Archiv für den Monat: Februar 2019

Uraufführung des Chormusicals Martin Luther King

(Fotos, Quelle: Stiftung Creative Kirche)

Autor: Christian Dick und Johannes Zaum

Es war ein fulminanter Abend Abend! An 9. und 10. Februar erklangen mitreißende Melodien in der Essener Grugahalle: Zweimal ausverkauftes Haus, 2.400 begeisterte Sängerinnen und Sänger, ein völlig hingerissenes Publikum, Solisten und Musiker. „Wenn der Refrain von ,Ich hab den Traum‘ noch mal wiederholt wird und der Chor den Schlussakkord singt. Absoluter Gänsehautmoment!“ schreibt ein Chorsänger nach der Aufführung. Dazu eine Botschaft, die überzeugt und Musik, die abwechselnd zu Tränen rührt. Die Uraufführung des Chormusicals Martin Luther King war wirklich sehr gelungen!

Die Schauspieler sprechen ihre Texte auf Deutsch und bei der Musik sind Texte nur teilweise auch auf Englisch.

Die oft sehr witzige Handlung wird locker vorgetragen, wodurch das Publikum mitgenommen wird.

Teilweise singen Stimmen alleine. Das Lied „Hörst Du mich Gott “ mündet in eine Ermutigung durch Gott. In dem Musical werden Yoga Übungen zur Beruhigung und zur Gewaltlosigkeit bei Protesten im Kampf gegen die Apartheidpolitik.

Das Lied „Nur die Liebe bleibt “ ist eine Erinnerung an Martin Luther King.

Sehr originell ist, dass die Schauspieler bei Martin Luther Kings Besuch in Ost-Berlin Ostdeutsch sprechen.

Die Komponisten zeigen musikalisches Können mit dem Spiel von Keyboard, aber auch Akkordeon.

Bei einem Lied dürfen der Star der Aufführung und der Chor auch Lateinisch singen.

Schließlich wird Hypnose als Mittel zur Verwirrung von Martin Luther King seitens des FBI oder des Ku Klux Klan eingesetzt

Berühmte Lieder in dem Musical, die sehr gut beim Publikum ankamen, sind „Go down Moses “ und „We shall overcome“.

Schließlich wurden interessante Effekt dadurch erzeugt, dass der Chor Lichtspots in unterschiedlichen Farben für die Choregraphie hatte.

Mitsingen in Dortmund

Nach der „Grugahalle“ kommt die Westfalenhalle: Dort wird an Fronleichnam, am Donnerstag, dem 20. Juni 2019, das Chormusical Martin Luther King im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund aufgeführt. Für den Chor an diesem Feiertag werden noch Sängerinnen und Sänger gesucht, über 1.500 haben sich schon angemeldet. Wer mitsingt, kann automatisch auch als Dauerteilnehmer am Kirchentag teilnehmen.

Komödie über das liebe Geld und Glück

Autor: Christian Dick

Wenn man unverhofft zu einem stattlichen Geldbetrag kommt, dann kann ein Mensch, der für gewöhnlich Skrupel hat, schnell in Versuchung geraten. Genauso ergeht es Heiner B. Liebig in der Komödie FUNNY MONEY. Dieses Stück führt auf äußerst humorvolle Weise vor Augen, dass Geld allein noch lange nicht glücklich macht, sondern dass mit dem Geld die Probleme oft erst anfangen. Und unglücklich wird man gerade dann, wenn man nur den materiellen Dingen hinterherläuft. Deswegen ist in der Regel derjenige umso glücklicher, der sich an den kleinen Dingen des Lebens freuen kann.

Schauspielerisch ist diese Inszenierung sehr gelungen.

Geschrieben wurde die Farce „FUNNY MONEY“, die aktuell im Theater an der Kö in Düsseldorf aufgeführt wird von Ray Cooney. Die Regie führt Folke Braband. Mit von der Partie sind die Schauspieler JACQUES BREUER, RALF KOMORR, SASKIA VALENCIA, SIMONE PFENNIG, THOMAS GIMBEL, STEFAN PREISS, HORST R. NAASE und KLEBER VALIM.

Die Premiere am 1. Februar 2019 kam beim Publikum sehr gut an.

Handlung des Stücks

Heiner Liebig verwechselt in der U-Bahn seine Aktentasche mit der eines Fremden und ist plötzlich Besitzer von 1,5 Millionen EURO. Sofort erwacht in Heiner kriminelle Energie. Er plant auf der Stelle mit dem Geld und seiner Frau aus Deutschland zu verschwinden, was sich allerdings als schwierig erweist, weil seine Geburtstagsgäste vor der Türe stehen und sich plötzlich zwei ausgesprochen bestechlich zeigende Polizisten sehr für Heiner interessieren.

Als dann auch noch der eigentliche Inhaber des Geldes tot im Rhein gefunden und anhand der Papiere in seinem Aktenkoffer als Heiner Liebig identifiziert wird und ein dubioser Mr. Big auftaucht, ist das Chaos perfekt.

Unter den Gästen im Publikum waren die Schauspielerin Judith Richter, Tochter von Beatrice Richter, und die Schauspielerin Tanja Schleiff, Ehefrau des Direktors des Theater an der Kö René Heinersdorff. Beiden hat diese Komödie sehr gut gefallen.

Foto: Judith Richter und Tanja Schleiff (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

„FUNNY MONEY“ steht bis zum 24. März 2019 auf dem Programm des Theater an der Kö. Weitere Informationen sind unter folgender Internetadresse zu finden: www.theateranderkoe.de

Viel Applaus für „Komplexe Väter“

Foto: das Ensemble des Stücks „Komplexe Väter“ Autor, Regisseur und Schauspieler René Heinersdorff, Jochen Busse, Katarina Schmidt, Hugo Egon Balder und Alexandra von Schwerin (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Am 31. Januar 2019 fand im Kölner Theater am Dom die Premiere des Stücks „Komplexe Väter“ statt. Wenn ein Stück, wie in diesem Fall, vom Mitinhaber des Theater am Dom René Heinersdorff geschrieben ist, dann ist das ein Garant für einen äußerst kurzweiligen Abend, an dem man vor Lachen von Herzen fröhlich sein kann. Das Stück wurde bereits mit großem Erfolg in Berlin aufgeführt.

René Heinersdorff ist auch noch Regisseur dieser Komödie uns spielt selber mit. Mit ihm zusammen sorgen Jochen Busse, Hugo Egon Balder, Alexandra von Schwerin und Katarina Schmidt dafür, dass dieser Theaterabend, an dem eine Pointe die andere jagt, beim Publikum bestimmt nicht schnell in Vergessenheit gerät, sondern vielmehr weiter empfohlen wird. Bedauerlich ist, dass heutzutage aktuelle Komödien aus Boulevardtheatern kaum noch im Fernsehen gezeigt werden, denn die Inszenierung „Komplexe Väter“ würde das Fernsehpublikum sicherlich ebenfalls sehr begeistern. Im Mittelpunkt steht die 25jährige Tochter Nadine, dargestellt von Katharina Schmidt, die ihren neuen Freund – verkörpert von René Heinersdorff präsentiert, der zum Leidwesen ihres leiblichen Vaters Erik, den Hugo Egon Balder spielt, und ihres Stiefvaters Anton, den Jochen Busse darstellt, doppelt so alt ist wie Nadine. Doch dies ist nicht der einzige Grund, weshalb es in diesem heiteren Schwank eine Menge Komplikationen gibt. Zu viel über den Inhalt sei allerdings an dieser Stelle nicht verraten, damit nicht die Spannung vorweg genommen wird. So viel sei aber verraten: Dieses Stück macht Lust auf Mehr!

Bei der Premierenfeier herrschte gute Stimmung. Mit von der Partie waren unter anderem Hella von Sinnen und Schauspielerin Marianne Rogée.

Foto: Hella von Sinnen und Marianne Rogée (Mitte) (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

„Komplexe Väter“ steht bis zum 27. April 2019 auf dem Programm des Theater am Dom.

Weitere Informationen gibt es unter folgender Internetadresse: https://www.theateramdom.de/