Archiv der Kategorie: Umwelt

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2015 in Düsseldorf verliehen

Autor: Christian Dick

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis würdigt die Schonung der Umweltressourcen für nachfolgenden Generationen und den Einsatz für eine Verteilungsgerechtigkeit der Ressourcen in einer globalen Welt. Zum ersten Mal wurde der Deutsche Nachhaltigkeitspreis im Jahre 2008 in Düsseldorf verliehen. Am 27. November 2015 fand die 8. Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises statt. Mit Ehrenpreisen wurde bei der prunkvollen Gala im Maritim Hotel am Düsseldorfer Flughafen Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden,  Bundesaußenminster a. D. Hans-Dietrich Genscher und der Sänger Art Garfunkel, der in 1950er Jahren mit seinem damaligen Gesangpartner Paul Simon das Duo „Simon and Garfunkel“ gegründet hat, das jahrzehntelang international überaus erfolgreich war und zahlreiche musikalische Evergreens produziert hat.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist eine Auszeichnung geht auf die Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen zurück. Jurys renommierter Experten aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft – unter anderem mit Prof. Dr. Günther Bachmann, Prof. Dr. Stefan Schaltegger (Leuphana Universität), Transparency-International Vorsitzende Prof. Dr. Edda Müller und Prof. Dr. Dr. Axel Zweck, VDI Technologiezentrum GmbH, Leiter der Abteilung Innovationsbegleitung und –beratung– entscheiden über die Sieger.

Anerkennung für Königin Silvias Einsatz für Kinderrechte

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Foto: Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden (Quelle: World Childhood Foundation)

Standing Ovations gab es für Königin Silvia von Schweden. Sie bekundete, dass ihre Liebe zu Düsseldorf seit der Zeit ihres Schulbesuchs in Düsseldorf bis heute angehalten hat. Leider habe sie jedoch diesmal keine Zeit, am Rhein spazieren zu gehen.

Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden erhielt den diesjährigen Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreis als Würdigung für ihren jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz für den Schutz von Kinderrechten.

Die Initiatoren begründen die Verleihung des Preises damit, dass Königin Silvia sich als Schirmherrin von mehr als 60 Vereinigungen seit langem in vielfacher Weise mit den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung beschäftigt. Eine Herzensangelegenheit sei für sie die „World Childhood Foundation“, die sie 1999 gründete und die sich international in bisher über 600 Projekten für hilfsbedürftige junge Menschen einsetzt. Auch in Deutschland will Childhood durch Aufklärung der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Leiden seelisch und körperlich verletzter Kinder schaffen. Schon seit 2007 gilt ein besonderes Augenmerk neben der Bekämpfung sexuellen Missbrauchs den Kindern und Jugendlichen, die unbegleitet fliehen mussten, auf der Flucht ihre Eltern verloren haben oder mit ihrer Familie jetzt ein Leben in Deutschland aufbauen. Die Monarchin fördert damit zahlreiche Einrichtungen, die gerade in diesen Tagen durch Fluchterlebnisse traumatisierten Kindern akute Hilfe leisten.

„Die Königin ermutigt mit ihrem Engagement die Zivilgesellschaft, vor allem Kindern auf der Flucht mit Menschlichkeit, Tatkraft und konkreter Hilfe zu begegnen“, sagt der Initiator des Preises Stefan Schulze-Hausmann. „Die Vergabe unseres Preises an sie soll auch Wertschätzung für den derzeit besonders spürbaren Einsatz vieler Menschen zeigen.“

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis prämiert Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung sowie Persönlichkeiten verschiedener Felder, die national und international herausragende Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.

In Ihrer Dankesrede machte Königin Silvia deutlich „Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur einen schonenden Einsatz der Umweltressourcen für zukünftigen Generationen, sondern auch die Förderung einer gerechten Teilhabe aller Menschen auf der Welt.“

Politisches Lebenswerk von Hans-Dietrich Genscher gewürdigt

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Foto: Ehrung von Hans-Dietrich Genscher (Aufnahme: Christian Dick)

Hans-Dietrich Genscher, der von 1974 bis 1992 Außenminister der Bundesrepublik Deutschland war, erhielt den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für sein  politisches Lebenswerk, das nach Ansicht der Jury untrennbar mit den Werten sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit  verbunden ist. „Nur durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Freiheit kann eine nachhaltige Entwicklung gelingen“, so Stefan Schulze-Hausmann, Initiator des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. „Wie kein zweiter deutscher Politiker hat sich Hans-Dietrich Genscher für einen ganzheitlichen Liberalismus eingesetzt, und damit unser

Land entscheidend mitgestaltet. Er ist ein Jahrhundertpolitiker.“

Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. begründet die Auszeichnung des 88-jährigen Politikers weiter damit, dass er als erster Umweltminister geholfen habe, in Deutschland die Grundlagen des modernen Umweltschutzes zu legen. Hans-Dietrich Genscher habe als einer der Architekten der Wiedervereinigung dafür gesorgt, dass Umweltschutz in den Ländern der früheren DDR überhaupt habe stattfinden können.

In der Begründung heißt es darüber hinaus, Hans-Dietrich Genscher sei stets Mittler zwischen Ost und West mit dem Ziel gewesen, Abrüstung, Entspannung und Ausgleich zu schaffen. Der Hallenser sei ein leidenschaftlicher Anwalt der europäischen Einigung. Noch heute betone er, dass die gemeinsame Achtung der Menschenrechte Europa in seinem Innersten zusammenhalte. In der aktuellen Flüchtlingskrise mahne er solidarische, europäische Lösungen an. Bis heute sei Genscher ein unverzichtbarer Ratgeber mit höchstem Ansehen weit über Partei- und Ländergrenzen hinweg.

Schauspieler Dieter Hallevorden, der erklärte, dass er sich seit 1983 für die FDP engagiere, legte dar, dass er ein großer Bewunderer von Hans-Dietrich Genscher Lebenswerk sei. Daher freute er sich sehr darüber, bei der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises neben ihm sitzen zu können.

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Foto: Dieter Hallervorden (Aufnahme: Christian Dick)

„Viva con Agua“

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Foto: Benjamin Adrion (Aufnahme: Christian Dick)

Auf Deutsch übersetzt heißt dies „Leben mit Wasser“. Den Stein des Anstoßes zur Gründung dieser Initiative gab der frühere Fußballspieler des FC St. Pauli Benjamin Adrion vor 10 Jahren. Bei einer Reise mit seinem Verein nach Kuba war er entsetzt über die Wasserversorgung der Menschen in Kuba. Daher gründete er das Netzwerk „Viva con Agua“, das sich das Motto „Wasser für Alle“ auf die Fahnen geschrieben hat. Kein Mensch in der Welt soll mehr Durst erleiden. Die sanitären Bedingungen sollen weltweit so sein, dass das Wasser nicht verschmutzt ist. Mittlerweile engagieren sich 10000 Menschen ehrenamtlich für „Viva con Agua“. Benjamin Adrion reist für diese Initiative rund um den Globus. So ist er zum Beispiel erst am Mittwoch, dem 25. November, von einer Reise nach Nepal zurückgekehrt, wo er sich vor Ort genauer über die Wasserversorgung der Menschen informiert hat. Für dieses Engagement erhielt Benjamin Adrion den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

Städte ebenfalls ausgezeichnet

Zu den mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichneten Städten gehörte neben Kempten im Allgäu die Stadt Karlsruhe. Die wohl charmanteste prominente Botschafterin der Stadt, die ehemalige Boxerin Regina Halmig, war nach Düsseldorf gekommen und gab ein leidenschaftliches Plädoyer für Karlsruhe und reizvolle landschaftliche Umgebung, dem Schwarzwald, ab.

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Foto: Regina Halmig (Aufnahme: Christian Dick)

Neben Regina Halmig waren noch andere prominente Sportler bei der Gala in Düsseldorf, wie folgendes Bild belegt.

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Foto: Sven Hannawald, Regina Halmig und Verena Sailer (Aufnahme: Christian Dick)

Ein weiterer Höhepunkt war der Abends war der Auftritt von Ute Lemper.

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Foto: Ute Lemper (Aufnahme: Christian Dick)

Publikum lag Art Garfunkel zu Füßen

Frenetischen Beifall erhielt Musiker-Legende Art Garfunkel, der ebenfalls einen Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises erhielt. Ein halbe Stunde lag trug er zum Abschluss der Gala in Düsseldorf die größten des Duos „Simon and Garfunkel“ vor, darunter unter anderem „The Boxer“ und „Bridge over troubled water“. Unterstützt wurde er dabei gesanglich bei einigen Liedern von seinem Sohn James.

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Foto: Art und James Garfunkel (Aufnahme: Christian Dick)

 

 

Minister Remmel: Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind europaweites Vorbild bei der Energiewende

Autor: Christian Dick

 

(Aufnahme: Christian Dick)

Klimaschutzminister Remmel vergibt 23 European Energy Awards an Kommunen und Kreise aus NRW / Land profitiert von kommunaler Wertschöpfung durch den Einsatz Erneuerbarer Energien

Foto: Der nordrhein-westfälische Klimaschutzminister Johannes Remmel kann mit Recht stolz auf die Leistungen der NRW-Kommunen- und Landkreise im Bereich Klimaschutz sein (Aufnahme: Christian Dick)

Der European Energy Award (EEA) ist eine Würdigung für Kommunen und Regionen, die nicht nur vom Klimaschutz reden, sondern die ihren Worten auch Taten folgen lassen. Städte, Gemeinden und Landkreise aller europäischen Länder können sich an dem entsprechenden Zertifizierungsverfahren beteiligen. Die Hauptgeschäftsstelle für den European Energy Award ist in der Schweiz, die deutsche Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Nähere Information sind unter folgender Internetadresse zu finden:

http://www.european-energy-award.de/

Die Städte, Gemeinden und Landkreise, die am Zertifizierungsverfahren für den European Energy Award teilnehmen, müssen einen Prozess von durchschnittlich drei bis vier Jahren durchlaufen. Die EnergieAgentur.NRW begleitet die nordrheinwestfälischen Städte, Kommunen und Landkreise bei diesem Prozess. Die Städte, Kommunen und Landkreise, die an dem Zertifizierungsverfahren teilnehmen, müssen hierfür einen Beitrag bezahlen, der zur 70 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt wird. Dieses Bundesland hat heute eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz erreicht und hat so zum Beispiel Bayern, wo es 1976 das erste Umweltministerium in Deutschland gab, und Baden-Württemberg abgehängt. 150 Kommunen aus Nordrhein-Westfalen nehmen am EEA-Zertifizierungsverfahren teil, so viele, wie in keinem anderen europäischen Land!

Informationen zur EnergieAgentur.NRW sind unter folgendem Link zu finden:

http://www.energieagentur.nrw.de/

Die zu zertifizierenden Projekte werden in Nordrhein-Westfalen durch die TÜV Rheinland Industrie Service GmbH geprüft.

 

Foto: rechts im Bild: Joachim Jansen, der beim TÜV Rheinland für die Prüfung der Klimaschutzprojekte im Rahmen des EEA-Prozesses zuständig ist (Aufnahme: Christian Dick)

Nähere Information zum TÜV Rheinland erhält man unter folgendem Link:

www.tuv.com

Der ARD-Wetterfrosch, Diplom-Meteorologe Karsten Schwanke, moderierte auf sehr souveräne und unterhaltsame Weise am 5. November 2013 die diesjährige Verleihung der European Energy Awards an 21 Kommunen und 2 Landkreise in der Turbinenhalle der Düsseldorfer Stadtwerke, einem Ort der Tradition hat, diese Halle war vor 100 Jahren das Licht- und Mobilitätszentrum der Stadt. Mit der Turbine in diesem Halle wurde die Stadt mit Elektrizität, unter anderem für den Straßenbahnverkehr versorgt.

 

Foto: ARD-Wetterfrosch Karsten Schwanke (Aufnahme: Christian Dick)

Der Intergovernmental Panel on Climate Change habe bereits 2007, 2001, 1995 und 1990 Klimaberichte vorgelegt, diese unterschieden sich jedoch nicht wesentlich, betonte Karsten Schwanke „Es kommt nicht auf die Veränderung der Temperatur um wenige Grade an, sondern wichtig ist die Frage „Warum schaffen wir es nicht, die CO2-Emissionen zu verringern. Wir brauchen Ökonomen, Ökologen und wir brauchen Mathematiker, die sich mit Spieltheorien beschäftigen. Wir brauchen vor allem Menschen, die die Initiative ergreifen“, so Schwanke.

Foto: Lothar Schneider von der EnergieAgentur.NRW (Aufnahme: Christian Dick)

Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW hob hervor „Die Städte, Kommunen und Landkreise durchlaufen beim EEA-Prozess ein Zertifizierungsverfahren, dem sie sich jedes Jahr neu stellen müssen. Dies hat nicht nur einen ökologischen Aspekt, sondern auch einen ökonomischen Aspekt. Jede Kilowattstunde, die ich nicht verbrauche, das freut den Kämmerer der Stadt und nicht nur den.“

Foto: Die Physikanten (Aufnahme: Christian Dick)

Aufgelockert wurde die Preisverleihungszeremonie durch Marcus Weber und Thomas Müller von der Wissenschafts-Kabarett-Gruppe „Die Phyiskanten“, die auf heitere physikalische Experimente vorführte und so zum Beispiel erklärten, warum eine Gurke, die an eine 230-Volt-Spannung angelegt wird zum Glühen bekommt. Der Grund ist folgender: Einmal ist die Gurke nass, weil sie im Wasser eingelegt war, hinzukommt, dass die Gurke in Salzwasser eingelegt war, welches Elektrolyten enthält, die den Strom leiten. Aber Vorsicht: Dieses Experiment sollte man zu Hause nicht nachahmen. So sieht der Versuchsaufbau mit der glühenden Salzgurke aus:

 

Foto: Glühende Salzgurke (Aufnahme: Christian Dick)

Die Physikanten können über folgende Website für Events gebucht werden:

http://www.physikanten.de/physik-show-wissenschaftsshow-und-fernsehen

Rund 25 Prozent der NRW-Kommunen nehmen am Energiemanagement-Verfahren European Energy Award (EEA) teil und erschließen damit systematisch ihr Energieeinspar-potenzial. Klimaschutzminister Johannes Remmel hat gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW nordrhein-westfälische Kommunen und Kreise mit dem European Energy Award ausgezeichnet, die sich besonders um Klimaschutz und Nachhaltigkeit bemüht haben. 21 Städte und Gemeinden sowie zwei Kreise erhielten in Düsseldorf die Auszeichnung – sieben davon den EEA in Gold. Insgesamt nehmen in NRW rund 115 Kommunen am kommunalen Energiemanagement-verfahren EEA teil; das Verfahren und die Vergabe des Awards organisiert die EnergieAgentur.NRW.

 „Der EEA ist ein europaweit anerkanntes Zertifikat für die kommunalen Klimaschutzaktivitäten. Umso erfreulicher ist es, dass nordrheinwestfälische Kommunen auf besondere Weise aktiv und erfolgreich sind. Rund ein Viertel der NRW-Kommunen nimmt inzwischen an diesem europa-weiten Zertifizierungsverfahren teil, jeder fünfte Bürger und jede fünfte Bürgerin unseres Bundeslandes lebt in einer zertifizierten Kommune“, sagte Klimaschutzminister Remmel. Damit liege Nordrhein-Westfalen nicht nur im nationalen Vergleich noch vor den starken Südländern Bayern und Baden-Württemberg mit Vorsprung an der Spitze, sondern mische auch im europäischen Vergleich ganz vorne mit. Lediglich die Schweiz habe mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufzuweisen.

Der Minister betonte, dass der European Energy Award ein bewährtes Instrument des Landes sei, um Städten und Gemeinden bei der systematischen Erschließung ihrer Einsparpotenziale zu helfen. „Kommunen sind wichtige Verbündete, wenn es darum geht, unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Mit dem EEA geben wir ihnen Hilfe zur Umsetzung“, so der Minister weiter. Zudem verwies Remmel auf die ökonomischen Vorteile, die Kommunen winken, wenn sie erneuerbare Energien nutzen.

„Eine Beispielrechnung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung zur Wertschöpfung im Zuge der Installation einer Zwei-Megawatt-Windenergieanlage über 20 Jahre ergibt: Einschließlich des Einkommens durch Beschäftigung in der Kommune und von Gewinnen werden für die Kommune 2,2 Millionen Euro Wertschöpfung erwartet“, rechnet Remmel vor.

Der EEA wird in Nordrhein-Westfalen durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert und durchge-führt. „Der European Energy Award ist ein Prozess. Einmal auditiert, müssen die Kommunen die Leistungen in regelmäßigen Abständen bestätigen. Schließlich ist der Klimaschutz eine Daueraufgabe“, erklärte Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

Den European Energy Award erhält eine Kommune, wenn sie mindestens 50 Prozent bzw. 75 Prozent (für eine Gold-Auszeichnung) der geplanten Maßnahmen umgesetzt hat. Das sind dieses Mal: Stadt Beckum, Stadt Blomberg, Stadt Borgholzhausen, Stadt Bottrop (Gold), Stadt Duisburg, Stadt Dülmen, Stadt Düsseldorf (Gold), Stadt Essen, Stadt Gelsenkirchen, Stadt Greven (Gold), Kreis Gütersloh (Gold), Stadt Halle/Westfalen, Stadt Kerpen, Stadt Leverkusen, Stadt Löhne, Gemeinde Ostbevern (Gold), Stadt Rheda-Wiedenbrück, Stadt Rheine, Gemeinde Saerbeck (Gold), Stadt Sendenhorst, Stadt Solingen, Stadt Telgte, Kreis Warendorf (Gold).

Wenn Sie die Überschrift dieses Artikels anklicken, können Sie Informationen über die Preisträger lesen, die in diesem Jahr die European Energy Awards erhalten haben. Weiterlesen

Symposium Starkregen in bebauten Gebieten

Am 5. Oktober trafen über 130 Fachleute zum Symposium Starkregen in bebauten Gebieten. Dieses wurde in Gemeinschaft von den Fachverbänden Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) und Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) veranstaltet.

Starkregen treten in letzter Zeit immer häufiger auf. Dies kann einerseits wahrscheinlich auf die Klimaveränderung zurückgeführt werden (z.B. im Sommer regnet es an weniger Tagen, hierfür aber auch entsprechend mehr). Gleichzeitig ist aber auch die Messnetz-dichte der Regenstationen größer geworden und durch die Regenradarauswertung eine genauere Auswertung des Niederschlagserreignisses möglich. Starkregen treten meist sehr lokal auf. So kann innerhalb einer Großstadt in einem Stadtteil ein Unwetter aufgetreten sein, während es einem anderen Stadtteil gar nicht regnete oder nur ein leichter Regenschauer bemerkt wurde. Die Vorhersagemöglichkeiten sind daher auch sehr eingeschränkt und die Vorwarnzeiten sehr kurz.

Was kann dann aber Normalbürger daraus aber lernen?

Er sollte sich vor Starkregen schützen. Die Kommune darf nach Satzung jederzeit bis zur Straßenoberkante (Rückstauebene) den Kanal einstauen. Daher sollte jeder die Regeln der Technik einhalten und die Abwasserabläufe seines Grundstücks am besten immer über dieser Rückstauebene anschließen. Rückstauverschlüsse sind zwar auch möglich, diese müssen aber auch gewartet werden und bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Hebeanlagen werden immer günstiger und sind auch sicherer.

Weiterhin können z. B. erhöhte Lichtschächte oder eine Antrittstufe beim Hauseingang einfach vor Überflutungen schützen. Größere Schäden entstehen allein schon deswegen, weil sich in den Kellergeschossen größere Werte befinden, z. B.  heutzutage die Einrichtungsgegenstände in Hobbykellern im Gegensatz zu den in früheren Zeiten üblichen Kohlekellern. Eine Hausratversicherung mit Einschluss von Elementarschäden kann sinnvoll sein.

Mit einer Stärkung des Bewusstseins für solche seltenen Ereignisse ist schon viel geholfen. So kam es bei einer Gemeinde aus Südbaden nach einem wiederholten Ereignis zu keinen Schäden, während die Nachbargemeinde, die zum ersten Mal betroffen war, größere Schäden erlitt.

Autor: Johannes Zaum

„Kommunaler Umweltschutz: Strategien und Herausforderungen“

 

Foto: „Ich fahr so gerne Rad“ heißt ein bekannter Schlager. Die Stadt Düsseldorf setzt jetzt aus ökologischen Gesichtspunkten auf Fahrräder für Bedienstete. Dirk Elbers hat bereits eines und führte dies anlässlich der Klimawochen 2010 vor (Aufnahme: Benedikt Jerusalem, Stadt Düsseldorf)

(Aufnahme: Christian Dick)

Welche Maßnahmen können auf kommunaler Ebene zur Verringerung des Ausstoßes von Schadstoffen getroffen werden? Inwiefern sind die Kommunen auf Unterstützung von Land und Bund angewiesen? Welche europäischen und internationalen Standards müssen eingehalten werden? Ist eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken sinnvoll? Und wie ein zeitgemäßer Energiemix aus? Dies waren zentrale Fragen, mit denen sich die Fachtagung „Kommunaler Umweltschutz: Strategien und Herausforderungen“ des Deutschen Instituts für Urbanistik am 8. und 9. Juni 2010 in Düsseldorf auseinandersetzte.

(Aufnahme: Christian Dick)

„Es ist 5 vor 12!“ Dies war die Kernbotschaft von Professor Dr. Andreas Levermann vom Potsdam Institut für Klimaforschung. Als Eingangsbild präsentierte er ein Bild mit dem Titel „Kollaps des Wilkins-Eisschelfs“. Diese große Eisplatte ist, offensichtlich als Folge des Klimawandels, mitten im antarktischen Winter gebrochen. Laut Professor Levermann belegen die Temperaturtrends des letzten Jahrhunderts die globale Erwärmung. Der Grund hierfür sei, dass die CO2-Konzentration in der Luft rapide ansteige. Der Temperaturanstieg im letzten Jahrhundert habe ungefähr 0,8 Grad Celsius betragen. Ähnliches gelte für den Anstieg der Meeresoberfläche. „Das nächste Jahrhundert, in dem wir uns gerade befinden, wird das wärmste seit den Aufzeichnungen der Temperaturen. […] Die Erwärmung ist ungewöhnlich, zum Beispiel, wenn man die Nordhemisphäre betrachtet“, so Professor Levermann. Als Folgen des Klimawandels zählte er das weltweite Gletscherschmelzen, das Schmelzen des Eises am Nordpol, Meeresspiegelanstieg um 15 bis 20 cm in den letzten hundert Jahren und die Versauerung der Meere auf. Hauptursache hierfür seien die Menschen.

Der Leiter des Düsseldorfer Umweltamtes Dr. Werner Görtz schilderte die Technologie-Matrix, anhand derer der optimale Einsatz von Technologien zur Schonung der Umweltressourcen für eine Region festgelegt wird. Dieses Projekt hat die Stadt Düsseldorf gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Umwelt und Klima ins Lebens gerufen. 19 weitere Städte sind inzwischen hieran beteiligt. Werner Görtz machte auch deutlich, dass die regenerativen Energien Vorteile haben. Beispielhaft nannte er einen Artikel aus der Zeitung Trierischer Volksfreund vom 4. Mai 2010, demzufolge die Region Trier zwei Drittel ihres Stroms aus regenerativen Energien, also Wasser, Wind und Sonne, gewinnt. Weiterhin erklärte Werner Götz, dass Düsseldorf sehr gute Bedingungen für Gewinnung von Geothermie habe.

An der Fachtagung nahmen weiterhin Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft e. V. und Professor Ulrich Lehner, Präsident der IHK Düsseldorf, teil. Was diese in ihren Statements betont haben, können Sie lesen, wenn Sie die Überschrift dieses Artikels anklicken. Weiterlesen

Minister Eckhard Uhlenberg schreibt Förderpreis für nachwachsende Rohstoffe aus

Umweltminister Eckhard Uhlenberg lädt zur Teilnahme am „Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für nachwachsende Rohstoffe“ ein. „Wissen und Ideen sind die Rohstoffe der Zukunft. Die Umwelttech­nologien haben ein großes Wachstumspotenzial. Wir fördern innovative Ideen und Projekte aus Nordrhein-Westfalen, damit unser Land auf diesem Gebiet führend bleibt“, sagte Uhlenberg. Der Preis ist mit ins­gesamt 3000 Euro dotiert. 

Im Fokus stehen Bioenergieprojekte, die nachwachsende Rohstoffe in beispielhafter Weise nutzen. Entscheidende Kriterien sind neben der Innovativität die Schonung knapper Ressourcen, Verminderung von Emissionen, Schließung von Stoffkreisläufen, Erhöhung der Energie­effizienz, Ersatz fossiler Energieträger und die Verbesserung der regionalen Kreislaufwirtschaft. Zudem soll eine positive Auswirkung auf die Landwirtschaft und den ländlichen Raum, zum Beispiel durch die Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen erkennbar sein.

 

Für den Förderpreis können sich Personen, Unternehmen und Insti­tutionen der nordrhein-westfälischen Land- und Forstwirtschaft, ihrer vor- und nachgelagerten Branchen einschließlich der landwirtschaft­lichen Lehre und Forschung sowie der verarbeitenden Industrie bewer­ben. Die Urheberschaft der Beiträge muss eindeutig zuzuordnen sein. Eine fachkundige Jury wird die Beiträge bewerten. Bewerbungen für den Förderpreis können bis zum 15. August 2010 beim Zentrum für nach­wachsende Rohstoffe NRW, Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, 59505 Bad Sassendorf-Ostinghausen, eingereicht werden.

Nordrhein-Westfalens Umweltminister bei Bayer Schering Pharma

Foto: links: Dr. Klaus Jelich, Standortleiter Bayer Schering Pharma AG, Wuppertal
rechts: Eckhard Uhlenberg, NRW-Umweltminister  (Aufnahme: Thorsten Martin)

Am 22. Februar besuchte Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Vebraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, die Firma Bayer Schering Pharma in Wuppertal. Er hob besonders den erfolgreichen, im Jahre 2006 von der NRW-Landesregierung initiierten „Dialog Wirtschaft und Umwelt“ (DWU) hervor. Das Ziel sei, so erläuterte Uhlenberg, diesen Dialog auch in der Region darzustellen und nicht nur in Düsseldorf. Als Hauptanliegen dieses Dialogs nannte der Minister die Erreichung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums, die Realisierung von Innovationen und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Zudem wies Uhlenberg darauf hin, dass sich die Arbeitsgruppen im Rahmen des DWU durch Einbringung von Ideen und Beratung in Brüssel und Berlin hervortun. Im Vordergrund des Dialogs, so unterstrich der NRW-Umweltminister, stehe bei dem DWU das Streben nach Kooperation, man ziele auf  freiwillige Vereinbarungen zwischen Wirtschaft und Staat im Bereich des Umweltschutzes ab. Insbesondere nannte er die Novelle des Landeswassergesetzes und die EU-Wasserrahmenrichtlinie, die Gegenstand der Diskussion sind. „Besonders bei PFT ist gemeinsam mit der Wirtschaft einiges erreicht worden. 50 Firmen haben Techniken eingesetzt, um die vorgeschriebenen Richtwerte zu unterschreiten“, legte Uhlenberg dar. Für den Minister hat der Dreiklang „Wirtschaftliche Vernunft, Soziale Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ Priorität. Die Ozonolyse-Anlage der Firma Bayer Schering Pharma stellt Eckhard Uhlenberg zufolge ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Kooperation im Rahmen des DWU dar. Hierbei handelt es sich eine Anlage, in der bestimmte Abwässer, die nicht im Wege anderer Verfahren biologisch behandelt werden können, vorbehandelt werden. Die Besichtigung dieser Anlage stand anschließend auf Programm.

Autor: Christian Dick

Fotowettbewerb „Flüsse und Bäche in NRW“

Noch etwas mehr als drei Wochen haben alle Amateurfotografinnen und -fotografen Zeit, ihr schönstes Foto von nordrhein-westfälischen Bächen und Flüssen einzuschicken. Die Einsendefrist endet am 29. August 2008. Zu gewinnen gibt es Geldpreise: 500 Euro für den ersten Platz, das zweitbeste Foto wird mit 300 Euro honoriert, Platz drei mit 200 Euro. Zusätzlich gibt es jeweils 100 Euro für die Plätze vier bis zwölf. Die prämierten Aufnahmen werden dann zu einem Kalender für das Jahr 2009 zusam­mengestellt.

„Flüsse und Bäche gehören zu den wesentlichen Elementen unseres Ökosystems“, so Umweltminister Eckhard Uhlenberg. „Sie dienen der Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum und für uns Menschen als Er­holungsraum. In Fluss- und Bachlandschaften bietet sich sehr oft noch ein ursprüngliches Naturerlebnis und damit eignen sie sich wunderbar als Fotomotiv.“

Pro Absender können bis zu vier Fotos eingesendet werden, die einen Bach oder einen Fluss und die nähere Umgebung zeigen. Die Bilder sollten eine Größe von mindestens 18 x 24 cm und höchstens 20 x 30 cm haben als digitales Foto von 300 dpi. Ausführliche Informationen über die Bedingungen für die Teilnahme sind über einen Download unter der Internetadresse des NRW-Umweltministerium www.umwelt.nrw.de erhältlich oder können telefonisch beim Infoservice des Ministeriums angefordert werden unter 0211/4566-666.

Quelle: Ministerium für Umweltschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen