Archiv der Kategorie: Brauchtum

Blankenheim feiert urigsten Karneval in NRW

Autor: Christian Dick

Blankenheim – dieser Luftkurort hat nicht nur die Ahrquelle zu bieten, sondern ein ganz stark ausgeprägtes Winterbrauchtum. Seit 1613 wird in Blankenheim der Karneval gefeiert und ganz groß geschrieben. Mit einer solch langen Tradition ist das Karnevalsbrauchtum in Blankenheim eines der ältesten in Deutschland und in Europa. Wer bisher geglaubt hat, dass man nirgendwo besser feiern kann, als in den Karnevalshochburgen Mainz, Köln oder Düsseldorf, der unterliegt eines schweren Irrtums. Denn gerade das Rustikale, das Urige und das besondere Gemeinschaftserlebnis macht den Karneval in Blankenheim zu einem Erlebnis ganz besonderer Art.

Eine lange Tradition hat der Geisterzug, bei dem die munteren Frühlingsgeister die bösen Wintergeister vertreiben. Folgende Anleitung ist beim Geisterzug in Blankenheim, der immer am Karnevalssamstag stattfindet, zu beachten:

Hier einige Impressionen vom Geisterzug am Karnevalssamstag 2018.

Foto. Eine Gruppe der Evangelischen Stiftung Hephata Wohnen gGmbH aus Swisstal-Heimerzheim war auch beim Geisterzug dabei.

Foto: Diese drei Hexen kehrten insbesondere die Männer aus dem Weg.

Foto: Beim Geisterzug in Blankenheim ist der Karnevalsprinz – hier Kurt II. – immer auf einem Pferd. Der Karnevalsprinz ist beim Geisterzug als Einziger mit eine Kostüm, an dem Ohren fest angenäht sind.

Fotos: Impressionen vom Geisterzug am 10. Februar 2018, bei dem im ganzen Ortskern von Blankenheim in den Häusern die Lichter ausgemacht werden.

(Aufnahmen: copyright Christian Dick, www.nrw-depesche.de).

In Blankenheim ruft man anstelle Alaaf oder Helau “Juh-Jah”. Dieser Ausruf kommt ursprünglich von Halleluja. Dies beweist, dass der Karneval viel mit dem katholischen Glauben gemeinsam hat. An den Karnevalstagen wird nämlich noch einmal so richtig gefeiert, bevor am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. Blankenheim hat ein eigenes Karnevalslied, das Juh-Jah-Lied. Der Text lautet wie folgt:

Juh jah, Kribbel en der Botz

Wer dat net hätt, dä es nix notz!

Juh jah, Kribbel en der Botz

De Fassenach es do!

Ne richtige Fastelovensjeck

Dä freut sich över jeden Dreck!Juh Jah Kribbel en dr Botz

De Fassenaach es do!

Am Karnevalssonntag hat in Blankenheim eine Karnevalsmesse in der katholischen Kirche ebenfalls eine lange Tradition. Bei dieser Messe, bei der Kirche zum Bersten voll ist, ist der Kirchenchor nicht nur kostümiert, sondern singt auch noch alle Lieder im Blankenheimer Platt – eine solche Messe, bei der die gute Laune einfach ansteckend ist, muss man einfach selbst erlebt haben, ein geradezu unbeschreibliches Gefühl.

Foto: der Kirchenchor in Blankenheim bei der Karnevalsmesse am 11. Februar 2018, (Aufnahme: copyright Christian Dick, www.nrw-depesche.de )

Nach der Karnevalsmesse erfolgte die Proklamation des Karnevalsprinzen Kurt II. und die Schlüsselübergabe des Bürgermeisters an den Karnevalsprinzen.

Foto: Proklamation mit Schlüsselübergabe an Karnevalsprinz Kurt II., links im Bild seine Ehefrau Karnevalsprinzessin Ulrike  (Aufnahme: copyright Christian Dick, www.nrw-depesche.de )

Natürlich hat Blankenheim einen Rosenmontagszug. Und am Karnevalsdienstag findet in Blankenheim am Nachmittag schließlich noch ein Kappenzug statt. Mehrere Karnevalsparties, Karnevalsbälle und eine Karnevalssitzungen erfreuen sich ebenso großen Anklangs. Es lohnt sich sehr, den Karneval in Blankenheim mitzuerleben.

Blankenheim, Ahr, Ahrquelle, Brauchtum, Karneval, Fasching, Fastnacht

6 x 11 Jahre KakaJu

Foto: Die Tanzgarde der Karnevalsfreunde der katholischen Jugend, die auch Stadtgarde ist, begeistert jedes Jahr mit starken Choreographien (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Autor: Christian Dick

66 Jahre – das ist wahrlich ein närrisches Jubiläum. So versteht es sich von selbst, dass dies gebührend gefeiert werden muss. Die Karnevalsfreunde der katholischen Jugend (KakaJu) in Düsseldorf veranstalten jedes Jahr eine Vielzahl von Karnevalssitzungen, die alle sehr gut besucht sind. Dies nicht zuletzt wegen der fulminanten Tanzdarbietungen.

Durch das Programm führte in bewährter Manier KakaJu-Präsident Thomas Puppe.

Foto: Fair Trade-Botschafter Manfred Holz und Thomas Puppe (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Foto: Thomas Puppe und Christian Dick, Chefredakteur www.nrw-depesche.de (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Ausgezeichnet war die Büttenrede des Kinder-Hoppeditz, dessen Rolle die 12jährige Jana Lehne übernommen hatte. Sie bewies großes Talent und sie wird sicherlich noch eine große Zukunft vor sich haben.

Foto: Jana Lehne als Kinder-Hoppeditz und KakaJu-Präsident Thomas Puppe (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Für musikalische Unterhaltung sorgte die Düsseldorfer Band Alt-Schuss. Die aktuelle Karnevalssession ist die letzte, in der Rainer Lieverscheidt als Sänger mitwirkt, er nimmt ein neuen Projekt in Angriff.

Foto: Sänger Rainer Lieverscheidt verabschiedet sich in der Session 2018 von der Gruppe Alt-Schuss (Aufnahme, copyright: Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

Alle Künstler treten bei den KakaJu-Sitzungen übrigens ohne Gage auf.

 

Düsseldorf, Karneval, Fasching, Fastnacht, Rheinland, Katholisch, Jugend, Kirche, Närrisches Jubiläum, Brauchtum, Tanzgarde, Alt-Schuss

 

 

Die KakaJu feiert auch in 2017 den Karneval auf ganz eigene Art – und peilt erneut einen Spendenrekord an

kakaju_pk_klein

Foto: Das Team der KakaJu (v.l.n.r: Thomas Puppe (Präsident KakaJu), Sebastian Lohkemper (2. Vorsitzender KakaJu), Daniela Balduin (Brauerei Schlösser), Sven Gerling (Vorsitzender KakaJu)) präsentiert den neuen Sessionsorden (Quelle: KakaJu)

Mit großen Zielen in die neue Session: Nach dem Erreichen eines neuen Spendenrekords im vergangenen Jahr wollen die Karnevalsfreunde der katholischen Jugend (KakaJu) in der jetzt beginnenden heißen Phase der fünften Jahreszeit nochmals mehr Geld für den guten Zweck sammeln. Dafür lädt die KakaJu alle Düsseldorfer Jecken zu einer ihrer insgesamt acht Sitzungen ein, um dort gemeinsam den allseits bekannten KakaJu-Slogan „feiern – spenden – helfen“ mit Leben zu füllen. Auch in diesem Jahr freuen sich die KakaJu-Verantwortlichen, ein aus ihrer Sicht absolut hochklassiges Sitzungsprogramm zusammengestellt zu haben – und damit ihrem diesjährigen Sessionsmotto „Mer driehe schon lang am Rad“ alle Ehre zu machen.

Mit ihrem Sessionsmotto bricht die KakaJu in gewisser Weise mit einer Tradition. In den vergangenen Jahren war es Usus, sich eng am offiziellen Motto des Comitee Düsseldorfer Karneval (CC) zu orientieren. Im vergangenen Jahr beispielsweise wurde so aus der CC-Vorgabe „Düsseldorf – scharf wie Mostert“ in unserer Version „KakaJu – wir geben unseren Senf dazu“; wobei wir mit Senf natürlich Spendengelder meinten. „In diesem Jahr haben wir uns bewusst vom CC-Motto entfernt, weil wir mit dem ‚Am-Rad-drehen‘ unsere besondere Art des Karnevalfeierns gut zum Ausdruck bringen können“, so KakaJu-Präsident Thomas Puppe. „Zum anderen glauben wir, dass wir mit unserem diesjährigen Motto auch ganz nah am Puls der Zeit sind. Denn eines der aktuell bestimmenden Themen ist – neben dem Karneval – ohne Zweifel auch der Start  Tour de France in Düsseldorf im kommenden Juli, das sicher diesjährigen Karnevalssession von vielen Künstlern gern aufgegriffen wird.“

21.833,33 Euro – so lautete die Summe, die die Karnevalsfreunde im vergangenen Jahr an Spenden an soziale Projekte in und um Düsseldorf sowie in der dritten Welt verteilen konnten. So viel Geld hatte die KakaJu in ihrer über 60-jährigen Geschichte noch nie zuvor eingenommen. Nach der neuerlichen Steigerung der Spendeneinnahmen ist bei Präsident Puppe und seinen Vorstandskollegen einmal mehr der Ehrgeiz geweckt.: In der bevorstehenden Session die 22.000 Euro-Marke geknackt werden.

Die Wege zur Spendengenerierung sind dabei vielfältig. Der größte Teil der Spendensumme resultiert aus den Anzeigenverkäufen der Sessionszeitung „Jecke Post“, die in diesem Jahr zum fünften Mal erscheint und erneut insgesamt 48 Seiten dick ist. „Hinzu kommen natürlich die Einnahmen aus dem Kartenverkauf für unsere acht Sitzugnen“, beschreibt Sven Gerling, Vorsitzender der KakaJu. „Dabei kommt uns zugute, dass die Künstler, die bei uns auftreten, unabhängig von ihrem Bekanntheitsgrad praktisch ausnahmslos gänzlich auf ihre Gage verzichten und so unser soziales Engagement unterstützen und honorieren – und gleichzeitig maßgeblich dazu beitragen, dass wir die Karten zu so günstigen Preisen anbieten können, um möglichst vielen den Besuch unserer Sitzungen zu ermöglichen. Das ist uns ungemein wichtig.“

Auf den Sitzungen selbst bilden die jungen sympathischen Tänzerinnen der „Perlen vom Rosenkranz“ eine weitere wichtige Säule des Spendensammelns, wenn sie mit den gar nicht mal so kleinen „Schweinchen“ von Tisch zu Tisch gehen und um Gaben bitten. Unterstützt werden sie dabei jedes Mal von Präsident Puppe, der von der Bühne aus das längst legendäre Zitat des verstorbenen KakaJu-Ehrenvorsitzenden wiederholt: „Bitte zuerst die Scheine in die Schweinchen werfen, ansonsten würden die Bühnenkünstler durch das klimpernde Kleingeld gestört …“

Apropos Bühnenkünstler: Auch in diesem Jahr konnte KakaJu-Vorsitzender und

-Literat Sven Gerling wieder ein ausgesprochen attraktives Programm auf die Beine stellen. Mit Winfried Ketzer, Jürgen Hilger-Höltgen, Knacki Deuser, Christian Pape, Martin Schops, Die Erdnuss Willi und Ernst, John Doyle, den Landpomeranzen, Änne aus Dröpslingen sowie die dem kabarettistischen Duo Duo Et Zweijestirn haben auch für dieses Jahr einige der angesagtesten Bühnenkünstler des hiesigen Karnevals ihr Kommen für jeweils mindestens eine der acht KakaJu-Sitzungen zugesagt. Auch wird die beispielhafte Talentförderung „Pänz en de Bütt“ bei der KakaJu selbstverständlich wieder eine Bühne für die Darbietungen ihrer talentierten Nachwuchskünstler finden. Und für die besonders guten Töne werden Top-Karnevalsmusiker wie Alt Schuss, De Fetzer, Michael Hermes oder Kuhl un de Gäng aus Köln. Die erste Sitzung findet bereits am übernächsten Sonntag in der Rheinterrasse statt, das KakaJu-Sitzungsfinale steigt am Karnevalsfreitag in der Stadthalle.

Der KakaJu-Orden 2017: Die KakaJu drieht auch am Orden

Eine beliebte Tradition setzt sich fort: Wer von sich behauptet, Karneval auf eine andere Art zu feiern, der braucht auch einen Karnevalsorden der anderen Art. Denkt sich zumindest die KakaJu – und hat in der Vergangenheit bereits das eine oder andere Highlight am Bande erdacht … Es sei hier nur an den fünfteiligen Sammelorden erinnert, den Orden mit Uhr oder den letztjährigen Orden mit „Halleluja“-Soundchip.

Der KakaJu-Orden 2017 verfügt über eine integrierte Mini-Drehorgel. Wenn die KakaJu-ler schon „am Rad driehe“, ist es nur logisch, dass sie auch „am Orden driehe“. Und deshalb hat das diesjährige KakaJu-Abzeichen nicht nur das Motiv eines Fahrrads, sondern verfügt auch über eine integrierte Drehorgel. Und wenn Sie deren Melodie erklingen lassen, wissen Sie auch gleich wie Sie sich während eines Besuchs einer KakaJu-Sitzung zu fühlen haben.

Wer es jetzt nicht so mit der Musik hat, einfach dezenter geschmückt seine Affinität zur KakaJu zum Ausdruck bringen möchte oder gar nicht genug von unserem Geschmeide bekommen kann, für den haben wir ihn diesem Jahr neben dem Orden auch noch einen Ansteckpin im Angebot. Wer unseren diesjährigen Orden sein Eigen nennen will, kann ihn an der Abendkasse im Foyer gegen eine Spende von mindestens 25,- € für die von uns unterstützten Hilfsprojekte erwerben. Den Pin gibt es fürs Überreichen von mindestens 2 Euro.

Die Termine der KakaJu-Sitzungen 2017

Sonntag, 15.1.2017: KakaJu-Seniorensitzung (ab 60 Jahre)

17.00 Uhr | Rheinterrasse Düsseldorf | 11 €

Sonntag, 29.1.2017: KakaJu-Sitzung

17.00 Uhr | Rheinterrasse Düsseldorf | 16 €

Sonntag, 5.2.2017: KakaJu-Sitzung

17.00 Uhr | Rheinterrasse Düsseldorf | 16 €

Samstag, 11.2.2017: KakaJu-Kinderkarneval (bis 12 Jahre)

15.00 Uhr | Lambertus-Saal, Stiftsplatz 3, Altstadt| 5 €

Sonntag, 12.2.2017: KakaJu-Mädchensitzung

12.00 Uhr | Louisiana, Bolkerstraße 18 | 16 €

Sonntag, 19.2.2017: KakaJu-Sitzung

17.00 Uhr | Rheinterrasse Düsseldorf | 16 €

Mittwoch, 22.2.2017: KakaJu-Sitzung für Junge und Junggebliebene

19.00 Uhr | Schlösser-Zelt am Burgplatz | ausverkauft

Freitag, 24.2.2017: KakaJu-Sitzung

19.00 Uhr | Stadthalle Düsseldorf | 16 €

 

Düsseldorfer St. Sebastianus-Schützen feiner 700jähriges Jubiläum

Plakat-Jubiläum_klein

(Aufnahme. Christian Dick)

Jarzombek_Altmaier_Thoma u Vera Geisel_Woeste_klein

Foto: der Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU), Kanzleramtsminister Peter Altmaier, Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und seine Frau Dr. Vera Geisel und der Düsseldorfer Ehrenbürger Albrecht Woeste (Aufnahme: Christian Dick)

Lothar Inden_Peter Altmaier_Thomas und Dr. Vera Geisel_klein

Foto: Lothar Inden, Chef der Düsseldorfer St. Sebastianus-Schützen, Kanzleramtsminister Peter Altmaier sowie Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und seine Frau Dr. Vera Geisel (Aufnahme. Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Am 8. Mai 2016 fand in der Düsseldorfer Tonhalle ein Festakt zum 700jährigen Jubiläum des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 e. V. Dieser Tag wird in Düsseldorf auch als „Stephanientag“ bezeichnet. An diesem Tag gedenkt der Verein traditionell der Herzogin Stephanie von Hohenzollern, die von 1852 bis 1859 in Düsseldorf gewirkt hat.

Die Soziale Stadt

Von der Gründung bis heute ist der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf ein Zusammenschluss von Bürgern, die soziale Verantwortung übernehmen. Nicht nur den Mitgliedern in den eigenen Reihen wird geholfen, wenn sie in Not geraten. Ein Zeichen für soziales Engagement setzt auch der Stephanien-Preis, benannt nach der oben erwähnten Düsseldorferin Stephanie von Hohenzollern-Sigmaringen („Engel der Armen“), der späteren Königin von Portugal. Dem Schützenverein liegt das Miteinander der Generationen am Herzen. Er veranstaltet Seniorenfeiern zum Schützenfest und hat ein eigenes Seniorenwohnheim gebaut. Sozial ist aber nicht nur die Fürsorge, sondern auch das gesellige Miteinander.

Der mit 5.000,- EUR dotierte Stephanien-Preis ging in diesem Jahr den Verein HISKO – Hilfe im Schwangerschaftskonflikt.

Bedeutung der Schützen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Anlässlich des herausragenden Jubiläums war ein hochkarätiger Vertreter aus der Bundespolitik in Düsseldorf. Kanzleramtsminister Altmaier überbrachte die Grüße der Bundeskanzlerin und des Bundeskabinetts. In einer launigen Rede, in der er sich als den „schwergewichtigsten“ Minister der Bundesregierung bezeichnete, wies er darauf, wie wichtig die Schützen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Gemeinwohl sein. Den Schützen ebenso wie den handwerklichen Zünften maß Altmaier höchste Bedeutung für das gesellschaftliche Leben in Deutschland bei. Er betonte in diesem Zusammenhang auch den wichtigen Stellenwert des Ehrenamtes gleich welcher Art und lobte das Engagement für die Gesellschaft ohne eine Gegenleistung in Geld, das besonders für junge Menschen, aber auch für die Flüchtlinge, die in Deutschland eine neue Heimat suchten, eine Möglichkeit sei, um Gemeinschaft zu erfahren. Weiterhin hob Altmaier hervor, dass Schützenvereine für alle Menschen, in Düsseldorf seit jüngster Zeit auch für Frauen, offen seien und überparteilich seien.

Unter den Festgästen waren Landtagspräsidentin Carina Gödecke, Oberbürgermeister Thomas Geisel, Ehrenoberbürgermeisterin Marlies Smeets, Ehrenmitglied des Vereins und der Düsseldorfer Ehrenbürger Albrecht Woeste,

Gemeinschaft macht stark

Der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 ist einer der wichtigsten Träger des Brauchtums in der Stadt. In ihrer Jahrhunderte alten Geschichte erlebte diese Gemeinschaft Gleichgesinnter Pest, Hungersnöte, Kriege, Revolutionen und Inflation und erfand sich wie Phönix aus der Asche immer wieder neu. Auch wenn sich der Verein von einer kirchlichen Bruderschaft loslöste, blieben die Mitglieder christlichen Grundwerten immer treu. Die Schützengesellschaften sind eng mit dem politischen und wirtschaftlichen Aufstieg der Städte verbunden. Der Verein nahm bereits in den Anfängen auch Frauen als Mitglieder auf, und nach der Reformation stand er auch evangelischen Christen offen. Bei der Gründung spielten die Zünfte der Handwerker als Vorbild eine wichtige Rolle. Die Gemeinschaft war auch eine soziale Errungenschaft. Die Mitglieder lebten nicht nur Geselligkeit vor, sondern unterstützten verarmte Mitglieder, fingen Waisenkinder auf. Caritas und christliche Verantwortung wirken bis heute fort.

Im Wandel der Zeiten

Die andere Wurzel der Schützengesellschaft ist der Soldatenheilige Sebastianus. Das Schießen mit Armbrüsten oder Pfeil und Bogen war nicht nur sportlicher Wettkampf, sondern auch Ausdruck wehrhafter Bürger. Auf der Liste der bekannten Schützenkönige steht allerdings eine Frau an erster Stelle: 1594 wurde Herzogin Jakobe von Baden erste Schützenkönigin.

In der Residenzstadt Düsseldorf gab es von jeher ein gutes Miteinander von Obrigkeit, Stadt und Schützen. Landesfürsten wie Herzog Wilhelm IV. von Jülich-Berg und Kurfürst Johann Wilhelm („Jan Wellem“) förderten den Schützenverein und stifteten für das Schützensilber. Die Franzosenzeit 1795 bis 1801 bedeutete wegen des Verbots von Schützenfesten erneut einen Einschnitt in die Geschichte des Schützenbrauchtums. Erst mit den Preußen konnte der Schützenverein seine Tradition fortsetzen. In die gescheiterte deutsche Revolution von

1848 wurde auch der St. Sebastianus Schützenverein hineingezogen. Sein damaliger Chef Lorenz Cantator unterstützte die Revolutionäre und musste später nach Nordamerika fliehen. Die von ihm dem Verein gestiftete schwarz-rot-goldene Fahne befindet sich noch heute im Rathaus.

Schützen 2.0

Mit den über Jahrhunderte bewährten Prinzipien von Kameradschaft und Solidarität widersteht der St. Sebastianus Schützenverein dem neoliberalen Zeitgeist, der die Optimierung des Individuums feiert. Das alljährliche Schützenfest und die größte Kirmes am Rhein, die Jahr für Jahr – je nach Wetterlage – mehrere Millionen Besucher anlocken, sind das Verbindungsglied zwischen Moderne und Tradition.

Lothar Inden, seit zehn Jahren Chef des Schützenvereins, will seine 1400 Aktiven in eine gute Zukunft führen. Er betont, dass die Düsseldorfer Sebastianer keine Bruderschaft, sondern ein Verein sind. Sie bekennen sich zu ihren christlichen Wurzeln, sind aber in ihrer Praxis viel offener.Der Schützenverein fragt nicht nach Konfession und Glauben. Auch die

Frage verheiratet, Lebenspartner oder Single spielt keine Rolle mehr. Frauen sind als Mitglieder dabei – wenn auch in der Minderheit. Noch vor Geselligkeit und Schießsport kommt soziales Engagement. Wer das Schützenleben akzeptiert und sich in die Gemeinschaft aktiv einbringt, ist willkommen. Das gilt auch für die Integration von Flüchtlingen, die große gesellschaftliche Herausforderung unserer Tage.

Ausstellung im Stadtmuseum

Unter dem Titel „700 Jahre soziale Stadt“ findet derzeit eine Ausstellung zum St. Sebastianus-Jubiläum im Stadtmuseum in Düsseldorf statt. Bei der Eröffnung hob die Direktorin des Museums Dr. Susanne Anna hervor, wie bedeutend es für die Stadt sei, dass sich ein im 14. Jahrhundert gegründeter Verein bis heute dem karitativen Wirken verschreibe. Schon zur Gründungszeit sei die „Gruppe dominant und stadtprägend“ gewesen. Zur Diskussion um das Gründungsdatum sagte der 1. Chef der Schützen, Lothar Inden, unter Applaus: „Solange kein Beweis für ein späteres Gründungsdatum vorgelegt wird, bleibt es dabei: Wir waren, sind und bleiben wir der Verein von 1316.“ Entgegen seiner Zusage ließ sich OB Thomas Geisel nach Beginn der Veranstaltung, die das Tambourkorps unter Werner Bendels begleitete, entschuldigen. Dr. Susanne Anna: „Dringende Verwaltungsklausur“.

Narren trotzen dem Regen

Nass-kalt war das Wetter an Weiberfastnacht in Düsseldorf. Die Närrinnen und Narren trotzten jedoch dem Regen. Am frühen Nachmittag hörte es dann sogar auf zu regnen.

Trotz Regen viele Narren_klein

Aufnahme: Christian Dick

Im Jan-Wellem-Saal des Düsseldorfer Rathauses ging schon vor 11:11 Uhr heiß her. Hier einige Impressionen aus dem Rathaus:

Hanno Steiger_klein

Foto: Prinz Hanno I. (Aufnahme: Christian Dick)

Thomas Geisel_klein

Foto: Oberbürgermeister Thomas Geisel (Aufnahme: Christian Dick)

Närrische Marktfrauen_klein

Foto: Die Närrischen Marktfrauen, im Hintergrund rechts: Oberbürgermeister Thomas Geisel und seine Frau Dr. Vera Geisel (Aufnahme: Christian Dick)

Josef und Nicole Hinkel_klein

Foto: der ehemalige Präsident des CC Düsseldorfer Carneval und Altstadt-Bäcker Josef Hinkel mit seiner Ehefrau Nicole (Aufnahme. Christian Dick)

Andreas Rimkus_Dorthee Schneider_klein

Foto: der Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus (SPD) und Stadtkämmerin Dorothee Schneide (Aufnahme: Christian Dick)

Burkhard Hintzsche_Andreas Rimkus_klein

Foto: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Andreas Rimkus (Aufnahme: Christian Dick)

Anke Conti-Mica_Angela Erwin_klein

Foto: Zwei ehemalige Venetien: Anke Conti-Mica und Angela Erwin, stellvertretende Vorsitzende der CDU Düsseldorf (Aufnahme: Christian Dick)

Giuseppe Saitta_Angela Erwin_klein

Foto: Ratsherr Giuseppe Saitta (CDU) und Angela Erwin (Aufnahme: Christian Dick)

Markus Weske_Stefan Engstfeld_klein

Foto: Zwei Düsseldorfer Landtagsabgeordnete: Markus Weske (SPD), sein Kostüm ist eine Anspielung auf die zunächst angedachte Umbenennung des Mannesmann-Hochhauses und Stefan Engstfeld als Elvis (Grüne) (Aufnahme: Christian Dick)

Walter Schuhen_Jin-Yang Ruhland_klein

Foto: Links im Bild: Walter Schuhen, Marketing-Direktor des Düsseldorf China Center (Aufnahme: Christian Dick)

Und hier einige weitere Impressionen der Menschen, die im Düsseldorfer Rathaus an Weiberfastnacht gefeiert hatten:

Bienen_klein Cool_klein Drei Damen_klein Hasen_klein Internationale Gäste_klein Katharina Pesek_klein Miss-Teilnehmerinnen_klein

(Aufnahmen: Christian Dick)

 

In Franken ruft man auch „Helau“

Hochkarätiges Programm bei „Fastnacht in Franken“ – Reif für das Hauptprogramm der ARD – Ernsthafte Konkurrenz für Karneval am Rhein

Autor: Christian Dick

Am  29. Januar 2016 fand die Traditionssitzung „Fastnacht in Franken“ in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim in Unterfranken statt. Diese Fastnachtsitzung wird regelmäßig von bayerischen Spitzenvertretern aus Politik und Gesellschaft verfolgt.

Margit Sponheimer_klein

Foto: Margit Sponheimer (Aufnahme: Christian Dick)

Ein besonderer Höhenpunkt war in diesem Jahr der Auftritt der in Frankfurt gebürtigen Sängerin Margit Sponheimer, die mit ihrem größten Erfolg „Am Rosenmontag bin ich geboren“ den ganzen Saal zum Schunkeln brachte. Die Stimmung im Saal war dabei mindestens genauso gut wie bei „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“. Auch im Vergleich zu den Karnevalssitzungen in Düsseldorf und Köln brauchen sich die Franken auf jeden nicht zu verstecken. Ganz im Gegenteil! Die Sendung „Fastnacht in Franken“, die der Bayerische Rundfunk seit 29 Jahren ausstrahlt wäre einer Ausstrahlung im Hauptprogramm der ARD auf jeden Fall würdig.

Im Publikum saßen unter anderem der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, die Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm sowie zahlreiche bayerische Minister, Fraktionsvorsitzende, Parteivorsitzende sowie Bundestags- und Landtagsabgeordnete. Besonders überraschte der Bayerische Staatsminister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat Markus Söder, der sich als Edmund Stoiber verkleidet hat, seine Ehefrau hatte sich dazu passend als Karin Stoiber verkleidet. Erst wenige Tage zuvor hatte Söder in Aachen die Karnevalsorden „Wider den tierischen Ernst“ erhalten und sich dabei als Bayern-König Ludwig II. verkleidet.
Karin Baumüller und Markus Söder als Stoibers_klein

Foto: Markus Söder und seine Ehefrau als „Karin und Edmund Stoiber“ (Aufnahme: Christian Dick)

 

Horst und Karin Seehofer_klein

Foto: Ministerpräsident Horst Seehofer mit seiner Ehefrau (Aufnahme: Christian Dick)

Ilse Aigner 1_klein

Foto: Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, kam in Star Trek-Verkleidung (Aufnahme: Christian Dick)

 

Barbara Stamm_Sissi Stamm_Claudia Stamm_Ludwig Spaenle 2_klein

Foto: Links im Bild Landtagspräsidentin Barbara Stamm und ihre Tochter Sissi Stamm waren als „Hänsel und Gretel“ verkleidet , in der Reihe dahinter als „Robin Hood Barbara Stamms Tochter Claudia Stamm, Abgeordnete der Grünen im Bayerischen Landtag, rechts außen als Wikinger der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (Aufnahme. Christian Dick)

Dorothee Bär und Dr. Oliver Bär_klein

Foto: Dorothee Bär, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur, erschien als Freiheitsstatue, begleitet wurde sie von ihrem Ehemann Dr. Oliver Bär (Aufnahme: Christian Dick)

Joachim Herrmann Innenminister_klein

Foto: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann war Sheriff verkleidet (Aufnahme. Christian Dick)
Wer hätte das gedacht: Genauso wie in Düsseldorf und Mainz ruft man auch in Veitshöchheim „Helau“. Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein Mammutprogramm, das an diesem Arbeit geboten wurde. Mehr als dreieinhalb Stunden bot die Prunksitzung des Fastnacht-Verband Franken Tanz, Musik und Büttenreden mit zeitgeschichtlicher Satire und Humoristischem aus Alltag und Politik. Bekannte und beliebte Künstler der fränkischen Unterhaltung, darunter Michl Müller, Heißmann & Rassau, Peter Kuhn, die Parodis, Oliver Tissot, die Altneihauser Feierwehrkapell’n und die Garde der Buchnesia Nürnberg. Die Fastnacht in Franken war keine Minute langweilig. Hauptthemen des Abends waren die Flüchtlingskrise, die aktuellen Unstimmigkeiten zwischen Ministerpräsident Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ominösen 6,7 Millionen Euro, die im Zusammenhang mit der Fußball-WM in Deutschland im Jahre 2006 geflossen sein sollen sowie Sticheleien der Oberpfälzer gegen die Franken.

Angela Merkel war zwar nicht persönlich gekommen. Dafür wurde Horst Seehofer Angela Merkel aus Pappe präsentiert. Der Ministerpräsident trug es mit Humor.

Angela Merkel aus Pappe für Horst Seehofer_klein

(Aufnahme: Christian Dick)

Peter Kuhn von der Schwarzen Elf aus Schweinfurt_klein

Foto: Peter Kuhn von „Schwarzen Elf“ aus Schweinfurt (Aufnahme: Christian Dick)

Herausragend war der Auftritt von Peter Kuhn von der „Schwarzen Elf“ in Schweinfurt. Er hatte in die aktuelle politische Lage in einen Wetterbericht verpackt. Seit der Fußball-WM herrsche über Deutschland das Hoch Angela, während in Bayern der Tornado Horst solange wüte, bis der Blitz einschlägt, erklärte Kuhn. „Gut nur, dass er in Berlin immer abblitzt“, ergänzte der politische „Wetter-Frosch“. Deutschland strahle dieser Tage viel Wärme aus, was das Handling der Flüchtlingsproblematik angeht. Im Osten sorge dies aber leider für eine braune oder dunkelrote Färbung. Über die SPD hingegen liege das „Tief Gabriel“, bekamen auch die Genossen ihr Fett ab. Zu den PEGIDA-Demonstranten und AfD merkte er an „Diesen Dreckschleudern, die ständig hetzen, muss man Obergrenzen setzen. Nicht ein bis zwei Grad Diskrepanz – nein, am besten Null Grad Toleranz.“ Zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung beschrieb Kuhn folgendes Bild: „Völlig ohne Damm ist kein Sicherheitsprogramm. Da wünscht man sich schon etwas Führung, doch konkrete Pläne der Regierung bleiben hier merkelwürdig blass.“ Ob Angelas Merkel „Wir schaffen das!“, sich tatsächlich erreichen lässt, ließ Kuhn offen: „Wir müssen es aber jedenfalls versuchen!“

Heißmann und Rassau_klein

Foto: Sie moderieren seit 20 Jahren die „Fastnacht in Franken: Volker Heißmann und Martin Rassau, die auch bekannt sind als die lustigen Witwen „Waltraud“ und „Mariechen“ (Aufnahme: Christian Dick)

Die Altneihauser Feierwehrkapell’n gab unter anderem die spitze Bemerkung von  sich „In einem Tatort, wo man fränkisch spricht, bräuchte es die Leiche nicht. Denn da flößt ja der Dialekt allein dem Zuschauer schon Schrecken ein.“ Doch die Franken bewiesen, dass sie auch über sich selber lachen können.

Altneihäuser Feuerwerkapelln_klein

Foto: Die Altneihauser Feierwehrkapell’n aus der Oberpfalz ließ kein gutes Haar an den Franken. (Aufnahme: Christian Dick)

Tanzgarde_klein

Foto: Gardetanz (Aufnahme: Christian Dick)

Das große Finale_klein

Foto: Das große Finale (Aufnahme: Christian Dick)

Mit einem Marktanteil von 47,2 Prozent in Bayern und 3,9 Millionen Zuschauern deutschlandweit erzielte die traditionelle TV-Prunksitzung des Fastnacht-Verband Franken im Bayerischen Fernsehen am Freitagabend wieder eine herausragende Zuschauerresonanz. Im Vergleich aller „Fastnacht in Franken“-Sendungen seit 1991 liegt die diesjährige Live-Übertragung mit 2,33 Mio. Zuschauern bayernweit – gemeinsam mit der Sendung von 2010 – auf Rang zwei, nur noch getoppt von der  Rekordsendung aus dem vergangenen Jahr, die in Bayern 2,39 Millionen Zuschauer verfolgten. Damit ist die diesjährige „Fastnacht in Franken“-Ausgabe auch die zweit-erfolgreichste Sendung des Bayerischen Fernsehens seit dem Beginn der gesamtdeutschen Quotenerhebung 1991.

Das hochkarätige Live-Programm aus den Mainfrankensälen im unterfränkischen Veitshöchheim verfolgten durchschnittlich 3,90 Millionen Zuschauer – 2,33 Millionen aus Bayern und nochmals 1,57 Millionen außerhalb des Freistaats. „Fastnacht in Franken“ dürfte demnach auch 2016 – wie bereits in den vergangenen Jahren – die erfolgreichste Sendung aller Dritten Programme in Deutschland sein.

Absolute Spitzenwerte erzielte die Sendung gegen 22.05 Uhr, als sich 5 Millionen Zuschauer über Michl Müller amüsierten. Auch beim jüngeren Publikum kam die Live-Übertragung der Prunksitzung sehr gut an: 23,9 Prozent Marktanteil wurde bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt.

Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks:

„‘Fastnacht in Franken‘ steht für Unterhaltung auf höchstem Niveau. Das herausragende Publikumsinteresse belegt aufs Neue, wie beliebt die alljährliche Prunksitzung aus Veitshöchheim in Bayern, aber auch deutschlandweit ist. Mein herzlicher Dank gilt unserem Partner, dem Fastnacht-Verband Franken, den Künstlern sowie dem Produktions- und Redaktionsteam. Mit Humor, Kreativität und Professionalität haben alle zusammen dem Publikum eine hochkarätige Sendung geboten und ‚Fastnacht in Franken‘ auch 2016 wieder zu einem absoluten Quotenhit gemacht.“

Erfolgreichste Sendung in Bayern

In der Hitliste der meistgesehenen Sendungen Bayerns am Freitagabend liegt die „Fastnacht in Franken“ mit Abstand auf Platz eins. Auch das „Rundschau-Magazin“ um 22.40 Uhr (1,44 Mio. Zuschauer), die „Rundschau“-Hauptausgabe um 18.45 Uhr (0,94 Mio. Zuschauer), „Grünwald Freitagscomedy“ (0,85 Mio. Zuschauer) und „Drei. Zwo. Eins. Michl Müller“ (0,57 Mio. Zuschauer) finden sich in den Top 10 des gestrigen Tages. Die Zuschauerresonanz wirkte sich auch auf den Tagesmarktanteil aus: Mit 27,2 Prozent in Bayern hatte das Bayerische Fernsehen am Freitag insgesamt die Nase vorn, das ZDF folgte mit 11,0 Prozent. Alle anderen Sender blieben einstellig.

Höhepunkte und Bilder der Sendung online

Auf den Internetseiten des Bayerischen Rundfunks unter www.br.de/fastnacht gibt es umfangreiche Informationen zur „Fastnacht in Franken“, Bildergalerien, Einzelauftritte der Künstler und Höhepunkte der Sendung als Videos. Die komplette Sendung kann auch in der BR-Mediathek auf BR.de angesehen werden.

Wiederholung von „Fastnacht in Franken“ im Bayerischen Fernsehen:

Faschingsdienstag, 9. Februar 2016, 11.45 Uhr

 

Fernsehtipp – Fränkische Fastnacht

Autor: Christian Dick

Dass das Frankenland dem Rheinland in puncto Karneval in nichts nachsteht, kann man heute Abend im Fernsehprogramm des BR um 19 Uhr sehen. Bereits zum 29. Mal wird die Fränkische Fastnacht in Veitshöchheim gefeiert. Heute Abend wird die Faschingssitzung live übertragen, die Wiederholung wird am Samstag, dem 30. Januar, um 20:15 Uhr ausgestrahlt. Und Karnevalsdienstag, dem 9. Februar, wird die Sitzung noch einmal ausgestrahlt. Die NRW DEPESCHE wird im Nachgang der heutigen Livesendung in einer Reportage die Fränkische Fastnacht mit dem Karneval im Rheinland vergleichen. Informationen finden Sie darüber hinaus unter www.br-online.de und unter www.mainpost.de/fasching

 

Orden „Wider den tierischen Ernst“ an Markus Söder verliehen

Opening_klein

Foto: Opening der Sitzung „Wider den tierischen Ernst“ durch Sängerin Sarah Schiffer (Aufnahme: Christian Dick)

Wider den tierischen Ernst_Logo_klein

(Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Markus Söder auf dem roten Teppich_klein

Foto: Markus Söder verkleidet als König Ludwig II.  mit seiner Ehefahr Karin Baumüller (Aufnahme: Christian Dick)

Markus Söder 2_klein

Foto: Markus Söder vor Beginn der Sitzung (Aufnahme: Christian Dick)

Der bayerische Finanzminister Makus Söder (CSU) hat am Samstag, dem 23. Januar 2016 in Aachen den Orden „Wider den tierischen Ernst“ erhalten.

Der Orden „Wider den tierischen Ernst“ des Aachener Karnevals-Vereins e. V. ist in diesem Jahr 66 Jahre alt geworden. Markus Söder, der der 67. Preisträger dieses Ordens ist, fiel schon oft durch seine sehr einfallsreichen Karnevalskostüme auf. Auch in Aachen war dies nicht anders. Dies war auch ein Grund, weshalb man ihn als Ordensritter ausgewählt hat. Er erschien am Samstagabend zum Ritterschlag „Wider den tierischen Ernst“ als bayerischer König Ludwig II.: „Meine Freunde nennen mich auch König Lui“, erklärte Söder, im Narrenkäfig und bewies damit, dass er auch über sich selbst lachen kann.

Markus Söder_klein

Foto: Markus Söder im „Narrenkäfig“ (Quelle: Aachener Karnevalsverein e. V.)

 

Vor der Ordensverleihung hatte die Entscheidung für Söder viel hitzige Diskussionen hervorgerufen, als er einen Zusammenhang mit Flüchtlingen und den  Terrorakten in Paris ins Spiel brachte. Unter anderem Cem Özdemir und Anton Hofreiter (Grüne) sagten ihre Teilnahme ab, doch der Aachener Karneval blieb bei seiner Entscheidung für Markus Söder.

Annegret Kramp-Karrenbauer 1_klein

Foto: Laudatorin Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (Aufnahme: Christian Dick)

Laudatorin war die Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Preisträgerin des Jahres 2015. Sie beschrieb des CSU-Politiker als „ein bayerisches Überraschungsei“: „Wenn er die Klappe aufmacht, weiß man nie, was dabei herauskommt.“ Die große Zahl von Flüchtlingen, so die saarländische Ministerpräsidentin, sei eigentlich auf Söder letzte Verkleidung als Ghandi zurückzuführen. „Wenn der Söder jetzt so friedlich ist, können wir ruhig nach Deutschland kommen“, sagte Kramp-Karrenbauer. Sollte er irgendwann im Gewand des Brutus erscheinen, werde selbst Angela Merkel des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer warnen, sagte die Ministerpräsidentin mit Ironie.

Für ausgelassene Stimmung im Publikum sorgte insbesondere Vicky Leandros mit ihren Liedern „Ich liebe das Leben“, das vom Publikum auf Aachener Platt gesungen wurde, und „Theo wir fahr’n nach Lodz“.

Jens Riewa_Vicky Leandros 2_klein

Foto: Moderator Jens Riewa und Vicky Leandros (Aufnahme: Christian Dick)

Jean Pütz und Markus Söder begeistert von Vicky Leandros_klein

Foto: Das Publikum im Saal  stand bei den Liedern von Vicky Leandros auf und sang mit, hier im Bild: Markus Söder und links neben ihm der frühere WDR-Moderator Jean Pütz (Aufnahme: Christian Dick)

Ich liebe das Leben auf Öcher Platt_klein

Foto: Der Text des Liedes „Ich liebe das Leben“ auf Aachener Platt (Aufnahme: Christian Dick)

Ausstrahlt wird die Verleihung des Ordens „Wider den tierischen Ernst“ am Montag, dem 25. Januar, um 20:15 Uhr in der ARD.

Wenn Sie die Überschrift dieses Artikels anklicken, sehen Sie noch eine Fotostrecke. Weiterlesen

Prinz Hanno I. und Venetia Sara erobern die Herzen der Jecken

Hanno Steiger_Sara Flötmeyer_klein

Foto: Das frisch gekürte Düsseldorfer Karnevalsprinzenpaar 2015/2016 Hanno Steiger und Sara Flötmeyer sind auch im wirklichen Leben ein Paar. (Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Am 13. November fand in den Düsseldorfer Rheinterrassen die Kürung des Karnevalsprinzenpaares für die Session 2015/2016 statt. Die 902 Gäste im Saal jubelten ihnen zu. Das neue Karnevalsprinzenpaar ist es äußerst bodenständig und gab sich bei der Kürung sehr volksnah. Wenngleich ihre Session nur sehr kurz ist – Rosenmontag ist bereist am 8. Februar 2016 – lässt sich schon jetzt erahnen, dass Prinz Hanno I. und Venetia Sara auf Grund ihrer Natürlichkeit und herzlichen Ausstrahlung eine sehr gute Session haben werden und die Menschen in Düsseldorf auch mitnehmen können.
Jubelstimmung_klein

Foto: So war die Jubelstimmung im Saal bei der Prinzenkürung (Aufnahme: Christian Dick)

Oberbürgermeister Geisel hat das neue Düsseldorfer Karnevalsprinzenpaar ganz in sein Herz geschlossen. Dies belegt folgendes Bild.

Prinz Hanno umarmt OB Geisel_klein

Foto: Prinz Hanno I. umarmt Oberbürgermeister Thomas Geisel (Aufnahme: Christian Dick)

Grandios war das Opening der Prinzenkürung. Mehrere Düsseldorfer Bands hatten sich zusammengetan und trugen das Lied „Du bes ming Stadt“ von der Gruppe Alts Schuss vor. Der Text wurde von Rainer Lieverscheid, Sänger der Gruppe Alt Schuss geschrieben, die Melodie stammt von dem Lied Mull of Kintyre, das 1978 ein Riesenhit von Paul McCartney und den Wings war.

Gemischte Band_Du bis min Stadt_klein

Foto: das Opening der Prinzenkürung (Aufnahme: Christian Dick)

Seine Premiere bei der Prinzenkürung hatte Michael Laumen, der seit dem Sommer 2015 Präsident des Comitee Düsseldorfer Carenval ist. Diese Aufgabe meisterte er mit Bravour.

CC-Präsidium_klein

Foto: einige Mitglieder des Comitee Düsseldorf Carneval, in der Mitte CC-Präsident Michael Laumen (Aufnahme: Christian Dick)

Venetia Sara wurde von ihrer kleinen Cousine aus Warendorf überrascht, die mit ihre Tanzgruppe auf der Bühne tanzte.

Cousine von Sara_klein

Foto: links im Bild die Cousine von Venetia Sara (Aufnahme: Chrístian Dick)

Normalerweise ist Venetia Sara Tänzerin bei der Prinzengarde Rot-Weiss, Prinz Hanno I. ist normalerweise Mitglieder der Garde der Venetia Blau-Weiss. Die beiden Garden führten bei der Prinzenkürung gemeinsam eine grandiosen Tanz auf.

Garden Rot-Weiss und Blau-Weiss_klein

Foto: Gemeinsame Tanzdarbietung der Garden Rot-Weiss und Blau-Weiss (Aufnahme: Christian Dick)

Auch die Unterhaltungskünstler trugen zur fröhlichen und heiteren Stimmung im Rahmen der Prinzenkürung in Düsseldorf bei.

Volker Weininger, der sich „Sitzungspräsident“ nennt, trug schon bei der ARD-Karnevalssitzung 2015 eine sehr Rede vor, bei der er die ganze Zeit lallte als ob er besoffen wäre. Dabei teilte er ordentlich aus, nahm kein Blatt vor den Mund. In gewohnter Manier machte er dies bei der Prinzenkürung.

Volker Weininger_klein

Foto: Volker Weininger, der „Sitzungspräsident“ (Aufahme: Christian Dick)

Für sehr gute Laune beim Publikum sorgte weiterhin Bernd Stelter, der unter anderem sein Lied „Der langsamste Jogger vom Rhein“ vortrug.

Bernd Stelter 1_klein

Foto: Bernd Stelter – ein Schwergewicht auf der Bühne (Aufnahme: Christian Dick)

Zum Schluss durfte natürlich ein Auftritt der Gruppe Alt Schuss nicht fehlen, deren Mottolied „Scharf wie Mostert“ sehr eingängig ist.

Altschuss_klein

Foto: Alt Schuss mit Sänger Rainer Lieverscheid (Aufnahme: Christian Dick)

Um den vollständigen Artikel zu lesen, müssen Sie die Überschrift dieses Artikels anklicken. Weiterlesen

Die Tonnenbauernpaare der Session 2015/2016

Tonnenbauernpaare_2015_Klein

Foto: Dies sind die Tonnenbauernpaare der Tonnengarde Niederkassel (Quelle: Tonnengarde Niederkassel, Hans-Peter Suchand)

Das Geheimnis ist gelüftet: Christopher Moch und Uåsa Katharina Maisch regieren in der kommenden Session die Erwachsenen der Tonnengarde, während Philipp Gollak und Lili Bätz in der Kindertonnengarde das närrische Zepter schwingen. Sie wurden damit Nachfolger von Thomas und Britta Damm bzw. dem bisherigen Kindertonnenbauernpaar Louis Riekenbrauk und Flavia Conti Mica, die im Rahmen des traditionellen Schlachtfests in der Aula des Comenius Gymnasiums verabschiedet wurden – verbunden mit dem Dank der Tonnengarde und dem tosendem Applaus des Publikums. Gekürt werden die neuen Tonnenbauernpaare am 9. Januar. Während der Veranstaltung wurde Wolfgang Frahn, seit 33 Jahren Mitglied und Förderer der Tonnengarde, zum Ehrenknecht ernannt. Die musikalische Unterhaltung der etwa 200 Gäste bestritten Comedy-­Xylophon-­Virtuose Dirk Scheffel und De Fetzer. Völlig neu und sehr humorvoll arrangiert war diesmal die Bekanntgabe des Tonnenbauernpaares. Präsident Karl Hans Danzeglocke trat gegen 22 Uhr vor das Publikum und bekannte: „Wir haben leider kein neues Tonnenbauernpaar!“ Um die künftigen Tollitäten zu finden, schlug Danzeglocke ein Auswahlverfahren mehrerer von Geschäftsführer Dino Conti Mica im Saal ermunterten Kandidaten vor. Während diese sich auf der Bühne versammelten, schritt Dr. Dirk Mecklenbrauck, Rechtsanwalt und Mitglied der Tonnengarde, stilecht mit Perücke und Robe gekleidet, ein. Als vermeintlicher „Justitiar des Bund Deutscher Karneval Köln“ erhob Mecklenbrauck form-­ und fristgerecht Einspruch gegen dieses Verfahren und überreichte Präsident Danzeglocke statt dessen einen verschlossenen Umschlag mit den Namen des neuen Tonnenbauernpaares.

Tonnenbauer Christopher Moch

Im Sternzeichen Fische am 23. Februar 1967 in Hamburg geboren, wuchs der neue Tonnenbauer in Ahrensburg am Rande der Hansestadt auf. 1983 machte er sich als Austauschschüler auf den Weg nach Denver (Colorado), wo er ein Jahr die Pomona High School besuchte. Zurück in Deutschland beendete er die Schule und ging 1987 nach Erlangen, um Elektrotechnik zu studieren. 1993 zog es ihn dann als Dipl.-­Ing. aus dem Frankenland ins Schwabenländle nach Stuttgart, um seine erste Arbeitsstelle anzutreten.

Nach einem Zwischenaufenthalt in Frankfurt führte ihn eine neue berufliche Herausforderung im Januar 1999 endlich in die schöne Landeshauptstadt Düsseldorf. Hier heiratete Christopher Moch im Jahre 2000 auch seine Frau Claudia, und in den Jahren 2007, 2009 und 2013 kamen seine Kinder Joshua, Johanna und Jonathan zur Welt.

Kennengelernt hat er den Karneval während seiner Stuttgarter Zeit, einige Kollegen kamen aus der ‚verbotenen Stadt’ und haben ihn seit 1994 zum Feiern mitgenommen. Den Düsseldorfer Karneval kennt er seit 1999. Seitdem hat er immer kräftig mitgefeiert. Als alter Hanseat hat es dann bei ihm aber doch noch gut 10 Jahre gedauert, bis er Anno 2010 endlich der Tonnengarde beitrat, um so richtig in Düsseldorf Niederkassel anzukommen.

In seiner Freizeit liebt der neue Tonnenbauer vor allem Segeln, Skifahren, Golfen (gerade gestartet), Wandern und Kegeln.

Tonnenbäuerin Uåsa Katharina Maisch

Das Licht der Welt erblickte die neue Tonnenbäuerin am 11. September 1972 in Opladen, jetzt Leverkusen. Dort wuchs sie auf, ging auf das Landrat Lucas Gymnasium machte ihr Abitur. Zwischenzeitlich war sie für ein Jahr an der Broadalbin-­Perth Highschool, NY State. Anschließend studierte Uåsa Katharina Maisch Rechtswissenschaften an der Philipps-­Universität in Marburg und in Adelaide, Australien. Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete sie in Adelaide, Genf und Nizza.

Sie ist verheiratet, hat zwei Töchter und arbeitet als Selbstständige Rechtsanwältin in Düsseldorf.

Ihre Hobbies sind Sport (Joggen, Yoga, Tennis, Golf, Reiten), Urlaube mit ihrer Familie in Südfrankreich, Zeit mit ihren Freundinnen verbringen, mit dem Hund am Rhein spazieren gehen sowie Karneval und – natürlich: Tonnengarde. Das Jeck sein hat übrigens in ihrer Familie eine lange Tradition. Schon ihr Opa Lothar Rückert war 1957/1958 Karnevalsprinz von Opladen/Leverkusen, Altstadtfunken. Außerdem hat er Zeit seines Lebens das Amt des Ritter Upladin bekleidet. 50 Jahre später ist ihr Bruder Ulof 2007/2008 in seine Fußstapfen getreten und wurde Prinz Karneval von Leverkusen.

Kindertonnenbauer Philipp Gollak

Der Kindertonnenbauer hat das jecke Alter von 11 Jahren. Als waschechter Niederkasseler besuchte er den Kindergarten St. Anna. Hier lernte er auch bereits seine Bäuerin Lili kennen. Es folgte eine unbeschwerte Zeit auf dem „Klompe-­Gymnasium“ (Niederkasseler Grundschule). Mittlerweile geht Philipp in die 6. Klasse des Comenius-­Gymnasiums, das schon einige große und kleine Tonnenbauern hervorgebracht hat!

Philipp ist leidenschaftlicher bzw. leidensfähiger Fan von Fortuna Düsseldorf und spielt selber als Stürmer in der D-­Jugend des SC West. Außerdem spielt er Gitarre und Tennis. Besonders gerne trägt er farbige Hosen. Philipp besuchte bereits im Kleinkindalter mit seinen Eltern regelmäßig den Kinderkarneval der Tonnengarde. Die Standarte hatte es ihm besonders angetan und so wurde der Wunsch in die Tonnengarde einzutreten von Jahr zu Jahr größer.

2010 war es dann endlich soweit! Seitdem ist Philipp in der Kindertonnengarde aktiv, in der letzten Session sogar als Adjutant von Kindertonnenbauer Louis Riekenbrauk. Die bevorstehende Regentschaft ist für ihn das „Tüpfelchen auf dem karnevalistischen i“. Auf die Orden, die er im Laufe der Session sammeln kann, freut er sich ganz speziell.

Kindertonnenbäuerin Lili Bätz

Die Kinderbäuerin wurde am 20. Februar 2003 in Düsseldorf geboren und wohnt seitdem in Niederkassel. Lili besuchte wie Philipp den St. Anna Kindergarten. Dort teilten beide noch gemeinsam die Leidenschaft des Fußballspielens. Natürlich besuchte auch Lili das „Klompe-­Gymnasium“. Von dort wechselte sie zur Carl-­Benz Realschule, wo sie die 7. Klasse besucht.

Ihre Hobbys sind Tanzen und Fechten. Lili stammt aus einer äußerst karnevalistischen Familie. Seit Mitte der 70er Jahren sind alle aktiv in der Tonnengarde. Mutter, Tante und auch Bruder hatten bereits die Ehre, Kinderbäuerin bzw. Bauer zu sein. Lili tanzt seit 2010 in der Kindergarde. In der letzten Session durfte sie an der Seite von Philipp Gollak als Adjutantin von Louis und Flavia schon ein wenig hineinschnuppern, wie es so ist, als Kinderbauernpaar. Ganz besonders stolz ist das Oberhaupt der Familie „der Opa“, dass Lili in diesem Jahr Kinderbäuerin ist. Er führt seit 25 Jahren als Närrischer Schutzmann den Veedelszug in Niederkassel an.