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„Ein denkendes Herz“

Autor: Christian Dick

Foto, copyright: Christian Dick

Dieser Buchtitel der italienischen Schriftstellerin Susanna Tamaro wurde als Überschrift des sechsten Rhein Meeting der Gemeinschaft Communione e Liberazione gewählt, das vom 22. bis 24. März 2019 im Maternushaus in Köln stattfand. „Ein denkendes Herz“, das war auch der innigste Wunsch von Etty Hillesum, einer jungen Frau, die 1943 in Ausschwitz-Birkenau umgebracht wurde. In intensiven Auseinandersetzungen mit sich selbst und ihren Umständen im Konzentrationslager gelangte sie zu immer größerer Gewissheit über Gott und das Leben und wünscht sich für ihre Mitmenschen „das denkende Herz der Baracke“ zu werden. Im Rahmen des Rhein Meeting fand daher auch eine Lesung aus der Tagebüchern der Etty Hillesum statt, die sehr beeindruckend war.

Foto: Sie waren auch beim Rhein Meeting: der Generalvikar des Erzbistums Köln Dr. Markus Hofmann, der Direktor des Theologenkonvikts „Collegium Albertinum“ Romano Christen und Weihbischof Ansgar Puff (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Foto: Franz Müntefering (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Bei seiner Thronbesteigung richtete der biblische König Salomon an Gott die folgende Bitte: „Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht“ (1 Könige 3,9). Benedikt XVI. verwies in seiner Rede im Deutschen Bundestag gerade auf dieses hörende Herz, das notwendig ist, um zu einem Urteil in der Politik zu gelangen: Zum Thema „Urteilen und Entscheiden in der Politik“ wurde der ehemalige deutsche Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) interviewt. „Gibt es in der Politik heute noch den Raum, dass das eigene Herz mitdenken kann?“ Auf diese Frage antwortete Müntefering, dass um Solidarität und Nächstenliebe gehe. „Wenn man Entscheidungen treffen will, muss man die Materie kennen“, fügte er hinzu. Dabei komme es auf „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ an. Gerechtigkeit versuche der Staat herzustellen, aber Solidarität könne nicht verordnet werden. „Abgeordnete müssen entscheiden auf der Basis von Kompetenz und Verantwortung“, so Müntefering.

Zu den „Fridays-for-Future“-Protesten, zu denen die Klima-Aktivistin Greta Thunberg Tausende lockt, merkte Müntefering an “Die Rettung der Welt, die Zukunft, hängt davon ab, dass die Menschen gemeinsam handeln. Das ist nicht der Fall. Darauf machen die jungen Leute aufmerksam. Wir sind heute die Subjekte, die die Macht haben, die Welt auch zerstören zu können. Ich verstehe die jungen Menschen sehr gut, ihre Mahnung. Die leben ja noch länger als wir.“

Müntefering zitierte im Folgenden Willy Brandt, der am 15. September 1992 gesagt hat „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum — besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“

Die Nächstenliebe hat Müntefering, der aus dem Sauerland stammt, von seiner Mutter gelernt. Er zitierte die Worte des Apostels Paulus an die Korinther „Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Seine Mutter, so Müntefering, habe immer Kriegsversehrte ins Haus gelassen und diesen einen Teller Suppe oder ein Butterbrot gegeben.

Hören und sehen, denken und Verstehen  – Yvonne Hofstetter und Prof Andreas Rödder über die Auswirkungen der Digitalisierung.

Foto: Yvonne Hofstetter (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Yvonne Hofstetter ist bekannt als Essayistin und Sachbuchautorin. Seit Abschluss des Jurastudiums arbeitet sie für verschiedene Softwareunternehmen, die sich mit Multiagentensystemen für die Rüstungsindustrie und mit Automatisiertem Handel beschäftigen. Seit 2009 ist sie Geschäftsführerin der Teramark Technologies GmbH, die auf den Feldern Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 und BigData arbeitet. Yvonne Hofstetter beschäftigt sich mit den Folgen und Herausforderungen der digitalen Welt für unser gesellschaftliches Zusammenleben.

Neben zahlreichen Artikeln veröffentlichte sie 2014 das Buch „Sie wissen alles– Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen“ und 2016 „Das Ende der Demokratie – Wie die künstliche Intelligenz die Politik übernimmt und uns entmündigt“.

Foto: Professor Dr. Andreas Rödder (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Andreas Rödder ist Professor für Neueste Geschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Nach dem 1. Staatsexamen zum Lehramt am Gymnasium in den Fächern Geschichte und Germanistik promovierte er in Bonn und habilitierte sich dann in Stuttgart im Bereich Geschichte. Neben Dozententätigkeit in den USA und an diversen deutschen Instituten, sowie einer Gastprofessur in England lehrt Rödder als ordentlicher Professor in Mainz. Andreas Rödder ist Mitherausgeber der Historischen Zeitschrift. Zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. „Deutschland einig Vaterland“ (2009), „21.0 Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ (2015) und „Wer hat Angst vor Deutschland? Geschichte eines europäischen Problems“ (2018).

„Die Technologien sind nicht neutral. Sie können für gute oder schlechte Dinge verwendet werden, aber sie sind nicht neutral“, hob Yvonne Hofstetter in ihrem Vortrag hervor.

Prof Andreas Rödder betonte „Es ist wichtiger denn je eine Urteilsfähigkeit fällen zu können, anstatt alles über die modernen Technologien wissen zu müssen.“

Vortrag zum Thema „Ein denkendes Herz“

Foto: Mauro-Giuseppe Lepori, Generalabt des Zisterzienserordens (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Auf die Bitte, die der biblische König Salomon bei seiner Thronbesteigung an Gott richtete, nahm der Generalabt des Zisterzienserordens Mauro-Giuseppe Lepori in seinen Vortrag „Ein denkendes Herz“ Bezug. König Salomo sagte: „Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht“ (1 Könige 3,9). Mauro-Giuseppe Lepori  erklärte „Das Geheimnis des Herzens ist wahrhaftig groß. Jesus sagt den Leuten: was für Gedanken habt ihr in euren Herzen? Lassen wir zu, dass Jesu Wort unser Denken und unsere Wünsche in Frage stellt. Jesu fordert uns zur Belehrung auf. Das heißt unsere Mentalität zu ändern.“

Lepori hob abschließend hervor „Ein denkendes Herz spitzt das Ohr und vernimmt das Stöhnen, das niemand hört. Wie sehr würde sich unser Leben und das Leben der ganzen Gesellschaft verändern, wenn jeder von uns ein aufmerksames Ohr hätte, um den Menschen zu hören, der im Stillen  neben uns weint, und wenn wir diesem Wimmern eine Stimme geben würden, um die Aufmerksamkeit, unser Gehör, unser Denken und somit unser Herz weit zu machen.“

„Sich begegnen“

Foto: Bruder Andreas Knapp (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Zu diesem Thema referierte Bruder Andreas Knapp, Mitglied des Ordens Kleine Brüder vom Evangelium. Gegenstand seines Vortrags war seine Freundschaft mit den neuen irakischen Nachbarn. Andreas Knapp lebt seit vierzehn Jahren mit seinen Ordensbrüdern in einer Plattenbausiedlung in Leipzig-Grünau. Diese 1956 gegründete Ordensgemeinschaft orientiert sich an dem französischen Priester Charles de Foucauld (1858-1916) und will bewusst am Rand der Gesellschaft leben. Vor der Wende lebten in Leipzig-Grünau 96000 Menschen. Nach der Wende sind 40000 Menschen dort weggegangen. Vor vier Jahren sind dann neue Nachbarn in die Siedlung eingezogen, es handelte sich um Flüchtlinge aus dem Irak. Von ihnen erfuhr Andreas Knapp von der Situation der Christen im Orient. Fahdi, ein Christ aus Mossul, hat Andreas Knapp dann zum Abendessen eingeladen und ihm von seiner sehr gefährlichen Flucht aus dem Irak berichtet. Fahdis Vater war Architekt und hatte die Kirche in Karakosch, einer Stadt, die 32 Kilometer entfernt von Ninive ist, erbaut. In Mossul hatten vor einigen Jahren noch 60000 Christen gelebt. Diese seien laut Knapp vor die Wahl gestellt worden, zum Islam überzutreten oder wegzugehen. Sie gingen nach Karakosch. Dort wurden sie auch vom IS vertrieben  und gingen dann nach Kurdistan, dies dauerte zwei Wochen und fand im August bei 45 Grad Celsius im Schatten statt. Schließlich wurde Andreas Knapp zu einer Reise in den Irak animiert. Das Fazit von Andreas Knapp lautet, dass man gerade den verfolgten orientalischen Christen helfen müsse, da diese keine Lobby hätte.

Ein Gespräch mit der Schriftstellerin Susanna Tamaro

„Alle Bücher, die ich geschrieben habe, sind Reisen in die Tiefe des menschlichen Herzens.“ Dieses Zitat stammt von der italienischen Schriftstellerin Susanna Tamaro. Sie hat unter anderem die Bücher „Geh, wohin dein Herz dich trägt“ (1995) und „Ein denkendes Herz“ (2016) geschrieben.

Zum Abschluss des Rhein Meeting 2019 stand Susanna Tamaro Rede und Antwort. Sie erklärte „Das Herz ist eine Leitmotiv all meiner Gedanken. Ich konnte mir nie vorstellen, dass ich eine solche Büchse aufdecken würde. Je erfolgreicher das Buch wurde, umso schwerer war diese Last auf meinen Schultern. Ich musste mir die Frage stellen ‚Was ist beängstigend an diesem Herzen?‘ Es handelt sich um eine Verherrlichung des Sentimentalismus in dieser Zeit. Es geht immer um Gefühle, nie eine Ideologie. Sie sind die grundlegende Wirklichkeit der Menschheit. Wir leben in einer Gesellschaft, die uns zwingt, rationale Vernunft zu sein. Der mittlere Teil des Körpers wird nicht mehr bedacht von der Kultur. Das Herz ist immer im Mittelpunkt des menschlichen Diskurses.“

Was ist im Herzen drinnen? Wer tut Inhalt da hinein?

Susanna Tamaro merkte auf diese Frage Folgendes an „In den Tiefen unseres Herzens erklingt eine leise Stimme, eine bewusste Stimme. Ihr ist es bewusst, dass zwischen Bösem und Gutem unterschieden wird. Das irritiert die postmoderne Gesellschaft, es gibt etwas, das nicht von uns abhängt. Das Herz ist der Ort, an dem große Kämpfe in uns ausgetragen werden. Kämpfe zwischen Licht und Schatten, zwischen Bildung und Schöpfung. Es gibt keinen Dialog mit dem Herzen, wenn wir nicht in der Lage sind, zuzuhören. Heilige werden oft mit großen Ohren dargestellt. Die erste Tugend zur Heiligkeit ist das Zuhören, sich allmählich von den Schatten zu befreien. Wir sehen das bei der Empfängnis-Struktur des Menschen, der Fötus – das Erste, was sich vollständig bildet, sind die Ohren. Das sollte uns erinnern, das wir körperlich so geschaffen werden, um Antennen zu sein. Wenn wir ständig Kopfhörer tragen, können wir nicht mehr zuhören. Wir hören nur das, was wir entscheiden, was wir hören wollen. Es gibt keine Möglichkeit der Begegnung, wenn die Ohren nicht offen sind. Wenn ich ständig auf mein Tablet oder Smart Phone fixiert bin, dann bin ich nicht in der Lage, die Wirklichkeit zu sehen.

Moses sah das Feuer. Er hatte eine Vision. Wir haben den Verfall der heutigen Gesellschaft, wir müssen  dem Menschen seine Sinne zurückgeben, die Sinne der Wahrnehmung. Dadurch erlangen wir auch die Gewissheit, dass wir uns wieder darauf fokussieren werden, dass es immer zwei Neigungen im Herzen gibt, zum Guten und zum Bösen. Wir haben die Wahlfreiheit.“

KakaJu mit herausragendem Sitzungsprogramm

Wer glaubt, nach ihrer feierintensiven Jubiläumssession anlässlich des 6 x 11-jährigen Bestehens im vergangenen Jahr könnten die Karnevalsfreunde der katholischen Jugend (KakaJu) die diesjährige „fünften Jahreszeit“ nur mit halber Kraft angehen, sieht sich getäuscht. Im Gegenteil drehen die Jecken um Präsident Thomas Puppe in diesem Jahr nochmals richtig auf – und präsentieren eine echte Neuerung im Rahmen ihres Sitzungskarnevals: dies war am 13. Januar die Schnuppersitzung, mit der die KakaJu neue Zielgruppen für den Karneval begeistern möchte, Künstler wie Jecken gleichermaßen. Insgesamt lädt die KakaJu alle Düsseldorfer Jecken zu acht Sitzungen ein, um dort gemeinsam bei einem wieder einmal sehr abwechslungsreichen und attraktiven Programm den allseits bekannten KakaJu-Slogan „feiern – spenden – helfen“ mit Leben zu füllen.

20.863 Euro sammelte die KakaJu in der vergangenen Session an Spendengelder, die sie anschließend an 16 Vereine, Stiftungen und Projekte in und um Düsseldorf sowie in der dritten Welt verteilte. Eine ähnlich hohe Summe soll natürlich auch in der bevorstehenden Session zusammenkommen – und hat dafür einmal mehr ein besonders attraktives Programm zusammengestellt. Den Auftakt in den Sitzungskarneval nach Art der KakaJu markiert bereits am kommenden Sonntag die Schnuppersitzung. „Bei der Schnuppersitzung handelt es sich um ein neues Format, mit dem wir gleichzeitig an eine alte Tradition der KakaJu wieder anknüpfen möchten“, erklärt KakaJu-Literat Sven Gerling. „Aus unseren Reihen kamen in der Vergangenheit immer wieder große Stars des Düsseldorfer Karnevals hervor. Als Beispiele möchte ich nur Pit un Joe, die Frau vom Döres oder die Düssel-Disharmoniker nennen. Ganz in diesem Sinne möchten wir in Zukunft wieder verstärkt jungen Nachwuchstalenten die Möglichkeit bieten, im Rahmen der Schnuppersitzung erste Bühnenerfahrungen zu machen.“ Ihren Charakter als mögliches Karrieresprungbrett unterstreicht die Schnuppersitzung auch dadurch, dass die KakaJu zu dieser Veranstaltung die Literaten aller anderen Düsseldorfer Karnevalsvereine zur Talentsichtung eingeladen hat. „Gleichzeitig möchten wir mit der Schnuppersitzung auch neue Zuschauer ansprechen, die sich bei nochmals günstigeren Kartenpreisen vielleicht für den Besuch ihrer ersten Karnevalssitzung entscheiden“, so KakaJu-Präsident Thomas Puppe.

Auch in diesem Jahr konnte die KakaJu wieder das Who-is-who des rheinischen Karnevals für ihre Sitzungen gewinnen. Auftreten werden unter anderem die Bands Alt Schuß, Fetzer, Swinging Funfares, Michael Hermes, Kokolores, Jolly Family und Jeck United sowie aus Köln Kuhl und de Gäng, De Mädschere und Tacheles. Die Gilde der Büttenredner vertreten unter anderem Jürgen Hilger, Christian Pape, Martin Schops, die Erdnuss, Willi und Ernst, Änne aus Dröplingsen, Schmitz-Backes, Rheinangler, Köbes Torsten Schepers, Oberschwester Helga und Pänz in de Bütt. Und die Riege der Parodisten wird wieder durch das exzellente Duo Et Zweijestirn vertreten. Selbstverständlich sind bei allen Sitzungen auch die Tanzgarde der KakaJu und die Perlen vom Rosenkranz Teil des Programms.

„Alle Künstler werden wie immer zu extrem günstigen Konditionen bei uns auftreten, zum Teil sogar gänzlich auf ihrer Gage verzichten“, erklärt KakaJu-Präsident Thomas Puppe. „Damit honorieren und unterstützen sie nicht nur das soziale Engagement der KakaJu, sondern erlauben uns gleichzeitig, die Sitzungskarten zu äußerst günstigen Preisen anzubieten. Wir ermöglichen somit auch jenen Düsseldorfern den Besuch unserer Veranstaltungen, die sich den Sitzungskarneval ansonsten nicht leisten können oder wollen. Das ist uns sehr, sehr wichtig.“

Über den Kartenverkauf hinaus bieten auf den Sitzungen selbst die jungen sympathischen Tänzerinnen der „Perlen vom Rosenkranz“ eine weitere wichtige Säule des Spendensammelns. Wenn sie mit den gar nicht mal so kleinen „Schweinchen“ von Tisch zu Tisch gehen und um Gaben bitten, werden sie dabei traditionell von Präsident Puppe unterstützt, der von der Bühne aus den Besuchern mit dem längst legendären Zitat des verstorbenen KakaJu-Ehrenvorsitzenden Josef Kürten ins Gewissen redet: „Bitte zuerst die Scheine in die Schweinchen werfen, ansonsten werden die Bühnenkünstler durch das klimpernde Kleingeld gestört …“

Weiteres Geld nimmt die KakaJu zudem durch den Anzeigenverkauf in ihrer Sessionszeitung „Jecke Post“ ein. „All den Firmen und Institutionen, die uns mit dem Schalten einer Anzeige in unserer Zeitung unterstützen, gilt unser großer Dank“, so Puppe. „Die meisten von ihnen sind bereits seit vielen Jahren dabei und kommen vor Sessionsbeginn meist von sich aus auf uns zu. Das erleichtert das ‚Klinkenputzen‘ natürlich ungemein …“

Die Termine der KakaJu-Sitzungen 2019

Sonntag, 13.1.2019: KakaJu-Schnuppersitzung
17.00 Uhr | Rheinterrasse Düsseldorf | 11 €

Sonntag, 27.1.2019: KakaJu-Seniorensitzung (ab 60 Jahre)
17.00 Uhr | Rheinterrasse Düsseldorf | 11 €

Sonntag, 3.2.2019: KakaJu-Sitzung
17.00 Uhr | Rheinterrasse Düsseldorf | 16 €

Sonntag, 10.2.2019: KakaJu-Mädchensitzung
12.00 Uhr | Louisiana, Bolkerstraße 18 | ausverkauft

Samstag, 16.2.2019: KakaJu-Kinderkarneval (bis 12 Jahre)
15.00 Uhr | Lambertus-Saal, Stiftsplatz 3, Altstadt | 5 €

Sonntag, 24.2.2019: KakaJu-Sitzung
17.00 Uhr | Rheinterrasse Düsseldorf | 16 €

Mittwoch, 27.2.2019: KakaJu-Sitzung für Junge und Junggebliebene
17.00 Uhr | Schlösser Alt-Zelt, Burgplatz | ausverkauft

 

DAS NEUE FERNWERK – Konzertreihe in Düsseldorf-Oberkassel

MARKUS HINZ

09.12.2018, 16 UHR

Pfarrkirche St. Antonius, Luegallee 61, Düsseldorf-Oberkassel

In dem Konzert von Markus Hinz am 9. Dezember in der St. Antonius-Kirche in Düsseldorf-Oberkassel wird insbesondere das neue Fernwerk im Vierungsturm oberhalb der Kuppel vorgestellt. Das „Grand Jeu“ aus Bachs „Pièce d ́Orgue“ klingt so licht wie himmlische Festmusik. Ebenfalls im Programm steht das hochromantische, schwermütige „Adagietto“ aus Mahlers 5. Symphonie, das große Bekanntheit durch Viscontis Verfilmung von Thomas Manns Roman „Tod in Venedig“ erlangte. Beim „Tanz der Zuckerfee“ von Tschaikowski erklingt die neue Celesta als Solo-Instrument. Darüberhinaus stelle ich in Liszts „Vogelpredigt“ den musikalischen Dialog von Franziskus und den Vögeln des Himmels dar. Eine Uraufführung, in der alle drei Orgeln zum Einsatz kommen, wird schließlich die klangliche Konzeption der Orgelanlage als raumgreifendes Instrument vorführen.

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KONZERTPROGRAMM

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Pièce d´orgue, Fantasie G-Dur, BWV 572

Louis James Alfred Lefébure-Wely (1817-1869)

Andante – „Choeur de Voix humaines“, aus: Méditationes réligieuses, op. 122

Gustav Mahler (1860-1911)

Adagietto, aus: 5.Sinfonie, F-Dur (Transkription: Joachim Dorfmöller)

Theodore Dubois (1837-1924)

Fiat Lux, aus: Douze Pièces Nouvelles Pour Grand Orgue (1883)

Franz Liszt (1811-1886)

Legende Nr. 1 – Die Vogelpredigt des Franz von Assisi (Transkription: Günter Berger und Camille Saint-Säens)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)

Tanz der Zuckerfee, aus: Nussknacker-Suite (Transkription: Alexander Därr)

Markus Hinz (*1974)

Echo-Fantasie (UA)

Wachet auf, ruft uns die Stimme (UA)

Eugène Gigout (1844-1925)

Grand Choeur Dialogué, 1881

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Markus Hinz, geboren 1974 in Goch, ist seit 2001 Kirchenmusiker an St. Antonius in Oberkassel (seit 201? an St. Antonius und Benediktus) und Komponist in Düsseldorf. Im Anschluss an sein A-Examen an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln 1999 studierte er in der Orgelhochschulklasse bei Prof. Johannes Geffert. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich Hinz in seinen Kompositionen, Improvisationen und im Literaturspiel einerseits mit der traditionellen Kirchenmusik, insbesondere der Spätromantik Sigfrid Karg-Elerts, und andererseits mit zeitgenössischen Kompositionen von minimal music über Jazz bis hin zur Popmusik. Als inhaltlich verantwortlicher Organist hat er die Reorganisation der Orgelanlage in der Pfarrkirche St. Antonius konzipiert und betreut.

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www.santobene.de

Der Eintritt zum Konzert ist frei.

Wir bitten um eine Spende zur Unterstützung des kirchenmusikalischen Programms der Kirchengemeinde St. Antonius und Benediktus.

PASTORAL- UND KIRCHENMUSIKSTIFTUNG

Bankverbindung: Pastoral- und Kirchenmusikstiftung St. Antonius- Benediktus

IBAN DE16 3005 0110 1005 6211 39

Stadtsparkasse Düsseldorf

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VORSCHAU MUSIKTERMINE in der Pfarrkirche St. Antonius

12.12.2018, 20 Uhr

Ruhe.punkt: Ökumenischer Evensong mit dem Jungen Chor

16.12.2018, 12.45 Uhr

Power Point-Vortrag über das Fernwerk mit Klangbeispielen. Bitte um Anmeldung bei Markus Hinz

23.12.2018, Hochamt 11.30 Uhr

Orgel plus Flöte (Bettina Thomé)

24.12.2018, Christmette 22 Uhr

Orgel plus Violine (Chris Séguin)

25.12.2018, Hochamt 1. Weihnachtstag 11.30 Uhr

Orgel plus Trompete (Helmut Lieder)

26.12.2018, Hochamt 2. Weihnachtstag 11.30 Uhr

Aufführung Klaus Wallrath, „Missa festiva“ mit Antoniuschor, Junger Chor und Orchester

Leitung: Markus Hinz

Kalender vom 1. Advent bis Mariä Lichtmess – Verlosung

Im St. Benno Verlag ist das beeindruckende Aufstellbuch »Gottes Licht begleite dich« erschienen. Anders als normale Adventskalender, die sich nur auf 24 Tage erstrecken, geht dieser Kalender 40 Tage, also bis Mariä Lichmess am 2. Februar. Für die meisten Menschen ist Weihnachten am 6. Januar vorbei. Traditionell lassen aber viele Christen Weihnachtsbaum und Krippe bis Mariä Lichtmess stehen.: Unter dem Motto »24 plus 40 Tage« sind hier tägliche Impulse von beliebten Autoren zusammengestellt, die erst durch den Advent und dann durch die anschließenden 40 Tage bis Mariä Lichtmess begleiten.

Der Kalender enthält für jeden Tag aufbauende und spirituell sehr wertvolle Impulse, die die Seele tief berühren. Dieser Kalender ist sehr zu empfehlen und eignet sich auch sehr gut als Geschenk.

Die NRW-d-e-p-e-s-c-h-e verlost 5 dieser Kalender. Schreiben Sie bis zum 3. Dezember eine e-mail an gewinnspiel(at)nrw-depesche.de und geben Sie Ihre Adresse an.

Angaben zum Kalender

24 + 40 – Der Kalender vom 1. Advent bis Mariä Lichtmess

St. Benno Verlag

ISBN bzw. GTIN

9783746252414

Produktinformation

68 Seiten, 16 x 12 cm, Spiralbindung, durchgehend farbig gestaltet, Aufstellbuch mit zahlreichen Farbfotos

14,95 €

Advents- und Weihnachtskalender

Adventskalender + tägliche Impulse bis zum Ende der Weihnachtszeit

beliebte geistliche Autoren

mit außergewöhnlichen Fotos abwechslungsreich gestaltet

 

Orgelkonzert in Düsseldorf am 30. November

Am Freitag, 30. November, findet um 19:30 Uhr in der St. Antonius Kirche, Luegallee 61 in Düsseldorf-Oberkassel, das nächste hochkarätige Konzert mit dem international renommierten Organisten Stefan Engels statt, der auch als Stiftungsprofessor an der Hochschule in Dallas (USA) tätig ist. Seine besondere Expertise über das Werk des spätromantischen, impressionistischen Komponisten Sigrid Karg-Elert war die Triebfeder, Stefan Engels einzuladen, da für die Konzeption der Orgelanlage in St. Antonius die klanglichen Vorstellungen des Komponisten eines der wichtigen Leitbilder war.

KONZERTPROGRAMM

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

Concerto C-Dur BWV 594

(Bearbeitung des Concertos D-Dur ‘Grosso Mogul’ für Violine, Streicher und Basso continuo von Antonio Vivaldi)

  1. (keine Angabe)
  2. Recitativo (Adagio)
  3. Allegro

Sigfrid Karg-Elert (1877 – 1933)

Drei Choral-Improvisationen aus Op. 65

– Jesu, geh’ voran (Nr. 56)

– Lobe den Herren, den mächtigen König (Nr. 58)

– O Gott, du frommer Gott (Nr. 50) [im Andenken an Karg-Elert’s Mutter, gest. 13.11.1908]

 

Harmonies du soir Op. 72 No. 1

Rondo alla Campanella Op. 156

Ave Maria Op. 106 No. 2

Introduktion, Passacaglia und Fuge über B.A.C.H. Op. 150

STEFAN ENGELS, geb. in Nettetal-Kaldenkirchen, studierte katholische Kirchenmusik, Orgel und Chorleitung in Aachen, Düsseldorf und Köln. Darauf folgten postgraduale Orgelstudien in Dallas und Chicago bei Robert Anderson und Wolfgang Rübsam. Der Gewinn der Goldmedaille beim Calgary International Organ Competition1998 in Kanada verhalf Engels zum internationalen Durchbruch. Ernennungen auf Lehrstühle für künstlerisches Orgelspiel erfolgten 1999 am Westminster Choir College in Princeton, USA, 2005 an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, und 2015 an der Southern Methodist University in Dallas, USA (Stiftungsprofessur). Er war Begründer und künstlerischer Leiter der Europäischen Orgelakademie Leipzig und der Leipziger Karg-Elert Festtage. Seine Konzert-, Lehr- und Jurorentätigkeit erstreckt sich über Europa, Nordamerika, Südkorea und Russland. CD Einspielungen sind bei Naxos, Priory und Genuin mit Werken von Karg-Elert, Reger, Messiaen und Dupré erschienen. Die Weltersteinspielung des Gesamtwerkes für Orgel von Sigfrid Karg-Elert (15 CDs) bei Priory kam 2017 zum Abschluss.

Gospel-Weltstar Eric Reed singt am 21. und 22. November in Düsseldorf

Foto: Gospel-Weltstar Eric Reed (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Zwei Gospel Konzerte der Weltklasse für UNICEF mit Gospel-Weltstar Eric Reed & Friends finden diese Woche in Düsseldorf statt:

21.11.2018 19:30 Uhr – Kirche St. Maria Hilfe der Christen, Düsseldorf-Lörick, Löricker Str. 37

22.11.2018, 19:30 Uhr  Kirche St. Andreas, Andreasstraße, Düsseldorf-Altstadt

Der Eintritt ist frei.

54. Konzert junger Künstler im Neusser Zeughaus

Das Neusser Kammerorchester mit seinem Dirigenten Joachim Neugart lädt am Sonntag, den 02.12. um 18:00 Uhr ins Zeughaus Neuss zu seinem 54. Konzert junger Künstler ein.

Dort erwartet die Besucher ein vielfältiges, vierteiliges Programm: Katarzyna Wilk, Preisträgerin 2014 des internationalen Wettbewerbs für Gesang und Orgel in Neuss, derzeit Mitglied der Opernakademie in Weimar, singt Arien aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel und die Konzertarie „Voi avete un cor fidele“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Als weitere Solisten zeigen Sara Baum aus Grevenbroich und Eric Son-U Saalbach aus Düsseldorf, beide 16 Jahre alt, in der Sinfonia concertante G-Dur für 2 Flöten und Orchester von Francois Devienne ihre jetzt schon beeindruckend hohe Meisterschaft. Beide spielen im Landesjugendorchester NRW und sind Bundespreisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ 2018.

Das umfangreichste Solokonzert präsentiert die derzeit in Berlin studierende Geigerin Akiyo Fujiwara, die seit der Konzertreise des NKO 2017 nach Japan mit dem Orchester verbunden ist. Im vergangenen Jahr gestalteten beide ein viel beachtetes Konzert in der Meguro Church in Tokio, nun kommt es erneut zu einer künstlerischen Begegnung – und diese in Neuss.

Sie wird das letzte Violinkonzert in A-Dur, KV 219 von Wolfgang Amadeus Mozart spielen. Akiyo hat zahlreiche Preise gewonnen, darunter den 2. Preis beim internationalen Beethoven-Violinwettbewerb 2012 in Wien.

Abgerundet wird der Abend mit der viersätzigen, 1773 geschriebenen 51. Symphonie in B-Dur von Joseph Haydn.

Am Sonntag 02. Dezember um 18:00 Uhr im Zeughaus, Neuss.
Karten: Vorverkauf 14,30€, ermäßigt 9,90€ inkl VVG// Abendkasse 16,50€, ermäßigt 11,00€ Bücherhaus am Münster, Tourist- Information Neuss

Buch mit CD »Aus der Tiefe der Seele« – Verlosung

 

Im St. Benno Verlag ist vor wenigen Wochen ein Buch mit CD mit herausragenden Cellosuiten von Johann Sebastian Bach erschienen, die wirklich tief unter die Haut gehen. Zwei international renommierte Cellisten haben diese Stücke aufgenommen und in filigraner Weise interpretiert, was einen wunderbaren Hörgenuss garantiert. In dem dazugehörigen Buch erschließt sich die Genialität der beiden Cellisten in eindrucksvoller Weise. Die NRW-d-e-p-e-s-c-h-e verlost 6 Exemplare des Buches mit CD „Aus der Tiefe der Seele“.

Loblied auf das Cello – Instrument des Jahres 2018

CD mit legendären Originalaufnahmen der berühmten Cellosuiten von J. S. Bach von Casals & Rostropovich

Berührende und persönliche Äußerungen großer Cellisten über ihr Instrument und ihr Leben

Warm, ausdrucksvoll, der menschlichen Stimme ähnlich – so wird der Klang des Cellos oft beschrieben. In der Klassik wie in der Popmusik ist das Cello eine feste Größe. Jetzt wurde es zum »Instrument des Jahres« 2018 gekürt. Dieses Buch für Musikliebhaber vereint authentische Zeugnisse der beiden großen Cellisten Pablo Casals und Mstislaw L. Rostropovich, die über ihr Instrument und ihr Musikerleben Auskunft geben, mit Stimmungsbildern und Porträtfotos. Unvergessen ist etwa, wie Mstislaw L. Rostropovich 1989 vor der Berliner Mauer spielte. Die Weltklasse-Cellisten sind mit eindrucksvollen Aufnahmen auf der CD zu hören.

Pablo Casals

wurde am 29. Dezember 1876 in El Vendrell in Spanien geboren. Er wurde vor allem als Cellist weltberühmt, wirkte aber auch als Komponist und Dirigent. Er setzte sich unermüdlich für Frieden, Demokratie und Freiheit ein und wurde sogar für den Friedensnobelpreis nominiert. Am 22. Oktober 1973 starb Casals in San Juan de Puerto Rico.

Mstislav L. Rostropovich,

geboren am 27. März 1927 in Baku, war ein russischer Cellist, Dirigent, Pianist, Komponist und Humanist. Neben seinem musikalischen Interesse war er auch immer politisch engagiert. Er starb am 27. April 2007 in Moskau und gilt als einer der bedeutendsten Cellisten der Geschichte.

Aus der Tiefe der Seele

Pablo Casals & Mstislav Rostopovich

über ihre Leidenschaft zum Cello

Buch: 32 Seiten, 16 x 19 cm,

gebunden, durchgehend farbig

gestaltet, mit zahlreichen Farbfotos

CD: mit Booklet, Laufzeit: ca. 50 Minuten

ISBN 978-3-7462-5272-8

€ 16,95 [D / A]

Dieses Buch für Musikliebhaber vereint authentische Zeugnisse der beiden großen Cellisten Pablo Casals und Mstislaw L. Rostropovich, die über ihr Instrument und ihr Musikerleben Auskunft geben, mit Stimmungsbildern, Porträtfotos und Aufnahmen auf CD.

Verlosung

Wer ein Buch mit CD gewinnen möchte, kann bis zum 25. November 2018 eine e-mail an die Adresse gewinnspiel{at]nrw-depesche.de senden.

Über die Schlagkraft des Jahres 1968 für Deutschland

Verlosung von 2 DVDs

Der Herbst 1968 hat Deutschland erheblich aufgerüttelt und hatte auch in den 1970er Jahren außerordentlich große Auswirkungen. Über diese Ereignisse gibt es nun einen hochinteressanten, sehr sehenswerten Film, der nicht nur für den Geschichtsunterricht sehr zu empfehlen ist, sondern darüber hinaus für all jene, die sich intensiver mit dieser Zeit auseinander setzen wollen.

In SYMPATHISANTEN – UNSER DEUTSCHER HERBST erzählt Felix Moeller in eindringlichen, emotionalen Bildern, kombiniert mit zeitgenössischen Dokumenten und in Gesprächen mit seiner Mutter Margarethe von Trotta sowie seinem Stiefvater Volker Schlöndorff von einer aufgeladenen Epoche in den 1970er Jahren.

Der Deutsche Herbst als Familiengeschichte, Filmgeschichte und Gesellschaftsporträt! Margarethe von Trotta gewährt im Film erstmals Einblicke in ihre privaten Tagebücher aus dieser Zeit.

Zu Wort kommen – neben den Eltern des Regisseurs, die im Zentrum des Films stehen – Daniel Cohn-Bendit, Peter Schneider, René Böll, Christof Wackernagel, Marius Müller-Westernhagen, Karl-Heinz Dellwo und weitere Weggefährten.

Die NRW-d-e-p-e-s-c-he verlost 2 DVDs des Films „SYMPATHISANTEN – UNSER DEUTSCHER HERBST“. Schreiben Sie bitte bis zum 20. November eine e-mail an die Adresse gewinnspiel [at) nrw-depesche.de.

 

WIR LIEBEN UND WISSEN NICHTS im Theater an der Kö

Autor: Christian Dick

Die aktuelle Inszenierung im Düsseldorfer Theater an der Kö mit dem Titel „Wir lieben und wissen nichts“ aus der Feder von Moritz Rinke hat sehr viel Dynamik und ist von Regisseur und Theaterdirektor René Heinersdorff sehr spannend inszeniert worden. Zwei Paare, in deren Beziehungen einiges suboptimal läuft, lernen sich im Wege eines Wohnungstausches kennen. Hierbei treten die Beziehungskonflikte zwischen den beiden Paaren offen zutage, als es bei ihnen gefühlsmäßig funkt, als sie das Paar kennen lernen, mit dem sie die Wohnung tauschen wollen. Es kommt zu einem Chaos der Gefühle.

Es wirken mit COSMA SHIVA HAGEN, JEANETTE BIEDERMANN, JOHANNES BRANDRUP und SEBASTIAN HÖLZ.

Inhalt des Stücks

Zwei Paare treffen sich zum berufsbedingten Wohnungstausch. Karrierefrau Hannah muss als Zen-Coach für Bankmanager nach Zürich; ihr Freund, der sensible Sebastian, soll sie begleiten. In ihre Wohnung sollen währenddessen die Tier-Physiotherapeutin Magdalena und ihr Mann Roman einziehen. Roman ist Informatiker bei der Weltraumbehörde, ein Fanatiker der Technik und Effizienz und das genaue Gegenteil von Sebastian, der an der modernen Welt verzweifelt, in der man via PIN-Codes und WLAN-Router zwar Zugang zu allem Möglichen erhält, nur nicht zu sich selbst.

In Roman erkennt Sebastian auf Anhieb seinen Erzfeind – im Gegensatz zu Hannah, die Gefallen an seinen Macherqualitäten findet. Umgekehrt wird Magdalena von Sebastians Melancholie magisch angezogen. Bereits seit längerem schwelende Beziehungskrisen brechen plötzlich offen aus und eskalieren zu einem Kampf der Kulturen…

Rinkes temporeiche, amüsant geschliffene Dialoge, unter denen er sein szenisches Dynamit verbirgt, machen Theaterbesucher und Theatermacher süchtig. Für seine Figuren, die er ebenso liebevoll wie gnadenlos zeichnet, ist der Abgrund immer nur einen Schritt entfernt.

Noch bis zum 11. November 2018 steht „Wir lieben und wissen nichts“ im Theater an der Kö auf dem Programm. Weitere Informationen sind unter folgender Internetadresse zu finden: www.theateranderkoe.de