Archiv der Kategorie: Kultur

Bürgerbühne des Rheinischen Landestheater: Kathrin 2.0 – Alles auf Neu

Theaterkritik von Christian Dick

In Kooperation mit dem Off-Theater NRW Neuss

Bürgerbühne Rheinisches Landestheater Neuss

Letzte Vorstellung am Dienstag, 25. Juni 2019, 19.00 Uhr

Studio

Eintrittskarten nur an der Theaterkasse

Die Bürgerbühne des Rheinischen Landestheater Neuss besteht aus Laienschauspielern, also Menschen, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit oder dem Besuch der Schule in ihrer Freizeit noch sehr viel Energie in die darstellende Kunst und in das Auswendig-Lernen oft sehr langer Texte investieren. Die neue sehr spritzige und äußerst kurzweilige Inszenierung „Kathrin 2.0 – Alles auf Neu“ belegt, dass diese Darsteller ihren Kollegen, deren Broterwerb ausschließlich von der Schauspielerei abhängt, vom Talent her in nichts nachstehen. Unter ihnen sind auch einige junge Darstellerinnen, bei denen eine Karriere im professionellen Bereich auf jeden Fall im Bereich des Möglichen ist.

Im Mittelpunkt dieses Stücks steht Kathrin Keller, eine Frau in mittleren Jahren, die nach einem Autounfall, bei dem sie mit ihrem Wagen gegen einen Baum gefahren ist, längere Zeit bewusstlos im Krankenhaus liegt, ernsthafte Verletzungen oder Hirnschädigungen hat sich nicht davon getragen. Sie nach mehreren Wochen wieder zu Bewusstsein. Doch auf einmal ist für Kathrin nichts mehr so, wie es früher war. Sie hat eine Amnesie, so dass sie ihre Eltern, ihren Ehemann und ihre beiden Töchter sowie ihre Freundinnen nicht mehr erkennt. Obwohl dieses Thema sehr ernst ist, enthält dieses Stück auch sehr viele Passagen, bei denen die Zuschauer schmunzeln können. Die Inszenierung ist von der Dramaturgie her sehr spannend und kurzweilig angelegt. Die Aufführung von siebzig Minuten verging dadurch wie im Flug und wurde mit lang anhaltendem Beifall bedacht. Man merkt, dass das Herzblut der Darsteller an diesem Stück hängt. Man darf somit mit Fug und Recht schon sehr gespannt sein, was das Publikum im Jahre 2020 von der Bürgerbühne erwartet.

Regisseurin Bärbel Reimer hat mit den Darsteller*innen im Alter von 14 bis 84 Jahren dieses Theaterstück umgesetzt. Es wirken mit Antje Bitta, Isabelle Duchemin, Andreas Gorgs, Ilse-Marie Harley, Gisela Junker, Marlis Jacob, Milena Nentwig, Linus Repp, Lea Schaub, Hans-Willi Schmidt, Frederik Schwickert, Jannike Sohnemann und Victoria Stuttmann. Die Regie führt Bärbel Reimer.

Mit freundlicher Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Rheinischen Landestheaters Neuss e.V.

Eintrittspreise: 6,– € / erm. 3,– €

 

 

 

HA Schult’s neuestes Projekt

01.02.2019 Köln Italienisches Kulturinstitut Italienischer Nationalfeiertag Generalkonsul Pierluigi Ferraro und Mina Pflüger die sich seit über 30 Jahren um italienische Gefängnisinsassen kümmert und dafür geehrt wurde Foto Andrea Matzker

01.06.2019 Köln Italienisches Kulturinstitut HA Schult Gästebucheintrag Foto Andrea Matzker

01.06.2019 Köln Italienisches Kulturinstitut HA und Anna Schult Foto Andrea Matzker

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Der Künstler HA Schult hatte als einziger Kölner Prominenter die heiß begehrte Einladung des Italienischen Generalkonsuls Pierluigi Giuseppe Ferraro zum Empfang anlässlich des Italienischen Nationalfeiertages  am 2. Juni erhalten. Seit 73 Jahren ist dieser Tag der Inbegriff für die Freiheit Italiens und wird mit den größten Feierlichkeiten des Jahres in Italien begangen. In Köln wird er regelmäßig mit einem Konzert, der Verleihung von Verdienstorden, einem Empfang für elitär geladene Gäste und Ansprachen gefeiert. So auch diesmal. Mina Pflüger, zum Beispiel, erhielt den italienischen Verdienstorden, weil sie sich seit über 30 Jahren um die Belange der italienischen Inhaftierten in Köln kümmert. HA Schult, der sich bei den aktuell noch laufenden intensiven Vorbesprechungen zu seinem riesigen Event in der europäischen Kulturhauptstadt des Jahres, Matera, dermaßen in die Stadt verliebt hat, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass er dort für immer hinzieht und Wahlitaliener wird, wird Ende August seine legendären Trash People vor der magischen Kulisse Materas, die schon von Pasolini und Mel Gibson für deren Filme ausgesucht worden war, ausstellen. Der neue James Bond Film, der zurzeit dort gedreht wird, wird die Kunstwerke voraussichtlich mit einarbeiten, auf jeden Fall aber hat sich Daniel Craig bereits als Gast zum HA Schult Event angesagt. Kunstsammler, Kunstinteressierte und Fans des Künstlers haben sich bereits aus der ganzen Welt dazu angemeldet. Absolute Neuigkeit ist allerdings, dass HA Schult nun noch zehn neue „Müllmänner“ aus den originalen, Jahrmillionen alten Steinen dieser 9000 Jahre alten Stadt herstellen wird. Und dies in der knappen Zeit bis Ende August!

Heiterer Abend in der Komödie Düsseldorf

Autor: Christian Dick

„1+1=3 – Hauptsache Gesund“ – Dies ist Titel der Komödie aus der Feder von Jens Hajek & Claudia van Veen, die derzeit in der Düsseldorfer Komödie in der Steinstraße aufgeführt wird. Im Vordergrund stehen die existenziellen Probleme werdender Eltern, wobei sich noch ständig ein werdender Opa und eine werdende Oma einmischen, was die Situation nicht einfacher macht. Die Inszenierung von Regisseur Rolf Berg ist sehr schwungvoll, die zwei Stunden vergehen wie im Flug.

Es wirken mit Antonia Michalsky als werdende Mutter Nicole, Stefan Bockelmann als werdender Vater Tom, Christiane Hecker als Oma in spe Dagmar, Hannes Schäfer als Opa in spe Hans und Swetlana Saam als Krankenschwester Dascha. Sehr lustig ist der norddeutsche Dialekt des Opa Hans.

Das Stück steht bis zum 30.06.2019 auf dem Programm.

Inhalt

Nicole, eine talentierte aber selten engagierte Schauspielerin, und Tom, ein engagierter aber wenig talentierter Fußballtrainer, leben in „wilder Ehe“ glücklich zusammen – doch als Nicole schwanger wird, werden sie mit existentiellen Fragen werdender Eltern konfrontiert: Heiraten oder nicht heiraten? Lieber Junge oder Mädchen? Können wir uns ein Kind überhaupt leisten? Sind wir überhaupt reif genug für ein Kind?…Dass Nicoles weltfremde Mutter und Toms Vater, seines Zeichens ein rauer Seebär, sich einmischen, ist nicht wirklich hilfreich – ebenso wenig wie die russische Hebamme mit ihren nicht immer passenden Lebensweisheiten…

Weitere Informationen findet man unter der Internetadresse www.komoedie-steinstrasse.de

 

Stück zum Nachdenken im Theater an der Kö

Autor. Christian Dick

Am 24. Mai feiert das Stück „Die Niere“ von Stefan Vögel im Düsseldorfer Theater an der Kö Premiere. Hierin wird ein nicht ganz einfaches Thema behandelt. Es geht zum einen um Organspende und zum anderen um Probleme in den Ehen zweier Ehepaare. Schauspielierin Lara Joy Körner spielt Kathrin, die ihrem Ehemann Arnold, dargestellt von Hardy Krüger jr., verkündet, dass sie eine Spenderniere braucht. Kathrin und Arnold haben dieselbe Blutgruppe, so dass Arnold als potenzieller Spender in Betracht käme. Arnold plagt jedoch die Angst und zudem die Sorge um seine berufliche Karriere. Zufällig bekommen die beiden Besuch von dem befreundeten Ehepaar Götz, verkörpert von Urs Schleiff, und Diana, dargestellt von Katharina Paul. Götz, der dieselbe Blutgruppe wie Kathrin hat, erklärt sich ohne Umschweife bereit, eine Niere für Kathrin zu spenden. Dies ruft die Eifersucht von Arnold hervor. Und Diana hat Angst, dass Götz etwas zustoßen könnte, falls er eine Niere spendet. Das Chaos ist perfekt. Doch damit nicht genug. Beide Ehepaare haben darüber hinaus auch noch Eheprobleme. Das Stück „Die Niere“ ist also weniger zum Lachen, sondern es stimmt das Publikum eher sehr nachdenklich. Der Ausgang dieser Stücks ist sehr überraschend, so dass für genügend Spannung gesorgt ist. Dieser Stoff ist auf jeden Fall gewagt für ein Boulevardtheater, weil es keine leicht verdauliche Kost ist, jedoch ist diese Inszenierung von Regisseurin Ute Willing sehr gelungen und könnte auf jeden Fall auch auf der Bühne eines Schauspielhauses aufgeführt werden. Es ist eine schauspielerische Glanzleistung, die zurecht mit sehr viel Applaus bedacht wurde.

Bis zum 7. Juli 2019 wird das Stück „Die Niere“ im Düsseldorfer Theater an der Kö aufgeführt. Weitere Informationen gibt es unter der Internetadresse www.theateranderkoe.de.

 

Liebe in der zweiten Lebenshälfte – eine äußerst romantische Komödie

Autor: Christian Dick

In der Düsseldorfer Komödie in der Steinstraße glänzen gegenwärtig Peter Millowitsch und Andrea Spatzek in dem Stück „Oh, diese Eltern“. Im Mittelpunkt steht zwei Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die ihren zweiten Frühling erleben. Dies Komödie ist etwas für das Herz.

Handlung des Stücks

Oh, diese Eltern

Aufführung bis zum 17.05.2019

Komödie von Alfonso Paso – Überarbeitung von Wolfgang Spier

Im Wartezimmer von Dr. Rodriguez, mitten im spanischen Andalusien, treffen Dolores Velasco und Fernando Cano aufeinander. Die Beiden haben Einiges gemeinsam: beide sind in der zweiten Hälfte ihres Lebens angekommen, beide haben ihren Partner verloren, beide fühlen sich von ihren Kindern mißverstanden und vor allem fühlen sich beide totkrank und sind erbost über ihren bisherigen Arzt, der sie beide für kerngesund hält.

Über ihren Zorn auf den vermeintlich unfähigen Arzt, die Undankbarkeit der jeweiligen Sprößlinge und über ihre jeweiligen Gebrechen, entwickelt sich zwischen den beiden sonst recht unterschiedlichen Charaktären ein intensives Gespräch. Man versteht sich, man fühlt sogar Sympathie, oder vielleicht sogar mehr? … Ohne es zu wissen sind die Beiden ihrem eigentlichen Problem auf die Spur gekommen – der Einsamkeit. Und sie haben mit sich gleich die richtige Medizin gefunden.

Ihre Kinder sind jedoch gegen die Verbindung ihrer Eltern und versuchen diese mit allen Mitteln zu verhindern. Mit viel Witz und überraschenden Ideen kämpfen Dolores und Fernando nun für ihr Recht auf Glück.

Erleben sie eine temporeiche, zum Lachen animierende und gleichzeitig romantische Geschichte über den „zweiten Frühling“ und wie man mit ihm umgeht. Und einen Beweis dafür, daß Lachen die beste Medizin ist.

Kartenreservierung:

Tel.: 0211 – 13 37 07

Tel.: 0211 – 32 51 51

E-Mail: karten@komoedie-steinstrasse.de

Zusätzliche Informationen gibt es unter der Internetadresse www.komoedie-steinstrasse.de

 

DEUTSCHLAND. EIN WINTERMÄRCHEN im Stadtmuseum Düsseldorf

 Musikalischer Lyrikabend

Foto: das THEN-Quartett (von links nach rechts) Ulrich Pakusch, Philipp Reinheimer, Kai Christian Moritz, Bernhard Stengele

„Denk ich an Deutschland in der Nacht,  dann bin ich um den Schlaf gebracht“, so heißt es in Heinrich Heines Zyklus „Zeitgedichte“. Nicht minder berühmt ist Heines Werk „Deutschland ein Wintermärchen“. In diesem betrachtet Heine seine Heimat mit Ironie, aber zugleich auf liebevolle Weise. Dieses Werk hat heute eine hohe Reputation, weil es einer der Glanzpunkte der politischen Dichtung des Vormärz ist und für viele das emotional fesselndste Werk ist, das jemals von einem Emigranten verfasst wurde. Der Ursprung für dieses Gedicht war die erste Reise Heines nach Deutschland, seitdem er im Jahre 1831 nach Frankreich ausgewandert war.

Seit dem Jahre 2008 hat das THEN-Quartett dieses Werk Heinrich Heines für die Bühne adaptiert. Ende April 2019 kommt dieses nun im Düsseldorfer Stadtmuseum zur Aufführung. Seit der Erstaufführung ist das Programm kontinuierlich gereift und die Künstler mit ihm. Es gibt immer tagesaktuelle Anpassungen und einen regionalen Bezug. Das THEN-Quartett hat eine völlig neue Interpretation des Gedichts des Wahlfranzosen Heinrich Heine kreiert, angereichert mit weiteren, kraftvollen Texten, Liedern und Bildern und entwickelt auf diese Weise ein eigenes Deutschlandbild des 21. Jahrhunderts. Wer sind wir? Wie wollen wir leben? Was ist DEUTSCHE KULTUR? Und drohen wir sie zu verlieren? Gehört der Islam zu Deutschland? Das sind die Fragen, um die die deutsche Politik, die deutsche Gesellschaft streitet. Was ist Heimat? Das THEN-QUARTETT hat seine Antwort gefunden: Heine ist Heimat. Und seine Heimat ist konkret: der gute alte Vater Rhein, der im Kyffhäuser schlummernde Kaiser Barbarossa, der Kölner Dom, das heimische Sauerkraut, die Rostbratwürste, aber auch die Bigotterie, die Engstirnigkeit, der Antisemitismus….

Das THEN-QUARTETT folgt den Spuren Heinrich Heines, der das Deutsche liebte und an ihm krankte.

Für das Ensemble ist es eine große Freude und Ehre, nun in Heines Heimatstadt mit dem Programm auftreten zu dürfen. Mitwirkende sind Bernhard Stengele aus Kißlegg im Allgäu, Kai Christian Moritz aus Würzburg, Philipp Reinheimer aus Berlin und Ulrich Pakusch, der aus Werl stammt, an einem original THEN-Hammerflügel.

Aufführungstermin in Düsseldorf ist der  25. April im Veranstaltungssaal des Düsseldorfer Stadtmuseums, Berger Allee 2. Beginn ist um 20 Uhr. Die Aufführungsdauer beträgt 2 ½ Stunden inkl. Pause. Der Vorverkauf findet über Westticket statt. Es besteht freie Platzwahl, der Normalpreis beträgt 23€, der Preis für Schüler und Studenten: 17€.

 

Komödie über das liebe Geld und Glück

Autor: Christian Dick

Wenn man unverhofft zu einem stattlichen Geldbetrag kommt, dann kann ein Mensch, der für gewöhnlich Skrupel hat, schnell in Versuchung geraten. Genauso ergeht es Heiner B. Liebig in der Komödie FUNNY MONEY. Dieses Stück führt auf äußerst humorvolle Weise vor Augen, dass Geld allein noch lange nicht glücklich macht, sondern dass mit dem Geld die Probleme oft erst anfangen. Und unglücklich wird man gerade dann, wenn man nur den materiellen Dingen hinterherläuft. Deswegen ist in der Regel derjenige umso glücklicher, der sich an den kleinen Dingen des Lebens freuen kann.

Schauspielerisch ist diese Inszenierung sehr gelungen.

Geschrieben wurde die Farce „FUNNY MONEY“, die aktuell im Theater an der Kö in Düsseldorf aufgeführt wird von Ray Cooney. Die Regie führt Folke Braband. Mit von der Partie sind die Schauspieler JACQUES BREUER, RALF KOMORR, SASKIA VALENCIA, SIMONE PFENNIG, THOMAS GIMBEL, STEFAN PREISS, HORST R. NAASE und KLEBER VALIM.

Die Premiere am 1. Februar 2019 kam beim Publikum sehr gut an.

Handlung des Stücks

Heiner Liebig verwechselt in der U-Bahn seine Aktentasche mit der eines Fremden und ist plötzlich Besitzer von 1,5 Millionen EURO. Sofort erwacht in Heiner kriminelle Energie. Er plant auf der Stelle mit dem Geld und seiner Frau aus Deutschland zu verschwinden, was sich allerdings als schwierig erweist, weil seine Geburtstagsgäste vor der Türe stehen und sich plötzlich zwei ausgesprochen bestechlich zeigende Polizisten sehr für Heiner interessieren.

Als dann auch noch der eigentliche Inhaber des Geldes tot im Rhein gefunden und anhand der Papiere in seinem Aktenkoffer als Heiner Liebig identifiziert wird und ein dubioser Mr. Big auftaucht, ist das Chaos perfekt.

Unter den Gästen im Publikum waren die Schauspielerin Judith Richter, Tochter von Beatrice Richter, und die Schauspielerin Tanja Schleiff, Ehefrau des Direktors des Theater an der Kö René Heinersdorff. Beiden hat diese Komödie sehr gut gefallen.

Foto: Judith Richter und Tanja Schleiff (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

„FUNNY MONEY“ steht bis zum 24. März 2019 auf dem Programm des Theater an der Kö. Weitere Informationen sind unter folgender Internetadresse zu finden: www.theateranderkoe.de

Viel Applaus für „Komplexe Väter“

Foto: das Ensemble des Stücks „Komplexe Väter“ Autor, Regisseur und Schauspieler René Heinersdorff, Jochen Busse, Katarina Schmidt, Hugo Egon Balder und Alexandra von Schwerin (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Am 31. Januar 2019 fand im Kölner Theater am Dom die Premiere des Stücks „Komplexe Väter“ statt. Wenn ein Stück, wie in diesem Fall, vom Mitinhaber des Theater am Dom René Heinersdorff geschrieben ist, dann ist das ein Garant für einen äußerst kurzweiligen Abend, an dem man vor Lachen von Herzen fröhlich sein kann. Das Stück wurde bereits mit großem Erfolg in Berlin aufgeführt.

René Heinersdorff ist auch noch Regisseur dieser Komödie uns spielt selber mit. Mit ihm zusammen sorgen Jochen Busse, Hugo Egon Balder, Alexandra von Schwerin und Katarina Schmidt dafür, dass dieser Theaterabend, an dem eine Pointe die andere jagt, beim Publikum bestimmt nicht schnell in Vergessenheit gerät, sondern vielmehr weiter empfohlen wird. Bedauerlich ist, dass heutzutage aktuelle Komödien aus Boulevardtheatern kaum noch im Fernsehen gezeigt werden, denn die Inszenierung „Komplexe Väter“ würde das Fernsehpublikum sicherlich ebenfalls sehr begeistern. Im Mittelpunkt steht die 25jährige Tochter Nadine, dargestellt von Katharina Schmidt, die ihren neuen Freund – verkörpert von René Heinersdorff präsentiert, der zum Leidwesen ihres leiblichen Vaters Erik, den Hugo Egon Balder spielt, und ihres Stiefvaters Anton, den Jochen Busse darstellt, doppelt so alt ist wie Nadine. Doch dies ist nicht der einzige Grund, weshalb es in diesem heiteren Schwank eine Menge Komplikationen gibt. Zu viel über den Inhalt sei allerdings an dieser Stelle nicht verraten, damit nicht die Spannung vorweg genommen wird. So viel sei aber verraten: Dieses Stück macht Lust auf Mehr!

Bei der Premierenfeier herrschte gute Stimmung. Mit von der Partie waren unter anderem Hella von Sinnen und Schauspielerin Marianne Rogée.

Foto: Hella von Sinnen und Marianne Rogée (Mitte) (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

„Komplexe Väter“ steht bis zum 27. April 2019 auf dem Programm des Theater am Dom.

Weitere Informationen gibt es unter folgender Internetadresse: https://www.theateramdom.de/

DER NANNY im Theater an der Kö in Düsseldorf

Autor: Christian Dick

Die aktuelle Inszenierung im Düsseldorfer Theater in der Kö ist aberwitzig. Das Publikum kann dabei zwei Stunden lachen, dass sich die Balken biegen. Vorlage für diese Komödie ist der gleichnamige Kinofilm von Matthias Schweighöfer.

Regisseur Christian Kühn hat das Stück auf hervorragende Weise für die Bühne adaptiert. Die Inszenierung ist sehr spritzig und locker. Schauspielerisch ist diese Komödie einmalig. Da bekommt man richtig Lust, ins Theater zu gehen. Bis zum 20. Januar 2019 steht das Stück „Der Nanny“ im Theater an der Kö auf dem Programm.

Es wirken mit ANDREAS ELSHOLZ, CARSTEN STRAUCH, MACKIE HEILMANN, MAIKE VON BREMEN, CHRISTINA STEPHAN u.a.

Handlung des Stücks

Clemens steckt mitten in den Planungen zum größten Bauprojekt seiner Karriere, nur noch einige Mieter muss er dazu aus den Wohnungen vertreiben. In all dem Stress findet er nur wenig Zeit für seine beiden Kinder.

Als auch Rolf seine Wohnung verliert, schwört er Rache und heuert undercover als männliche Nanny in Clemens’ Haushalt an. Allerdings er hat die Rechnung ohne die Satansbraten Winnie und Theo gemacht, die bisher jede Nanny in die Flucht geschlagen haben. Rolf muss zu härteren Mitteln greifen. Doch während er versucht, seine Wohnung und Heimat zu retten, entsteht aus seiner Sabotageaktion mehr und mehr eine neue Familie…

Weiter Informationen gibt es unter der Internetadresse www.theateranderkoe.de .

Spektakuläres Konzert junger Künstler in Neuss

Autor: Christian Dick

In Begleitung des Neusser Kammerorchesters unter der bewährten Leitung von Joachim Neugart fand am 2. Dezember 2018 im Neusser Zeughaus das 54. Konzert junger Künstler statt. Mit dem Komponisten Devienne, Mozart, Händel und Haydn stand ein wahrer Ohrenschmaus auf dem Programm.

Foto: Sara Baum, Querflöte (Foto, copyright: Christian Dick)

Foto: Erik Son-U Saalbach, Querflöte (Foto, copyright: Christian Dick)

Sara Baum und Erik Son-U Saalbach spielten der Querflöte in Begleitung zu der Sinfonia concertante für 2 Flöten und Orchester G-Dur op. 76 von François Devienne. Sara Baum stammt aus Grevenbroich. Bereits mit acht Jahren begann sie 2010 mit Unterricht im Fach Querflöte. 2012 erhielt sie einen 2. Platz beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“. Seit 2017 spielt sie im Landesjugendorchester NRW. Im Jahre 2018 wurde sie mit einem 1. Preis beim Bundeswettbewerb ausgezeichnet. Erik Son-U Saalbach wohnt in Düsseldorf und wurde, nachdem er neben der Querflöte an vielen anderen Instrumenten ausgebildet wurde, bereits im Alter von 11 Jahren als Jungstudent an die Robert-Schumann Hochschule in der Klasse von Professor Degen aufgenommen. Er erhielt zahlreiche Preise beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ und spielt ebenfalls im Landesjugendorchester NRW.

Foto: Akiyo Fujiwara (Foto, copyright: Christian Dick)

Akiyo Fujiwara spielte die Violine zu dem Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur KV 219 von Wolfgang Amadeus Mozart. Akiyo Fujiwara wurde 1991 in Japan geboren. Sie studierte in Tokyo und setzt zur Zeit ihre Ausbildung an der Universität der Künste in Berlin bei Professor Nora Chastain fort. 2012 gewann sie in Wien den 2. Preis beim internationalen Beethoven-Wettbewerb. Sie erhielt 2017 mehrere Stipendien während ihrer Studienzeit in Japan, unter anderem von der YAMAHA music scholarship. 2017 wurde sie als Solistin zusammen mit dem Neusser Kammerorchester in Tokyo mit einem Mozart-Programm verpflichtet.

Foto: Katarzyna Wilk (Foto, copyright: Christian Dick)

Kartarzyna Wilk sang die Arie „Rejoice greatly“ aus „The Messiah“ von Georg Friedrich Händel sowie die Konzertarie „Voi avete un cor fidele“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Sie ist seit Abschluss im Sommer 2014 von der Musikhochschule in Maastricht als Solistin aktiv. Einige Rollen, die sie gesungen hat, sind: Susanna in Le Nozze die Figaro währe des SummerFest Opera Fest mit Opera Theater Pittsburgh (USA), Carolina in „Il matrimonio segreto“ unter der Regie von Philip Harnoncourt mit Concert Royay Köln, Zelina in Don Giovanni mit Lyric Opera Studio Weimar.

Das Konzert kam beim Publikum in Neuss sehr gut an, alle Künstler des Abends wurden mit großem Beifall bedacht.