Archiv für den Tag: September 9, 2019

„KENNST DU MICH NOCH?“ im Theater am Dom

Autor: Christian Dick

Bei dieser aktuellen Inszenierung im Kölner Theater im Dom wird es für den Zuschauer sehr kompliziert. Denn es ist nicht einfach zu erkennen, ob da auf der Bühne eine reale Situation dargestellt wird oder ob da die Ehefrau in einer Traumwelt ist und nach langer Ehe Luftschlösser baut, wie ihr Leben wohl mit dem Traumpartner als Jugendzeiten verlaufen wäre. Kompliziert wird es dadurch, dass die Jugendliebe plötzlich auf der Bühne auftaucht und der später zurückkehrende Ehemann dann diese Jugendliebe aber nicht sehen kann. Dies steht den Zuschauer vor ein Rätsel. Es steckt also viel Psychologie in diesem Stück, dessen Inszenierung für den Regisseur ein nicht leicht zu meisternde Aufgabe darstellt. Aber Regisseur und Mitinhaber des Theater am Dom René Heinersdorff ist diese Inszenierung mit Anja Kruse, Sascha Wussow, Ralph Schicha und Aylin Werner in exzellenter Weise gelungen. Das Stück ist überaus spannend und hat viele überraschende Wendungen, zudem enthält es viele spritzige Pointen.

Bis zum 3. November 2019 steht „Kennst Du  mich noch?“ im Theater am Dom in Köln auf dem Programm.

Inhalt

Diese Komödie wurde von Sam Bobrick geschrieben.

Mary und Paul sind lange verheiratet, die Kinder sind aus dem Haus und der eingespielte Alltag bestimmt ihr Leben, als plötzlich Mary`s Jugendliebe Peter aus vergangenen Collegezeiten auftaucht. Von seinem leidenschaftlichen Werben völlig aus dem Gleis geworfen, muss Mary allerdings feststellen, dass Peter nur in Ihrer Vorstellung existiert: Ehemann Paul kann ihn nämlich weder sehen noch hören. Während Mary beginnt, die liebevolle Aufmerksamkeit Peters zu genießen und sich wieder als begehrte Frau zu fühlen, ist Paul tief verunsichert durch den unsichtbaren Nebenbuhler. Also versucht er mit handfesten Tatsachen seine Frau wieder auf den Boden der Realität zurückzuholen und diesen Spuk zu beenden.

Eine Komödie über die Kraft der Phantasie die Wirklichkeit verändern zu können.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Theater am Dom unter dem Link www.theater-am-dom.de.

Opa wird verkauft in der Komödie in der Steinstraße

Autor: Christian Dick

Das aktuelle Stück in der Komödie in der Steinstraße in Düsseldorf in Düsseldorf ist eine äußerst spritzige und kurzweilige Inszenierung, die bei Jung und Alt gleichermaßen gut ankommt.

Ein Kölner in Düsseldorf

Peter Millowitsch kommt beim Düsseldorfer Publikum sehr gut an.  Wie kein anderer steht er für die Kunst des deutschen Volkstheaters in Mundart, das auch in Fernsehübertragungen immer sehr erfolgreich war. Er legt sein ganzes Herzblut in seine Opa als knuffiger, aber auch bisweilen eigenwilliger Opa seine Rolle. Die aus Salzburger stammende Schauspielerin Andrea Spatzek, die ebenfalls schon mehrfach mit großem Erfolg in der Komödie in der Steinstraße mit von der Partie war, tritt in diesem Stück im Dirndl auf und spricht derben österreichischen Dialekt, was auf das Publikum sehr erheiternd wirkt. So sind Peter Millowitsch und Andrea Spatzek die tragenden Säulen dieses Stücks. Und nicht zuletzt die junge Schauspielerin Anna Röser verleiht diesem Stück viel Charme und Esprit.

Regisseur Rolf Berg ist die Inszenierung dieses Stücks mit viel Wortwitz hervorragend gelungen.

Bis zum 19 Oktober 2019 steht „Opa wir verkauft“ in Düsseldorf auf dem Programm. Dieser heiter Schwank ist sehr sehenswert.

Inhalt

Die Komödie „Opa wird verkauft“ ist aus der Feder von Franz Streicher.

Opa, das gewitzte Schlitzohr, liebt es, anderen Streiche zu spielen und versteht es dabei prächtig, seine Mitmenschen zur Verzweiflung zu bringen. Bauer Hannes, Opas Schwiegersohn, auf dessen Hof der Alte lebt, wird indes von Geldsorgen geplagt. Die Heirat seines Sohnes Schorsch mit Eva, der Tochter des reichen Bauern Schlösser, wäre die Rettung! Und dem intriganten Nachbarn käme die Verbindung nur allzu gelegen. Doch Schorsch ist nicht bereit, eine Unbekannte zu heiraten.

Also greift Schlösser zu anderen Mitteln, um seine Ziele zu erreichen. Er macht dem arglosen Hannes ein einmaliges und ungewöhnliches Angebot: Aus purer Menschenfreundlichkeit will er ihm den unbequemen Opa abkaufen! Hannes wäre mit einem Schlag seine Geldsorgen und den verschrobenen Alten los. Der treibt den Verkaufspreis sogar höchstselbst noch in die Höhe – und hält Einzug im Schlösser’schen Haushalt.

Schorsch will die verschmähte Eva persönlich unter die Lupe nehmen. Als Aushilfsknecht getarnt, lässt er sich auf dem Hof ihres Vaters anstellen – und verliebt sich auf der Stelle in die junge Frau. Pech nur, dass Schlösser einen einfachen Knecht nicht als Schwiegersohn akzeptiert! Doch wozu gibt es schließlich den „verkauften“ Großvater, der mit List und Tücke dem Glück des jungen Paares auf die Sprünge hilft …

Besetzung

Rolf Berg Regie

Peter Millowitsch Oppa

Piet Fuchs als Hannes Hemmersbach

Tobias Krebs als Schorsch Hemmersbach

Claus Thull-Emden als Peter Schlösser

Andrea Spatzek als Resi Schlösser

Anna Röser als Eva Schlösser

Verena Wüstkamp als Katrin