Archiv der Kategorie: Medizin – Gesundheit

Manfred Lütz „Erfolg ist nicht wichtig. Es kommt darauf an, etwas Sinngebendes im Leben zu machen.“

Launiger Vortrag beim Neujahrsempfang der CDU in Kaarst über Glücksforschung

Manfred Lütz_klein

Foto: Dr. Manfred Lütz (Aufnahme: Christian Dick)

Carl-Wilhelm Bienefeld_Ansgar Heveling_Brigitt Thönißen_Lutz Lienenkämper_Ulrike Nienhaus_Ingo Kotzian_Manfred Lütz_klein

Foto: Carl-Wilhelm Bienefeld (Mitglied des Stadtrats in Kaarst), Ansgar Heveling, Bundestagsabgeordneter aus Korschenbroich, Brigitt Thönißen (Mitglied des Stadtrats in Kaarst), Staatsminister a. D. und Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Lutz Lienenkämper aus Meerbusch, die Kaarsten Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus, seit Herbst 2016 im Amt, Ingo Kotzian (Mitglied des Stadtrats in Kaarst), der Vorsitzende der CDU Kaarst Lars Christoph, und Dr. Manfred Lütz (Aufnahme: Christian Dick)

Heike Reiß_Lutz Lienekämper_klein

Foto: Heike Reiß, Wirtschaftsförderin der Stadt Meerbusch, und Lutz Lienenkämper (MdL), Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion (Aufnahme: Christian Dick)

Autor Christian Dick

„Ich wundere mich, dass so viele Menschen hier sind. Ich hatte immer gedacht, Kaarst ist ein Autobahnkreuz.“ Mit dieser Eingangsbemerkung hatte der Theologe, Psychiater und erfolgreiche Buchautor Dr. Manfred Lütz, der das Alexianer-Krankenhaus in Köln leitet, die Lacher des Publikums beim Neujahrsempfang 2016 der CDU Kaarst auf seine Seite. Wer sich ein Rezept für Glück erhofft hatte, war bei diesem Vortrag falsch. Und bei der Antwort auf die Frage, in welchem Land auf der Welt die Menschen am Glücklichsten sind, hätte wahrscheinlich ein Großteil des Auditoriums danebengelegen. Doch nicht nur die Vermehrung des Wissens, in welchen konkreten Situationen das Glück greifbar und erfahrbar wird, sondern auch der Humor kam bei dieser Veranstaltung keineswegs zu kurz.

Zugegeben, dieser Neujahrsempfang am Valentinstag dürfte einer der letzten in diesem Jahr gewesen sein, geschuldet war dieser Termin allerdings der Tatsache, dass der Referent Ende Januar keine Zeit hatte. Die Neujahrsempfänge der CDU Kaarst sind insofern bemerkenswert, weil hier oft kein Politiker Gastredner ist und schon gar kein CDU-Politiker. 2012 war der damalige Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln Heinz Buschkowsky (SPD) in Kaarst.

„Meine Regierung, also meine Frau, ist in der Frauen-Union. Als sie hörte CDU, da hat sie gesagt „Da musst Du hingehen“, so beschrieb Manfred Lütz seine Motivation, nach Kaarst zu kommen. Er hatte noch aus einem Grund anderen zugesagt: „Ich bin Rheinländer. Und zwar linksrheinisch. Also jener Hälfte der Welt zugehörig, wo die Römer waren und die Kultur herkommt. Rechtsrheinisch, das ist dort, wo man Kultur nur aus dem Fernsehen kennt und wo die große Straße nach Moskau beginnt.“

Manfred Lütz erklärte im Folgenden „Der Rheinländer neigt zu Hilfsbereitschaft. Ich habe vor dreißig Jahren eine integrative Behindertengruppe gegründet. Integrativ – das darf man heute nicht mehr sagen. Heute heißt das Inklusion. Ich wundere mich, warum man alle Behinderten in einem einzigen Raum einschließt“, stellte Lütz bissig fest und zog dann noch einmal über die im Rechtsrheinischen lebenden Menschen her: „Wir haben alle Behinderten in einer rechtsrheinischen Stadt: In Düsseldorf. Der Düsseldorfer hat auch Minderwertigkeitskomplexe. Ursprünglich war er Neandertaler. Ich war einmal in einem Parkhaus in Düsseldorf. Ich habe keinen Parkplatz gefunden und bin dann bis in die oberste Etage auf den letzten Parkplatz gefahren. Als ich dann im Aufzug war habe ich gesehen, dass die Etagenknöpfe in Blindenschrift waren. Blindenschrift in einem Autoparkhaus! Da hat man doch die stille Hoffnung, dass der blinde Autofahrer wenigstens auch einen sehenden Beifahrer hat. Als ich dann den Straßenverkehr in Düsseldorf beobachtet habe, wurde mir vieles klar.“ Mit diesen Worten sorgte Lütz für heitere Stimmung im Auditorium und wirkte damit erfolgreich einer negativen Beeinflussung des Gemüts an diesem kalten und verregneten Valentinstag entgegen.

Anschließend ging Lütz in medias res und fasste die wesentlichen Thesen seines aktuellen Buchs „Wie Sie unvermeidlich glücklich werden“ zusammen.

Zur vollständigen Ansicht des Artikels, klicken Sie bitte die Überschrift des Artikels an. Weiterlesen

Innovative Kooperation bei  Großprojekt in Köln für Herzkranke

PD Dr. Axel Meissner Dipl. Ing. Wolfgang Frisch Roman Lovenvosse-Gehrt mit dem fast 400 Seiten starken Vertrag des Projektes Foto Andrea Matzker_klein

Foto:: PD Dr. Axel Meissner, Dipl. Ing. Wolfgang Frisch, Roman Lovenvosse-Gehrt mit dem fast 400 Seiten starken Vertrag des Projektes (Aufnahme: Andrea Matzker)

Dr. Egon Schlesinger

Die Kliniken der Stadt Köln werden im Rahmen einer neuartigen Kooperation mit dem weltweit führenden Medizintechnik-Unternehmen MEDTRONIC die Klinik für Kardiologie, Angiologie und Diabetologie im Krankenhaus Merheim mit einem Investitionsvolumen von 32 Millionen €. umfassend umbauen und erweitern. Nach Neubau des Klinikgebäudes Haus 20 B in Merheim soll dieses weitere Großprojekt der städtischen Kliniken in Dienste der Patientinnen und Patienten stehen, denn es geht um die Optimierung und Erneuerung der allmählich in die Jahre kommenden Gebäude und Technik, so dass mit der geplanten Fertigstellung im Herbst 2017 z. B. Wartezeiten auf Herzkatheteruntersuchungen und  ähnliche Eingriffe der Vergangenheit angehören sollen. Auch das Klinikpersonal wird von deutlich kürzeren Arbeitswegen und optimierten Arbeitsabläufen profitieren, so dass es die Arbeitszeit intensiver für die medizinische und pflegerische Betreuung der Patienten nutzen kann. Vorgestellt wurde das Projekt im Klinikum Merheim u. a. von  Privatdozent Dr. Axel Meissner, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Diabetologie im Krankenhaus Merheim, dem klinischen Direktor der Städtischen Kliniken, Prof. Horst Kierdorf, und Dip.lng. Wolfgang Frisch, stellvertretendem Geschäftsführer der MEDTRONIC GmbH, sowie Roman Lovenfosse-Gehrt, Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln GmbH, der zudem erläuterte, „dass es im Großraum Köln ab 2017 zu einer deutlichen Verbesserung der Patientenversorgung bei kardiologischen Erkrankungen kommen wird, und die Kliniken der Stadt Köln ihrer Verantwortung für die medizinische Daseinsvorsorge der Kölner Bevölkerung weiterhin auf höchstem Niveau gerecht werden wird“.

„Turne bis zur Urne“ – Professor Dr. Dietrich Grönemeyer bei den Düsseldorfer Jonges

Autor: Christian Dick

 Dietrich Grönemeyer_Wolfgang Rolshoven_klein

Foto: der Baas der Düsseldorfer Jonges Wolfgang Rolshoven und Professor Dr. Dietrich Grönemeyer (Aufnahme: Christian Dick)

„Mens sana in corpore sano“ – die deutsche Übersetzung dieser lateinischen Redewendung  lautet „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Wie man dieses Ziel erreichen kann, darüber referierte einer der berühmtesten Ärzte Deutschlands Professor Dr. Dietrich Grönemeyer am 18. Februar beim Heimatabend des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges.

Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach berichtete Anfang Februar 2013 bei einem Vortrag, dass sein Vater über Rückenschmerzen geklagt habe. Bosbachs Antwort darauf war „Papa, mit 91 kann man auch mal Rücken haben!“. Um mit Sport anzufangen ist es indes nie zu spät. Grönemeyer berichtete bei seinem Vortrag in Düsseldorf von einem Mann, der mit 78 Jahren angefangen habe, Sport zu treiben. Momentan sei dieser Man im Begriff, ein Fitness-Center zu gründen.

Rückenschmerzen bei Jugendlichen stark verbreitet

Es ist wirklich erschreckend: Grönemeyer stellte fest, dass 70 Prozent aller Jugendlichen im Alter von 17 Jahren unter Rückenschmerzen leiden. Das muss jedoch nicht sein. Grönemeyer forderte mit Vehemenz eine Stunde Sport pro Tag für jeden Schüler.

Kosten für Rückenleiden exorbitant

20 Milliarden Euro gibt das deutsche Gesundheitssystem laut Dietrich Grönemeyer pro Jahr für die Behandlung von Rückenleiden aus. Dies kann sich der Staat eigentlich nicht leisten. Grönemeyer verdeutlichte zum einen, dass Prävention das Gebot der Stunde ist, und machte zum anderen klar, dass Rückenleiden oft auf Grund von Fehldiagnosen nicht erkannt werden. Wenn zum Beispiel jemand beim Atmen starke Brustschmerzen habe und nicht mehr ganz durchatmen könne, so denke man zuerst an einen Herzinfarkt, so Grönemeyer. Dies könne aber genauso gut auch auf Schmerzen an den Rippen zurückzuführen sein. „Ich möchte nicht wissen, wieviel Herzkatheter unnötiger Weise gesetzt werden“, führte er weiter aus.

Bandscheibenvorfälle nur geringer Teil der Rückenleiden

Zu 80 Prozent sind Grönemeyers Angaben zufolge Rückenschmerzen auf Verspannungen zurückzuführen, lediglich in 3 Prozent der Fälle liege ein Bandscheibenvorfall vor. Das Problem sei, dass ein Radiologe mit einer Röntgenaufnahme die Bandscheibe gar nicht erkennen könne. Hierfür sei vielmehr eine Kernspintomographie erforderlich. Seinen Kollegen zum Trotz sagte Grönemeyer „Wenn der Radiologe sagt „Bandscheibenvorfall“, dann freut sich der Chirurg und operiert sofort.“

Gleichgewicht ist ein großer Vorteil

Grönemeyer verlangte den Düsseldorfer Jonges viel ab und prüfte ihre körperliche Fitness. So mussten sie unter anderem im Stehen einen Fuß vom Boden heben, die Augen schließen und den Kopf in den Nacken legen. Nicht wenige Düsseldorfer Jonges verloren hierbei das Gleichgewicht. „Studien haben ergeben, dass Kinder, die im Gleichgewicht sind, bessere Noten in Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache haben“, legte Grönemeyer dar.

Zum Schluss seines Vortrags appellierte Dietrich Grönemeyer daher eindringlich an die Düsseldorfer Jonges, sich das Motto „Turne bis zur Urne“ zu eigen zu machen.

Christian Dick_Dietrich Grönemeyer_klein

Foto: Christian Dick (Chefredakteur der NRW-d-e-p-e-s-c-h-e) und Professor Dr. Dietrich Grönemeyer

Unter folgendem Link finden Sie die Website des Grönemeyer Instituts in Bochum: https://www.groenemeyer-institut.com/

Optimale Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs

Ambulanz am Brustzentrum Köln-Holweide am 08.02.2012 offiziell eröffnet

Von Dr. med. Egon Schlesinger, Fotos von Andrea Matzker

Foto: Eröffnung Brustzentrum Holweide, Prof. Dr. Friedrich Wolff, Priv.Doz.Dr. Mathias Warm, Roman Lovenfosse-Gehrt, elfi Scho-Antwerpes (Aufnahme: Andrea Matzker)
Nachdem das Brustzentrum Köln-Hohlweide sich unter Leitung von Priv. Doz. Dr. med. Mathias Warm und einem hochkarätige Expertenteam, bestehend aus Frauenärzten, plastischen Chirurgen, Radiologen, Pathologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, speziell ausgebildeten Krankenschwestern (sog. Breast Care Nurses), Psychoonkologen und Physiotherapeuten etabliert hat, wurde am 8. Februar 2012 die dazugehörige Ambulanz des Brustzentrums in Köln-Hohlweide offiziell eröffnet. Somit bestehen jetzt optimale Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs und anderen Erkrankungen der Brust. Die Organisation der Behandlung ist dabei von enormer Wichtigkeit. Durch Zusammenführung des Wissens hoch kompetenter Wissenschaftler mit modernsten Behandlungsverfahren und dieser hochaktuellen und bestmöglichen Technik, sowie optimaler Pflege und Betreuung der Patientinnen in einem Brustzentrum lassen sich nicht nur bessere Behandlungsergebnisse realisieren, sondern auch Nachsorge und komplizierte Nachbehandlung nach diesen eingreifenden und schwierigen Therapien können im Interesse der Patientinnen optimaler gestaltet werden.


Foto: Urkunde Dr. Warm (Aufnahme: Andrea Matzker)


Foto: Sibylle Multhaupt Scheckübergabe Brustzentrum Holweide (Aufnahme: Andrea Matzker)

Der erste Women’s Health Event in der Kölner Wolkenburg

Von Andrea Matzker

Foto: Prof.Dr.Dr.Enrico Edinger und Karl Ankner von Sunsplash (Aufnahme:  Andrea Matzker)

Ins Leben gerufen von Isabelle Yvonne Gabor, fand zum ersten Mal mit großem Zuspruch in der Kölner Wolkenburg der „Women’s Health Event“ statt. Ärzte und Experten aus Kliniken, Beratungsstellen und Gesundheitsberufen informierten über Produkte, Dienstleistungen und die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Medizin, Gesundheit, Wellness und Schönheit. Auch Themen wie  Prävention, Diagnose, Rehabilitation und alternative Therapien kamen zur Sprache. Zum Beispiel stellte der außergewöhnliche Unternehmer Karl Ankner seine ausschließlich auf pflanzlicher Basis hergestellten Enzyme vor, was bisher weltweit einmalig ist, da Enzyme ansonsten immer noch hauptsächlich aus Organen von Schlachttieren gewonnen werden. Besonders großes Interesse bei den zahlreichen Besuchern fanden die Vorträge verschiedener Experten im Cäciliensaal zu zeitgemäßer Gesundheitsvorsorge und Behandlung, unter anderem ein Beitrag zu dem Thema „Prävention, Stressabbau, Leistungssteigerung und Anti-Aging mit raumfahrtmedizinischen Methoden“ von Prof. Dr. Dr. Enrico Edinger, der seit Mai 2011 in Rolandseck ansässig ist.

 

Foto: Die Wolkenburg am Tag des Events (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Esmeralda Gomes von La Differenza mit Veranstalterin Isabelle Yvonne Gabor (Aufnahme: Andrea Matzker)

Weltweit einzigartige vollautomatische Molekular-Analytik in Köln vorgestellt

Foto: Dr. Ralph M. Wirtz, Ute Berg, Dr. Sebastian Eidt und der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters (Aufnahme: Andrea Matzker)

Autor: Dr. Egon Schlesinger

Für einen molekularen Test zur verbesserten Diagnose und Behandlung von Krebsgeschwülsten erhielten Dr. Ralph Wirtz und sein Team  im Jahre 2008 den  Innovationspreis der Stadt Köln. Durch den Test können mittels ausgeklügelter molekularer Analysemethoden die genetischen Komponenten (z. B. die Östrogen-Rezeptor-1- mRNS) der bisher lediglich histochemisch und damit nicht immer zuverlässig (Fehlerquote > 10 %) nachweisbaren Hormonrezeptoren exakt beurteilt und gemessen  werden. Der Gewinn für den Patienten besteht darin, dass aufgrund dieser exakten Daten über den Krebscharakter zukünftig eine personalisierte Tumortherapie möglich wird, was der Medizin völlig neue Wege und Perspektiven der Krebsbehandlung eröffnet. Die RNS-basierten Untersuchungen werden ab sofort gemeinsam mit Privatdozent Dr. Sebastian Eidt vom Institut für Pathologie am St. Elisabeth-Krankenhaus in Köln Hohenlind  angeboten, wo kürzlich die erste molekular-pathologische Abteilung Deutschlands eröffnet wurde. Anlässlich einer  öffentlichen Laborbesichtigung stellte nun Dr. Wirtz dem Oberbürgermeister  Jürgen Roters und Wirtschaftsdezernentin Ute Berg die  geniale technische Umsetzung des prämiierten hochkomplexen Analyseprozesses in Form eines weltweit bisher einzigartigen Roboters zur vollautomatischen molekularen Analytik vor.

Foto: Dr. Ralph M. Wirtz erläutert seinen Analysecomputer (Aufnahme: Andrea Matzker)

Neuer Chefkardiologe in Merheim

Foto: Merheim: Roman Lovenfosse-Gehrt, Priv.Doz.Dr. Axel Meissner, Prof.Dr.Christian Schmidt, Kliniken der Stadt Köln (Aufnahme: Andrea Matzker)

Von Dr. Egon Schlesinger

Mit einer gut besuchten Begrüßungsveranstaltung in den Konferenzräumen der RehaNova in Köln-Merheim wurde der Kardiologe  Privatdozent Dr. Axel Meissner als neuer Chefarzt der Medizinischen Klinik II Köln-Merheim der Öffentlichkeit vorgestellt. Der über die renommierten Herzzentren Bad Oeynhausen, Essen und Bochum nach Köln gekommene ausgewiesene Wissenschaftler und Herzspezialist tritt die Nachfolge von Professor Dr. Wilhelm Krone an, der mit Erreichen des Pensionsalters bei den Kliniken der Stadt Köln gGmbH ausgeschieden ist. Die zahlreich erschienenen Kollegen und Mitarbeiter aus allen Kliniken der Stadt Köln gGmbH beglückwünschten und begrüßten den „Neuen“ herzlichst in ihrer Mitte, freuen sich auf gute Zusammenarbeit und sind überzeugt, dass durch seine Berufung das fachliche und wissenschaftliche Ansehen der Städtischen Kliniken Kölns weiterhin zunehmen wird.

Das Foto zeigt den kaufmännischen Geschäftsführer, Dr. Meissner und den medizinischen Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln

„Wer abnimmt, hat mehr Platz im Leben“


Foto: Bernd Stelter (Aufnahme: Andrea Matzker)

Von Dr. Egon Schlesinger

„Ich werd wohl bleiben, wie ich bin“, sang Bernd  Stelter, das Bärchen, bereits 1989 zur Karnevalssession. Und auch später thematisierte er immer wieder seine 130 Kilo Lebendgewicht in lustigen Songs, wie z.B. „Zigeunerschnitzel“ à la Alexandra oder  „Slimfast Slimfast“ im Bonney-M-Stil. Sein Lieblingsgetränk war Bratensoße, und wenn er das Handy von der linken in die rechte Hand wechseln wollte, musste er es werfen. Ein zweistelliges Gewicht hatte Bernd Stelter, selbstironischer Moppel vom Dienst unter den deutschen Comedians, zuletzt bei der Einschulung.  Gewichtsreduktion beschäftigte ihn sein ganzes Leben lang. Doch Silvester 2003 beschloss der damals sportabstinente knapp 43-jährige „bei deutschem Wein, gebracht von einem marokkanischen Kellner in einem italienischen Restaurant“, sein Leben im Hinblick auf die nahenden 50 zu ändern und mit Joggen zu beginnen. Doch das Laufen allein erbrachte ihm nicht den gewünschten Effekt der Gewichtsabnahme. 2008 wog er  nach einer Lesereise immer noch 130,5 kg! Es musste sich nun Einiges ändern: Bernd Stelter verschrieb sich ein intensives Trainingsprogramm, inklusive Gesundheitscheck. Der war  übrigens eine herbe Ent-täuschung, denn beim Leistungstest der Sporthochschule landete er in der Schwangerengruppe.
Noch mehr lustige Geschichten über Abnehmen, Sport, furchtbar Gesundes sowie auch ganz praktische Tipps sind demnächst nachzulesen: Am 17. März 2011 erscheint „Wer abnimmt, hat mehr Platz im Leben“ bei Bastei Lübbe.
Nach einer kurzen Verschnaufpause nach dem Karneval stellt Bernd Stelter der Öffentlichkeit nun sein neues Buch, das inzwischen vierte, vor. Am Mittwoch dieser Woche ist er bei Markus Lanz, am Freitag bei Bettina Böttinger im „Kölner Treff“, anschließend geht es zur Leipziger Buchmesse. Seine bisherigen Bücher waren Romane, jetzt legt er ein autobiografisches, lustiges Sachbuch vor, wo er seine Erfahrungen mit „über 1400 Diäten, die sämtlich falsch sind“, vorstellt. Er will keine Rezepte geben und hofft, dem Leser seinen Spaß am Abnehmen und an einem gesunden Lebensstil vermitteln zu können.

Entzündungshemmende Ernährung – 3-Sterne-Koch kooperiert mit Orthopäden

 

Foto: Dr. med. Jürgen Hartmann, 3-Sterne-Koch Joachim Wissler und Professor Dr. med. Peter Wehling (Aufnahme: Christian Dick)

Ernährung ist nicht gleich Ernährung. Und dass man nicht alles unbedacht in sich hineinstopfen sollte, sollte schon Kindern beigebracht werden. Denn viele Deutsche haben Übergewicht und sind fettleibig. Dass sich zu viel Leibesfülle negativ auf die Gelenke auswirkt und zu Gelenkkrankheiten, wie Arthrose, führen kann, darauf verwiesen nun die beiden Orthopäden Dr. med. Jens Hartmann und Professor Dr. med. Peter Wehling im Rahmen einer Pressekonferenz in ihrer Praxis im Stadttor in Düsseldorf. Wie es der Zufall wollte, begab sich im vergangenen Jahr Joachim Wissler, 3-Sterne-Koch des Grand Hotel Schloss Bensberg in Bergisch-Gladbach, in die Behandlung der beiden Ärzte. Er hatte starke Schmerzen in den Knien, was bei seinem Beruf, der ihm jeden Tag eine Arbeit von 16 Stunden im Stehen abverlangt, äußerst fatal ist. Im Verlauf der Behandlung unterhielt sich Joachim Wissler mit den beiden Medizinern über Ernährung. Auf Basis dieser Gespräche hat sich Wissler nun eine Reihe von Gerichten ausgedacht, die entzündungshemmend wirken. Die Kurzformel einer gesunden Ernährung kann wie folgt beschrieben werden: Viel Fisch, maximal ein- bis zweimal pro Woche Fleisch und möglichst kein dunkles Fleisch, viel Gemüse und wenig Kohlenhydrate. Gesund sind nach Angaben von Professor Wehling vor allem Omega-3-Fettsäuren, die zum Beispiel in Olivenöl vorkommen. Hinzu kommt Dr. Jürgen Hartmann zufolge noch Bewegung von mindestens einer halben Stunde pro Tag. Hartmann merkte an, dass schon eine Erhöhung des Body Mass Index um zwei Einheiten bzw. eine Zunahme von 6 Kilo an Körpergewicht das Risiko an Arthrose zu erkranken, um 36 Prozent erhöhe.

Derzeit wird auch überlegt, ein Kochbuch zum Thema „Entzündungshemmende Ernährung“ zu konzipieren.

Und so sehen einige der Gerichte aus, die Joachim Wissler in Düsseldorf kredenzt hat:

Foto: Thunfischtatar mit schwarzem Knoblauch und Kefir-Currydip (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: Tofu mit Saiblingskaviar Sojasauce und Limonenkresse (Aufnahme: Christian Dick)

Unter dem Link www.wehling-hartmann.de erfährt man mehr über die Gemeinschaftspraxis der beiden Orthopäden. Näheres über das Gourmetrestaurant Vendôme von Joachim Wissler findet man unter der Internetradresse www.schlossbensberg.com/de/vendome_joachim_wissler_3_sterne_gourmetkueche

Autor: Christian Dick

Die Initiative Refluxkinder e.V. lädt zum ersten Charity-Dinner im Tußmann ein

Aufklärungsbedarf: Reflux bei Kindern oft zu spät erkannt

Düsseldorf, September 2009. Reflux ist ein Krankheitsbild, das von Ärzten oft
erst spät diagnostiziert oder falsch eingeschätzt wird. Beim Reflux fließt die
Nahrung aus dem Magen in die Speiseröhre zurück. Die Symptome sind vielfältig.
Babies und Kleinkinder spucken vermehrt, erbrechen sich, verweigern die
Nahrung oder haben Schlafstörungen. In schweren, unbehandelten Fällen führt
Reflux zu Komplikationen wie Bronchitis, Lungenentzündung und Atemstillstand
(Apnoe) bis hin zum Tod. Die Unterscheidung zwischen dem unkomplizierten
Reflux, der sich in den ersten Lebensmonaten auswächst, und dem krankhaften
Reflux, der unbedingt behandelt werden muss, ist schwierig. Die Unsicherheit bei
Eltern betroffener Kinder und behandelnden Kinderärzten ist groß.

Gründung von Refluxkinder e.V.

Carolin Scheffler, Gründerin des Vereins Refluxkinder e.V., weiß dies aus eigener
Erfahrung: “Mein Sohn Phillip erbrach sich viel, schlief schlecht, hatte akute
Atemwegserkrankungen und nachts sogar Atemstillstand. Mehrfach musste er
in die Notaufnahme. Mit ein paar Wochen wurde Reflux bei ihm diagnostiziert.
Auch nach der Diagnose herrschte große Unsicherheit unter den Ärzten über die
richtige Behandlungsmethode. Ich habe selbst zu seinem Krankheitsbild
recherchiert und verschiedene Experten in Deutschland aufgesucht. Nach knapp
zwei Jahren wurde Phillip operiert und zugleich mit Medikamenten behandelt.
Jetzt ist er stabil.” Carolin Scheffler wollte ihre eigenen Erfahrungen mit anderen
betroffenen Eltern teilen. Daraus entstand Ende 2007 die Idee einen Verein zu
gründen, der Eltern unterstützt und gleichzeitig Kinderärzte über die
unterschiedlichen Symptome des Reflux und erfolgreiche Behandlungsmethoden
informiert. Scheffler gewann Menschen aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft
und Marketing für die Initiative und entwickelte ein Netzwerk aus Reflux

Experten. Bis heute hat die Initiative 200 betroffenen Familien geholfen durch
Aufklärung über das Krankheitsbild, Beratung bei der Arztwahl und menschliche
Unterstützung. Des Weiteren entwickelt Refluxkinder e.V. an einer Broschüre für
Kinderärzte, hält Vorträge, arbeitet an einer Langzeitstudie, schreibt Artikel und
plant weitere Aufklärungsarbeit für das kommende Jahr wie zum Beispiel ein
Buch für betroffene Kinder und mehr Austauschmöglichkeiten für Eltern.

Fundraising mit Gala-Dinner

Der gemeinnützige Verein trägt sich durch Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit.
Um die Arbeit weiter ausbauen zu können, hat Refluxkinder e.V. jetzt mit
aktivem Fundraising begonnen. Erste Aktion ist das Gala-Dinner am 24.
November im Düsseldorfer Restaurant Tußmann. Tickets für das Vier-Gang-Menü
kosten 150 Euro und sind über die Organisation unter info@refluxkinder.de
erhältlich. Im Rahmen des Abends werden Vorträge über Reflux und die Arbeit
des Vereins gehalten sowie Bilder von Dusko Pavic und Sascha Reichert in einer
Silent Auction versteigert. Sponsoren der Veranstaltung sind Norvlit
Werbeagentur, Restaurant Tußmann, Druckstudio Gruppe, Doré Weinhandel,
Mitze Gastrowelt, Vinotinto, RheinLust Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit,
Maurizio Mulas Fotografie, La Terra, Eser, Marco Sansalone, Sportplatz
Personaltraining, UltraSchall, Skoda Centrum Düsseldorf, Mise en Place Group
sowie Nestlé Nutritions.

Seit Kurzem kann man auch zahlendes Mitglied im Verein werden und die
Initiative auf diese Weise unterstützen. Dazu Carolin Scheffler: “Das positive
Feedback der Eltern bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt
brauchen wir nur dringend mehr Geld, um unsere Arbeit fortzuführen und noch
mehr Betroffene und Ärzte zu erreichen.”

Kontakt:
Refluxkinder e.V. – Initiative für Kinder mit gastroösophagealem Reflux
Carolin Scheffler
Hoffeldstr. 4
40325 Düsseldorf
Email: info@refluxkinder.de
Internet: www.refluxkinder.de