„KENNST DU MICH NOCH?“ im Theater am Dom

Autor: Christian Dick

Bei dieser aktuellen Inszenierung im Kölner Theater im Dom wird es für den Zuschauer sehr kompliziert. Denn es ist nicht einfach zu erkennen, ob da auf der Bühne eine reale Situation dargestellt wird oder ob da die Ehefrau in einer Traumwelt ist und nach langer Ehe Luftschlösser baut, wie ihr Leben wohl mit dem Traumpartner als Jugendzeiten verlaufen wäre. Kompliziert wird es dadurch, dass die Jugendliebe plötzlich auf der Bühne auftaucht und der später zurückkehrende Ehemann dann diese Jugendliebe aber nicht sehen kann. Dies steht den Zuschauer vor ein Rätsel. Es steckt also viel Psychologie in diesem Stück, dessen Inszenierung für den Regisseur ein nicht leicht zu meisternde Aufgabe darstellt. Aber Regisseur und Mitinhaber des Theater am Dom René Heinersdorff ist diese Inszenierung mit Anja Kruse, Sascha Wussow, Ralph Schicha und Aylin Werner in exzellenter Weise gelungen. Das Stück ist überaus spannend und hat viele überraschende Wendungen, zudem enthält es viele spritzige Pointen.

Bis zum 3. November 2019 steht „Kennst Du  mich noch?“ im Theater am Dom in Köln auf dem Programm.

Inhalt

Diese Komödie wurde von Sam Bobrick geschrieben.

Mary und Paul sind lange verheiratet, die Kinder sind aus dem Haus und der eingespielte Alltag bestimmt ihr Leben, als plötzlich Mary`s Jugendliebe Peter aus vergangenen Collegezeiten auftaucht. Von seinem leidenschaftlichen Werben völlig aus dem Gleis geworfen, muss Mary allerdings feststellen, dass Peter nur in Ihrer Vorstellung existiert: Ehemann Paul kann ihn nämlich weder sehen noch hören. Während Mary beginnt, die liebevolle Aufmerksamkeit Peters zu genießen und sich wieder als begehrte Frau zu fühlen, ist Paul tief verunsichert durch den unsichtbaren Nebenbuhler. Also versucht er mit handfesten Tatsachen seine Frau wieder auf den Boden der Realität zurückzuholen und diesen Spuk zu beenden.

Eine Komödie über die Kraft der Phantasie die Wirklichkeit verändern zu können.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Theater am Dom unter dem Link www.theater-am-dom.de.