Archiv der Kategorie: Aachen

Herzogenrath hat in Sachen Digitalisierung die Nase vorn

„Ericsson Eurolab“ wird bei IHK Forum in Aachen vorgestellt

Autor: Christian Dick

Der Bereich IT-Branche ist der viertgrößte Wirtschaftszweig in der Region Aachen. Über 10.400 Menschen arbeiten in der Region Aachen in rund 1.500 bis 1.700 Unternehmen dieser Branchen. Dabei geht von Herzogenrath eine ganz außerordentliche Dynamik aus. Die technische Entwicklung im Mobilfunk schreitet infolge der Digitalisierung unglaublich schnell voran. Die Zeit für die Datenübertragung wird künftig unfassbar schnell. Grundlage für das neue Hochgeschwindigkeitsnetz ist das 5G-Zeitalter. Vorbei sind lange Downloads einzelner Dateien. „Stattdessen streamen wir nur noch eine ungeheuer große Menge an Daten“, berichtet Jan-Peter Meyer-Kahlen, Leiter des „ICT Development Center“ des „Eurolab“ des Mobilfunk-Pioniers Ericsson. Damit die neue Technologie vollkommen ausgefeilt ist, haben sich Meyer-Kahlen und seine rund 500 Mitarbeiter in Herzogenrath zwei Dinge auf die Fahnen geschrieben: Leidenschaftliches Tüfteln, Kreativität und ungebremsten Forschungsdrang. Welcher technologische Quantensprung mit der neuen Generation des Mobilfunknetzes verbunden ist und weshalb seine Mitarbeiter immer auch „verrückte Leute“ sein müssen, schilderte Meyer-Kahlen am 13. November 2017 beim 47. IHK-Forum erzählt der IHK Aachen.

Nach Absolvierung seines Studiums zum Diplom-Ingenieur Nachrichtentechnik in Aachen begab sich Meyer-Kahlen auf Stellensuche – und seine Suche war von Erfolg gekrönt, als sich Ericsson, Anbieter von Systeminfrastruktur für Mobilkommunikation, gerade im Stadtteil Kohlscheid niedergelassen hatte. Meyer-Kahlen begann 1991 im Bereich „Testing & Verification“ und arbeitet dort fast zwölf Jahre. Im Anschluss hieran war Meyer-Kahlen im Kundensupport in den USA tätig und später in der Ericsson-Zentrale in Stockholm. Zwischenzeitlich war er immer wieder in Aachen tätig und sammelte in unterschiedlichen Abteilungen des Unternehmens Erfahrungen.

Dieser abwechslungsreiche Lebenslauf ist ist bei den Mitarbeitern des Ericsson Eurolab nichts Ungewöhnliches. „Der Konzern ist in den vergangenen 30 Jahren enorm gewachsen und deshalb ist es auch erwünscht, dass die Mitarbeiter verschiedene Bereiche in mehreren Ländern durchlaufen und gut vernetzt sind,“ schilderte Meyer-Kahlen die Unternehmenskultur von Ericsson. Allein das Team in Herzogenrath besteht aus mehr als 40 Nationalitäten; die Unternehmenssprache ist Englisch. „Wir gewinnen viele IT-Fachkräfte aus den Aachener Hochschulen“, sagt Meyer-Kahlen: „Wir benötigen aber auch Leute aus anderen Abteilungen. Die kennen sich zwar vielleicht nicht mit der Technik aus, aber sie bringen völlig neue Ideen mit“, erklärt Meyer-Kahlen: „Deshalb ist es gut, wenn man verrückte Leute um sich hat. Die haben einen frischen Blick auf Probleme und gehen neue Wege für Lösungen.“

5G-Netzwerk bereits im Einsatz

Erste Kunden wenden die neue Technologie heute schon an. Auf Basis eines 5G-Netzwerk mit einem möglichst hohen Verbreitungsgrad plant die Firma Ericsson die Errichtung einer Infrastruktur, die gigantische  Datenübertragungsraten bietet. Neben allen Annehmlichkeiten für den Privatgebrauch sollen auch die vielen Industriezweige über 5G mobil vernetzt werden. Die Umsetzung einer „Industrie 4.0“-fähigen, kabellos vernetzten „Smart Factory“ befindet sich laut Meyer-Kahlen in realistischer Reichweite. Damit nimmt Ericsson zum einen die kabellose Vernetzung von Gegenständen und Geräten in den Blick, zum anderen die Möglichkeit der Speicherung und Verarbeitung großer Datenmengen als Grundlage für neue Geschäftsfelder.

Um alles das zu entwickeln, betreibt Ericsson derzeit zwei sogenannte Datencenter – in Stockholm und in Herzogenrath –, mit Hilfe derer das Unternehmen Erfahrungen sammelt und Lösungen testet. Mehr als 10.000 Glasfaserverbindungen kommen allein in Herzogenrath zusammen; täglich wird neue Technik eingebaut. Von dort aus wird das 5G-Netzwerk gesteuert, das schon jetzt beispielsweise auf einer 30 Kilometer langen Trasse an der Autobahn 9 bei Nürnberg aufgebaut ist. „Dadurch können wir sehen, wie es in der Praxis funktioniert und was noch benötigt wird“, erklärt Meyer-Kahlen: „Damit wir die Möglichkeiten, die wir haben, auch umsetzen können.“

Schokolade als Lifestyle

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Foto: Der Grandseigneur der Gebäck-Kultur in Deutschland, Professor Hermann Bühlbecker, der Chef der Lambertz-Gruppe setzt auf Bio-Produkte (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Autor: Dr. Egon Schlesinger

Wie alljährlich konnte Prof. Hermann Bühlbecker auf der traditionell im Düsseldorfer Breidenbacher Hof abgehaltenen Jahrespressekonferenz  für das Geschäftsjahr 2015/2016 der  Lambertz-Gruppe wiederum eine positive Entwicklung vorstellen. Die 4000 Mitarbeiter der Gruppe erwirtschafteten einen Gesamtumsatz von 651 Millionen €, und konnten somit eine Steigerung um 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei gleich bleibenden Endverbraucherpreisen erzielen, obwohl sämtliche Rohstoffpreise von Kakao, Zucker, Honig und Gewürzen gestiegen sind und weiter steigen werden. Prof. Bühlbecker zeigte sich angesichts der positiven Entwicklung sehr zufrieden, doch, meinte er, dass er nicht wüsste, ob ein weiteres Wachstum im Inland möglich sein wird, und er zufrieden sein wird, wenn das erreichte hohe Niveau in den nächsten Jahren gehalten werden kann, denn Wachstumsmöglichkeiten für den Weltmarktführer vieler Produktgruppen ergeben sich in Zukunft nur noch im Ausland, was die Lambertz Gruppe mit Niederlassungen und Produktionsstätten in Polen und den USA weiter forcieren wird. Der ehemalige Spitzensportler erinnerte daran, dass sich die Lambertz-Gruppe intensiv in der Sportförderung beim Aachener Tennisclub und auf dem weltgrößten Reitturnier CHIO engagiert, aber nicht nur im Sport sondern auch sich sozial der Gesellschaft verpflichtet fühlt, was damit beginnt, dass in der Weihnachtszeit die Kindergärten und Schulen in der Umgebung der Produktionsstätten von Aachen, Nürnberg und Dresden mit Süßigkeiten und Nikoläusen versorgt werden. Prof. Bühlbecker ist auch in weltweiten Charity-Netzwerken tätig, wie zum Beispiel der Clinton Stiftung, was auch in einer n-tv-Dokumentation über Familiendynastien deutlich zum Ausdruck kommt. Süßigkeiten und Schokolade sind aber auch ein Lifestyle-Produkt, so dass die Lambertz-Gruppe keine traditionelle Werbung machen will, sondern immer Geschichten um die Produkte herum erzählt. Dazu gehört der beliebte  Lambertz-Kalender oder die Schoko-Modenschau auf der traditionellen Lambertz Monday Night  während der Internationalen Süßwarenmesse ISM  jeweils zum Jahresanfang in Köln.

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Foto: Professor Hermann Bühlbecker präsentiert eine Dose der Sonder-Edition mit Aachener Printen (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

 

Das Internationale Zeitungsmuseum im November 2016

Ausstellung

Süddeutsche intern – Eine Zeitung zieht um

Die neue Wechselausstellung im IZM zeigt 50 Fotografien von Karl Heinz Rothenberger. Die Bilder dokumentieren den Umzug der Süddeutschen Zeitung im Oktober 2008 aus Der Münchner Innenstadt in ein neu errichtetes Hochhaus am Stadtrand.

Neben dem eigentlichen Umzug wird auch der Wandel in der Zeitungslandschaft deutlich. Die seltenen Einblicke in die „alte“ Zeitungswelt sind vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung auch eine Dokumentation des Medienwandels.

Eröffnung: Freitag, 04. November 2016, um 19.00 Uhr

Laufzeit der Ausstellung: bis Ende Februar 2017

 

Öffentliche Sonntags-Führungen / Dauerausstellung

Museumseintritt / Führung kostenlos

Treffpunkt Museumskasse

So 06.11.2016 um 14.00 Uhr

„Brieftauben, Smileys, IKEA. Die spannende Welt der Kommunikation

Leitung: David Falke

So 13.11.10.2016  um 14.00 Uhr

„Von AZ bis Volkszeitung – Tageszeitungen im Wandel der Geschichte“

Leitung: Michael Prömpeler

So 20.11.2016 um 14.00 Uhr

„Streifzüge durch die Mediengeschichte“

Leitung: Belinda Petri

So 27.11.2016  um 14.00 Uhr

„Print oder Digital? Zur Zukunft der Medien“

Leitung: Erika Haase-Zeimetz

Öffentliche Führung am Samstag / Dauerausstellung

Museumseintritt / Führung kostenlos

Treffpunkt Museumskasse

Sa, 5.11. / 19.11.2016 um 15:00 Uhr

„Verschwörungstheorien“

Leitung:  David Falke

Führung für Senioren / Dauerausstellung

Do 10.11.2016  um 15.00 Uhr

„Die vierte Gewalt – Einflüsse der Medien“

Leitung: David Falke

Treffpunkt Museumskasse / nur Eintritt

Erzählcafé für Senioren

Freitag, 04.11.2016, von 10.30-12.30 Uhr

Anglizismen und sonstige Sprachveränderungen

Round table, Highlight, Shopping-Guide oder City Management – sowohl im allgemeinen wie im beruflichen Sprachgebrauch gibt es zahlreiche Einflüsse anderer Sprachen, heute mehr denn je. Viele ärgert das, manchmal fällt es gar nicht auf. Was waren die ersten Anglizismen, die Ihnen begegnet sind? Wie ist das bei Enkeln und ihrer Generation mit Handy und Tablet?  Wie geht Ihre Generation, wie gehen die Enkel damit um?

Leitung: Hildegard van de Braak

Kosten: 6,00 Euro / erm. 4,00 Euro

Anmeldung erforderlich unter

Tel.: +49 241 432-4998 / Fax: +49 241 432-4989

museumspaedagogik@mail.aachen.de

SERVICE:

INTERNATIONALES ZEITUNGSMUSEUM

Pontstraße 13, 52062 Aachen

Tel.: +49 241 432-4910

Fax: +49 241 4090-656

izm@mail.aachen.de

www.izm.de

www.route-charlemagne.eu

 

ZEIT(UNGS)GESCHICHTE WELTWEIT

Das Internationale Zeitungsmuseum ist eine weltweit anerkannte und bedeutende Größe im Presse- und Zeitungswesen. Die 1886 gegründete Sammlung umfasst inzwischen gut 300.000 Exemplare, vorwiegend Erst-, Letzt- und Jubiläumsausgaben aus aller Welt. Das Museum bietet eine aktuelle und aufschlussreiche Auseinandersetzung mit wesentlichen Aspekten der internationalen Medienwelt.

Öffnungszeiten

Di-So und an Feiertagen 10.00-18.00 Uhr; Mo geschlossen

Eintritt

Erwachsene: 5,00 Euro; ermäßigt: 3,00 Euro; Familienticket: 10,00 Euro

Neu! Alle Gäste bis einschl. 21 Jahren haben freien Eintritt.

Verkehrsanbindung

Bus: von Hbf. Aachen alle Linien Richtung Bushof/Innenstadt zur Haltestelle Elisenbrunnen – weiter zu Fuß > Dom/Münsterplatz > Rathaus/Markt > Pontstraße;

Linie 4 bis Eilfschornsteinstraße

Parkhäuser: Rathaus / Mostardstraße, Seilgraben / Nikolauskirche

 

Kindergeburtstag

Nach einer Führung durch das Medienmuseum wird in der Werkstatt mit den Geburtstagsgästen kreativ gearbeitet und gespielt, z.B. zum Thema Bilderfälscher,

Geheimschrift, Druckwerkstatt. Ein Imbiss darf mitgebracht werden. Kosten: 70,00 Euro bis zu 12 Kindern (jedes weitere Kind: 6,00 Euro).

Barrierefreiheit

Im Museum steht ein Aufzug zur Verfügung, der den Wechselausstellungsraum sowie Kasse, Shop und Toilettenanlagen im Erdgeschoss und die Daueraus­stellung im Obergeschoss für jeden erreichbar macht. Es steht eine barrierefreie Toilette zur Verfügung. Für Menschen mit Sehbehinderung sind in jedem Raum der Dauerausstellung Infopoints mit Audioguide installiert.

Auskunft und Anmeldung für Privatgruppen, Schulen / museumspädagogische Angebote

Kulturbetrieb der Stadt Aachen Sekretariat Kunst- und Kulturvermittlung

Verwaltungsgebäude Katschhof

Johannes Paul II.-Str. 1, 52062 Aachen

Tel.: +49 241 432-4998

Fax: +49 241 432-4989

museumspaedagogik@mail.aachen.de

Karlspreis 2013 und weitere Highlights der diesjährigen Europawoche

Autor: Christian Dick

Foto: Dr. Dalia Grybauskaité, Präsidentin der Republik Litauen, erhielt den Internationalen Karlspreis 2013 (Aufnahme: Christian Dick)

Das Herzblut der litauischen Präsidentin Dr. Dalia Grybauskaité hängt an Europa. Nach dem Beitritt ihres Landes zur EU am 1. Mai 2004 wurde sie EU-Kommissarin und überzeugte in diesem Amt von ihrer Tatkraft und ihre starkes Engagement für die europäische Integration. Später ging sie zurück nach Litauen, um ihren arg von der Wirtschafts- und Finanzkrise gebeutelten Land zu helfen. Am 9. Mai 2013, dem Europatag, wurde sie mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen gewürdigt. Sie wurde unisono als Verfechterin des Friedens, der Freiheit und Menschenrechte gelobt. Laudator Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments, würdigte ihre Leistung als EU-Kommissarin, als sie unter anderem die Restrukturierung des EU-Haushalts und EU-Förderfonds nachhaltig vorangebracht hat.

Der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp hob hervor, dass der Vorschlag des französischen Außenministers Robert Schuman am 9. Mai 1950 zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl ein ersten wichtiger Schritt in Richtung Einheit des Kontinents gewesen sei.

In  ihrer Dankesrede erklärte Dalia Grybauskaité „Europa muss heute gemeinsam vorgehen. Das europäische Handeln erwächst aus der Solidarität. Wir können das Vertrauen der Europäer in Europa nur wiederherstellen, wenn wir die Last der wirtschaftlichen Schwierigkeiten gemeinsam tragen. Solidarität heißt allerdings auch, dass wir sowohl gemeinsam entscheiden als auch gemeinsam danach handeln.“

Bei den Feierlichkeiten nach der Karlspreisverleihung auf dem Katschof in Aachen gab Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble ein klares Bekenntnis zu Europa ab, welches Sie unter folgendem Link sehen können:

https://vimeo.com/65994048?email_id=Y2xpcF90cmFuc2NvZGVkfGQ5YTEzN2U2M2ZiZDI2NmE4ZDc5OGI2NTYzNTdjZjdiMTUxfDE3OTEzNDQwfDEzNjgzNDkzMjk%3D&utm_campaign=7701&utm_medium=clip-transcode_complete-finished-20120100&utm_source=email

Hier einige Impressionen vom Tag der Karlspreisverleihung in Aachen.

Foto: Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble (Karlspreisträger 2012), Dr. Dalia Grybauskaité, der Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichtet (auch er ist ehemaliger Karlspreisträger), der ehemalige Präsident des Europäischen Parlament Pat Cox (er erhielt den Karlspreis 2004) und Martin Schulz, MdEP, derzeitiger Präsident des Europäischen Parlaments  (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: ein Chor aus Litauen singt Staatspräsidentin Grybauskaité ein Ständchen (Aufnahme: Christian Dick)

Unter folgendem Link sehen Sie einen Videoausschnitt einer Theatrilisierten Bühnenvorstellung der Volkstrachtenkollektion von fünf ethnographischen Regionen aus  Litauen:

https://vimeo.com/65951968?email_id=Y2xpcF90cmFuc2NvZGVkfDE4ZjEwNjI3OGQzMTE0YTVmNDVlYjY0MjMxMzU4YWQwMTU5fDE3OTEzNDQwfDEzNjgyNjgzOTI%3D&utm_campaign=7701&utm_medium=clip-transcode_complete-finished-20120100&utm_source=email

Foto: der Aachener Dompropst Helmut Poqué, Bischof Jona Kauneckas aus Panvezy, der die Liturgie im Aachen Dom feierte und der Aachener Bischof  (Aufnahme: Christian Dick)

Bürgernähe im Düsseldorfer Landtag demonstriert

Foto: vordere Reihe (von links nach rechts): der Landtagsabgeordnete Markus Töns, SPD, Nicolaus Kern, Vorsitzender des Ausschusses für Europa und Eine Welt im Landtag von NRW (Piraten-Fraktion), Ilka Freifrau von Boeselager, CDU (Mitglied im Europaauschuss des Landtags), der Europaabgeordnete Jürgen Klute (Die Linke), Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD)  und EU-Kommissar Günther Oettinger,  hintere Reihe: Dr. Stephan Koppelberg, Leiter der Repräsentanz der EU-Kommission in Bonn, der Moderator der Veranstaltung Christoph Prössl (Brüssel-Korrespondet des WDR), Dr. Ingo Wolf, MdL, FDP und Stefan Engstsfeld, MdL, Grüne (Aufnahme: Christian Dick)

Düsseldorfer ist die einzige Stadt in Deutschland, in der in diesem Jahr ein sogenannter Bürgerdialog zum Thema Europa stattfand. Gerade im Jahr des 20jährigen Jubiläums der Unionsbürgerschaft, die in den Medien viel zu wenig thematisiert wird, ist es wichtig, die Europäische Zivilgesellschaft nachhaltig zu fördern. Und so gingen Politiker aus Landes- und Europaebene am 8. Mai im Landtag in Düsseldorf mit den Bürgern auf Tuchfühlung. In einer Podiumsdiskussion wurde von den Vertretern der SPD, der Partei DIE LINKE und der Grünen gefordert, die Jugendarbeitslosigkeit in den europäischen Krisenländern auch mit finanziellen Mitteln zu bekämpfen, aus Sorge, dass es sonst in Europa eine verlorene Generation gäbe. Finanzielle Transfers widersprach Ingo Wolf (FDP) mit Vehemenz, er forderte Hilfe zu Selbsthilfe, so müssten die Krisenländern ihre Haushalte sanieren und sparen, Griechenland müsse zum Beispiel sein Steuersystem restrukturieren, weil es jahrelang die Steuern nicht richtig eingetrieben haben, es sei aber schwierig, dem deutschen Steuerzahler zu vermitteln, dass jetzt – nach den bereits abgegebenen Bürgschafte – auch noch Zahlungen an die Krisenländer geleistet werden sollten.

Foto: Günter Oettinger kümmerte sich auch um die Probleme der Jugend und diskutierte im Landtag mit ihnen (Aufnahme: Christian Dick)

Europatag auch im Rhein-Kreis Neuss gefeiert

Foto: Ruth Harte, Leiterin des Europe Direcht-Büros des Rhein-Kreis Neuss und Dr. Stephan Koppelberg, Leiter der Repräsentanz der EU-Kommission in Bonn (Aufnahme: Christian Dick)

Am 6. Mai wurde im Rhein-Kreis Neuss die Europawoche gefeiert. Der Hauptreferent der Veranstaltung Dr. Stephan Koppelberg, Leiter der Regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn, hielt bei dieser Veranstaltung einen Vortrag zum Thema „Welche Rechte haben wird?“. Er unterstrich unter anderem, dass die Unionsbürger das Recht auf Freizügigkeit haben, dass ein Diskriminierungsverbot gibt, dass die Unionsbürger ein Wahlrecht beim Kommunal- und Europawahlen in ihrem Wohnsitzstaat haben, dass sie die EU-Bürger im Ausland diplomatischen und konsularischen Schutz genießen, dass ein Petitions- und Beschwerderecht gibt, dass die EU-Bürger die Möglichkeit haben, neue EU-Rechtsvorschriften anzuregen und dass sie das Recht haben, in einer der Amtssprachen mit der EU zu kommunizieren.

Aachener Karlspreis 2011

Karlspreisträger des Jahres 2011 Jean-Claude und seine Ehefrau Aline Trichet in der Aula Caroline (Foto: Andrea Matzker)

Von Andrea Matzker

Jean-Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hat als Hüter des stabilen Euro den Aachener Karlspreis 2011 erhalten. Das Direktorium würdigte auch seine Verdienste um die Währungsunion. Der Franzose stehe für die Unabhängigkeit der Zentralbank. Der Karlspreis wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen vergeben, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Trichet  ist der 53. Träger des Karlspreises. Zugegen waren Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Bundespräsident a. D. Horst Köhler und Ehefrau Marie Luise, Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher mit Gattin Barbara, viele Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur, wie Dr. Hermann Bühlbecker, sowie viele Karlspreisträger der Vorjahre, wie z. B. Jean-Claude Juncker. Laudator war der Preisträger des vergangenen Jahres, José Manuel Barroso, der Präsident der Europäischen Kommission. Während die geladenen Gäste den Abschluss der Festivitäten in der Aula Carolina feierten, vergnügten sich die Aachener unter strahlend blauem Himmel bei dem alljährlichen Volksfest zu diesem Anlass auf dem Katschhof zwischen Rathaus und Dom.

Der luxemburgische Premierminister und ehemalige Karlspreisträger Jean-Claude Juncker (Foto: Andrea Matzker)

José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission (Foto: Andrea Matzker)

Karlspreis-Entscheider Heiner Höfken (Foto: Andrea Matzker)

Theateraufführung im DFKI in Aachen am 5. Februar

Das Deutsch-Französische Kulturinstitut (DFKI) in Aachen lädt herzlich zur Theateraufführung „Choderlos de Laclos: Gefährliche Liebschaften“ des aixpertentheaters am Samstag, den 5. Februar, um 20 Uhr, ins Deutsch-Französischen Kulturinstitut ein.

Der berühmte französische Briefroman „Gefährliche Liebschaften“ von Choderlos de Laclos wurde 1999 von der Académie Goncourt zum wichtigsten Werk der französischen Literatur erklärt. Das aixpertentheater spielt eine szenische Version in deutscher Sprache, bestehend aus 60 Briefen und einem Epilog. Es geht in diesen Briefen um Affären und Intrigen, um erotische Raffinessen und um Liebe als Gesellschaftsspiel. Hinterhältige Machenschaften werden entlarvt und Zuneigung wird eingesetzt, um Macht über andere Menschen zu gewinnen.

Astrid Kempen als Marquise von Merteuil, Michael Strack als Vicomte von Valmont, Jacqueline Pawliczek als Cécile Volange und Christoph Friedrich als Chevalier von Dancency spielen unter der Regie von Georg Immelmann.

Dauer: 100 Minuten

Eintritt: 9 €/ 7 €*

*Ermäßigter Eintritt für Schüler/innen, Studierende und Mitglieder des DFKI.

Kartenvorbestellung und weitere Informationen im DFKI unter 0241-33274, info@dfki-aachen.de oder unter www.aixpertentheater.de .

Deutsch-Französisches Kulturinstitut Aachen
Theaterstraße 67
52062 Aachen
Tel.: +49 241 33274