Tipps für eine gelingende Geschwister-Beziehung

Viele belasten Differenzen und Konflikte mit ihren Geschwistern. In seinem neuen Buch „GESCHWISTERBANDE“ legt der bekannte Buchautor und Benediktinerpater Anselm Grün dar, wie Konflikte zwischen Geschwister gelöst werden können und wie Beziehungen zwischen Geschwistern in der Weise gelingen können, dass sich die Geschwister aneinander freuen.

Dieses Buch ist insofern besonders empfehlenswert, weil es keineswegs ein Psycho-Ratgeber ist, sondern der Autor das Buch vielmehr aus seiner Sicht als Seelsorger geschrieben hat.

In Management-Seminaren erkennt Anselm Grün schnell, wer Einzelkind ist oder Geschwister hat, denn wenn jemand keine Geschwister habe, so Anselm Grün, fehle ihm die natürliche Entwicklung der Empathie.

Als Bruder von sechs Geschwistern hat Anselm Grün stets sehr gute Erfahrungen gemacht und hat noch heute viel Freude an den regelmäßigen Familientreffen. Aus vielen Beratungsgesprächen weiß er jedoch, dass es in Geschwister-Beziehungen nicht immer ganz glatt geht, dass Streitigkeiten zwischen Geschwistern dazu führen, dass diese oft jeglichen Kontakt abbrechen oder nur noch über Rechtsanwälte korrespondieren und, dass die Ehepartner nicht unerheblichen Einfluss auf Streitigkeiten zwischen Geschwistern haben. Die Quelle für die Abfassung dieses Buches waren für Anselm Grün zum einen seine Erfahrung in Management-Seminaren, in denen er sofort erkannt hat, wie die Mitarbeiter mit ihren Geschwistern umgehen. So hingen Konflikte mit Mitarbeitern mit nicht gelösten Konflikten zwischen Geschwistern zusammen, berichtet Anselm Grün. Zum anderen hat Anselm Grün für das vorliegende Buch aus seinen Erfahrungen in Einzelgesprächen, in denen Menschen über ihre Geschwister-Beziehungen berichtet haben, geschöpft, wobei er sämtliche Berichte anonymisiert hat.

Den Beziehungen unter Geschwistern steht laut Anselm Grün bei Einzelkindern die Sehnsucht gegenüber, einen Bruder oder eine Schwester zu haben, mit denen man sich austauschen kann.

Bruder und Schwester sind diejenigen, mit denen wir oft die längste Zeit im Leben verbringen. Aber gerade weil man schon seit frühester Kindheit zusammen ist, entstehen meist auch tiefgehende Konflikte, schildert Anselm Grün in seinem Buch. Die Eltern bevorzugen vielleicht die eine und übersehen die Bedürfnisse des anderen. Spätestens, wenn es irgendwann um das Erbe geht, brechen alte Konflikte auf, so der Autor weiter.

Was ist die Basis für ein gutes geschwisterliches Verhältnis? Hängt es von den Eltern ab? Entstehen Streit und Probleme durch die Andersartigkeit der Geschwister oder durch bestimmte Familienkonstellationen? Wie können Krisen bewältigt werden? Und welche Haltungen sind nötig, damit ein gutes Miteinander über lange Zeit Bestand hat? Diesen Fragen geht Pater Anselm Grün in seinem neuen Buch »Geschwisterbande« seelsorgerlich nach. Dabei lässt er immer wieder auch biblische Geschichten, wie zum Beispiel die Beziehungen zwischen Kain und Abel, Jakob und Esau und Mose und seinen Geschwistern Aaron und Mirjam  einfließen, denn darin liegt für ihn ein Schlüssel der Erkenntnis.

Anselm Grün stellt fest »Es ist mir ein Anliegen, in den Geschwistern die Sehnsucht nach einer guten Beziehung zu wecken. Die einen möchte ich bestärken in der Dankbarkeit für ihren guten geschwisterlichen Zusammenhalt. Allen, die an ihren Geschwisterkonflikten leiden, möchte ich Wege aufzeigen, wie sie mit schwierigen Beziehungen umgehen können, damit sie nicht ein Leben lang davon belastet werden. Und ich möchte verfeindete Geschwister ermutigen, sich zu versöhnen.«

Angaben zum Buch:

ISBN 978-3-96340-024-7 ·

192 Seiten

€ [D] 18,– / € [A] 18,50 ·

bene! Verlag in Kooperation mit dem Vier-Türme-Verlag