Archiv für den Monat: Januar 2018

6 x 11 Jahre KakaJu

Foto: Die Tanzgarde der Karnevalsfreunde der katholischen Jugend, die auch Stadtgarde ist, begeistert jedes Jahr mit starken Choreographien (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Autor: Christian Dick

66 Jahre – das ist wahrlich ein närrisches Jubiläum. So versteht es sich von selbst, dass dies gebührend gefeiert werden muss. Die Karnevalsfreunde der katholischen Jugend (KakaJu) in Düsseldorf veranstalten jedes Jahr eine Vielzahl von Karnevalssitzungen, die alle sehr gut besucht sind. Dies nicht zuletzt wegen der fulminanten Tanzdarbietungen.

Durch das Programm führte in bewährter Manier KakaJu-Präsident Thomas Puppe.

Foto: Fair Trade-Botschafter Manfred Holz und Thomas Puppe (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Foto: Thomas Puppe und Christian Dick, Chefredakteur www.nrw-depesche.de (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Ausgezeichnet war die Büttenrede des Kinder-Hoppeditz, dessen Rolle die 12jährige Jana Lehne übernommen hatte. Sie bewies großes Talent und sie wird sicherlich noch eine große Zukunft vor sich haben.

Foto: Jana Lehne als Kinder-Hoppeditz und KakaJu-Präsident Thomas Puppe (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Für musikalische Unterhaltung sorgte die Düsseldorfer Band Alt-Schuss. Die aktuelle Karnevalssession ist die letzte, in der Rainer Lieverscheidt als Sänger mitwirkt, er nimmt ein neuen Projekt in Angriff.

Foto: Sänger Rainer Lieverscheidt verabschiedet sich in der Session 2018 von der Gruppe Alt-Schuss (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Alle Künstler treten bei den KakaJu-Sitzungen übrigens ohne Gage auf.

 

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Die KakaJu will in ihrer 6 x 11-jährigen Jubiläumssession besonders kräftig „feiern – spenden – helfen“

Foto: KakaJu Präsident Thomas Puppe (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Mit 66 Jahren, da fängt das Jecksein an: Ganz im Sinne des unvergessenen Udo Jürgens starten die Karnevalsfreunde der katholischen Jugend (KakaJu) mit einer Extraportion Elan und Motivation in die heiße Phase der diesjährigen Karnevalssession. Unter dem Motto „66 Johr – Mir sin on bliewe jeck“ haben sich die Narren rund um Präsident Thomas Puppe für ihre 6 x 11-jährigen Jubiläumssession besonders viel vorgenommen. Als sichtbares Zeichen dafür dient nicht zuletzt die mit 72 Seiten bislang umfangreichste Ausgabe der KakaJu-eigenen Sessionszeitung „Jecke Post“. Auch endet die Session für die KakaJu in diesem Jahr nicht am Aschermittwoch, sondern geht mit einer großen Jubiläumsparty am 28. April in die Verlängerung. Und selbstverständlich sollen in diesem Jahr die berühmten Spenden-Schweinchen besonders gut gemästet werden. Das Ziel lautet, auch in diesem Jahr wieder mehr als 20.000 Euro zu sammeln und diese an soziale Projekte in und um Düsseldorf sowie in der dritten Welt zu verteilen. Dafür lädt die KakaJu alle Düsseldorfer Jecken zu insgesamt acht Sitzungen ein, um dort gemeinsam bei einem wieder einmal sehr abwechslungsreichen und attraktiven Programm den allseits bekannten KakaJu-Slogan „feiern – spenden – helfen“ mit Leben zu füllen.

20.933,33 Euro konnte die KakaJu nach der vergangenen Session an Spendengelder an soziale Einrichtungen und Projekte verteilen. „Mit fast 21.000 Euro können wir sehr zufrieden sein“, so KakaJu-Präsident Thomas Puppe. „Die Summe gab uns großen Spielraum um eine große Anzahl von Projekten sowohl in und um Düsseldorf wie auch in der Dritten Welt zu unterstützen. Dafür möchte ich mich einmal mehr ganz herzlich bei all denen bedanken, die diese schöne Spendensumme ermöglicht haben.“

Bei der Verteilung der Summe achtet die KakaJu dabei stets auf eine stimmige Mischung zwischen in Düsseldorf beheimateten und internationalen Projekten. Wie gewohnt verblieben rund zwei Drittel des Spendengeldes in der Landeshauptstadt und Umgebung, das übrige Drittel kam Projekten in der dritten Welt zugute.

In diesem Jahr peilen die Karnevalsfreunde erneut eine in der Höhe vergleichbare Spendensumme an. Die Chancen dafür stehen gut, denn in ihrer 6 x 11-jährigen Jubiläumssession wartet die KakaJu mit einem besonders attraktiven Programm auf. „Wir konnten wieder einmal viele große Namen des rheinischen Karnevals für uns und unsere Idee gewinnen“, freut sich Sven Gerling, stellvertretender Vorsitzender der Karnevalsfreunde. Als Beispiele seien an dieser Stelle Jürgen Hilger-Höltgen, Christian Pape, Martin Schops, Die Erdnuss, Michael Backes, die Landpomeranzen, das kabarettistische Duo Et Zweijestirn, die Kölner Partyband Kuhl & the Gang sowie die Swinging Funfares genannt, die alle ihr Kommen für jeweils mindestens eine der acht KakaJu-Sitzungen zugesagt haben. Die erste findet bereits am kommenden Sonntag in der Rheinterrasse statt, das KakaJu-Sitzungsfinale steigt am Karnevalsfreitag in der Stadthalle.

„Alle Künstler werden erneut zu extrem günstigen Konditionen bei uns auftreten, zum Teil sogar gänzlich auf ihrer Gage verzichten“, erklärt KakaJu-Präsident Thomas Puppe. „Damit honorieren und unterstützen sie nicht nur das soziale Engagement der KakaJu, sondern erlauben uns gleichzeitig, die Sitzungskarten zu äußerst günstigen Preisen anzubieten. Wir ermöglichen somit auch jenen Düsseldorfern den Besuch unserer Veranstaltungen, die sich den Sitzungskarneval ansonsten nicht leisten können oder wollen. Das ist uns sehr, sehr wichtig.“

Über den Kartenverkauf hinaus bieten auf den Sitzungen selbst die jungen sympathischen Tänzerinnen der „Perlen vom Rosenkranz“ eine weitere wichtige Säule des Spendensammelns. Wenn sie mit den gar nicht mal so kleinen „Schweinchen“ von Tisch zu Tisch gehen und um Gaben bitten, werden sie dabei traditionell von Präsident Puppe unterstützt, der von der Bühne aus den Besuchern mit dem längst legendären Zitat des verstorbenen KakaJu-Ehrenvorsitzenden Josef Kürten ins Gewissen redet: „Bitte zuerst die Scheine in die Schweinchen werfen, ansonsten werden die Bühnenkünstler durch das klimpernde Kleingeld gestört …“

Weiteres Geld nimmt die KakaJu zudem durch den Anzeigenverkauf in ihrer Sessionszeitung „Jecke Post“ ein, die in ihrer diesjährigen sechsten Auflage mit 72 Seiten so viel Lesestoff bietet wie nie zuvor. „All den Firmen und Institutionen, die uns mit dem Schalten einer Anzeige in unserer Zeitung unterstützen, gilt unser großer Dank“, so Puppe. „Die meisten von ihnen sind bereits seit vielen Jahren dabei und kommen vor Sessionsbeginn meist von sich aus auf uns zu. Das erleichtert das ‚Klinkenputzen‘ natürlich ungemein …“

Große Jubiläumsveranstaltung am 28. April 2018

Die diesjährige „Jecke Post“ dient dabei nicht nur als Sessionszeitung, sondern darüber hinaus auch als Programmheft für die große Jubiläumsveranstaltung bzw. -party am 28. April 2018 in der Rheinterrasse. „Was genau wir planen, möchten wir an dieser Stelle noch nicht verraten“, erklärt Gerling. „Aber unter anderem wird es eine multimediale Ausstellung geben, mit der wir die 66-jährige Geschichte der KakaJu mit Leben füllen wollen.“

An folgenden Terminen finden noch KakaJu-Sitzungen 2018 statt:

Samstag, 27.1.2018: KakaJu-Kinderkarneval (bis 12 Jahre)

15.00 Uhr | Lambertus-Saal, Stiftsplatz 3, Altstadt | 5 € (für jedes Kind und jede Begleitperson)

Sonntag, 28.1.2018: KakaJu-Sitzung

17.00 Uhr | Rheinterrasse Düsseldorf | 16 €

Sonntag, 4.2.2018: KakaJu-Sitzung

17.00 Uhr | Rheinterrasse Düsseldorf | 16 €

Mittwoch, 7.2.2018: KakaJu-Sitzung für Junge und Junggebliebene

19.00 Uhr | Schlösser-Zelt am Burgplatz | 11 €

Freitag, 9.2.2017: KakaJu-Sitzung

19.00 Uhr | Stadthalle Düsseldorf | 16 €

KakaJu-Kartenservice

Alt & Jung Reisen

Ratinger Straße 43

40213 Düsseldorf-Altstadt

(ab 1. Februar: Gumbertstraße 93, 40229 Düsseldorf)

Telefon (02 11) 311 95 62

Online-Bestellungen unter www.kakaju.de oder per Mail (karten@kakaju.de).

Ein Schriftsteller, dessen wahre Identität im Verborgenen liegt

DAS LÄCHELN DER FRAUEN, dieser erfolgreiche Roman von Nicolas Barreau war auch als Spielfilm sehr sehenswert. Nun wir diese Komödie, für deren Bühnenfassung Gunnar Dreßler verantwortlich zeichnet, im Düsseldorfer Theater an der Kö aufgeführt. Ralf Bauer, der auch Regie führt, spielt die männliche Hauptrolle in dem Zwei-Personen-Stück, die weibliche Rolle spielt Dominique Siassia. Die Premiere am 12. Januar 2018 wurde mit frenetischem Beifall bedacht. Schauspielerisch ist dieses Stück eine große Herausforderung, weil es sehr viele lange Monologe enthält, die die Gedankenwelt der beiden Protagonisten eindrucksvoll illustrieren.

Bis zum 18. Februar 2018 ist diese Komödie im Theater an der Kö zu sehen.

Einsam und voller Liebeskummer streift die junge Restaurantbesitzerin Aurélie durch Paris. Sie rettet sich in einen kleinen Buchladen. Dort fällt ihr Blick auf einen Roman mit dem Titel Das Lächeln der Frauen. Verblüfft stellt sie fest, dass ihr Lokal in diesem Buch minutiös beschrieben ist und die Hauptfigur ihr selbst ziemlich ähnlich sieht. Zufall oder Schicksal?

Aurélie setzt alles daran, den Schriftsteller, einen Engländer namens Robert Miller, kennenzulernen. Was sie nicht weiß: Der Autorenname ist ein Pseudonym – erdacht vom Lektor André Chabanais. Er hat den neuesten Verkaufsschlager seines Verlages selbst verfasst, ohne das Wissen seines Chefs.

Mit allerlei Tricks gelingt es André zunächst, den hartnäckigen Wunsch Aurélies nach einer Begegnung mit dem vermeintlichen Autor abzuwehren. Sein Pech: Er verliebt sich in Aurélie und steckt nun in der Zwickmühle: Einerseits will und muss er sein Geheimnis wahren, andererseits möchte er Aurélies Begeisterung für den „öffentlichkeitsscheuen“ Schriftsteller auf sich selbst lenken…

Aufführungen sind täglich (außer Montag) 20 Uhr, Sonn- und Feiertage 18 Uhr, Zusatzvorstellungen Mittwoch, 24. Januar, 16 Uhr und 20 Uhr sowie

Samstag, 17. Februar, 17 Uhr und 20 Uhr

Weitere Informationen finden Sie unter der Internetadresse www.theateranderkoe.de .

„Drei Männer im Schnee“ in der Komödie Düsseldorf

Autor: Christian Dick

Außerordentlich gut gelungen ist die Inszenierung Komödie „Drei Männer im Schnee“, die derzeit in der Komödie in der Steinstraße in Düsseldorf zu sehen ist. Bei diesem Komödien-Klassiker von Erich Kästner war das Theater sehr gefordert, denn auf der kleinen Bühne agieren zehn Schauspieler. Die Darsteller wirken sehr natürlich, so dass der Funke beim Publikum schnell überspringt. Gerade für kalte Winterabende bietet dieses Stück mit viel Romantik die richtige Stimmung. Der junge Regisseur Fabian Goedecke, der bei diesem Stück auch als Schauspieler mitwirkt,  hat diese Komödie mit viel Feingefühl und Empathie inszeniert. Das Stück ist sehr sehenswert. Bis zum 25. Februar wird es aufgeführt.

Inhalt:

Der exzentrische und gutmütige Geheimrat und Millionär Tobler will die Menschen studieren. Er beteiligt sich unter dem Namen Schulze an einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma, der weltbekannten Tobler-Werke. Schulze gewinnt den zweiten Preis: einen zehntägigen Aufenthalt im Grandhotel zu Bruckbeuren in den Alpen. Dorthin fährt Schlüter verkleidet als armer Mann, um zu erleben, wie die Menschen in solch einer Umgebung auf einen armen Schlucker reagieren. Als Begleiter nimmt er seinen langjährigen Diener Johann mit, der während des Hotelaufenthalts einen reichen Reeder spielen und ihn nicht kennen soll. Schon am ersten Tag schließt er Freundschaft mit Fritz Hagedorn, einem arbeitslosen Ingenieur, der beim Preisausschreiben den ersten Preis gewonnen hatte. Hagedorn wird fälschlicher Weise vom Hotelpersonal für einen Millionär gehalten. Toblers Tochter und Haushälterin reisen ihm nach und bringen durch ihre Anwesenheit den Lauf noch mehr in Unordnung. Ein wunderbare Komödie über den „Schein oder nicht Schein“ und die Oberflächlichkeit der Menschen! Ein Klassiker der hohen Kunst der Komödie.

Darsteller

Tobler Christof Düro

Hilde Tobler Kerstin Bruhn

Johann Michael Schäfer

Hausdame Kunkel Ute Stein

Hoteldirektor Volker Conradt

Portier Polter Sven Post

Frau Mallebré Reinhild Köhncke

Frau Casprius Michaela Klarwein

Dr. Fritz Hagedorn Fabian Goedecke

Gemeinsam Bergisch 2018

Foto: der Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke und der Festredner des IHK-Neujahrsempfangs NRW-Wirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Foto: 1200 Gäste waren beim Neujahrsempfang 2018 der Bergischen IHK (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Foto: der Präsident der Bergischen IHK Thomas Meyer, IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge, der Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast Weisz und der Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Autor: Christian Dick

Am 10. Januar 2018 fand unter dem Motto „Gemeinsam Bergisch 2018“ der Neujahrsempfang der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid statt. 1200 Gäste waren der Einladung in die Historische Stadthalle von Wuppertal gefolgt. „Das Jahr 2017 war für die deutsche Wirtschaft ein ausgesprochen gutes Jahr. Zur günstigen Entwicklung seit der Finanzkrise 2008/2009 haben aber hauptsächlich Faktoren beigetragen, auf die Bundes- und Landesregierungen nur wenig Einfluss hatten. Verantwortlich waren neben dem preiswerten Öl etwa der für deutsche Verhältnisse zu niedrig bewertete Euro, sowie die Politik des billigen Geldes und niedriger Zinsen durch die Europäische Zentralbank. Diese Faktoren wirkten wie starke „Dopingmittel“ für die weltweite Nachfrage nach deutschen Gütern und Dienstleistungen sowie für den heimischen Konsum“, hob IHK-Präsident Thomas Meyer hervor. Und das Bergische Land kann eine Erfolgsbilanz aufweisen. Denn laut Meyer kann sich die Region auf Grund der hohe Zahl an Industriearbeitsplätzen mit den süddeutschen Innovationsstandorten messen.

Drei Kernforderungen betonte der IHK-Präsident: „1.) NRW muss wieder das Land der besten Bildungs- und Zukunftschancen werden. Die Entscheidung für eine Berufsausbildung verdient die gleiche Wertschätzung wie die Entscheidung für ein Studium. Außerdem muss NRW bei Forschung und Innovation wieder europaweite Spitzenplätze einnehmen. Unser Land muss Vorreiter der Digitalisierung sein. 2.) NRW muss wieder das Land der schnellen und belastbaren Wege mit einer hervorragenden Verkehrs- und Breitbandinfrastruktur werden. Wir als Unternehmer bauen darauf, dass die neue Landesregierung die harten Standortfaktoren Breitband, Fläche; Energie und Verkehrsinfrastruktur ganz oben auf ihre Agenda setzt. Und 3.),[…] NRW muss wieder das Land der Unternehmer und Gründer werden, damit unser Land mit einem starken Wirtschaftswachstum den Menschen im Land Wohlstand und Arbeitsplätze bieten kann. Die neue Landesregierung muss das Land modernisieren und fit für die Zukunft machen. Unabdingbar sind ein Ende der sozial- und umweltpolitischen Alleingänge sowie ein sofortiger Regulierungs-Stopp. NRW benötigt eine neue Willkommenskultur für Unternehmen und Arbeitsplätze sowie eine Gründeroffensive, um jungen innovativen Unternehmergeist zu wecken. Die Landesregierung muss für die gesellschaftliche Akzeptanz von Wirtschaft, Industrie und Innovationen sorgen.“

Und schließlich hat das Thema Digitalisierung für das Bergische Land höchste Priorität. Mit einem jährlichen Wachstum von 8 Prozent und über 2.300 Unternehmen hat die IT_Branche im Bergischen Städtedreieck ihren festen Platz. Um den Austausch und die Vernetzung dieser bedeutenden Branche zu fördern, bietet die IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid jährlich Veranstaltungen zum Thema Digitalisierung und hat einen IHK-Ausschuss Digitale Wirtschaft Bergisches Land ins Leben gerufen. Zentrale Themen für die Digitale Wirtschaft im Bergischen Land sind der IT-Fachkräftemangel, die IT-Sicherheit, die Industrie 4.0 sowie die Außenwahrnehmung der Digitalen Wirtschaft Bergisches Land. Um diese zu befördern, hat die IHK unter anderem den Digitalkongress IHK-digit@ble Bergisches Land ins Leben gerufen, der alle Akteure der digitalen Wirtschaft „an einen Tisch“ bringen und nach außen sichtbar machen möchte. Der nächste IHK-digit@ble Bergisches Land findet am 15. Februar 2018 statt.

Festredner war NRW-Wirtschaftsminister Professor Dr. Andrea Pinkwart. Deutschland habe im Jahre 2017 erneut von der Globalisierung profitiert und die Weltwirtschaft wachse, legte er dar. Die Steuerreform in den USA sei eine Herausforderung für die deutsche Wirtschaft, aber diese werde auf Pump finanziert, stellte Pinkwart weiterhin fest. „Damit wir die Herausforderungen der nächsten Jahre gestärkt bewältigen können, brauchen wir erfolgreiche junge Frauen und Männer weltweit. Als Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie liegt Andreas Pinkwart besonders am Herzen, dass Deutschland den Digitalisierungs-Wettbewerb erfolgreich meistert. „Vieles entwickelt sich in der Digitalisierung exponentiell. Die Umstellung von analoger auf digitale Technik haben wir hinbekommen. Jetzt haben wir es mit einer ganz anderen Exponentialität des Wissens zu tun. Wir haben über 4 Milliarden Smartphone-Besitzer weltweit. Die Weltbevölkerung wächst. Die Welt wächst schneller. Wir Deutschen werden älter. Für das Zeitalter der Digitalisierung gilt: Wir müssen jung, neugierig und vor allem wissenshungrig bleiben, um uns im internationalen Wettbewerb behaupten  zu können,“ unterstrich Pinkwart in einem leidenschaftlichen Appell.

Im Bergischen Land, so der Minster weiter, sei die Industrielle Revolution erfunden worden. Das Bergische Land liege heute in Deutschland an 6. Stelle bei den Innovationen, hierauf können die Region sehr stolz sein. Gerade das Bergische Städtedreieck sei führend in Sachen Gründung, beispielsweise mit dem Gründernetzwerk „bizeps“ und der Jackstädt-Stiftung. Das Unternehmen Bayer sei im Jahre 1911 durch Friedrich Bayer in Wuppertal gegründet worden, ein weiteres erfolgreiches Unternehmen aus dieser Region sei die Firma Vorwerk.

„Die Digitalisierung, die wir jetzt erleben, bietet Chancen der Gründung für die Friedrich Bayers des 21. Jahrhunderts. Wir brauchen diesen Unternehmergeist, damit es weiter Wachstum und Beschäftigung gibt. Dafür wir brauchen wir gute Rahmenbedingungen, in den Schulen müssen mehr Lehrerstellen geschaffen werden und wir müssen die Inklusion wieder mehr mit Verstand angehen. Es muss wieder deutlich gemacht werden, dass Leistung nicht zwingend schädlich sein muss“, forderte Pinkwart. Es könne nicht sein, dass Studenten aus Nordrhein-Westfalen Propädeutika an Universitäten in anderen Bundesländern brauchen, damit sie das dortige Niveau erreichen. „Wir müssen die Köpfe stark machen. Wir müssen die Ausstattung der Schulen stark machen. Wir brauchen eine  starke berufliche Bildung und wir brauchen eine starke akademische Bildung“, forderte der Minister mit Nachdruck.

Als Vorbild hob er die digitale Verwaltung in Estland hervor, 90 Prozent der Esten hätten eine ID-Nummer und eine Chipkarte und könnten so viele Dinge online abwickeln.

Es gelte weiterhin die Genehmigungsverfahren in NRW zu hinterfragen, da diese im Ländervergleich zu lange seien, merkte Pinkwart an. Als wichtig für Infrastruktur in NRW nannte Pinkwart den Ausbau der Glasfaser, er war hier für Investitionen der Unternehmer. Und schließlich forderte er mehr Marktwirtschaft im Energiebereich.

Nach der Rede von Andreas Pinkwart tauschten sich die Gäste bei kulinarischen Köstlichkeiten und Getränken weiter aus. Dabei wurden viele interessante Kontakte geknüpft.