Archiv der Kategorie: Im Porträt

Herzlichen Glückwunsch Martin Walser!

Foto: Martin Walser (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Am 24. März 2017 feiert einer der meist diskutierten deutschen Schriftsteller Martin Walser seinen 90. Geburtstag. Geboren wurde er in Wasserburg am Bodensee. Ans Aufhören denkt er indes noch nicht, immer hat dieser kritische Zeitgeist viele Ideen im Kopf, die Stoff für neue Romane bieten. Sein im Jahre 2016 erschienener Roman „Ein sterbender Mann“ ist spannend und fesselnd, dass er den Leser nicht mehr loslässt. Im Mittelpunkt steht ein Mann, der sich das Leben nehmen möchte. Kurz vor seinem Tod will er allerdings noch einmal richtig leben. Walser schildert die Gefühlswelt dieses Mannes in einer äußerst bildhaften Sprache, so dass sich der Leser sehr gut in die Hauptfigur hineinversetzen kann. Das Buch rüttelt auf, wie alle Werke von Martin Walser ist dieser keineswegs leicht verdaulich und fordert den Leser zum aktiven Nach- und Mitdenken auf. Dieser Roman ist in jedem Fall sehr lesenswert.

Inhalt des Buches

Theo Schadt, 72, Firmenchef und auch als „Nebenherschreiber“ erfolgreich, wird verraten. Verraten ausgerechnet von dem Menschen, der ihn nie hätte verraten dürfen: Carlos Kroll, seinem engsten und einzigen Freund seit 19 Jahren, einem Dichter. Beruflich ruiniert, sitzt Theo Schadt jetzt an der Kasse des Tangoladens seiner Ehefrau, in der Schellingstraße in München. Und weil er glaubt, er könne nicht mehr leben, wenn das, was ihm passiert ist, menschenmöglich ist, hat er sich in einem Online-Suizid-Forum angemeldet. Da schreibt man hin, was einem geschehen ist, und kriegt von Menschen Antwort, die Ähnliches erfahren haben. Das gemeinsame Thema: der Freitod.

Eines Tages, er wieder an der Kasse, löst eine Kundin bei ihm eine Lichtexplosion aus. Seine Ehefrau glaubt, es sei ein Schlaganfall, aber es waren die Augen dieser Kundin, ihr Blick. Sobald er seine Augen schließt, starrt er in eine Lichtflut, darin sie. Ihre Adresse ist in der Kartei, also schreibt er ihr – jede E-Mail der Hauch einer Weiterlebensillusion. Und nach achtunddreißig Ehejahren zieht er zu Hause aus. Sitte, Anstand, Moral, das gilt ihm nun nichts mehr. Doch dann muss er erfahren, dass sie mit dem, der ihn verraten hat, in einer offenen Beziehung lebt. Ist sein Leben „eine verlorene, nicht zu gewinnende Partie“?

 

Autor   Martin Walser

Verlag Rowohlt, 2016

ISBN   3498073885, 9783498073886

286 Seiten

Preis: 19,95 EUR

Weiterhin sind anlässlich des 90. Geburtstags von Martin Walser seine beiden Roman „Ein liebender Mann“ und „Ein sterbender Mann“ im Rowohlt Verlag in einem Band erschienen. In dem Roman „Ein liebender Mann“ führt der Autor Goethes letzte Liebe vor Augen. Der Roman „Ein sterbender Mann“, in dem es um Verrat geht, ist ein Gegenstück hierzu.

Autor Martin Walser

Ein liebender Mann/Ein sterbender Mann

Verlag Rowohlt, Sonderausgabe März 2017

ISBN 978-3-498-07390-9

Preis: 20,00 EUR

Köln-Deutz – Ursprungsort der ersten Motorenfabrik der Welt

Autor: Christian Dick

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Foto: links im Bild: Dr. Helmut Leube, Vorstandsvorsitzender der Deutz AG,  rechts. im Bild: Holger Friedrich, Leiter des Trainingszentrums der Deutz AG vor der Atmosphärischen Gaskraftmaschine aus dem Jahre 1867 (Aufnahme: Christian Dick

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Foto: Dr.-Ing. Helmut Leube, Vorstandsvorsitzender der Deutz AG, Michael Wellenzohn und Dr. Margarethe Haase, Dr. Damian van Melis Geschäftsführer des Greven-Verlages (Aufnahme: Christian Dick)

Dem Namen nach könnte man meinen, dass sich die DEUTZ AG auch heute noch in Köln-Deutz befindet. Doch dort, wo alles anfing, erinnern nur einige Hallen an die Ursprünge dieses Unternehmens, das einem zumeist im Bereich Automobiltechnologie nicht als ersten Unternehmen in den Sinn kommt. Und doch wurde hier Weltgeschichte geschrieben. Am 31. März 1864 war in der Folge der Erfindung des Otto-Motors die Geburtsstunde der heutigen Deutz AG, die im Laufe der Zeit auf Grund unterschiedlicher Besitzverhältnisse mehrfach ihren Namen verändert hat. Heute, 150 Jahre später, ist Köln-Porz der Hauptsitz der Deutz AG.

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(Aufnahme: Christian Dick)

Es ist keineswegs zu hoch gegriffen, wenn man feststellt, dass die Wiege der Automobilisierung der Welt in Köln steht. Aus diesem Anlass ist im Kölner Greven Verlag ein historisch hochinteressanter und auf Grund der zahlreichen Illustrationen prächtiger Band unter dem Titel “INNOVATION MOTOR. VIER TAKTE BEWEGEN DIE WELT.

150 JAHRE DEUTZ AG“ erschienen, der beim Leser die Faszination für das Automobil in all seinen herausragenden geschichtlichen und technologischen ins Unermessliche steigert. Und die Deutz AG ist in ihrem Ruf für höchste Qualität und Präzision immer treu geblieben. So hat das Unternehmen eine Null-Fehler-Strategie in der Produktion implementiert.  Mittels Just-in-Time-Fertigung werden hier neben Motoren für PKWs auch hochwertige Motoren für Landwirtschaftsmaschinen hergestellt. Gearbeitet wird in einem Drei-Schicht-Betrieb.

Aufbrausende Motoren sind seine Passion

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Foto: Helmut Müller (Aufnahme: Schäfers)

Helmut Müller hat mehr 46 Jahre lang im Geist seines Unternehmens gelebt und seine Arbeit hat immer große Freude bereitet.

Er wurde über den zweiten Bildungsweg Maschinenbauingenieur. Bausteine auf diesem praxisorientierten Weg waren u.a. eine Lehre als Kfz-Mechaniker und eine Technikerausbildung. In seiner 46jährigen Industriepraxis bei der DEUTZ AG (KHD AG) war er in verschiedenen Funktionen im Unternehmensbereich Antriebe verantwortlich tätig. 1985 wurde er Marketing-Direktor bei der neuen KHD-Tochter Motoren-Werke Mannheim AG (MWM) in Mannheim. Von 1989 bis 2001 steuerte er als Geschäftsführer und Bereichsleiter „Service-Technik“ im Geschäftsbereich DEUTZ SERVICE alle technischen Serviceaktivitäten weltweit. Von 2002 bis 2005 war er als Bereichsleiter „Service Deutschland“ für alle Serviceaktivitäten in Deutschland umsatz- und ergebnisverantwortlich.

Von 2005 bis 2007 war er mit der Projektleitung zur Übertragung des Servicegeschäftes für Mittel- und Großmotoren von der DEUTZ AG zur neuen eigenständigen Tochtergesellschaft DEUTZ Power Systems GmbH & Co. KG (DPS), Mannheim betraut. Diese weltweit gefasste Aufgabe beinhaltete neben der Verlagerung der personellen Ressourcen auch den Erhalt und Ausbau der erheblichen Umsatz- und Ergebnispotentiale aus der nationalen und internationalen Motoren-population.

Von 2007 bis 2009 war er innerhalb des Geschäftsbereichs DEUTZ Customised Solutions (DCS), der für die Entwicklung, Produktion und Vermarktung aller luftgekühlten DEUTZ-Motoren und Kompaktmotoren > 8 Liter Hubvolumen verantwortlich zeichnete, Projektleiter „Special Projects“. Diese Aufgabe umfasste u.a. den Erhalt und Ausbau des ergebnisträchtigen Geschäftes mit luftgekühlten Motoren weltweit.

Er war Direktor und Vice President der DEUTZ AG in Köln. Von 1998 bis 2009 gehörte er dem Aufsichtsrat der DEUTZ AG als Sprecher der Leitenden Angestellten an.

Seit 2009 ist er in den Ruhestand getreten. Er ist seit dem in ehrenamtlicher Funktion Leiter „Unternehmensgeschichte“ der DEUTZ AG und Vorsitzender des gemeinsam mit dem Kölnischen Stadtmuseum gegründeten Fördervereins „Freunde der Motorensammlung DEUTZ e.V.“ (FMD). Unter folgendem Link finden Sie nähere Informationen über den Verein:

http://www.deutz.de/html/default/8a85818a25ff5fb00126742e6c015c90.de.html

Helmut Müller erhielt im Jahre 2013 für sein  umfangreiches ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Die Deutz AG bietet Besuchergruppen nach Anmeldung Führungen durch das Museum  ihre einzigartigen Motorensammlung. Hier kann man die Motoren der ersten Stunde live erleben.  Vor allem der Motor Nr. 1 aus dem Jahr 1867 und Ottos erster Viertaktmotor von 1876 sind ein Erlebnis ganz besonderer Art und lassen nicht die Herzen der Technikfans höher schlagen.

Zur Geschichte der Deutz AG

Die Pioniere der weltweiten Automobilgeschichte waren Eugen Langen und Nicolaus August Otto.

Eugen Langen hat unter den Söhnen des Zuckerfabrikanten Johann Jakob Langen (1794–1869) den größten Bekanntheitsgrad  erlangt. Johann  Jakob Langen hatte sich 1845 mit der Übernahme der Zuckerfabrik Schleußner & Heck selbstständig gemacht. Er führte die Firma mit seinen Söhnen Carl Otto, Gustav und Emil als „J. J. Langen & Söhne“. 1857 trat Eugen Langen im Anschluss an eine profunde Ausbildung im Bereich der Technologie, unter anderem am Polytechnikum in Karlsruhe, für seinen Bruder Emil in die Firma ein.

1864 lernte Eugen Langen den von großem Forschungsdrang geprägten Nicolaus August Otto kennen, der seine freie Zeit dafür investierte den durch den Franzosen Étienne Lenoir erfundenen atmosphärischen Gasmotor technisch zu perfektionieren. Eugen Langen, als ausgewiesener Technik-Experte, war sich sofort des großen Ausnahmetalents  Ottos bewusst und war fest davon überzeugt, dass dessen Entwicklung revolutionär sein würde. Somit gründeten beide bereits einen Monat nach ihrer ersten Begegnung die erste Motorenfabrik der Welt, „N. A. Otto & Cie.“. Auf der Pariser Weltausstellung im Jahre 1867 wurde ihr verbesserter Gasmotor, der sogenannte Flugkolbenmotor, mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Nachdem diese erste Fabrik in Konkurs ging, gründete Langen in Deutz mit Fremdkapital eine neue Firma für den Bau von Gasmotoren, die Gasmotorenfabrik Deutz, die später Teil des Konzern Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD) war. Heute firmiert das Unternehmen unter dem Namen Deutz AG. Ottos Schulden von 18.000 Talern übernahm Eugen Langen. Um die Produktion zu sichern, verpflichtete Langen die Mechaniker Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach. Jetzt konnte Otto seine alte Idee eines Viertaktmotors zur Produktionsreife führen.

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Zum Foto: Porträts von Nicolaus August Otto und seiner Frau Anna Gossi (Aufnahme: Christian Dick)

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Zum Foto: Porträt von Nicolaus August Otto (Aufnahme: Christian Dick)

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(Aufnahme: Christian Dick)


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Zum Foto: Porträt Carl Eugen Langen (Aufnahme: Christian Dick). Er wurde am  9. Oktober 1833 in Köln geboren und starb am 2. Oktober 1895 bei Elsdorf (Rheinland)). Er ein bedeutsamer deutscher Unternehmer, der als Ingenieur und Erfinder Pionierarbeit geleistet hat. Langen hatte entscheidenden Einfluss im Rahmen der Entwicklung des Ottomotors und der „Schwebebahn“, die in Gestalt der Wuppertaler Schwebebahn erstmals realisiert wurde.

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Zum Foto: links: Porträt von Prosper L’Orange, rechts: Porträt von Ettore Bugatti (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Viertakt-Gasmotor der Deutz AG aus dem Jahre 1878 (Aufnahme: Christian Dick)

Informationen zum Buch:

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Sven Tode / Marco Hölscher / Beate John

INNOVATION MOTOR. VIER TAKTE BEWEGEN DIE WELT.

150 JAHRE DEUTZ AG

200 Seiten mit 246 Abbildungen

Gebunden mit Schutzumschlag, Format 23,1 x 29,7 cm,

24,90 Euro

Weiterführende Information über das Jubiläum der Deutz AG finden Sie unter folgendem Link: http://www.150jahredeutz.com/de/

Visionen sind ihr Lebenselixier – die Malerin Hildegard Christina Risse

Foto: die Malerin Hildegard Christina Risse vor ihren Gemälden (Quelle: Privatarchiv der Malerin)

 

Foto: das Gemälde „Segeln vor Juist“ (Leinwand, Mischtechnik) (Quelle: Privatarchiv der Künstlerin)

Beruflich stand sie mitten im Leben, stellte jahrelang unter Beweis, dass sie erfolgreich ihre Frau stehen konnte und dass es eigentlich keiner Frauenquoten bedarf. Sie war schließlich Assistentin des Vorstandsvorsitzendenbei einer der Big Four der weltweit agierenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. In einer solchen Lebenssituation fehlt es einem an Nichts, so sollte man annehmen. Doch das Beispiel der heute ausschließlich als Malerin tätigen Hildegard Christina Risse aus Düsseldorf-Oberkassel, belehrt eines Besseren. Das Jahr 2008 stellte eine Zäsur in ihrem Leben dar. Krankheitsbedingt , auf dem Weg zum Arzt, kam ihr – eine glücklichere Fügung in ihrem Leben hätte es nicht geben können – die Rheinische Post in die Hand. Darin erregte ein Artikel ihre Aufmerksamkeit. Es ging um die Freie Akademie für Malerei (FAfM), die ihre Räumlichkeiten an der Adresse Reisholzer Werft in Düsseldorf hat. Die studierte Betriebswirtin war von diesem Artikel derart fasziniert, dass sie ihre erfolgreiche berufliche Stellung aufgab und das Studium der Malerei an der FAFM im Novalis Hochschulverein aufnahm. Zu diesem Schritt gehörten ganz sicher auch eine gehörige Portion Mut und, vor allem, Zielstrebigkeit, und dies nicht nur, weil das Studium privat zu finanzieren war. Über ihre inneren Beweggründe für den Schritt, ihrem Leben in einer Phase, in der viele Menschen der bisweilen eintönigen, in vielen Jahren eingefahrenen und oft verkrusteten Muster ihres Arbeitsfeldes überdrüssig sind, sich aber, mangels Alternativen, dazu entschieden haben, nur Dienst nach Vorschrift zu machen, eine ganz neue Richtung zu geben, sprach Hildegard Christina Risse nun mit der NRW-d-e-p-e-s-c-h-e.

Das Interview führte Christian Dick

Seine Träume leben

Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet.” – so lautet das prägnante Zitat von Pablo Picasso auf der Eingangsseite der Internetseite von Hildegard Christina Risse. Dieser Satz spiegelt in eindrucksvoller Weise die Lebensphilosophie der Künstlerin wider. Im Interview erscheint sie als ein Mensch, der sehr zielstrebig ist, sich bei seinen Plänen und Vorhaben nicht beirren lässt und, trotz aller Stürme und aufbrausender See, die es in jedem Leben gibt, fest an sich glaubt. „If you can dream it, you can do it“, lautet ein weiterer wichtiger Baustein ihrer Lebenshaltung. „Wenn man Träume hat und man es visualisieren kann, dann kann man es auch erreichen“, erläutert sie. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ – dieses Motto reiht sich hervorragend in die Welt von Hildegard Christina Risse ein. Trotz des Schwergewichts auf der Ratio, bedingt durch ihr Wirtschaftsstudium und ihren beruflichen Lebensweg, kam ihre schon seit Kinderzeiten deutlich ausgeprägte musische und künstlerische Neigung nie zum Erliegen, und so entdeckte sie schon sehr früh ihre Vorliebe für die Malerei. Dies sei ihr vielleicht durch denGroßvater mütterlicherseits in die Wiege gelegt, berichtet sie. Dieser hat ebenfalls viel gemalt. Und schon seit jeher zählen Künstler zum Freundes- und Bekanntenkreisvon Hildegard Christina Risse.

Zunächst, so schildert sie, sei sie jedoch dem Wunsch ihrer Eltern gefolgt. „Ihre Vorstellung war es, lieber einen ordentlichen Beruf zu erlernen. Meine Eltern gehörten zur Kriegsgeneration, und für diese war es wichtig, dass ihre Kinder etwas lernen und sich hinterher selber ernähren können.“

Die Bedeutung von Visionen

Ihre vor fünf Jahren berufliche Kehrtwende wird besser nachvollziehbar, wenn man sich vor Augen führt, dass Visionen schon immer eine zentrale Rolle im Leben der Malerin gespielt haben. „Ich habe schon als Kind die Vision gehabt, etwas mit Kunst zu machen. Es gibt immer bestimmte Muster, die ein Mensch in sich hat. Manchmal kann man diese allerdings nicht sofort umsetzen. Und manchmal findet man später erst zu seinen ureigenen Neigungen.“ Dies zeigt, dass man Lebensträume niemals aufgeben sollte, denn wer keine Lebensträume mehr hat, hat eigentlich aufgehört zu leben – dies ist die Handlungsmaxime von Hildegard Christina Risse. Die Künstlerin führt ein Zitat von  Johann Wolfgang von Goethe an: „Erfolg hat drei Buchstaben: TUN!“ Treffender kann man es wirklich nicht auf den Punkt bringen!

Foto: ein „Stilleben“ von Hildegard Christina Risse (Leinwand, Mischtechnik) (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: das neue Gemälde „Poésie d’Automne, 2013, Leinwand 100×100 xm, Pigmente, Gouache, Kreide (Quelle: Privatarchive der Künstlerin)

Schwerpunkte ihrer künstlerischen Arbeit

Hildegard Christina Risse ist dem Expressionismus besonders zugeneigt. Sie malt Farbräume/innere Bilder, Porträts, Landschaftsbilder und Stillleben. Besonders interessant findet sie die Portraitmalerei und hier lässt sie sich sehr gerne von dem aus Schweden stammenden und in Wuppertal lebenden Maler Leif Skoglöf in dessen Workshops inspirieren. 

„Malerei ist nicht ‚easy doing‘, nicht entspannend. Es ist ein ständiger Kampf in mir, auch abhängig von der Tagesform und auf dieser  Grundlage setze ich meine Vorstellungen farbtechnisch um“, so die Künstlerin.

Künstlerische Vorbilder

Einen sehr nachhaltigen Eindruck hat der Kölner Künstler Gerhard Richter auf Hildegard Christina Risse hinterlassen. Dies dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass dieser ebenso wie die Düsseldorfer Malerin ein Freigeist ist.

Visionen für die Zukunft

Genauso begeistert ist Hildegard Christina Risse von dem ehemaligen Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie Professor Markus Lüpertz. An einem Seminar von ihm teilzunehmen, wäre für sie das non plus ultra. Und wer weiß, vielleicht geht dieser Traum ja schon bald in Erfüllung, denn siehat sich für ein Seminar unter der Leitung von Markus Lüpertz gerade an der Kunstakademie Bad Reichenhall beworben. Hierfür kann man wirklich nur die Daumen drücken!

Wunsch, ein soziales Projekt zu unterstützen

Eines ist auf jeden Fall sicher: Stillstand in ihrem Leben ist für Hildegard Christina Risse völlig undenkbar. Und so würde sie gerne in naher Zukunft, beispielsweise schon in der Vorweihnachtszeit und zu einem anderen Termin ihre Gemälde ausstellen und den Erlös einem wohltätigen Zweck zugutekommen lassen. Hier einige Impressionen des Schaffens der Malerin:

 

Foto: die Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ und „Schiff vor Rügen“ von Hildegard Christina Risse (Leinwand, Mischtechnik) (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: Hildegard Risses Gemälde „Stadtgeflüster“ (Quelle: Privatarchiv der Künstlerin)

 

Foto: ein Beispiel für die „Farbräume“, die Hildegard Christina Risse malt (Leinswand, Mischtechnik (Aufnahme: Christian Dick)

Und schließlich noch zwei Beispiele für Zeichnungen von Hildegard Christina Risse:

(Quelle: Privatarchiv der Künstlerin)

(Quelle: Privatarchiv der Künstlerin)

Potentielle Interessenten aus dem Bereich caritativer und sozialer Projekte können die Malerin wie folgt kontaktieren:

Hildegard Christina Risse

Schorlemerstraße 9

40545 Düsseldorf

Telefon: 0173 9146 296

E-Mail: hc.risse@t-online.de

http://www.hc-risse.de/

Informationen über die Freie Akademie für Malerei finden Sie unter folgendem Link:  http://www.fafm.de/.  

Im Porträt – Düsseldorfs neuer Karnevalsprinz

 

Foto: Hier werden gerade Weihnachtssterne gebacken – Thomas Puppe mit Mitarbeitern in der Backstube (Aufnahme: Christian Dick)

Nicht nur für seine eigene Familie, sondern auch für seinen Familienbetrieb mit sage und schreibe 110 MitarbeiterInnen hat der neue Düsseldorfer Karnevalsprinz Thomas Puppe die Verantwortung. Für Bäckermeister Puppe verändert sich das Leben mit dem 18.November 2011, dem Tag, an dem er gekürt wird, für die nächsten drei Monate in fundamentaler Weise. Denn, wenn er dann dem Bäckereibetrieb mit zwölf Filialen in Düsseldorf und Neuss nicht zur Verfügung stehen wird, braucht er Mitarbeiter, auf die er sich verlassen kann. Unter die Arme greift ihm zum Beispiel seine Schwester Birgit Neisser, die für die Kaufmännische Leitung des Betriebes verantwortlich zeichnet. In der Verwaltung ist seine Ehefrau Petra ebenfalls tätig. Dann stehen Thomas Puppe noch der Produktionsleiter und weitere leitende Mitarbeiter zur Seite. Der Zusammenhalt ist groß, anders könnte ein Familienbetrieb auch nicht erfolgreich agieren. Thomas Puppe ist ein geselliger Mensch, der seine sozialen Kontakte sehr groß schreibt. Das war schon in seiner Jugend so. „Ich war lange Jahre Jugendgruppenleiter in der Katholischen Jungen Gemeinde in Düsseldorf-Oberkassel. Den Gemeinschaftssinn junger Menschen zu fördern, ihnen vorzuleben, was es heißt, füreinander Verantwortung zu übernehmen, und sie in ihrer Entwicklung mit all ihren Problemen zu begleiten, das begeistert mich ganz einfach“, so Puppe. Und in der Pfarrjugend kam er dann auch mit dem Karneval in Berührung. „Ich habe mehrfach den Karneval der Katholischen Jugend organisiert“, berichtet er weiter. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sein Vater ihn mit zu den Karnevalsfeiern der Düsseldorfer Bäckerinnung nahm. „Seit vier Jahren moderiere ich den Karneval der Bäckerinnung gemeinsam mit meinem Freund und Bäcker- Kollegen und dem neuem Präsidenten des CC Düsseldorfer Carneval Josef Hinkel“, erzählt Puppe.  Auf die Frage, wie er Mitglied in einem Karnevalsverein geworden ist, gibt Puppe zur Antwort „Ich habe schon mehrere Jahre die Tonnengarde Niederkassel unterstützt. Schließlich fragte mich Dino Conti-Mica, der Geschäftsführer der Tonnengarde, dessen Frau Anke nun die Venetia an meiner Seite ist, ob ich nicht Mitglied des Verein werden wolle.“ Und seit dem Jahre 2009 sind Thomas Puppe und seine Ehefrau Mitglied der Tonnengarde Niederkassel.  

Einmal Prinz zu sein…

Foto: Thomas Puppe am 18. November 2011 kurz vor der Prinzenkürung (Aufnahme: Christian Dick)

Wie ist Thomas Puppe nun auf die Idee gekommen, Karnevalsprinz zu werden? „In der Session 2008, als Josef Hinkel Karnevalsprinz war, hat mich der damalige Präsident des CC Düsseldorfer Carneval Engelbert Oxenfort darauf angesprochen, ob ich mir auch vorstellen könne, Karnevalsprinz zu werden. Ich habe das dann mit meiner Frau besprochen. Diese gab mir ihren Segen dafür, stellte aber klar, dass sie selbst nicht Venetia werden wollte.“  Wie sieht die Vorbereitung eines Karnevalsprinzen aus, wird dieser etwa gebrieft und muss dieser zwingend Düsseldorfer Platt können? Hierzu merkte Puppe an „Als Vorbereitung wurde mir vom CC Düsseldorfer Carneval ein Rhetorik-Seminar bezahlt. Dadurch, dass ich tagtäglich mit vielen Menschen zu tun habe und meine Mitarbeiter führe, hatte ich hierbei natürlich einen Vorteil. Und den Rheinischen Dialekt beherrsche ich leider nicht. Ich weiß selbstverständlich, dass man zum Beispiel ein G wie J aussprechen muss… da fällt mir ein markanter Satz ein „Ne jut jebratene Jans ist ne jute Jabe Jottes“.

Seine Töchter Caroline und Katharina sind hellauf begeistert, dass ihr Vater oberster Repräsentant der Düsseldorfer Narren wird. Die ältere Tochter Caroline wirkt bereits in der Tanzgarde mit.

Zur langfristigen Zukunft der Bäckerei Puppe

Um noch einmal auf den Familienbetrieb zurück zu kommen. Natürlich hängt Thomas Puppes Herzblut an der Bäckerei, die sein Vater im Jahre 1969, damals noch unter anderem Namen, aufgekauft hat. Seine 17jährige Tochter Caroline trägt sich mit dem Gedanken, BWL zu studieren, und würde dann gerne im Kaufmännischen Bereich mitarbeiten, weil sie sich dies nicht so stressig vorstellt, wie das Bäckerhandwerk. Seine 14jährige Tochter Katharina kann sich momentan sehr gut vorstellen, eine Bäckerlehre zu machen.  Nun sind Träume, die man in der Jugend hat, bekanntermaßen allzu oft Schäume, aber man kann ja nie wissen…

Mit Werten führen

Zum Thema Mitarbeiterführung steht für Thomas Puppe – einen gläubigen Katholiken – folgendes unumstößlich fest: „Der Glaube ist das Fundament für meine Arbeit. Es muss so sein, dass ich abends noch in den Spiegel schauen kann. Wenn wir unser Unternehmen nach den Maßstäben der christlichen Gesellschaftslehre führen, dann haben wir damit auch die Möglichkeit, die Welt ein bißchen besser zu machen. Es ist nicht nötig, die Mitarbeiter als Profit Center zu sehen. Man muss das auch von der menschlichen Seite her betrachten.“

P.S. Übrigens backt die Bäckerei Puppe im Laufe eines Jahres  rund 100 verschiedene Brotsorten.

Das Interview führte Christian Dick.

 

25 Jahre Bananensprayer

Foto: Thomas Baumgärtel seit 25 Jahren aktiv (Aufnahme: Andrea Matzker)

Von Andrea Matzker

Geht man heutzutage durch das Kölner Agnesviertel, erlebt man manchmal fast so eine Atmosphäre wie vor Jahren, als der große Maler Antonius Höckelmann einem dort begegnete, und man dessen Bilder unprätentiös in seinem dort gelegenen Atelier bestaunen durfte. Heute kann man dort Thomas Baumgärtel treffen, einen vielseitigen Allroundkünstler, der vielen Menschen allerdings hauptsächlich als der „Bananensprayer“ bekannt ist. Seine erste Bananenschablone erstellte er 1986 und schmückte zunächst mit seiner inzwischen berühmt gewordenen Banane einige Kunstgalerie-Fassaden. Damals lösten seine Aktionen unendliche Proteste aus, inzwischen aber gilt sein Emblem weltweit als Auszeichnung für erstklassige kulturelle und künstlerische Leistungen. Doch Thomas Baumgärtel ist bei Weitem nicht „nur Banane“! Der Vollprofi hat ein umfangreiches Kunststudium hinter sich, ist Maler, Grafiker, Karikaturist, Bildhauer und Vieles mehr. Er hat unendlich viele, immer neue, ausgefallene und geistreiche Ideen. Sein Spektrum umfasst alle Disziplinen der bildenden Kunst. Davon kann man sich in vielen Ausstellungen, aber auch in seinem Atelier in den ehemaligen Clouth-Werken auf der Xantener Straße in Köln, das hoffentlich noch lange die Kölner Kunstszene weiter beleben und bereichern wird, überzeugen. In dem überaus charmanten Museum für verwandte Kunst auf der Genter Straße 6, mitten im belgischen Viertel von Köln, zeigt eine Ausstellung mit dem Titel „Freiheit für die Kunst“ ausschließlich die Bananen-Facette seines Oeuvres. Man mag kaum glauben, wie vielfältig und fantasievoll diese Frucht als Ausdrucksmittel benutzt werden kann! Normale Dinge des Alltags, wie Kehrschaufel, Kinderwagen, Arbeitsplatz, Milchtüte oder Kleider werden zum Objekt des Künstlers und erhalten durch seine Interpretation eine völlig neue Bedeutung. Für die kleine, liebevoll zusammengestellte Exposition sollte man sich Zeit nehmen, denn sie ist nicht nur sehr interessant, sondern sie macht auch Spaß. Wer Glück hat, kann auch noch die hauseigenen und extra passend zur Ausstellung gebackenen Köstlichkeiten der Museumschefin und Galeristin Katrin Bergmann im verwunschenen und mit Blumen und Früchten übersäten Innenhof der Galerie kosten. Sie sind, wie sollte es auch anders sein, gelb-schwarz. Ihre Form wird allerdings noch nicht verraten. Aber eines steht fest: Sie hat selbstverständlich mit Köln zu tun.

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Jörg Fauser – eine kurze Erinnerung

Am 17. Juli 1987 starb Jörg auf der Autobahn zwischen Feldkirchen und München-Riem. Er überquerte nach seiner Geburtstagsfeier stark alkoholisiert eine Autobahn und wurde von einem Fahrzeug erfasst. Der genaue Hergang konnte nie geklärt werden. Fauser war ein genialer Journalist der für die Szene-Zeitung Tip aus Berlin schrieb und einer der bedeutendsten Schriftsteller der 1980er Jahre. Er war Underground-Autor. Beinflusst wurde er von Beat-Literatur. Seine Romane wurde von der etablierten Literaturkritik gerne unter der Kategorie Kriminalromane subsumiert. Unverständnis und eine vernichtende Beurteilung durch Marcel Reich-Ranicki beim Lesewettbewerb in Klagenfurt, dem Ingeborg-Bachmann Preis 1984, konnten seinem Erfolg jedoch nichts anhaben.  Fauser gehörte zur 68er-Bewegung, zu der er aber kritische Distanz hielt. Zeitweise hatte er Kontakt zur Frankfurter Hausbesetzerszene. Er  machte diverse Reisen in die USA und nach Marokko. In den 1980er Jahren zog Fauser nach Berlin, verfasste drei erfolgreiche Romane und arbeitete als Journalist für tip und TransAtlantik. Für Achim Reichel schrieb er den Text zur Single „Der Spieler“. Fauser war damit in der ZDF Hitparade vertreten. Auf die Fragen ob er Schriftsteller sei, verneinte er dies. Er sei Geschäftsmann, der seine Produkte vermarkte. Bedeutende Romane sind unter anderem:
Jörg-Fauser-Edition, Hamburg [u. a.]
Band 1. Romane I, 1990
Band 2. Romane II, 1990
Band 3. Erzählungen I, 1990
Band 4. Erzählungen II, 1990
Band 5. Gedichte, 1990
Band 6. Essays, Reportagen, Kolumnen I, 1990
Band 7. Essays, Reportagen, Kolumnen II, 1990
Band 8. Marlon-Brando-Biographie, 1990
Beiheft. Informationen und Bilder, 1990
Ergänzungsband Das leise lächelnde Nein und andere Texte, 1994

Autor: Hans-Werner Keller

Sandra Krolik – eine Schauspielerin, die ständig neue Herausforderungen sucht

Foto: Sandra Krolik (copyright: Janine Guldener)

Bereits im Jahre 2008 stand die Schauspielerin Sandra Krolik der NRW-d-e-p-e-s-c-h-e für ein Interview zu Verfügung. Seitdem hat sich in ihrer Karriere einiges getan. Welche neuen Projekte hinzugekommen sind, was sie zum Ausgleich für ihren Beruf braucht und welche Ziele sie sich für die Zukunft gesetzt hat, darüber sprach sie nun erneut in einem Interview.

Das Interview wurde von Christian Dick geführt

NRW-d-e-p-e-s-c-h-e: Wie waren die letzten zwei Jahre? Was waren positive und negative Erfahrungen? An welchen Erfahrungen sind Sie gewachsen?

Sandra Krolik: Die letzten zwei Jahre waren für mich unheimlich abwechslungsreich. Ich konnte mich in den verschiedensten Genres betätigen. In den vergangenen Wintern standen Theatertourneen auf dem Programm, zum Beispiel mit der Landesbühne Rheinland-Pfalz, Komödie Braunschweig… Über den Sommer drehe ich oft, zum Beispiel für Sat1. Hier habe ich zum Beispiel in den Produktionen „Ohnmacht“, „Schwarze Witwe“ und „Der Feinschmecker“ mitgewirkt. Auch für Redseven/Pro Sieben habe ich eine Rolle übernommen, die mich sehr gereizt hat, weil es sich hier um die böse Veganerin gehandelt hat. Böse Charaktere sind spannender und vielschichtiger. Trotzdem möchte ich akzentuieren, dass ich nicht in so eine Schublade gesteckt werden möchte und auch andere Charaktere gut spielen kann. Zur Zeit drehe ich für die WDR-Produktion „Wein und Sinne“. Diese wird am 26. November um 18:20 Uhr ausgestrahlt. Eine weitere Produktion war  „Traumfänger“ für RTL Creation, auch als Kinofilm.

Außerdem habe ich für die Messe Köln moderiert. Zusätzlich betätigte ich mich als Sprecherin für Werbespots und VoiceOver  für die Dokumentarfilme „Adlerholz“ von Arte und ZDF und „Glauben in China“ von der ARD.

Eine positive Erfahrung in den vergangenen Jahren war für mich auf jeden Fall, dass es beruflich ständig weitergeht. Ich habe schöne Rollen gespielt. Privat ist mir meine Familie sehr wichtig, die mich immer wieder auffängt. Und so habe ich sehr schöne Urlaube mit meiner Familie und mit Freunden genießen können.

Eine negative Erfahrung hatte ich im privaten Bereich, weil mein Vater sehr krank war. Dies hat mir deutlich vor Augen geführt, wie kostbar die Zeit doch ist – eine sehr wichtige Erfahrung in unserer so extrem schnellebigen Zeit. Deshalb sollte man für den Augenblick viel dankbarer sein und ihn genießen.

NRW-d-e-p-e-s-c-h-e: Sie bilden sich kontinuierlich fort. Liegt das daran, dass Sie besonders ehrgeizig sind?

Sandra Krolik: Man muss sich im Leben ständig weiterentwickeln. Mir ist wichtig, nicht auf einer Stufe stehen zu bleiben und vielseitig ausgerichtet zu sein. Daher nehme ich von Oktober 2010 bis März 2011 an einer Fortbildung am MIBEG-Institut für Medien in Köln, mit dem Ziel eines Abschlusses als „Entertainment Producer“, teil. Im Vordergrund stehen hier Docutainment, die Realisierung von Filmen im Non-Fiction-Bereich sowie Casting und Dramaturgie.

Es stimmt, dass ich ein ehrgeiziger Mensch bin. Ich brauche immer neue Herausforderungen. Für mich ist beruflich wichtig, dass es spannend bleibt und dass man ständig seinen Horizont erweitert. Bei meinen Fortbildungen achte ich darauf, dass diese auf meinem Beruf aufbauen.

NRW-d-e-p-e-s-c-h-e: Sie sind ein sehr sportlicher Typ. Ist der Sport ein Ausgleich, um als Schauspielerin immer im Gleichgewicht zu bleiben? Liegt die Begeisterung für den Sport in Ihrer Familie? Und wie hilft der Sport auf der Bühne konkret?

Sandra Krolik: Ich betreibe seit meiner Kindheit schon Sport, und zwar über zehn Jahre Judo, von meinem achten bis zu meinem achtzehnten Lebensjahr. Hier habe ich den Braunen Gürtel erreicht. Außerdem spielte ich Tennis und Reiten gehörte zu meinen sportlichen Aktivitäten. Ich besitze auch einen Surfschein und gehe regelmäßig ins Fitnessstudio.

Die Begeisterung für den Sport habe ich von meinen Eltern geerbt, die beide sehr sportlich sind und immer meine Vorbilder waren. Meine Mutter hat sich dem Eislaufen, dem Ballett und dem Rollschuhlaufen verschrieben. Mein Vater war aktiv als Fußballer und Schiedsrichter tätig. Für meinen Beruf ist der Sport ein sehr guter Ausgleich und wichtig, um zum Beispiel auf Tourneen fit zu bleiben. Ich brauche den Sport auch für meine Figur, denn ich arbeite auch als Model für Werbung. Auch im Urlaub bin ich aktiv und mache gerne Kultur-/Abenteuerurlaube, zum Beispiel Südamerika, zuletzt in Andalusien.

NRW-d-e-p-e-s-c-h-e: Sie haben Ihre Fremdsprachenkenntnisse erweitert bzw. aufgefrischt. Besteht der Wunsch, einmal in einer internationalen Produktion mitzuwirken?

Sandra Krolik: In einer internationalen Produktion sehe ich mich weniger. Aber für Produktionen von Werbe- oder Imagefilmen waren mir meine Englischkenntnisse bereits von Vorteil. Außerdem habe Fortbildungen an der Internationalen Filmschule Köln (IFS) und den Hollywood Acting Workshop in Los Angeles absolviert – in englischer Sprache. Bereits neben der Schauspielschule lernte ich Spanisch. Ich beherrsche den englischen und spanischen Akzent, was mir für Rollen sehr zugute kommt. Generell reizt es mich, als Ausgleich zu meinem Beruf, Kultur und Sprachen anzuwenden.

NRW-d-e-p-e-s-c-h-e: Bitte ergänzen Sie folgenden Satz. Meine bisherigen Rollen haben mich gereizt, weil…

Sandra Krolik: …sie eine Herausforderung bedeutet haben und man dadurch in andere Charaktere hineinschlüpfen konnte. Ich muss betonen, dass dies eine Grenzerfahrung ist. Denn man kann als Schauspieler über seine Grenzen gehen, die man selber aus ethischen und moralischen Gründen im realen Leben nie überschreiten würde.

NRW-d-e-p-e-s-c-h-e: Bitte setzen Sie nun noch folgenden Gedanken fort. Wenn ich Regisseurin wäre, würde ich…

Sandra Krolik: …gerne beim Fernsehen arbeiten. Und dann würde ich natürlich auch spannende Geschichten erzählen wollen. Mich reizt eine Handlung, wo Überraschungseffekte gegeben sind, die nicht voraussehbar sind.

NRW-d-e-p-e-s-c-h-e: Sehr geehrte Frau Krolik. Haben Sie vielen herzlichen Dank für dieses Interview.

Interview mit Jeannine Burch

Die in der Schweiz geborenen und seit mehreren Jahren in Düsseldorf lebende Schauspielerin Jeannine Burch hat seit den 1980er Jahren kontinuierlich große Erfolge gehabt. Die Tatsache, dass man sie bislang in sehr unterschiedlichen erleben konnte, zeigt, dass sie sehr vielseitig ist. Sie hat in zahlreichen Theaterrollen, Serien und Filmen mitgewirkt, darunter die Krimis Derrick, Der Alte, Siska, Soko 5113 und Tatort, die Comedy-Serie „Hausmeister Krause“ und die Daily Soap Verbotene Liebe.

Nun stellte sich Jeannine Burch den Fragen der NRW DEPESCHE.

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Foto: Jeannine Burch

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Interview mit Sandra Krolik

Die Karriere der in Wuppertal geborenen Schauspielerin Sandra Krolik kann sich sehen lassen. Seit 1986 hatte sie viele Theaterengagements, unter anderem in Wuppertal, Düsseldorf, Köln und Bonn. Weiterhin hat sie in diversen Spielfirmen und Serien mitgewirkt. Jetzt stand sie der NRW DEPESCHE zu einem Interview zur Verfügung.

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Foto: Sandra Krolik (Aufnahme: Janine Guldener) Weiterlesen

Interview mit Kirstin Hesse

Das Interview wurde geführt von Christian Dick.

Die in Köln lebende und in Lünen geborene Schauspielerin und Sängerin Kirstin Hesse kann, trotz ihrer erst 26 Jahre, bereits auf eine interessante Karriere zurckblicken. Sie wirkte bereits in verschiedenen Serien und Filmen mit, unter anderem in „SK Kölsch“ (RTL), „Mensch, Markus!“ (SAT 1), „Großstadtrevier“ (ARD), in dem Film „Der Untergang der Pamir“ (ARD) sowie in der Sitcom „Angie“ (RTL) mit.

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