Archiv für den Monat: November 2018

Deutschlands First Lady bekommt Georg-Schulhoff-Preis

 

Foto: Dr. Axel Fuhrmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf, Deutschlands First Lady Elke Büdenbender der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf Andreas Ehlert (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Am Dienstag, dem 13. November 2018 um 18:30 Uhr war die Düsseldorfer Handwerkskammer zum Bersten voll. Der Grund: Es war an diesem Abend hoher Besuch im Hause. Keine Geringere als die Ehefrau des deutschen Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier, nämlich Elke Büdenbender war in der Düsseldorfer Handwerkskammer zu Gast. Anlass war die Verleihung des Georg-Schulhoff-Preises 2018.

Wie Handwerkskammer-Präsident Andreas Ehlert erklärte, wird dieser Preis an Persönlichkeiten oder Initiativen verliehen, die in besonderer Weise die berufliche Bildung in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt haben. An Elke Büdenbender gerichtet betonte Ehlert „Seit dem Amtsantritt Ihres Mannes haben Sie an vielen Orten und bei vielen Gelegenheiten die Bedeutung der Berufsbildung für den Einzelnen und die Gesellschaft, für die Wirtschaft und den Zusammenhalt unseres Landes thematisiert, und damit große Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die berufliche Bildung hervorgerufen. Dieses Bekenntnis hat bei Ihnen einen konkreten biographischen Hintergrund. Sie kommen – wie übrigens auch Ihr Mann – aus einem Tischlerhaushalt, und Sie haben selbst vorn dem Jura-Studium eine duale Ausbildung absolviert.“

In Ihrer Dankesrede hob Elke Büdenbender hervor, dass ihr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sehr am Herzen liegen und, dass eine Ausbildung im Handwerk vielfältig und auch mehr wert als ein Bachelor-Abschluss sei.

 

 

Weihnachten auf dem Balkon – Premiere im Theater am Dom

08.11.2018 Köln Theater am Dom Premiere Weihnachten auf dem Balkon Foto Andrea Matzker

08.11.2018 Köln Theater am Dom Premiere Weihnachten auf dem Balkon Cynthia Thurat Simone Pfennig Markus Majowski mit Havaneser Utzy Foto Andrea Matzker

Von Dr. Egon Schlesinger

Ein köstliches Spektakel zu Weihnachten! Zwölf Rollen werden von sechs Schauspielern dargestellt, die sich in rasantestem Tempo viele Male während des Stücks umziehen. Weihnachten, das große „Fest der Liebe“, gerät nur allzu oft – wie wir alle wissen dürften – durch all die großen Ansprüche zu einem Stress-Ereignis. Auf sehr humorvolle Weise versammeln sich in diesem Stück alle nur erdenklichen Schreckmomente, die Grund zu familiären Auseinandersetzungen bieten könnten. Im Hintergrund fällt die fertig gebratene Pute auf die Erde, die Weihnachtstorte fliegt durch die Lüfte, die Nachbarin kommt plötzlich nieder und Kinder stiften Unsinn. Im Vordergrund ein alkoholisierter Weihnachtsmann, eine resolute Schwiegermutter, eine völlig überforderte Hausfrau und Mutter und ein falscher Arzt, der in Wirklichkeit von Beruf Metzger ist, aber am Ende die Sturzgeburt zu einem glücklichen Ausgang führt. Durchweg hervorragende Darsteller, die ihren jeweiligen Charakter auf den Punkt genau treffen, über geradezu akrobatische Fähigkeiten verfügen und das gesamte Publikum zu lautem Lachen animieren. Bei der Premierenfeier fragten sich viele Zuschauer, wie es denn der riesige Weihnachtsmann, dargestellt von Frank Büssing, nur geschafft habe, so gekonnt auf diesem winzigen Balkon auf den Boden zu stürzen… „Weihnachten auf dem Balkon“ steht noch bis zum 27. Januar auf dem Programm.

Und hier Fotos von der Premierenfeier:

08.11.2018 Köln Theater am Dom Premiere Weihnachten auf dem Balkon Gundel und Max Schautzer Foto Andrea Matzker

08.11.2018 Köln Theater am Dom Premiere Weihnachten auf dem Balkon Marianne Rogée und Oliver Durek, Verwaltungsdirektor und Mitinhaber des Theater am Dom Foto Andrea Matzker

 

Buch mit CD »Aus der Tiefe der Seele« – Verlosung

 

Im St. Benno Verlag ist vor wenigen Wochen ein Buch mit CD mit herausragenden Cellosuiten von Johann Sebastian Bach erschienen, die wirklich tief unter die Haut gehen. Zwei international renommierte Cellisten haben diese Stücke aufgenommen und in filigraner Weise interpretiert, was einen wunderbaren Hörgenuss garantiert. In dem dazugehörigen Buch erschließt sich die Genialität der beiden Cellisten in eindrucksvoller Weise. Die NRW-d-e-p-e-s-c-h-e verlost 6 Exemplare des Buches mit CD „Aus der Tiefe der Seele“.

Loblied auf das Cello – Instrument des Jahres 2018

CD mit legendären Originalaufnahmen der berühmten Cellosuiten von J. S. Bach von Casals & Rostropovich

Berührende und persönliche Äußerungen großer Cellisten über ihr Instrument und ihr Leben

Warm, ausdrucksvoll, der menschlichen Stimme ähnlich – so wird der Klang des Cellos oft beschrieben. In der Klassik wie in der Popmusik ist das Cello eine feste Größe. Jetzt wurde es zum »Instrument des Jahres« 2018 gekürt. Dieses Buch für Musikliebhaber vereint authentische Zeugnisse der beiden großen Cellisten Pablo Casals und Mstislaw L. Rostropovich, die über ihr Instrument und ihr Musikerleben Auskunft geben, mit Stimmungsbildern und Porträtfotos. Unvergessen ist etwa, wie Mstislaw L. Rostropovich 1989 vor der Berliner Mauer spielte. Die Weltklasse-Cellisten sind mit eindrucksvollen Aufnahmen auf der CD zu hören.

Pablo Casals

wurde am 29. Dezember 1876 in El Vendrell in Spanien geboren. Er wurde vor allem als Cellist weltberühmt, wirkte aber auch als Komponist und Dirigent. Er setzte sich unermüdlich für Frieden, Demokratie und Freiheit ein und wurde sogar für den Friedensnobelpreis nominiert. Am 22. Oktober 1973 starb Casals in San Juan de Puerto Rico.

Mstislav L. Rostropovich,

geboren am 27. März 1927 in Baku, war ein russischer Cellist, Dirigent, Pianist, Komponist und Humanist. Neben seinem musikalischen Interesse war er auch immer politisch engagiert. Er starb am 27. April 2007 in Moskau und gilt als einer der bedeutendsten Cellisten der Geschichte.

Aus der Tiefe der Seele

Pablo Casals & Mstislav Rostopovich

über ihre Leidenschaft zum Cello

Buch: 32 Seiten, 16 x 19 cm,

gebunden, durchgehend farbig

gestaltet, mit zahlreichen Farbfotos

CD: mit Booklet, Laufzeit: ca. 50 Minuten

ISBN 978-3-7462-5272-8

€ 16,95 [D / A]

Dieses Buch für Musikliebhaber vereint authentische Zeugnisse der beiden großen Cellisten Pablo Casals und Mstislaw L. Rostropovich, die über ihr Instrument und ihr Musikerleben Auskunft geben, mit Stimmungsbildern, Porträtfotos und Aufnahmen auf CD.

Verlosung

Wer ein Buch mit CD gewinnen möchte, kann bis zum 25. November 2018 eine e-mail an die Adresse gewinnspiel{at]nrw-depesche.de senden.

Über die Schlagkraft des Jahres 1968 für Deutschland

Verlosung von 2 DVDs

Der Herbst 1968 hat Deutschland erheblich aufgerüttelt und hatte auch in den 1970er Jahren außerordentlich große Auswirkungen. Über diese Ereignisse gibt es nun einen hochinteressanten, sehr sehenswerten Film, der nicht nur für den Geschichtsunterricht sehr zu empfehlen ist, sondern darüber hinaus für all jene, die sich intensiver mit dieser Zeit auseinander setzen wollen.

In SYMPATHISANTEN – UNSER DEUTSCHER HERBST erzählt Felix Moeller in eindringlichen, emotionalen Bildern, kombiniert mit zeitgenössischen Dokumenten und in Gesprächen mit seiner Mutter Margarethe von Trotta sowie seinem Stiefvater Volker Schlöndorff von einer aufgeladenen Epoche in den 1970er Jahren.

Der Deutsche Herbst als Familiengeschichte, Filmgeschichte und Gesellschaftsporträt! Margarethe von Trotta gewährt im Film erstmals Einblicke in ihre privaten Tagebücher aus dieser Zeit.

Zu Wort kommen – neben den Eltern des Regisseurs, die im Zentrum des Films stehen – Daniel Cohn-Bendit, Peter Schneider, René Böll, Christof Wackernagel, Marius Müller-Westernhagen, Karl-Heinz Dellwo und weitere Weggefährten.

Die NRW-d-e-p-e-s-c-he verlost 2 DVDs des Films „SYMPATHISANTEN – UNSER DEUTSCHER HERBST“. Schreiben Sie bitte bis zum 20. November eine e-mail an die Adresse gewinnspiel [at) nrw-depesche.de.

 

Der Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2018 geht nach Österreich

Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2018 in Köln an den Grazer und Wahl-Wiener Ferdinand Schmalz Foto Andrea Matzker

Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2018 in Köln Die Intendanten Prof. Jürgen Flimm und Stefan Bachmann Foto Andrea Matzker

Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2018 in Köln Preisträger Ferdinand Schmalz und Laudatorin Friederike Emmerling Foto Andrea Matzker

 

Von Dr. Egon Schlesinger

Das Erzbistum Köln vergibt seit 1991 jährlich den Ludwig-Mülheims-Theaterpreis, dessen Nachlass das Erzbistum verwaltet. Der Preis soll die Begegnung zwischen zeitgenössischer Theaterlandschaft, Autoren und Religion fördern. In diesem Jahr erhielt der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz den mit 25.000 € dotierten Preis. Ihre Wahl begründete die hochkarätige Jury damit, „dass der Theaterautor mühelos und voller Sprachlust Oberfläche und Tiefe des Daseins verbinde, und mit seiner Adaptation des Jedermann von Hugo von Hoffmannsthal reisse er das große, parabelhafte Mysterienspiel in eine verblüffend schlüssige Heutigkeit“. Friederike Emmerling vom S. Fischer Theater Verlag, die in Vertretung von Karin Bergmann, der künstlerischen Direktorin des Burgtheaters, die Laudatio hielt, hob dessen Schreibstil hervor: „Freudig offeriert er uns klug die fettesten Metaphern und theoriegetränkten Kalauer in einer Sprache prall wie Würstel und wie Zuckerwatte berauschend zart.“ In seiner Dankesrede bedankte sich der Autor symbolisch bei der nicht anwesenden Direktorin des Burgtheaters dafür, dass sie ihm mit der Überarbeitung des „Jedermann (stirbt)“ ein Stück vom „Heiligtum Salzburg“ anvertraut hatte.

Karlheinz Stockhausen – Klang Bilder

Karlheinz Stockhausen bei den Proben 1988 in der Scala Foto Andrea Matzker

Karlheinz Stockhausen CD-Titel Foto Andrea Matzker

Karlheinz Stockhausen Die zehn wichtigsten Wörter 1991 Foto Andrea Matzker

Karlheinz Stockhausen Uraufführung von Montag aus Licht 1988 an der Scala Foto Andrea Matzker

Von Dr. Egon Schlesinger

Karlheinz Stockhausen (1928-2007) ist einer der einflussreichsten Komponisten des 20.Jahrhunderts, dem bereits früh sein internationaler Durchbruch gelang, der seine bis heute unangefochtene Stellung in der Neuen Musik begründete. Doch lässt sich seine Bedeutung nicht nur auf sein musikalisches Werk allein reduzieren.

In diesem Jahr wäre er 90 Jahre alt geworden. Die  Stockhausen-Stiftung für Musik in Kürten nahm dies zum Anlass, sich mit seinem bildnerischen Werk auseinanderzusetzen. Denn der außergewöhnliche Komponist und Wegbereiter der elektronischen Musik hat im Sinne der „Verschriftlichung“ seiner Gedanken ein umfangreiches Konvolut von Analyse Grafiken seiner Werke hinterlassen, die seiner Meinung nach über das visuelle Begreifen das Verständnis seiner Musik erleichtern sollen. Es handelt sich hierbei um bildähnliche, großformatige Tableaus, auf denen die Enge der fünfzeiligen musikalischen Notation mittels grafischer Darstellungen erweitert wird. So wird die Energie des Meisters visuell spürbar.

Bis Ende Februar 2019 kann man im Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach bei Köln diese imposanten Klang Bilder studieren, die ergänzt werden von zahlreichen anderen signierten Blättern aus dem Besitz seiner Freunde und Wegbegleiter. Sie zeugen vom Einfallsreichtum und Humor des Künstlers. Zu allen 106 ausgestellten CDs der Gesamtedition mit seinen Vorträgen und Werken gestaltete er selbst Vorder-, Rückseite und Begleitheft. Für die jeweiligen Tierkreiszeichen erfand er die entsprechenden Spieluhren mit Musik. Ein Faber Castell – Bleistiftminenschächtelchen wird zu „Homo Faber Kürten 1991“, er hinterließ entzückende Gästebucheintragungen, oder er bastelt eine winzige Flaschenpost und verziert sie mit den Worten „Strahlet, Gott sieht uns“.

Besonders eindrucksvoll ist der im Museum gezeigte Dokumentarfilm über die Inszenierung seiner Oper „Montag aus Licht“ im Mai 1988 in der Mailänder Scala mit vielen bisher unbekannten persönlichen Aussagen und Statements des Musikers, wo man das energische Genie von Karlheinz Stockhausen akustisch und visuell verinnerlichen kann.

Der übersichtliche, handliche und äußerst geschmackvoll gestaltete Katalog in deutscher und englischer Sprache zur Ausstellung kostet 26 Euro.