Archiv der Kategorie: NRW – News

Äußerst spannende Inszenierung eines Ehedramas im Rheinischen Landestheater

Autor: Christian Dick

Eine Ehe, die in die Jahre gekommen ist, zwei Ehepartner, Martha und George, die sich bis zur Zermürbung aneinander aufreiben. Diese Situation spitzt sich immer mehr zu, so dass die Fetzen fliegen. Ein junges Ehepaar, das von dem Ehepaar, das sich nur noch bekriegt, eingeladen ist, wird zu Zeugen dieses Ehestreits und schließlich auch noch in die Streitigkeiten verwickelt. So eine Nacht kann nur in einem Fiasko enden. Und dies ist genau der Stoff des Theaterstücks „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ aus der Feder von Edward Albee, das am Samstag, dem 9. November 2019, eine grandiose Premiere im Rheinischen Landestheater in Neuss feierte. Die Inszenierung ist extrem spannend, oft stockt dem Zuschauer der Atem, weil man meint, dass sich Martha und George augenblicklich an die Gurgel gehen. Die Dramaturgie dieser Inszenierung ist Regisseur Kay Neumann in ausgezeichneter Weise gelungen.

Die Darsteller sind Hergard Engert als Martha, Stefan Schleue als George, Nelly Politt als Putzi und Tom Kramer als Nick.

Angaben zum Stück

Der Broadway-Erfolg „Wer hat Angst von Virginia Woolf?“ aus dem Jahre 1962 gilt heute als die Mutter des modernen Ehedramas. Wie in den meisten seiner Stücke rüttelt der Autor auch hier an der Fassade des gehobenen Bürgertums, um die Konstruktion von Tabus und Lebenslügen offenzulegen. Mit seiner differenzierten Psychologie kratzt er, beeinflusst von Beckett, in der Tradition Ibsens und Tschechows, am Lack des »American Dream« und schrieb in scharfen, intelligenten Dialogen eine böse Komödie über das Scheitern.

Weitere Aufführungstermine des Stücks sind

So, 24. November 2019

18:00 Uhr

RLT Schauspielhaus

Do, 28. November 2019

19:30 Uhr

Rheine

Di, 17. Dezember 2019

20:00 Uhr

RLT Schauspielhaus

Mi, 18. Dezember 2019

20:00 Uhr

RLT Schauspielhaus

Do, 23. Januar 2020

20:00 Uhr

RLT Schauspielhaus

Mi, 29. Januar 2020

19:30 Uhr

Radevormwald

Do, 13. Februar 2020

20:00 Uhr

Ibbenbüren

Fr, 13. März 2020

20:00 Uhr

RLT Schauspielhaus

Fr, 20. März 2020

20:00 Uhr

Knechtsteden Norbert-Gymnasium

Mi, 25. März 2020

19:30 Uhr

Hagen

Sa, 18. April 2020

19:30 Uhr

Monheim

Weitere Informationen zum Rheinischen Landestheater gibt es unter folgender Internetadresse: https://rlt-neuss.de/kalender

Marken Awards verliehen

Autor: Christian Dick

Am 14. März 2017 wurde im Düsseldorfer Capitol Theater der 17. Deutscher Marken-Award verliehen.

Beim Marken Award trifft sich in Düsseldorf jedes Jahr das Who is Who der deutschen Marketing-Branche. In diesem Jahr waren wieder 1000 Gäste anwesend. ZDF-Moderator Ingo Nommsen, bekannt durch die Sendung „Volle Kanne“, führte souverän durch den Abend und wurde dabei durch den Chefredakteur der Zeitung absatzwirtschaft, Christian Thunig, unterstützt. Erstmalig wurde der Marken Award in diesem Jahr in vier statt in drei Kategorien verliehen. Ein Novum war die Kategorie „Beste Marken-Digitalsierung“, die dieses Jahr an ein Unternehmen ging, das im digitalen entstand und sich dann im stationären Handel positionierte: Bilou. Eine Marke von Youtuberin Bianca Heinicke, besser bekannt als BibisBeautyPalace.

Gewinner in der Kategorie „Bester Marken-Relaunch“ wurde das Unternehmen thyssenkrupp. In der Kategorie „Bestes Markenmomentum“ wurde die Tiefkühlmarke Frosta ausgezeichnet. In der Kategorie „Beste Marken-Dehnung“ machte der von Bonbons, Hustenbonbons, Halsbonbons Soldan/Em-eukal  das Rennen.

Foto: Barbara Schöneberger (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Foto: Bully Herbig (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Dieses Jahr gab sich die Prominenz beim Marken-Award die Klinke in die Hand: Zugegen waren Barbara Schöneberger, die als beste Markenpersönlichkeit 2016 ausgezeichnet wurde, Fechtolympia-Siegerin Britta Heidemann, BVB-CEO Hans-Joachim Watzke per Video, Opel-Vorstand Tina Müller, Comedian Bully Herbig und Kabarettist Florian Schröder.

Foto: Florian Schröder, Tina Müller, Mitglied des Vorstands der Adam Opel AG, Barbara Schöneberger und Ingo Nommsen (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Wirtschaftspolitische Agenda für das Rheinland vorgestellt

Rheinische Industrie- und Handelskammern sehen akuten Handlungsbedarf

Erwartungen an die Metropolregion Rheinland formuliert

Köln, 7. März 2017. Das Rheinland ist ein starker Wirtschaftsstandort in Deutschland und Europa. Mit 8,6 Millionen Einwohnern ist die Metropolregion die bevölkerungsreichste der Bundesrepublik. Auch beim Bruttoinlandsprodukt nimmt das Rheinland mit über 330 Milliarden Euro eine Spitzenposition ein. Die starke Wirtschaftskraft sorgt für Wohlstand und Wachstum. Damit die Unternehmen ihre Leistungsfähigkeit erhalten können, kommt es mehr denn je auf exzellente Standortbedingungen an. Die IHK-Initiative Rheinland – das Netzwerk der sieben Industrie- und Handelskammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Duisburg-Wesel-Kleve, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid – hat jetzt eine „Wirtschaftspolitische Agenda“ vorgelegt, in der die IHKs ihre Erwartungen an die Politik im Rheinland formulieren. Die wirtschaftspolitische Agenda greift die Bereiche Verkehr und Infrastruktur, Bildung und Fachkräftesichtung, Forschung und Innovation sowie Stadtentwicklung und Mobilität auf und ist zugleich ein Gesprächsangebot an die Politik, um gemeinsame Wege zu finden, das Rheinland in diesen wichtigen Zukunftsfeldern in den kommenden Jahren zu stärken.

Die Positionen im Einzelnen:

1) Verkehr und Infrastruktur

Zentrale Säule der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Metropolregion Rheinland ist eine vitale Verkehrsinfrastruktur. „Straßen und insbesondere Brücken sind in einem beklagenswerten Zustand und sorgen schon seit langem für enorme betriebs- und volkswirtschaftliche Verluste“, betont Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. „Einen besonderen Stellenwert müssen daher die Brückensanierung und der Erhalt sowie sach- und bedarfsgerechte Ausbau der Verkehrswege erhalten. Auch Verkehrsträger wie Wasser und Schiene sollten nachhaltig gestärkt werden.“ Mit einem Gesamtvolumen von rund 13,8 Mrd. Euro für NRW schafft der Bundesverkehrswegeplan 2030 dafür die Voraussetzungen. „Nun müssen die Projekte auch zügig geplant und umgesetzt werden. Zudem ist es erforderlich, die Planung von Infrastrukturprojekten zu beschleunigen“, so Steinmetz weiter. Für Ersatzbaumaßnahmen sollte schnell ein vereinfachtes Planungsrecht auf Bundesebene geschaffen werden. Des Weiteren fordern die rheinischen IHKs, beim Land, beim Bund und in den Kommunen des Rheinlandes die erforderlichen Planungskapazitäten bereitzustellen. Weniger Staus trotz einer wachsenden Zahl von Baustellen und einer Zunahme der Verkehre: Dieses Ziel, so die Industrie- und Handelskammern, lässt sich nur mit Hilfe eines besseren Baustellenmanagements erreichen. Die IHKs fordern hier große Anstrengungen von Kommunen, Land und Deutscher Bahn. Die Digitalisierung der Infrastruktur soll nach Auffassung der Rheinland-IHKs aber nicht nur bei den Baustellen helfen. Gefordert wird auch eine bessere Verkehrssteuerung. So könnte ein Lkw-Vorrang-Routennetz entscheidend zur Verbesserung der Verkehrssituation in den Ballungszentren beitragen.

2) Bildung und Fachkräftesicherung

Die Wirtschaft benötigt auf allen Ebenen exzellente Fachkräfte – neben Mitarbeitenden mit Hochschulbildung ebenso solche, die auf dem Weg einer dualen Ausbildung das Rüstzeug für eine qualifizierte Tätigkeit in den Betrieben erwerben. „Die duale Ausbildung ist und bleibt ein Erfolgsmodell des Standortes Deutschland. Dieses Erfolgsmodell gilt es zu stärken und auszubauen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Steinmetz. Dazu gehöre auch, die Attraktivität der dualen Ausbildung bei Jugendlichen und deren Eltern noch deutlich als bisher vorzustellen und dabei zu unterstreichen, dass nicht nur ein Studium vielfältige Aufstiegs- und attraktive Verdienstmöglichkeiten bietet.

Außerdem sollte die berufliche Weiterbildung als zentrales Element der Fachkräftesicherung ausgebaut werden, auch im Hinblick auf die Herausforderungen durch Arbeit 4.0. Es gilt zudem, die unterschiedlichen Aktivitäten bei der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, Integration sowie Inklusion und altersgerechtem Arbeiten so zu verzahnen, dass auch kleine und mittlere Betriebe entsprechende Angebote im Rahmen ihrer Fachkräftesicherung ohne Weiteres nutzen können. Eine weitere Forderung im Rahmen der wirtschaftspolitischen Agenda ist unter anderem die Nutzung neuer Lernformen und -methoden, die sich durch die Digitalisierung ergeben.

3) Forschung und Innovation

Das Rheinland verfügt über eine hohe Dichte an Forschungseinrichtungen. Die Anzahl und Qualität staatlicher und privater Lehr- und Forschungseinrichtungen macht es zu einer der forschungsstärksten Regionen in Deutschland. Das zeigt sich auch bei den Studierendenzahlen. Über 44 Prozent der landesweit rund 760.000 eingeschriebenen Studierenden sind an einer Hochschule im Rheinland immatrikuliert. Zusätzliches Potenzial entsteht durch die drei Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft sowie die zahlreichen Forschungsinstitute. Um Innovationen gezielt voranzutreiben, fordern die rheinischen IHKs, die knappen Fördermittel so einzusetzen, dass sie die größte Innovationskraft entfalten. Ferner beinhaltet die wirtschaftspolitische Agenda unter anderem die Empfehlung, den Austausch zwischen Unternehmen und Hochschulen über den „Forschungsdialog Rheinland“ hinaus zu stärken sowie den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft weiter zu optimieren. Erforderlich ist es zudem, in der Grundfinanzierung der Hochschulen mehr Mittel für Gründungen und Transfer bereitzustellen.

4) Stadtentwicklung und Mobilität

Stadtentwicklung und Mobilität sind bedeutende Standortfaktoren für Unternehmen und Haushalte. Ziel ist die Sicherung und nachhaltige Entwicklung der Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrssysteme.

Manche Innenstädte sind bereits heute vom motorisierten Individualverkehr zu stark belastet. Pendler und Lieferanten stehen zu oft und zu lange im Stau. Intelligente Verkehrs- und Entwicklungskonzepte, mit neuen Perspektiven auch für den öffentlichen Personennahverkehr und die Elektromobilität, sind gefragter denn je.

Die sieben rheinischen IHKs fordern vor diesem Hintergrund unter anderem die langfristige Finanzierungssicherung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und den Ausbau von Citylogistikkonzepten mit kombinierbaren, verzahnbaren und digital unterstützten Mobilitätsketten, die vorhandene Angebote – vom Individualverkehr über ÖPNV, Carsharing, Fahrradmiete und Taxifahrt bis hin zu Mitfahrervermittlung – beinhalten.

Wirtschaft im Rheinland trotzt weltwirtschaftlichen Turbulenzen

Konjunkturbarometer der sieben rheinischen IHKs zu Jahresbeginn 2017

Düsseldorf, 7. März 2017. Die Wirtschaft im Rheinland trotzt allen weltwirtschaftlichen Turbulenzen und zeichnet sich zu Jahresbeginn 2017 durch eine große Stabilität aus. Das ist die zentrale Botschaft des aktuellen Konjunkturbarometers Rheinland, das die sieben rheinischen Industrie- und Handelskammern (Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Duisburg, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid) heute in Düsseldorf präsentiert haben. Dazu wurden knapp 3.000 Unternehmen zu ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie zu ihren Erwartungen für 2017 befragt.

Zum Jahresbeginn 2017 bewerten die Unternehmen im Rheinland ihre Geschäftslage größtenteils weiterhin sehr positiv. 39,7 Prozent der befragten Betriebe bezeichnen ihre Lage als gut, weitere 49,8 Prozent immerhin als befriedigend. Der Geschäftslageindex, der die Differenz der guten und schlechten Lageeinschätzungen darstellt, hat gegenüber dem Herbst um 1,8 Punkte zugelegt. Er hat mit 29,3 Punkten fast den starken Wert vom Jahresbeginn 2016 erreicht und liegt deutlich über dem 10-Jahres-Durchschnitt, der bei 21,3 Punkten liegt. „Die Konjunktur im Rheinland entwickelt sich sehr stabil. Anhaltend niedrige Zinsen, eine hohe Kaufkraft und Konsumlaune, eine bis in den November hinein relativ niedrige Inflation sowie steigende Einkommen und Beschäftigung stützen diesen Verlauf“, erläuterte Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein.

Von den Leitbranchen am Mittleren Niederrhein meldet insbesondere die Chemische Industrie eine überaus positive Geschäftslage, die zudem deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Dies gilt auch für die Logistiker, die in den vergangenen Jahren vom gestiegenen privaten Konsum sowie den niedrigen Ölpreisen profitiert haben. Das Ernährungsgewerbe meldet zwar ebenfalls eine positive Lage, die Bewertung der Unternehmen liegt allerdings unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Bei den Metallunternehmen ist der Anteil der Unternehmen, die eine gute Lage melden, mit 28 Prozent nur wenig höher als der Anteil der Unternehmen, die eine schlechte Lage melden (21 Prozent). Insbesondere die Stahlbranche befindet sich in einer globalen Strukturkrise. Das Angebot übertrifft weiterhin die Nachfrage deutlich.

Parallel zu den Lageeinschätzungen entwickeln sich derzeit auch die Erwartungen.

26,0 Prozent der Unternehmen im Rheinland gehen für die kommenden Monate von einer sich weiter verbessernden Geschäftsentwicklung aus. Weitere 60,9 Prozent erwarten keine größeren Veränderungen und nur 13,1 Prozent befürchten eine Verschlechterung. Der Saldo für die Geschäftserwartungen liegt somit bei 12,9 Punkten und damit um 2,1 Punkte über dem Wert der Herbstumfrage. „Wir gehen zurzeit davon aus, dass sich die regionale Wirtschaft 2017 gut und stabil entwickelt“, sagte Steinmetz.

Durch die positiven Entwicklungen bei Geschäftslage und Erwartungen steigt der IHK-Konjunkturklimaindex leicht an und erreicht jetzt 120,8 Punkte. Einen besseren Wert gab es zuletzt zum Jahresbeginn 2014. Der langjährige Durchschnitt wird sogar um 6,1 Punkte übertroffen. Erstmals seit fast drei Jahren deutet sich ein nennenswerter Aufschwung bei den Exporten an. Dazu passen Prognosen der Forschungsinstitute, die eine leichte Zunahme des weltweiten BIP-Wachstums voraussagen. Motor der Wirtschaft bleibt in den meisten Branchen die gute Inlandsnachfrage. Aktuell rechnen 27,7 Prozent der exportierenden Unternehmen für 2017 mit einer Zunahme ihrer Exporte, nur 13,9 Prozent erwarten einen Rückgang.

Der Aufschwung der Exporterwartungen wird jedoch von zahlreichen Unsicherheiten begleitet. Im Vordergrund stehen dabei die USA und die „America first“-Politik von Präsident Donald Trump. „Die Androhung von Strafzöllen und die Kündigung von Handelsabkommen sind erste sichtbare Zeichen. Auch der anstehende Beginn der Verhandlungen zum Brexit sorgt für Verunsicherung. Damit stehen die Handelsbeziehungen zu zwei wichtigen Handelspartnern der rheinischen Wirtschaft zur Disposition. Auch in weiteren europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich und den Niederlanden, könnten europa- und freihandelskritische Parteien an Einfluss gewinnen“, so Steinmetz. „Hier lauern Risiken, die wir sicher im Auge behalten müssen – ohne aber jetzt in hektischen Aktionismus zu verfallen.“

Der Saldo für die Beschäftigungspläne erreicht mit 8,6 Punkten den besten Wert seit dem Jahresbeginn 2012. Insgesamt möchten 22,4 Prozent der Betriebe ihreMitarbeiterzahl erhöhen. Dem stehen nur 13,8 Prozent mit Plänen zum Beschäftigungsabbau gegenüber. Steinmetz: „Die erfreuliche Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich also weiter verbessern. Positive Impulse erwarten wir hier von der IT-Branche, der Gesundheitswirtschaft und der Chemischen Industrie. Mit rückläufigen Mitarbeiterzahlen rechnen dagegen erneut die Finanzdienstleister.“

Steinmetz ging auch auf die Gründung der Metropolregion Rheinland e. V. ein: „Die sieben rheinischen IHKs waren seit 2009 ein Treiber bei der Gründung der Metropolregion. Das Rheinland hat als starke Marke beste Voraussetzungen, um im internationalen Wettbewerb um Menschen, Ideen, Ansiedlungen und Investitionen eine wichtige Rolle zu spielen. Das zeigen auch die aktuellen Ergebnisse unseres Konjunkturbarometers.“

Digitalisierung – Gemeinsames Zentrum von NRW-Hochschulen

NRW-Konsortium stellt sich mit neuem Center for Advanced Internet Studies für den Bundeswettbewerb Deutsches Internetinstitut auf

Feierliche Eröffnung des CAIS in Bochumer Jahrhunderthalle, Start der ersten Förderausschreibungen

Das Center for Advanced Internet Studies (CAIS) nimmt mit einem Festakt in der Bochumer Jahrhunderthalle offiziell seine Arbeit auf. An dem wissenschaftlichen Zentrum zur Erforschung der Digitalisierung beteiligen sich die Ruhr-Universität Bochum, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und das Grimme-Institut. Sitz des CAIS ist Bochum.

Mit dem CAIS hat Nordrhein-Westfalen eine einzigartige Plattform, auf der sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Politik, Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger zum Thema Internet austauschen können. „Wir alle sind im Netz unterwegs und werden durch die Digitalisierung und das Internet tagtäglich beeinflusst. Dass das CAIS erforscht, wie wir diese Entwicklung verantwortlich gestalten können, ist eine ungemein wichtige Expertise – gerade auch für die IT-Sicherheit“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze bei der Eröffnungsfeier.

Bis zu fünf Millionen Euro Förderung erhält das Zentrum vom Wissenschaftsministerium. Das CAIS soll für kreative Köpfe aus dem In- und Ausland ein zentraler Anziehungspunkt werden, an dem sie gemeinsam an Projekten arbeiten, sich miteinander austauschen und mit der Öffentlichkeit in Kontakt treten können.

Wie wirkt die Digitalisierung auf die Gesellschaft?

Auf der Forschungsagenda des Zentrums steht die Frage, wie sich die Digitalisierung auf verschiedene Bereiche auswirkt: Politik und Zivilgesellschaft, Staat und Verwaltung, Wirtschaft und Arbeit sowie Bildung und Sicherheit. Übergreifende Fragestellungen beschäftigen sich damit, wie man eine digitale Werteordnung entwickeln, die digitale Souveränität sichern und digitale Kompetenzen vermitteln kann.

„Am CAIS soll nicht nur geforscht werden. Das Zentrum soll auch die Erfahrungen und das Wissen aus der gesellschaftlichen Praxis einbeziehen und zur verantwortlichen Gestaltung des durch die Digitalisierung ausgelösten Wandels beitragen“, sagte Prof. Dr. Michael Baurmann, Wissenschaftlicher Direktor des CAIS.

Wettbewerb um das Deutsche Internet-Institut

Die beteiligten Universitäten und das Grimme-Institut bilden gemeinsam mit dem GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften ein Landeskonsortium, das sich an der Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung um ein Deutsches Internet-Institut beteiligt. Mit dem neu geschaffenen CAIS hat die Bewerbung aus Nordrhein-Westfalen ein zentrales Alleinstellungsmerkmal gewonnen.

Im Frühjahr soll entschieden werden, ob das Konsortium, das sich bereits unter den letzten fünf Wettbewerbsteilnehmern befindet, den Zuschlag für die Förderung in Höhe von 50 Millionen Euro für fünf Jahre erhält. Damit könnte Nordrhein-Westfalen seinen Status als Hotspot der Internetforschung weiter ausbauen. Im Erfolgsfall bildet das CAIS einen wichtigen Bestandteil des Deutschen Internet-Instituts.

Erste Ausschreibung läuft

Auf die drei CAIS-Programmlinien Fellows, Projekte und Veranstaltungen können sich Interessentinnen und Interessenten ab sofort bewerben. Das Fellowprogramm richtet sich an nationale und internationale Wissenschaftler sowie Persönlichkeiten mit praktischer Expertise für einen bis zu sechs Monate umfassenden Forschungsaufenthalt am CAIS. Die ausgewählten Fellows leben und arbeiten in dieser Zeit in Bochum und haben die Gelegenheit, in einem inspirierenden Umfeld individuelle oder gemeinsame Vorhaben durchzuführen. Im Projektprogramm werden Arbeitsgruppen unterstützt, die bis zu drei Monate am CAIS gemeinsame Projekte konzipieren oder umsetzen können. Das Veranstaltungsprogramm fördert Tagungen, Workshops, Symposien, Kolloquien und Summer Schools.

Die erste Bewerbungsfrist für alle drei Programmlinien läuft bis zum 28. Februar 2017. Bereits im April werden die ersten Fellows und Gäste am CAIS erwartet.

Nähere Informationen finden Sie unter www.cais.nrw

Neujahrsempfang der Deutschen Bank Region West

Trotz hoher Altlasten und Unsicherheiten wachsen Zuversicht und Geschäfte

Foto: Matthias Buck, Sprecher der regionalen Geschäftsleitung West der Deutschen Bank, Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Karl von Rohr aus dem Vorstand der Deutschen Bank (Aufnahme: Andrea Matzker)

Autor: Dr. Egon Schlesinger

Es ist  allseits bekannt, dass das Geldhaus mit einer Last aus dem Amerika-Geschäft der Vergangenheit leben muss. Hierbei handelt es sich um eine Zivilbuße von 3,1 Milliarden $ sowie die Verpflichtung, die geschädigten Verbraucher  innerhalb von fünf Jahren im Gegenwert von 4,1 Milliarden $ zu entlasten. Weil diese Angelegenheit nun im vorigen Jahr juristisch ihren Abschluss fand, kann jetzt das Bankhaus mit Zuversicht diese Angelegenheit bereinigen und sich mit klarem Kopf der bevorstehenden Herausforderungen annehmen, sagte Matthias Buck, Sprecher der regionalen Geschäftsleitung West beim Neujahrsempfang im Andreaskloster vor 300 geladenen Gästen und Geschäftspartnern, die der Einladung in die Filiale im Bankenviertel An den Dominikanern gefolgt waren. Die Zahl der Filialen in Köln wurde auf 52 verringert, somit einem veränderten internetaffinen Kundenverhalten Rechnung getragen, aber gleichzeitig kräftig ins Privatkundengeschäft investiert und die verbleibenden Filialen ertüchtigt. Auch hat man kurz vor Weihnachten  ein neues digitales Beratungscenter eröffnet, in dem sich Kunden auch nach Geschäftsschluss und am Samstag per Videoschaltung beraten lassen können. Mit der bisherigen Resonanz seitens der Kunden ist man in der Bank sehr zufrieden. Darüber hinaus erlaubt ein neues Multi-Banking-Programm den Kunden, ihre Konten und Depots bei mehreren Finanzinstituten gleichzeitig zu verwalten. Normalerweise wird man auf solchen Empfängen großzügig mit Zahlen versorgt, welche die Verbesserung der Arbeit der Bank belegen. So kann zum Beispiel die Region West einen Zuwachs im Firmenkundengeschäft mit 2000 neuen Firmenkunden sowie einen entsprechenden Anstieg des Kreditgeschäfts im zweistelligen Prozentbereich mit diesem Kundenkreis verzeichnen, woraus sich schließen lässt, dass der Mittelstand  trotz aller Risiken mit Hoffnung in die Zukunft blickt. Auch der Einsatz der Mitarbeiter im karitativen und sozialen Bereich ist beispielhaft. Die Mitarbeiter unterstützen mit einer eigenen Stiftung benachteiligte Kinder und Jugendliche, sowie die Anna-Freud-Schule für körperbehinderte Kinder und fuhren als Zeichen der Toleranz beim Christopher-Street-Umzug auf einem eigenen Truck mit. Doch in diesem Jahr standen nicht nur  Zahlen und Erfolge der Bank im Mittelpunkt, sondern jeder der drei Redner. Matthias Buck, Sprecher der Geschäftsleitung der Niederlassung West, Karl von Rohr,  Vertreter des Vorstandes der Konzernzentrale, sowie  Oberbürgermeisterin Henriette  Reker sprachen über die gesellschaftlichen Verhältnisse in und um Köln und Deutschlands sowie  über die sich verändernde weltwirtschaftliche Lage. Alle drei betonten, dass der Einsatz für soziale Marktwirtschaft, Bildung und Toleranz der Schlüssel für die Stabilisierung der Gesellschaften sein werden.

„Eine Welt ohne Hunger ist möglich bis 2030“

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Foto: der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer, Dr. Gerhard Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gisela Welbers, Vorsitzende der Neusser Eine-Welt-Initiative und Promotorin für entwicklungspolitische Bildung in der Region Neuss, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, und Bertram Graf von Nesselrode, stellvertretender Bürgermeister von Grevenbroich (Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Diese mutige These formulierte der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerhard Müller (CSU) jetzt bei einem spannenden Vortrag in Neuss. Die Neusser Eine-Welt-Initiative (NEWI) hatte ihn am 12. Januar 2017 zu einem Vortrag zu dem Thema „Globalisierung gerecht gestalten“ eingeladen. Der Vortrag war hochaktuell, denn der Fokus lag auf den UN-Zielen zur nachhaltigen Entwicklung – kurz Agenda 2030. „Es muss keinen Hunger in Äthiopien und Eritrea geben, allein, wenn wir unser Wissen dorthin bringen und die Menschen ausbilden“, lautete Müllers vehementes Plädoyer für eine von Pragmatismus getragene Entwicklungshilfe, die nach seiner Darstellung für wohlhabende Länder wie Deutschland auch mit einer völligen Abkehr vom vorherrschenden Konsumdenken einhergehen muss. Während eine in einem Entwicklungsland hergestellte Jeanshose dort 5 Dollar kostet, beträgt der Preis in Deutschland für diese Hose 100 Dollar. „Wir verlagern Produktion nach draußen, außerhalb des europäischen Sozial- und Wirtschaftsmodells“, so Müller. „Konsum unter dem Motto „Geiz ist geil“ ist der falsche Weg“, erklärte Müller mit Nachdruck. Er hat aus diesem Grunde ein Textilbündnis ins Leben gerufen. 60 Prozent des deutschen Textilhandels haben sich mittlerweile zu einer fairen Produktion verpflichtet, dies geht zum Beispiel, wenn die Frauen vor Ort, die die Jeanshosen herstellen, 1 Dollar bekommen. Es gilt laut Müller, Arbeitsplätze und Chancen in den Entwicklungsländern zu schaffen. So könne man etwa auch in Bezug auf Radikalisierungstendenzen in den Entwicklungsländern gegensteuern. In Ägypten etwa seien 40 Prozent der Jugendlichen arbeitsl, und dies trotz Ausbildung oder Studium. Im Fernsehen oder in anderen Medien könnten diese jungen Menschen sehen, wie die Menschen in Europa lebten und wollten die gleichen Chancen haben. Als weiteres Beispiel nannte der Minister die Situation der Kakaobauern. Würden die Deutschen nur 5 Cent pro gekaufter Tafel Schokolade an diese zahlen, so wäre dies ein Transfer von 150 Millionen Euro, erklärte er. Am Ende stand noch einmal der dringliche Appell, dass man mit dem Konsum in Deutschland nicht so weiter machen könne, wie bisher. Denn wollte man den Konsum, wie er in Deutschland praktiziert werde, auf die ganze Welt übertragen, dann, so Müller, bräuchten wir eine zweite Erde. Es gelte weiterhin das Klima zu schonen, wegzukommen von den fossilen Brennstoffen und den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren. Müller Quintessenz lautete „Wir müssen neu teilen lernen und andere an unserem Wohlstand und unserer Wertschöpfung teilhaben lassen.“

Der aus Neuss stammende Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der seinen Kabinettskollegen Gerhard Müller nach Neuss eingeladen hatte, betonte die Erfolgen in Bezug auf die Behandlung von Aids-Kranken. So hätten heute 50 Prozent von diesen Zugang zu Medizin. Laut Gröhe findet im Jahre 2017 im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft erstmals eine Konferenz der Gesundheitsminister statt“In den letzten 15 Jahren ist die Zahl der jährlichen Neuinfektionen weltweit um 35 Prozent (2015: 2,1 Millionen Neuinfektionen), die jährliche Aids-bedingte Sterblichkeit in den letzten 12 Jahren um 43 Prozent gesunken (2015: 1,1 Millionen Todesfälle). Deutschland unterstützt das Ziel des Treffens („Fast-Track Approach„), durch verstärkte Anstrengungen in den kommenden fünf Jahren HIV und Aids nachhaltig weltweit einzudämmen. Bis zum Jahr 2020 sollen die HIV-Neuinfektionen auf 500.000 gesenkt, weniger als 500.000 Menschen an Aids-bedingten Krankheiten sterben und niemand aufgrund einer HIV-Infektion diskriminiert werden. Deshalb kommt es darauf an, die regional unterschiedlichen Zielgruppen zu erreichen, umfassende Präventions- und Versorgungsangebote bereitzustellen, Diskriminierung weiter abzubauen und HIV-Maßnahmen stärker in die Gesundheitssysteme zu integrieren.“

Überblick und persönliche Beratung: Orientierungswochen zum Studienangebot in Nordrhein-Westfalen mit zahlreichen Aktionen

„Wochen der Studienorientierung‟ vom 9. Januar bis 4. Februar 2017 informieren mit rund 500 Veranstaltungen über Studiengänge

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung und das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilen mit:

In erneut fast 500 Veranstaltungen können sich Studieninteressierte in Nordrhein-Westfalen vom 9. Januar bis 4. Februar 2017 über Studienangebote, Lehrinhalte und Berufsperspektiven informieren – sowohl an den Hochschulen als auch in den Arbeitsagenturen. Die jährlich stattfindenden „Wochen der Studienorientierung‟ bieten Schülerinnen und Schülern mit Studienabsichten bereits während der Schulzeit die Möglichkeit, Vorlesungen zu besuchen, Laborräume zu besichtigen oder eine individuelle Studien- und Berufsberatung in Anspruch zu nehmen.

 „Wir möchten Schülerinnen und Schülern mit diesen Aktionswochen den Weg an die Hochschule ebnen und sie bei der Wahl des für sie richtigen Studienfachs unterstützen”, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. „Eine gute Studienorientierung ist der Grundstein für ein erfolgreiches Studium. Sich frühzeitig zu informieren und sich über die eigenen Zielvorstellungen klar zu werden, ist deshalb besonders wichtig.”

In Nordrhein-Westfalen stehen Studienanfängerinnen und -anfängern derzeit über 2.000 Studiengänge an den 71 Hochschulen zur Auswahl. Welche besonderen Anforderungen es für die Einschreibung gibt, welche Inhalte sie im Studium erwarten und welche Karrierechancen sich an den Abschluss knüpfen, über diese Punkte sollen die Schülerinnen und Schüler bei den Wochen der Studienorientierung informiert werden.

Schulministerin Sylvia Löhrmann betonte, dass auch in diesem Jahr die gute Zusammenarbeit von Hochschulen, Schulen und Arbeitsagenturen den Schülerinnen und Schülern zu Gute kommt: „Berufs- und Studienorientierung in der Schule lebt vom Zusammenspiel aller Beteiligten. In den Wochen der Studienorientierung können sich Jugendliche frühzeitig ein Bild von den vielfältigen Angeboten der Hochschulen machen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten vor Ort Ideen und Anregungen, welche Studienfächer für sie infrage kommen.“

„Von einer frühzeitigen, umfassenden und neutralen Studienberatung profitieren sowohl die jungen Menschen, die in der Fülle der Möglichkeiten das passende, Lebensperspektiven öffnende Studium suchen, als auch die Wirtschaft, deren Bedarf an hochwertig qualifizierten Fachkräfte weiter wächst“, so Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

Gemeinsam mit Schulen und Hochschulen unterstützt die Berufsberatung der Agenturen für Arbeit den erfolgreichen Übergang ins Studium. Die Berufsberatung beteiligt sich an den Wochen der Studienorientierung, damit Studieninteressierte konkrete und praxisnahe Hilfe zur Orientierung und Entscheidung erhalten. Darüber hinaus können individuelle Beratungsangebote speziell für Abiturienten – auf Wunsch auch gemeinsam mit den Eltern – in den Agenturen vereinbart werden, auch online unter www.arbeitsagentur.de/Kontakt.

Außerhalb der Aktionswochen können sich Studieninteressierte auf der gemeinsamen Internetseite der Zentralen Studienberatungsstellen der Hochschulen in NRW (www.zsb-in-nrw.de) sowie bei der Bundesagentur für Arbeit und den Hochschulen im Land umfassend und wohnortnah über Studienangebote, Studienorte und Fördermöglichkeiten informieren.

Die „Wochen der Studienorientierung“ werden seit 2011 gemeinsam vom Wissenschaftsministerium, dem Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und den Hochschulen angeboten. Detaillierte Informationen zu den rund 500 Veranstaltungen, die im Rahmen der Wochen der Studienorientierung angeboten werden, finden Sie unter www.wochen-der-studienorientierung.nrw.de.

Polizei berät jetzt in ganz NRW mit Präventionsteams zu Einbruchschutz

Alle 47 Polizeibehörden in NRW schicken ab sofort Präventionsteams in Wohngegenden, die besonders von Einbrüchen betroffen sind. Die Teams bestehen aus einem Bezirksdienstbeamten und einem Einbruchschutzberater von der Kriminalpolizei. „Sie verfügen damit über die notwendige gute Ortskenntnis und das Expertenwissen zum Thema Einbruchschutz“, erklärte Innenminister Ralf Jäger.

Die Teams sind Ansprechpartner für Einbruchsopfer und deren Nachbarn. Denn gerade dort, wo bereits Einbrüche stattgefunden haben, machen die Menschen sich Sorgen. „Es geht vor allem darum, zu sensibilisieren und aktiv für den Einbruchschutz zu werben. Um weitere Taten möglichst zu verhindern. Und damit Opfer das nicht nochmal erleben müssen“, so der Minister.

Wie wichtig zeitgemäße technische Einbruchsicherungen sind, zeige sich auch darin, dass in über 43 Prozent der Fälle in NRW die Einbrecher ihren Versuch abbrechen. „Auch weil sie an solchen Sicherungen scheitern oder von aufmerksamen Nachbarn gestört werden“, sagte Jäger. „Wenn ihnen etwas Verdächtiges auffällt, sollten Bürgerinnen und Bürger deshalb sofort die 110 wählen.“

Vor rund einem Jahr starteten entsprechende Pilot-Projekte in Bonn, Dortmund, Gütersloh und Mönchengladbach. „Die Menschen schätzen es, wenn die Polizei sich persönlich kümmert und auf sie zugeht. Deshalb ist dieses Angebot neben mehr Präsenz durch häufigere Streifen ein wichtiger Pfeiler unserer Kampagne Riegel vor!“, betonte der Minister.

Bergische Wirtschaft behauptet sich

„Im Herbst 2016 zeigt sich die bergische Wirtschaft weiterhin in guter Verfassung. Besonders in Wuppertal ist die Geschäftslage sehr gut, während Solingen und Remscheid etwas abfallen.“ Das betonte heute (27.9.), Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) bei einer Pressekonferenz.  Laut der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage, an der sich gut 400 Unternehmen mit fast 23.000 Beschäftigten beteiligt haben, halten 40 Prozent der bergischen Unternehmen ihre Lage für gut, weitere 45 Prozent immerhin für zufriedenstellend.

Während die Umsätze im IHK-Bezirk überwiegend gestiegen sind, stagnieren die Erträge. Mit Blick auf ihre positiven Umsatzprognosen bleiben die Betriebe aber überwiegend optimistisch. Auch rechnen sie weiterhin mit stabilen Erträgen. Einen Mangel an Arbeitskräften melden 35 Prozent. Deshalb sind die Beschäftigungs- und Ausbildungspläne eher expansiv. „An die erste Stelle der unternehmerischen Risiken schieben sich jetzt die Arbeitskosten. Gefahren sieht die regionale Wirtschaft außerdem im Exportgeschäft sowie bei den Energie- und Rohstoffpreisen“, so Wenge.

Beim Branchenvergleich falle auf, dass die Geschäftslage des Verkehrssektors, des Gastgewerbes und der unternehmensnahen Dienstleistungen weiterhin gut ist. Auch die Zukunftsprognosen der Unternehmen seien in diesen Wirtschaftszweigen überwiegend optimistisch. Beim Großhandel helle sich die Situation wieder merklich auf und auch der Blick in die Zukunft sei dort positiv. Ganz anders dagegen beim Einzelhandel:  Nur wenige größere Unternehmen hätten Ertragszuwächse erzielen können, die der kleineren Händler dagegen seien gesunken. Auch die Zukunftsprognosen seien überwiegend wenig optimistisch.

Die Lage in der bergischen Industrie hat sich im Vergleich zum Frühjahr verschlechtert. „Dennoch berichten immer noch über 80 Prozent der Industrieunternehmen von einer guten oder einer zufriedenstellenden Geschäftslage“, freut sich der IHK-Hauptgeschäftsführer.  Das Inlandsgeschäft hat zu Umsatzsteigerungen geführt, beim Auslandsgeschäft ist die Entwicklung dagegen uneinheitlich. Die Daten der Industriestatistik lassen erkennen, dass die Chemie mit plus 14 Prozent kräftig zulegte, während die Exporte im Maschinenbau mit minus 26 Prozent regelrecht einbrachen. „Knapp drei Viertel der Industrieunternehmen sehen eines ihrer größten wirtschaftlichen Risiken im Auslandsabsatz. Dabei geht es um die Länderrisiken in Asien, im Nahen Osten, in Russland, der Ukraine, der Türkei und den USA“ unterstreicht Wenge. Dennoch bleibe die Mehrheit der Unternehmen optimistisch.

Banken und Sparkassen berichten von besseren Geschäften. Das historisch niedrige Zinsniveau und die gute konjunkturelle Lage beleben die Kreditnachfrage. Die sehr niedrige Zinsspanne belaste aber die Rendite.

(Quelle: Bergische IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid)