Archiv des Autors: Christian Dick

WIR LIEBEN UND WISSEN NICHTS im Theater an der Kö

Autor: Christian Dick

Die aktuelle Inszenierung im Düsseldorfer Theater an der Kö mit dem Titel „Wir lieben und wissen nichts“ aus der Feder von Moritz Rinke hat sehr viel Dynamik und ist von Regisseur und Theaterdirektor René Heinersdorff sehr spannend inszeniert worden. Zwei Paare, in deren Beziehungen einiges suboptimal läuft, lernen sich im Wege eines Wohnungstausches kennen. Hierbei treten die Beziehungskonflikte zwischen den beiden Paaren offen zutage, als es bei ihnen gefühlsmäßig funkt, als sie das Paar kennen lernen, mit dem sie die Wohnung tauschen wollen. Es kommt zu einem Chaos der Gefühle.

Es wirken mit COSMA SHIVA HAGEN, JEANETTE BIEDERMANN, JOHANNES BRANDRUP und SEBASTIAN HÖLZ.

Inhalt des Stücks

Zwei Paare treffen sich zum berufsbedingten Wohnungstausch. Karrierefrau Hannah muss als Zen-Coach für Bankmanager nach Zürich; ihr Freund, der sensible Sebastian, soll sie begleiten. In ihre Wohnung sollen währenddessen die Tier-Physiotherapeutin Magdalena und ihr Mann Roman einziehen. Roman ist Informatiker bei der Weltraumbehörde, ein Fanatiker der Technik und Effizienz und das genaue Gegenteil von Sebastian, der an der modernen Welt verzweifelt, in der man via PIN-Codes und WLAN-Router zwar Zugang zu allem Möglichen erhält, nur nicht zu sich selbst.

In Roman erkennt Sebastian auf Anhieb seinen Erzfeind – im Gegensatz zu Hannah, die Gefallen an seinen Macherqualitäten findet. Umgekehrt wird Magdalena von Sebastians Melancholie magisch angezogen. Bereits seit längerem schwelende Beziehungskrisen brechen plötzlich offen aus und eskalieren zu einem Kampf der Kulturen…

Rinkes temporeiche, amüsant geschliffene Dialoge, unter denen er sein szenisches Dynamit verbirgt, machen Theaterbesucher und Theatermacher süchtig. Für seine Figuren, die er ebenso liebevoll wie gnadenlos zeichnet, ist der Abgrund immer nur einen Schritt entfernt.

Noch bis zum 11. November 2018 steht „Wir lieben und wissen nichts“ im Theater an der Kö auf dem Programm. Weitere Informationen sind unter folgender Internetadresse zu finden: www.theateranderkoe.de

Nachlese – Julia Engelmann in Duisburg

Autor: Christian Dick

Einen grandiosen Auftritt hatte die Poetry Slammerin Julia Engelmann am 7. Oktober 2018 in der Mercatorhalle in Duisburg mit ihrem aktuellen Programm „Poesiealbum“. Beachtlich ist die Vielzahl an sehr langen Texten, die Julia Engelmann auswendig beherrscht und in zweieinhalb Stunden vorträgt. Ihre Gedichte berühren die Emotionen des Publikums tief, besonders die Gedichte, die sie für ihre Mutter und ihren Vater geschrieben hat, gehen unter die Haut.

Die 26jährige Julia Engelmann ist trotz ihres großen Erfolgs äußerst bodenständig geblieben, beantwortet gerne aus dem Stegreif Fragen aus dem Publikum. Sie hat eine sehr natürliche Ausstrahlung und sowohl die Gedichte, die sie alle selbst verfasst, als auch ihre Lieder haben Esprit.

Der Abend mit Julia Engelmann in Duisburg war äußerst kurzweilig und verging wie im Flug. Und so kann man nur sagen: Da capo!

Weitere Informationen über Julia Engelmann gibt es unter folgender Internetadresse: http://www.juliaengelmann.de/

JETZT, BABY – Poesie und Musik – Julia Engelmann

Verlosung von 2 Tickets für den 7. Oktober 2018  in Duisburg

 

Autor: Christian Dick

 

Julia Engelmann (Foto, copyright: Thommy-Mardo)

Sie hat im Bereich Poetry Slamming in den vergangenen Jahren Furore gemacht. Ihr Aufstieg ist raketenhaft, ihr Talent herausragend, ihre Auftritte berühren das Publikum emotional. Heute ist sie Deutschlands erfolgreichste und berühmteste Poetry-Slammerin, erfolgreiche Vollzeitpoetin, dreifache Spiegelbestsellerautorin und gilt als Stimme ihrer Generation. Die Rede ist von Julia Engelmann. Sie begeistert ein Millionenpublikum und sorgt für restlos ausverkaufte Termine ihrer aktuellen Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Über 50.000 Besucher sahen das so liebevoll gestaltete Programm „JETZT, BABY – Poesie und Musik“, das an jedem Abend mit einer sympathischen Künstlerin, selbst gemalter Kulisse, viel Konfetti und einer mitreißenden Live-Atmosphäre das Publikum bezaubert hat.

Die 25-jährige Bremerin ist wirklich ein Multitalent: Ihr am 03.11. veröffentlichtes Debütalbum „POESIEALBUM“ stieg prompt auf Platz 9 der Albumcharts ein und enthält 14 wundervolle Songs mit diesem besonderen „engelmannschen“ Wortzauber.

Und so erwartet den Besucher an einem besonderen Abend eine zauberhafte Bühnenshow voller bekannter und neuer Texte, wie „Zauberer“ oder „100 große Kinder“, aber auch mit Liedern ihres Debütalbums wie „Grüner wird’s nicht“, „Alleine sein“, „Kein Modelmädchen“,  „Sowas wie Magie“ oder „Bestandsaufnahme“… Und natürlich auch der auf Youtube millionenfach geklickte „Grapefruit“-Song.

Der Vorverkauf für  ihre neue Tournee im Herbst 2018 „POESIEALBUM – LIVE 2018“, läuft bereits mit großer Nachfrage und so verspricht auch diese Tournee ein großer Erfolg zu werden. In NRW tritt Julia Engelmann in Düsseldorf, Köln, Duisburg und Aachen auf.

Die NRW-d-e-p-e-s-c-h-e verlost zwei Tickets für den Auftritt von Julia Engelmann in der Mercatorhalle in Duisburg am 7. Oktober 2018. Hierfür ist die Preisfrage am Ende dieses Artikels zu beantworten.

Julia Engelmann  –  „POESIEALBUM“ – DIE NEUE HERBSTTOURNEE 2018

22.09.2018

Beverungen

Stadthalle

23.09.2018

Stuttgart

Liederhalle

 

Beethovensaal

25.09.2018

Nürnberg

Meistersingerhalle

 

26.09.2018

Ingolstadt

Festsaal

 

28.09.2018

Frankfurt

Jahrhunderthalle

 

29.09.2018

Würzburg

Congress Centrum

 

30.09.2018

Düsseldorf

Mitsubishi Electric Hall

 

 

01.10.2018

Köln

Palladium

 

03.10.2018

Karlsruhe

Schwarzwaldhalle

 

05.10.2018

Koblenz

Rhein-Mosel-Halle

 

06.10.2018

Trier

Europahalle

 

07.10.2018

Duisburg

Mercatorhalle

 

10.10.2018

Hamburg

Laeiszhalle

 

13.10.2018

Bremen

Musical Theater Bremen

 

18.10.2018

Aurich

Stadthalle

 

19.10.2018

Hannover

Kuppelsaal

 

20.10.2018

Leipzig

Arena Leipzig

 

21.10.2018

Regensburg

Audimax

 

23.10.2018

Crailsheim

Hangar

 

 

24.10.2018

Rosenheim

KUKO

 

25.10.2018

Österreich – Wien

Halle F

 

27.10.2018

Essenbach

ESKARA Eissporthalle

 

28.10.2018

Chemnitz

Stadthalle

 

10.11.2018

Berlin

Tempodrom

 

11.11.2018

Magdeburg

Stadthalle

 

12.11.2018

Erfurt

Messe

 

13.11.2018

Dresden

Kulturpalast

 

15.11.2018

Saarbrücken

Saarlandhalle

 

16.11.2018

Mainz

Halle

45

 

17.11.2018

Kempten

bigBox

 

23.11.2018

Aachen

Eurogress

 

25.11.2018

Schweiz – Zürich

Halle 622

 

26.11.2018

Österreich  – Innsbruck

Congress Innsbruck,

Saal Tirol

27.11.2018

Österreich – Salzburg

Congress

 

29.11.2018

Braunschweig

Stadthalle

 

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im  Internet unter www.eventim.de (in Österreich auch unter www.oeticket.com, in der Schweiz unter www.ticketcorner.ch) sowie unter www.semmel.de.

 

Wer eines der 2 Tickets für den Auftritt von Julia Engelmann in der Mercatorhalle in Duisburg am 7. Oktober 2018 gewinnen möchte, möge bitte folgende Preisfrage bis zum 10. September beantworten: Aus welcher Stadt kommt Julia Engelmann. Die Antwort mit Angabe Ihrer Adresse richten Sie bitte an folgende Adresse : gewinnspiel@nrw-depesche.de .

Rainhard Fendrich – Für immer a Wiener -Live 2018

 

Verlosung von 2 Alben von Rainhard Fendrich

 

Autor: Christian Dick

Foto: Rainhard Fendrich (Foto, copyright: Sandra Ludewig)

Rainhard Fendrich ist einer der erfolgreichsten Musikexporte Österreichs. Wie kein anderer ist er ein grandioser Botschafter des Wiener Charmes. Dies hat er auch über viele Jahre hinweg als Moderator der Fernsehsendung „Herzblatt“ unter Beweis gestellt. Am 24. September 2018 tritt Rainhard Fendrich in der Lichtburg in Essen auf.

Die NRW-d-e-p-e-s-c-h-e verlost zwei Alben von Rainhard Fendrich. Hierfür ist die Preisfrage am Ende dieses Artikels zu beantworten.

Kein anderer Künstler hat in den letzten Jahrzehnten die Musikszene dort so sehr geprägt wie der 63-jährige Wiener. Im September 2017 feierte das Musical „I Am from Austria“ mit seinen größten Hits Welt-Premiere im Ronacher Theater in Wien. Ein Ritterschlag für einen großartigen Songschreiber und Interpreten.

Dabei ist Fendrich nicht nur Kult, sondern begeistert seine Fans immer wieder mit neuen, teils witzigen, aber auch tiefgründigen Songs. Mit seinem 2016 erschienen Album SCHWARZODERWEISS, das gleichzeitig sein neuntes Nummer 1 Album ist und direkt Gold-Status erreichte, begeisterte er Kritiker wie Fans. Seine große Tournee im Frühjahr 2017 war restlos ausverkauft.

„Rainhard Fendrich – live 2018“ wird ein neues, intensives Konzerterlebnis unplugged ist das Gebot der Stunde der kommenden Akustiktournee „Für immer a Wiener“. Die Band wird durch Martin Fuss und Krysztof Dobrek um Akkordeon, Saxophon, Querflöte und Klarinette erweitert.

Ein Hitfeuerwerk aus aktuellen und natürlich auch alten Liedern auf die man sich in einem ganz neuen Klangbild freuen kann!

Die musikalische Reise von Rainhard Fendrich begann bereits vor über 38 Jahren. Seither hat der Sänger und Liederschreiber 17 Studioalben mit beinahe 250 Songs veröffentlicht. Bisher wurde er 25mal mit Gold, 28mal mit Platin sowie weiteren zahlreichen Awards, wie z.B. den World Music Award ausgezeichnet.

Rainhard Fendrich – Für immer a Wiener -Live 2018 – Tourdaten

22.09.2018 Freiburg Konzerthaus

23.09.2018 Aschaffenburg f.a.n. Arena

24.09.2018 Essen Lichtburg

26.09.2018 Ingolstadt Saturn Arena

28.09.2018 Füssen Festspielhaus

29.09.2018 Bamberg Brose-Arena

30.09.2018 Erfurt Alte Oper

04.10.2018 Rosenheim Kultur-und Kongresshalle

07.10.2018 Augsburg Schwabenhalle

08.10.2018 CH-Zürich Volkshaus

09.10.2018 CH-Basel Musical Theater

12.10.2018 Heilbronn Harmonie

13.10.2018 Würzburg S.Oliver Arena

14.10.2018 Stuttgart Hegelsaal

16.10.2018 AT-Bregenz Festspielhaus

17.10.2018 Neu-Ulm Rathiopharm Arena

18.10.2018 Friedrichshafen Graf Zeppelin Haus

 

Wer ein Album von Rainhard Fendrich gewinnen möchte, möge folgende Frage beantworten: Wie alt ist Rainhard Fendrich? Die Lösung ist bis zum 31. August 2018 mit dem Stichwort Rainhard Fendrich an folgende Adresse zusenden: gewinnspiel@nrw-depesche.de . Die CDs werden unter den Einsendern, die richtige Lösung senden, verlost. Bitte geben Sie Ihre vollständige Adresse an.

Der legendäre »Rocker-Priester« Guy Gilbert erzählt aus seinem Leben

Verlosung von 5 Exemplaren des neuen Buches von Guy Gilbert

In seinem Buch »Im Ernst: Gott hat Humor« plädiert der legendäre, französische »Rocker-Priester« Guy Gilbert auf erfrischende Weise für mehr Humor im Glauben, Gottvertrauen, Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Dabei erzählt der unkonventionelle Priester Anekdoten über Erlebnisse mit ehemaligen Gangstern, Strolchen und Tagedieben.

Das Buch wurde durch ein spannendes Interview mit Guy Gilbert ergänzt und ist ein inspirierendes Zeugnis für Gott.

Guy Gilbert handelt ganz im Sinne von Papst Franziskus. Er widmet seit über 50 Jahren sein Leben den Randgruppen der Gesellschaft. Seine  Kirche ist die Straße und in seinem neuen Buch erzählt der »Rocker-Priester« mit Silberringen, Jeans und Lederjacke von seinen Erlebnissen mit ehemaligen Gangstern, Strolchen und Tagedieben, denen man am besten mit viel Liebe und vor allem Humor begegnet.

Guy Gilbert, der legendäre, äußerst unkonventionelle, französische Geistliche, dessen Kirche die Straße ist, widmet sein Leben den Randgruppen der Gesellschaft. In diesem neuen Buch erzählt der „Rocker-Priester“ mit Silberringen, in Jeans und Lederjacke von seinen Erlebnissen mit ehemaligen Gangstern, Strolchen und Tagedieben, denen man am besten mit viel Liebe und vor allem Humor begegnet. Seinen Jugendlichen beweist er, dass Nonnen schön und glücklich sind; er teilt das Brot mit einem schimpfenden Atheisten und überzeugt einen Priester davon, sich von einem Ex-Einbrecher helfen zu lassen. Die unterhaltsamen wie sinnreichen Anekdoten sind ein erfrischendes Plädoyer für mehr Humor im Glauben, Gottvertrauen, Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Ganz im Sinne von Papst Franziskus plädiert er leidenschaftlich dafür, den Blick zu schärfen für die Armen, Schwachen und Ausgestoßenen und »bis an die Ränder« zu gehen. Die deutsche Erstausgabe seines erfolgreichen Buches »Les sourires de Dieu« wurde durch ein spannendes Interview mit Guy Gilbert ergänzt. (Übersetzung aus dem Französischen)

Ein inspirierendes Zeugnis für Gott, mit vielen Farbfotos. Das Buch ist erfrischend witzig und ermutigend.

Guy Gilbert wurde 1935 im westfranzösischen Rochefort-sur-Mer geboren. Ab 1948 besuchte er ein Priesterseminar in Algerien. 1965 folgte die Priesterweihe und bis 1970 war er als Hilfsprediger in Algerien tätig. Seit 1970 arbeitet Guy Gilbert mit sozial benachteiligten, z.T. delinquenten jungen Menschen in Paris; betreut zusammen mit Sozialarbeitern und Pädagogen u.a. ein Bauernhofprojekt in der Haute Provence, um straffälligen Jugendlichen wieder in ein »normales« Leben zu verhelfen. 2017 erschien sein neustes Buch mit dem Titel »Les sourires de Dieu«.

Angaben zum Buch:

Guy Gilbert

Im Ernst: Gott hat Humor

Der legendäre »Rocker-Priester«

erzählt

Übersetzung aus dem Französischem,

112 Seiten, 11 x 19 cm, gebunden,

mit zahlreichen Farbfotos

ISBN 978-3-7462-5219-3

€ 14,95 [D / A]

Die NRW-d-e-p-e-s-c-h-e verlost 5 Exemplare dieses Buches. Schreiben Sie bis zum 22. August 2018 eine e-mail mit dem Betreff „Guy Gilbert an die Adresse gewinnspiel[at]nrw-depesche.de .

Tipps für eine gelingende Geschwister-Beziehung

Viele belasten Differenzen und Konflikte mit ihren Geschwistern. In seinem neuen Buch „GESCHWISTERBANDE“ legt der bekannte Buchautor und Benediktinerpater Anselm Grün dar, wie Konflikte zwischen Geschwister gelöst werden können und wie Beziehungen zwischen Geschwistern in der Weise gelingen können, dass sich die Geschwister aneinander freuen.

Dieses Buch ist insofern besonders empfehlenswert, weil es keineswegs ein Psycho-Ratgeber ist, sondern der Autor das Buch vielmehr aus seiner Sicht als Seelsorger geschrieben hat.

In Management-Seminaren erkennt Anselm Grün schnell, wer Einzelkind ist oder Geschwister hat, denn wenn jemand keine Geschwister habe, so Anselm Grün, fehle ihm die natürliche Entwicklung der Empathie.

Als Bruder von sechs Geschwistern hat Anselm Grün stets sehr gute Erfahrungen gemacht und hat noch heute viel Freude an den regelmäßigen Familientreffen. Aus vielen Beratungsgesprächen weiß er jedoch, dass es in Geschwister-Beziehungen nicht immer ganz glatt geht, dass Streitigkeiten zwischen Geschwistern dazu führen, dass diese oft jeglichen Kontakt abbrechen oder nur noch über Rechtsanwälte korrespondieren und, dass die Ehepartner nicht unerheblichen Einfluss auf Streitigkeiten zwischen Geschwistern haben. Die Quelle für die Abfassung dieses Buches waren für Anselm Grün zum einen seine Erfahrung in Management-Seminaren, in denen er sofort erkannt hat, wie die Mitarbeiter mit ihren Geschwistern umgehen. So hingen Konflikte mit Mitarbeitern mit nicht gelösten Konflikten zwischen Geschwistern zusammen, berichtet Anselm Grün. Zum anderen hat Anselm Grün für das vorliegende Buch aus seinen Erfahrungen in Einzelgesprächen, in denen Menschen über ihre Geschwister-Beziehungen berichtet haben, geschöpft, wobei er sämtliche Berichte anonymisiert hat.

Den Beziehungen unter Geschwistern steht laut Anselm Grün bei Einzelkindern die Sehnsucht gegenüber, einen Bruder oder eine Schwester zu haben, mit denen man sich austauschen kann.

Bruder und Schwester sind diejenigen, mit denen wir oft die längste Zeit im Leben verbringen. Aber gerade weil man schon seit frühester Kindheit zusammen ist, entstehen meist auch tiefgehende Konflikte, schildert Anselm Grün in seinem Buch. Die Eltern bevorzugen vielleicht die eine und übersehen die Bedürfnisse des anderen. Spätestens, wenn es irgendwann um das Erbe geht, brechen alte Konflikte auf, so der Autor weiter.

Was ist die Basis für ein gutes geschwisterliches Verhältnis? Hängt es von den Eltern ab? Entstehen Streit und Probleme durch die Andersartigkeit der Geschwister oder durch bestimmte Familienkonstellationen? Wie können Krisen bewältigt werden? Und welche Haltungen sind nötig, damit ein gutes Miteinander über lange Zeit Bestand hat? Diesen Fragen geht Pater Anselm Grün in seinem neuen Buch »Geschwisterbande« seelsorgerlich nach. Dabei lässt er immer wieder auch biblische Geschichten, wie zum Beispiel die Beziehungen zwischen Kain und Abel, Jakob und Esau und Mose und seinen Geschwistern Aaron und Mirjam  einfließen, denn darin liegt für ihn ein Schlüssel der Erkenntnis.

Anselm Grün stellt fest »Es ist mir ein Anliegen, in den Geschwistern die Sehnsucht nach einer guten Beziehung zu wecken. Die einen möchte ich bestärken in der Dankbarkeit für ihren guten geschwisterlichen Zusammenhalt. Allen, die an ihren Geschwisterkonflikten leiden, möchte ich Wege aufzeigen, wie sie mit schwierigen Beziehungen umgehen können, damit sie nicht ein Leben lang davon belastet werden. Und ich möchte verfeindete Geschwister ermutigen, sich zu versöhnen.«

Angaben zum Buch:

ISBN 978-3-96340-024-7 ·

192 Seiten

€ [D] 18,– / € [A] 18,50 ·

bene! Verlag in Kooperation mit dem Vier-Türme-Verlag

Fulminante Broicher Schlossnacht 2018

 

Foto: Innenhof von Schloss Broich (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

„Kunst kennt keine Behinderung“, sagte einst Joseph Beuys. Und dieses Motto hat sich die  Broicher Schlossnacht im Mülheim ganz groß auf die Fahnen geschrieben, sie liefert hierdurch einen vorbildlichen Beitrag zu Inklusion und zieht alljährlich viele Menschen in Ihren Bann. Das Wetter hätte diesmal besser nicht sein können, an dem lauschigen Sommerabend kam ein frischer Wind auf, der in diesen Wochen lang ersehnt war. Ensembles mit und ohne Handicap kamen aus verschiedenen Städten der Welt im Broicher Schlosshof zusammen und gestalteten mit ihren Darbietungen außergewöhnliche Stunden in einzigartiger Kulisse. Das Programm zur 10. Broicher Schloßnacht am 4. August 2018 bot mit Flugartistik, Wortakrobatik, Tanz, Komik und Musik eine sehr große Bandbreite der Unterhaltungskunst, und das zu einem sehr günstigen Eintrittspreis.

Unter anderem standen folgende Darbietungen auf dem Programm:

tanzbar_bremen „# B Kiste“

Bauen, formen, verändern, wandeln, verhandeln, gestalten: umgeben von Kisten werden die Tänzer Dario Redecker und Adriana Könemann von der tanzbar_bremen zu Baumeistern, die in dieser Choreographie die Gestaltungsspielräume von Beziehungen ausloten.

Bereits zum dritten Mal war die tanzbar_bremen bei der Broicher Schlossnacht mit von der Partie.

Danza Mobile „Encuentros y Saludos“

(Aufnahmen, copyright: Christian Dick)

Danza Mobile aus Spanien ist das Urgestein des inklusiven Tanztheaters in Europa, betreibt seit Jahrzehnten eine modellhafte Schule für Tänzerinnen und Tänzer mit geistiger Behinderung und ist nicht zuletzt durch den Kinohit „Me too – wer will schon normal sein?“ einem breiten Publikum bekannt. Zumeist mit abendfüllenden Tanzstücken auf großen Bühnen zu Hause, präsentierte Danza Mobile eigens für die Schlossnacht das kurze Tanzduett „Encuentros y Saludos“: tiefgründig, körperbetont und dabei voller Humor.

Matthias Romir „Schwarz“

Diese Show ist wie guter Kaffee: bitter wie das Leben, schwarz wie die Zukunft und doch auf seltsame Weise ein Genuss. Die schwerelose Leichtigkeit der Heliumballons bekommt in den Händen der kauzigen Kunstfigur auf Rollschuhen eine groteske Note. Aus dem verspielten Kampf mit den Tücken des Objekts entwickelt sich bald eine zugleich urkomische wie berührende Geschichte. Hier wird die Kunst des Scheiterns konsequent zu Ende gedacht. „Schwarz“ ist ein Sammelsurium kurioser Einfälle und ein Bekenntnis zu großen Gefühlen. Eine Show, die unter die Haut geht, aber vor allem eines ist: zum Totlachen.

Die Couchies „Die Drei vom Sofa – Swing“

Diese Berliner Formation spielte so fetzig, dass das Publikum mittanzte und mitsang. Die Größe der Bühne ist den drei Ausnahmeswingern Hank Willis, Colt Knarre und Couchy Couch egal. Ihre Show findet immer auf dem Sofa statt. Eng sitzen sie mit Geige, Gitarre und Kontrabass, herausragend ist die Stimme von Sängerin Couchy Couch. Fast vergessene Schlager aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts und eigene Songs stehen im Mittelpunkt des Programms. Weitere Informationen sind unter folgender Internetadresse zu finden: http://www.diecouchies.de/

Marcus Jeroch

Viel Applaus erhielt der Wort-Akrobat Marcus Jeroch für sein Programm „Literarite II“. Er wurde in Hamburg geboren, erlebte seine Kindheit in Afrika. Kurz vor seiner Schulpflicht kehrte er mit seiner Familie nach Deutschland zurück. Nach seinem Abitur entschied sich Marcus Jeroch für ein Jura-Studium, wandte der Rabulistik nach drei Semestern den Rücken zu und arbeitete als Körperkünstler.

Er studierte Jonglage und Akrobatik an der „Etage“ Berlin, zahlte sein Lehrgeld in der Straßenkunst und engagierte sich als Mitbegründer im „SCHEINBAR-VARIETÉ“ Berlin sowie im „ROCK-ZIRKUS GOSH“. Letzterer prägte die Arbeit und Lust Jerochs entscheidend, im kontinuierlichen Auftritt und mit einem ebenso professionellen wie wilden Team aß Jeroch das Brot des Künstlers: Applaus, Licht und trotzdem Gage. 1990 erhielt er beim „13. FESTIVAL MONDIAL DU CIRQUE DE DEMAIN“ seine erste große Auszeichnung im Metier Jonglage. Jeroch komplettierte seine Tätigkeit als Jongleur durch sprachartistische Arbeiten und erhielt 1991 in der Fernsehsendung „Hut Ab“ sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis für seine Interpretation der Rede mit den wegfallenden Buchstaben von F. Kändler.

Im Jeroch Verlag iist ein Buch erschienen! Mit Texten von Friedhelm Kändler: „Schöner Denken mit WoWo“ – das Spiel der Worte kann nachgeschaut werden.

Im Programm von Marcus Jerocih wird es wirbelnd präsentiert, singend sogar. Ob Gegenstände oder Poesie, Wortkaskaden oder Hüftschwung mit Hula-Hoop, Marcus Jeroch überrascht mit seinen eigenwilligen Jonglagen aus Ton und Wirklichkeit. Weitere Informationen sind unter folgender Internetadresse zu finden: https://marcusjeroch.de/

Omnivolant „Gravity is a mistake “

Bei diesen Artisten blieb vielen Menschen im Publikum vor Spannung fast der Atem stehen. Omnivolant ist eine der wenigen Gruppen in Europa, die die Kunst der Artistik am Fliegenden Trapez beherrschen.

Den krönenden Abschluss bildete ein Flying Wheelchair – ein Mann im Rollstuhl wurde mit Hilfe  eines Krans in die Lüfte gehoben, wobei der Rollstuhl in einer Konstruktion war, die Flügel hatte.

Manfred Lütz zu Gast beim Apollinaris-Empfang

Foto: Festredner Dr. Manfred Lütz (Aufnahme. Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Kreuzzüge, Hexenverfolgung und Inquisition – mit dem Christentum werden oft nur Skandale assoziiert. Aber ist diese Betrachtungsweise nicht zu einseitig, wenn man die Geschichte des Christentums objektiv verstehen will? Eignet sich das Christentum noch als geistiges Fundament Europas? Und ist den Menschen überhaupt noch klar, wovon sie reden, wenn sie vom christlichen Menschenbild, von christlichen Werten oder gar vom christlichen Abendland sprechen? Mit falschen Vorstellungen und Verzerrungen in der öffentlichen Debatte und oft grotesken Informationen in den Medien und mit der Unkenntnis vieler Menschen über das Christentum aufzuräumen – das ist das Ziel von Dr. Manfred Lütz mit seinem Buch „Der Skandal der Skandale – Die geheime Geschichte des Christentums“, das Anfang dieses Jahres im Herder Verlag erschienen ist. Über dieses Buch referierte der renommierte Psychiater und Theologe Manfred Lütz am 18. Juli 2018 beim Apollinaris-Empfang der Katholischen Kirche der Stadt Düsseldorf.

Unter wissenschaftlicher Mitarbeit des Historikers Arnold Angenendt erzählt Manfred Lütz in seinem aktuellen Buch die Geschichte des Christentums, wobei er sich auf den neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung stützt. Das Buch ist aber keineswegs nüchtern geschrieben, sondern es fesselt den Leser wie ein Krimi.

„Gregor Gysi hat bei der Vorstellung meines Buches gesagt, er sei Atheist, aber er habe Angst vor einer gottlosen Gesellschaft, weil der die Solidarität abhanden kommen könne. Sozialismus sei schließlich nichts anderes als säkularisiertes Christentum. Und da hat er recht. Viele Menschen sitzen heute noch den falschen Behauptungen auf, die Hitler und Honecker über das Christentum in die Welt gesetzt haben, und deswegen ist Aufklärung da dringend nötig. Das Buch stellt das gesicherte Wissen dar, das wir heute über all die spektakulären Ereignisse der Geschichte des Christentums wirklich haben. Es ist kein Bekenntnisbuch, sondern ein Wissensbuch – für Atheisten und Christen“, hob Lütz hervor.

Zum Thema Atheismus führte Lütz weiterhin aus „Während Christen nie Kriege im Namen Gottes geführt haben, hat der Atheismus im 20. Jahrhundert 160 Millionen Tote verursacht, wenn man mal die Opfer von Hitler, Stalin und Mao Tse-tung zusammenrechnet. Also der Atheismus ist auch keine Lösung!“

Über kaum etwas gibt es laut Lütz heute so viel Unkenntnis wie über das Christentum, von Bäumen weiß man inzwischen in der Öffentlichkeit mehr. Sogar die Christen selbst schämen sich meist sicherheitshalber für ihre Geschichte – ohne sie zu kennen. Dabei hat die Wissenschaft in den vergangenen Jahren ganz erstaunliche Ergebnisse erbracht, von denen selbst ich als Theologe nichts wusste. Nun hat sich Lütz mit dem Werk „Toleranz und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert“ des renommierten Kirchenhistoriker Arnold Angenendt auseinandergesetzt. Dieses umfasst allerdings mit 800 Seiten und 3000 Anmerkungen. Deswegen hat Lütz zusammen mit Angenendt auf 286 Seiten eine ergänzte leicht lesbare Kurzfassung herausgebracht, die alle gängigen Skandale aus 2000 Jahren Kirchengeschichte enthält: Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverfolgung, das Verhältnis von Christen und Juden bis hin zum Missbrauchsskandal. „Die Ergebnisse der neusten Forschung dazu sind wirklich spektakulär. Ich habe das Buch von führenden deutschen Historikern lesen lassen, damit alles stimmt, aber auch von meinem Friseur, damit es locker und allgemeinverständlich bleibt“, merkte Lütz an.

„Das Christentum ist eine Grundlage unserer Gesellschaftsordnung und da gehört es zur Allgemeinbildung, seine eigene Geschichte zu kennen. Deswegen muss dieses Buch eigentlich jeder Deutsche lesen. Sie gewinnen jedes Quiz über das Christentum, wenn Sie „Der Skandal der Skandale“ gelesen haben“, so Lütz. So seien mindestens 70 Prozent der Menschen in Deutschland der Meinung, dass die Hexenverfolgung auf die Inquisition der Kirche zurückgehe. Dies sei aber nicht richtig, verantwortlich für die Hexenverfolgung sei die weltliche Justiz gewesen. Auch seien 90 Prozent der Menschen, die man auf der Straße befragen würde wahrscheinlich der Meinung, dass die Sklavenbefreiung der Aufklärung zuzuschreiben sei. Es seien jedoch die Christen, die für die Sklavenbefreiung verantwortlich seien. Sogar die Begründer der nordamerikanischen Freiheit, wie die Aufklärer wie Thomas Jefferson und George Washington, hätten selber Sklaven gehabt.

Lütz will mit seinem Buch vor allem deutlich machen, dass das Christentum keineswegs eine einzige Aneinanderreihung von Skandalen ist. Die Kreuzzüge sind laut Lütz insofern skandalös, als das frühe Christentum pazifistisch war. Lütz hebt hervor, dass die Kreuzzüge  keine Heiligen Kriege waren. Diese seien nie Kriege zur Ausbreitung des Christentums gewesen. Es sei vielmehr darum gegangen, die angegriffenen Christen zu verteidigen.

Interessant ist zum Beispiel, dass Toleranz (Lateinisch „tolerantia“ = Lasten tragen, Baumstämme tragen) eine christliche Erfindung ist. Christen haben daraus gemacht „Menschen anderer Meinung ertragen“. Atheisten wie Jürgen Habermas sagen das Christentum gehört in die Genealogie der Menschenrechte, betont Lütz.

Weiterhin hebt Lütz hervor, dass die Forschung beschreibt, dass die Emanzipation der Frauen nicht in Afrika, Indien oder in China erfolgt, sondern dort, wo das Christentum herrscht. Denn das Christentum glaubt an den Ehekonsens.

Wichtig sei, so Lütz, dass das Buch nicht nur für Christen, sondern vor allem für Atheisten sei, dass diese mal aufgeklärt werden, was das Christentum eigentlich ist. Es geht Lütz darum, bestimmte Fehlinformationen richtig zu stellen. Jedoch geht es ihm nicht um Reinwaschen. Aber, wenn man diese ganzen Skandale wirklich so glaube, wie das Klischee es sage, dann könne man sich eigentlich nicht sinnvoller Weise mit dem Christentum beschäftigen, stellt er fest.

„Es ist ein Skandal, wenn man die Geschichte des Christentums nur als Skandalgeschichte sieht. Wenn wir die Fundamente nicht kennen, dann laufen wir Gefahr, dass die Donlad Trumps, Dieter Bohlen und Heidi Klums die Oberhand gewinnen. Donald Trump ist kein Narzist. Er ist unmoralisch. Sein Vater hat ihm beigebracht „Das wichtigste im Leben ist Geld und Erfolg und der Größte sein. Und dafür darf man alles tun, da ist alles erlaubt“ Und diese Mentalität die haben wir hier in Deutschland mittlerweile auch. Dieter Bohlen sagt zu einem Kandidaten „Was Dich von einem Eimer Scheiße unterscheidet, ist der Eimer“ oder Heidi Klum, wie die die jungen Mädchen abserviert“, erklärte Manfred Lütz abschließend..

Ebenfalls zu Gast beim Apollinaris-Empfang waren unter anderem der ehemalige Präsident des CC Düsseldorfer Carneval e. V. Engelbert Oxenfort und Dr. Esther Betz, Mitherausgeberin der Rheinischen Post, die den Ausführungen von Manfred Lütz gespannt zuhörten. (Aufnahme: Christian Dick)

Zum Autor:

Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Theologe, Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln. Bekannt wurde er als Vortragsredner und als Gast in Funk und Fernsehen, vor allem aber als Autor zahlreicher Bestseller, darunter „Gott – Eine kleine Geschichte des Größten“, für den er den internationalen Corine-Literaturpreis erhielt, „Irre – Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen“, zuletzt „Wie Sie unvermeidlich glücklich werden“ und mit dem Auschwitzüberlebenden Jehuda Bacon: „Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden.

Der Skandal der Skandale

Die geheime Geschichte des Christentums

von Manfred Lütz (Autor)

Verlag Herder

  1. Auflage 2018

Gebunden mit Schutzumschlag

288 Seiten

ISBN: 978-3-451-37915-4

22,- Euro

Giovanni Battista Beinaschi

Beinaschi Die Ausstellung „Das Auge reist mit“ Foto Andrea Matzker

Beinaschi Madonna Foto Andrea Matzker

Beinaschi Männlicher Akt Foto Amdrea Matzker

Beinaschi Skizze Foto Andrea Matzker

Autoren: Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Bis zum 7. Oktober 2018 zeigt das Museum Kunstpalast den Großteil eines Schatzes von Zeichnungen aus der historischen Sammlung der Kunstakademie Düsseldorf, der in seinem Archiv lagert. 70 dieser 250 Blätter des im Piemont geborenen Malers werden ausgestellt. Seit 1651 lebte und arbeitete der Künstler in Rom und weitete seinen Arbeitsbereich bis nach Neapel aus. Fortan pendelte er zwischen den beiden Kunstmetropolen, um seinen Aufträgen für Altarbilder und figurenreiche Fresken nachzukommen. Drei Jahrzehnte lang schmückte er Kirchen und Paläste mit seinen Werken, die er mit vielfachen Skizzen und Studien vorbereitete. Die Ausstellung mit dem Titel „Das Auge reist mit“ zeigt mit ihrer Auswahl der „Bozzetti“ eindrucksvoll die Fähigkeit des Künstlers, den Ausdruck von schmerzlichem Leid, überschwänglicher Lebensfreude durch Mittel wie dynamische Linienführung, lebhaftes Spiel von Licht und Schatten oder gelungene perspektivische Verkürzungen darzustellen. In der Sammlung befindet sich der weltweit bedeutendste und zahlenmäßig größte Teil des zeichnerischen Werkes Giovanni Battista Beinaschis. Die Präsentation bietet einen Überblick über das Gesamtschaffen des Künstlers, vor allem für denjenigen, der nicht gerade die Zeit hat, die Originalorte zwischen Rom und Neapel aufzusuchen, zumal er hier vor wunderschönen kleinformatigen, übersichtlichen, aber vor allem authentischen Originalen steht. Denn oft werden die großen Gemälde vor Ort, wie man ja hinlänglich weiß, bereits seit Jahrhunderten auch mit Hilfe von Schülern der jeweiligen Meister gefertigt.

200 Jahre Jacques Offenbach

Jacques Offenbach auf einem offensichtlich handschriftlich unterschriebenen Photo des Archivs Foto Andrea Matzker

Jacques Offenbach auf einem Photo des Archivs Foto Andrea Matzker

Komposition aus dem Archiv Foto Andrea Matzker

Letzte Feier auf der Bühne des Opernhauses in den Kulissen der Meistersinger, aufgenommen von der legendären Titus-Höhe   Foto Andrea Matzker

Oper am letzten Tag vor den Umbauarbeiten   Foto Andrea Matzker

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Unter dem Motto „Yes We Cancan“ feiert die Stadt Köln im Jahr 2019 den 200. Geburtstag ihres berühmten Sohnes. An der Stelle des heutigen Opernhauses stand früher die jüdische Synagoge, an der Vater Isaak Offenbach Kantor war. Bereits als kleiner Junge half Jakob, der spätere Jacques, seinem Vater bei den Vorbereitungen zum Gottesdienst. Er lernte Geige und Cello und erhielt Unterricht bei einem Kölner Theatermusiker. Als er 14 Jahre alt war, schickte der Vater ihn 1833 nach Paris, damit er am dortigen Konservatorium studieren könne. Fortan arbeitete er als Cellist an der Opéra-Comique von Paris und als Komponist von Walzern und Salonromanzen. Nach Köln kehrte er regelmäßig zurück und verbrachte dort auch die Zeit rund um das Revolutionsjahr 1848. Anschließend ging er zurück nach Paris, wurde Kapellmeister und gründete 1855 sein eigenes Theater, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, wo er Eigenkompositionen zur Uraufführung brachte, die später als Operetten bezeichnet wurden. Sie vereinten eingängige Musik mit satirischer Gesellschaftskritik. In seinen letzten Lebensjahren schrieb er die Phantastische Oper „Hoffmanns Erzählungen“, deren Uraufführung im Februar 1881 er leider nicht mehr miterleben konnte, da er am 5. Oktober 1880 in Paris starb. Gerade mit dieser Oper verbindet die Stadt Köln eine unvergessliche Sternstunde. 1981, genau 100 Jahre nach ihrer Uraufführung, sang Placido Domingo die Titelrolle und schenkte der Stadt gemeinsam mit Edda Moser und anderen großartigen Musikern einen der Höhepunkte der Kölner Operngeschichte. Davon existiert glücklicherweise ein Mitschnitt. Edda Moser ist im Übrigen die einzige Sopranistin, die auf der goldenen CD im um die Erde schwebenden Satelliten Voyager „Music From Earth“ vertritt. Sie singt darauf ihre damalige Paraderolle, die Rachearie der Königin der Nacht.

An den „Mozart der Champs-Elysées“, wie Rossini den Kollegen nannte, erinnern in Köln außer dem Offenbachplatz noch eine Gedenkplakette an der Stelle des Geburtshauses, die Grabstätte des Vaters auf dem alten jüdischen Friedhof in Deutz, eine Figur am Rathausturm und das dortige 18-Uhr-Glockenspiel. Im eingestürzten Historischen Archiv der Stadt lagerten viele Fotos und Autographen, von denen nur zu hoffen bleibt, dass sie gerettet werden konnten.

Das Offenbach-Jahr wird eingeläutet mit einer rasanten Offenbachiade des Gürzenich-Orchesters in der Kölner Philharmonie. Das Divertissementchen und das Puppentheater sowie der Kölner Karneval werden ihn zum Thema machen. Das Kölner Stadtarchiv widmet ihm eine Ausstellung. Ein internationales Symposium zu Offenbach findet in Verbindung mit der Hochschule für Musik und Tanz vom 18. bis 23. Juni 2019 statt. Am 18. Juni 2019 hält Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki im WDR den Vortrag „Eine kirchliche Perspektive auf das Lachen und den Humor“. Neben vielen weiteren Terminen, Veranstaltungen und Konzerten, auch im Umland, wird es ein großes Überraschungsfest am 200. Geburtstag selbst, dem 20. Juni 2019, am Offenbachplatz geben.

Anbei bisher noch nie gezeigte Aufnahmen der Autoren. Zunächst zwei originale Fotos Offenbachs und eine Komposition mit französischem Text, aufgenommen während der Ausstellungseröffnung zum 50. Jubiläum des Historischen Archivs der Stadt Köln im Jahre 2007, bevor es einstürzte. Die Bühnenaufnahme von der vorerst allerletzten Opernaufführung am Offenbachplatz am 7. Juni 2012 zeigt eines der Bühnenbilder aus den Meistersingern in der sensationellen Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg. In den Kulissen des Offenbachplatzes mit Opernhaus und anliegendem 4711- Haus fand damals eine rauschende Party mit Mitarbeitern aller Bereiche des Hauses zum Ende der Saison statt. Nie waren Chor, Orchester, Solisten, Maske, Licht und Bühnenarbeiter so eins wie damals. Das Bild zeigt die Perspektive von der legendären Titushöhe aus. Die Außenaufnahme von der Oper mit dem Grümmer-Brunnen entstand am gleichen Tag und ließ bisher zum letzten Mal freien Blick auf den Ripahn-Bau zu. Am Folgetag fingen bereits die Umbauten an. Der Opernbrunnen enthält originale Mosaiksteine der Yacht Christina von Aristoteles Onassis, auf der dessen schicksalsträchtige erste Begegnung mit Maria Callas stattfand, die wiederum im Mai 1957 mit der Sonnambula zur Eröffnung der Oper einmalig auf der Kölner Bühne stand und Geschichte schrieb. Es bleibt zu hoffen, dass all diese Bilder nicht weiterhin zur Geschichte gehören, und dass sich frühere Spitznamen wie „Indisches Grabmal“ oder „Grabmal des gescheiterten Intendanten“ wieder in „Schönster Theaterbau Deutschlands“ verwandeln mögen.

Edda Moser Foto von Andrea Matzker

Music From Earth mit Edda Mosers Stimme