubildender im Malerbetrieb von Horst Münberger (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Foto: So sieht das sanierte Haupthaus der Jugendheimstätten Niederrhein e. V.  aus (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Anlässlich der Grundsanierung ihres Haupthauses haben die Jugendheimstätten Niederrhein e. V. in Duisburg am 22. September ein Sommerfest gefeiert. 1952 wurde diese Einrichtung gegründet. Die befindet sich an der Zeppelinstraße in Duisburg. Es wurde nunmehr gleichzeitig das  65. Jubiläum der Jugendheimstätten Niederrhein gefeiert, wo derzeit 31 junge Menschen unter anderem aus Afghanistan, Syrien und Eritrea leben, die entweder in Deutschland eine Schulausbildung oder eine Berufsbildung machen. Attraktiv ist für viele Migranten eine Ausbildung im Handwerk, das händeringend nach Nachwuchs sucht. Die Jugendheimstätten Niederrhein stellen ein Beispiel für pragmatische Integration dar. So wird zum Beispiel durch gezielt Hilfe bei Bewerbungen und der Suche nach Ausbildungsbetrieben wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe gegeben.

Gleichzeitig zum Sommerfest präsentierten sich die Handwerksbetriebe, die mit den Sanierungsarbeiten betraut waren, mit einer Leistungsschau, bei der die Gewerke vertreten waren, die mit der Sanierung des Haupthauses der Jugendheimstätten Duisburg betraut waren. Die Sanierungskosten lagen im mittleren sechsstelligen Bereich. Folgende Handwerksfirmen führten die Sanierungsarbeiten aush: MB Malerbetrieb Horst Münzberger oblag Farbgestaltung, Jörg Eickhoff die Umgestaltung der Außenanlage, Der Haustechnikspezialist Hopff e.k. sanierte die Sanitäranlagen, die Dacharbeiten führte Dachdeckermeister Steffen Bißels aus. Hans Brücken sorgte für den sicheren Gerüstbau. Elektro Roland Gnauk war für die elektrotechnische Installation zuständig. Der Betrieb Travertino Natursteinwelt lieferte Natursteinmaterialien.

Generationenkonflikt als Theaterstoff

Autor: Christian Dick

„WIR SIND DIE NEUEN“ – so lautet der Titel der Komödie von Ralf Westhoff, die am 7. September 2017 im Kölner Theater am Dom Premiere feierte. Die NEUEN, das sind drei Alt-68er, die schon vor 35 zusammengelebt haben und sich nun erneut dazu entschließen, eine Wohngemeinschaft zu gründen und neu in ein Haus eingezogen sind. Diese werden von Simone Rethel, Joachim Luger und Lutz Reichert dargestellt. Ihre Überraschung ist alles andere als freudig als sie sich der Studenten-WG, die ein Stockwerk über ihnen wohnt, vorstellen. Dargestellt wird die Studenten-WG von Katarina Schmidt, Florian Gierlichs und Julie Stark. Bereits die erste Kommunikation zwischen den beiden Generationen funktioniert überhaupt nicht, weil die Studenten und die Alt-68er offensichtlich in völlig verschiedenen Welten leben. Und so reiben sich in diesem Stück die Gemüter all dieser Personen aneinander auf. Während die Alt-68er völlig relaxed sind, ihr Leben genießen, nachts trinken, philosophieren und die Hits aus ihren jungen und wilden Jahren hören, arbeiten die nur auf ihre berufliche Karriere fixierten jungen Leute, für die Lebensfreude und Leichtigkeit Fremdwörter sind, an der für sich optimalen Vereinbarkeit zwischen Arbeits- und Privatleben und an einem glatten Lebenslauf. Die Probleme unter Nachbarn gipfeln sich in dieser äußerst spannenden Inszenierung von Theatermitinhaber und Regisseur René Heinersdorff zu einer harten Auseinandersetzung zwischen den Generationen auf, die wie eine Spirale verläuft und zu eskalieren droht. Schließlich kommt es zu einer unerwarteten Wendung.

Bis zum 19. November 2017 ist diese Komödie im Theater am Dom zu sehen. Weitere Informationen sind unter folgender Internetadresse zu finden: http://www.theateramdom.de/

Historische Komödie im Theater an der Kö

Autor: Christian Dick

Das Ensemble des Stücks „The King’s Speech – Die Rede des Königs“ im Düsseldorfer Theater an der Kö (Foto: Dennis Häntzschel, Quelle: Theater an der Kö)

Der Film The King’s Speech ist eine britische Filmbiographie aus dem Jahre 2010 und stellt den britischen König George VI. in den Mittelpunkt. Der Film gewann bei der Oscarverleihung im Jahre 2011 Auszeichnungen in den Kategorien bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller und bestes Originaldrehbuch. Nun hat sich das Düsseldorfer Theater an der Kö dieses authentischen Stoffs angenommen und ihn in einer schauspielerisch ausgezeichneten Inszenierung auf die Bühne gebracht. Die Premiere am 1. September 2017 wurde mit lang anhaltendem Beifall bedacht. Der Besuch dieses Theaterstücks ist sehr zu empfehlen.

Die deutsche Bühnenfassung „THE KING`S SPEECH – DIE REDE DES KÖNIGS“ stammt aus der Feder von David Seidler. Das Stück ist schauspielerisch eine enorme Herausforderung, acht Schauspieler wirken hierbei mit. Sehr stark ist Hauptdarsteller Christopher Krieg gefordert, der „Bertie“, den Herzog von York und späteren König George VI. verkörpert, der seit seiner Kindheit ein Stotterer war und extrem starke Nerven brauchte, um die strenge Erziehung seines Vaters und auch viel Spott und Häme zu ertragen.

Als Schauspieler sind mit von der Partie HARTMUT VOLLE, CHRISTOPER KRIEG, SUSANNE STEIDLE, INES ARNDT, FRANK BÜSSING, CLAUS THULL-EMDEN, MANFRED MOLITORISZ, THOMAS GIMBEL, HORST R. NAASE.

Regie führt Claus Helmer.

Handlung

Das Londoner Wembley-Stadion im Jahre 1925. Albert, Herzog von York, der zweitgeborene Sohn des britischen Königs, soll eine Rede halten, die durch das neue Massenmedium Radio in Abertausende Haushalte übertragen wird. Die Ansprache wird zum Desaster – denn Albert ist seit frühester Kindheit Stotterer.

Kein Arzt scheint ihm helfen zu können – bis seine Frau Elizabeth Kontakt zu dem exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue aufnimmt. Und tatsächlich: anfangs von dessen direkter Art und seinen unkonventionellen Methoden irritiert, fasst der Herzog langsam Vertrauen zu seinem Lehrer. Bald stellen sich erste Erfolge ein, und zwischen Lionel und „Bertie“ entsteht eine vorsichtige Freundschaft.

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Alberts Vater, König George V. stirbt; sein Bruder Edward verzichtet aus Liebe auf den Thron – und so wird Albert unter dem Namen George VI. zum König gekrönt. Der Druck auf ihn wächst – nicht zuletzt durch den drohenden Krieg gegen Nazideutschland. Wie wird der junge König seine öffentlichen Auftritte meistern?

Weitere Informationen über das Theater an der Kö, zur Kartenreservierung und zur neuen Spielzeit 2017/2018 sind unter folgender Internetadresse zu finden: www.theateranderkoe.de